Archiv für die Kategorie ‘Transfermarkt’

Uru auf Tour

Rrr am Dienstag den 15. November 2016

Wanderniere nur Hilfsausdruck.

Der Uruguayaner Sebastian Abreu hat einen Weltrekord aufgestellt und zum 28. Mal in seiner Karriere den Klub gewechselt. Der 40-jährige Stürmer unterschrieb einen Vertrag beim brasilianischen Drittligisten Bangu AC.

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Abreu – daheim nennen sie ihn “El Loco”, den Verrückten – hat in neun verschiedenen Ländern gespielt. Er trug das Trikot von 23 Klubs, was leider kein Rekord ist: Der Deutsche Lutz Pfannenstiel stand für 25 Vereine zwischen den Pfosten.

Der eine oder andere unter Ihnen weiss vielleicht nicht mehr auswendig, für welchen Klub Sebastian Abreu wann genau gespielt hat. Kein Problem, hier die vollständige Liste:

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Wechselwirren

Rrr am Dienstag den 30. August 2016

BREAKING NEWS: Super League publiziert Anspielzeiten für Runden 10 bis 18

Obacht, das Transferfenster ist sperrangelweit offen.

sonDas bekommt auch Son Heung-min zu spüren. Der Südkoreaner, der früher für den HSV und Leverkusen spielte, ist seit einem Jahr bei Tottenham. Zurzeit weilt er bei der Nationalmannschaft in Seoul. Dort erreichte ihn die Mitteilung, dass ihn sein Klub verkaufen wolle. Der 20 bis 30 Millionen Franken schwere Deal mit Wolfsburg befindet sich laut verschiedenen deutschen und englischen Medien in fortgeschrittenem Stadium.

Leider kam noch niemand dazu, das dem Spieler mitzuteilen. “Ich habe nichts von einem Transfer gehört”, sagte er unseren Kollegen von der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. “Ich will mich auch gar nicht mit solchen Dingen befassen, die sich ausserhalb des Stadions abspielen. Mein Fokus ist ganz aufs Fussballspielen ausgerichtet.”

Bei den Spurs konnte sich Son bislang nicht durchsetzen. Letzte Saison stand er nur 13 Mal in der Startformation. Die Londoner scheinen ihn auch abstossen zu wollen, weil Son in der Heimat immer noch wehrpflichtig ist und dadurch gelegentlich fehlt. Hätte Südkorea in Rio eine Medaille gewonnen, wäre Son von der Wehrpflicht befreit worden.

Das Transferfenster schliesst in den meisten Ländern Ende August – also morgen Mittwoch.

Kulante Kündigung

Val der Ama am Dienstag den 23. August 2016

Wahre Fans verzichten für ihren Verein auf Lohn und Arbeit.

Wenger

Der FC Arsenal ist mit einem 3:4 gegen Liverpool und einem 0:0 bei Leicester eher schlecht in die neue Saison gestartet. Kein Wunder, meinen Fans und Medien, denn schliesslich habe Arsenal auf die neue Spielzeit kaum Geld in neue Spieler investiert und die braucht es für den seit Jahren ersehnten Meistertitel natürlich unbedingt.

Wir schauen nach und meinen: Stimmt. Die Transferausgaben belaufen sich inkl. Xhaka tatsächlich auf lächerliche 52 Mio. Euro – im Vergleich zur Konkurrenz zum Beispiel aus Manchester nur Kleingeld.

Nach dem Spiel gegen Leicester hat sich Wenger dann den Medien erklärt: „Ich verstehe nicht, warum Sie sagen, ich würde nur ungern Geld ausgeben. (…) Geld bedeutet nicht gleich Qualität. Geld ausgeben und dafür auch einen Top-Spieler bekommen – das ist der Unterschied und dazu sind wir auch bereit. Ich werde 346 Millionen Euro für einen Spieler ausgeben – wenn ich den Spieler finde und wenn ich 346 Mio. Euro habe. Wir sind ein Verein mit rund 600 Mitarbeitern und müssen uns auch entsprechend verantwortungsvoll verhalten“, so der 66-Jährige.

Ein Angestellter des Fanshops hat die Botschaft ziemlich missverstanden und daraufhin spontan seinen Job gekündigt. Auf Twitter publizierte er gestern sein Kündigungsschreiben und dort steht: “Ich verdiene 7,20 Pfund pro Stunde, das ergibt total 14’040 Pfund im Jahr. Walcott verdient in der Woche 10x mehr. Aber jetzt, da der Verein mein Gehalt nicht mehr stemmen muss, hat er hoffentlich Geld für gute Spieler.”

Brief

Wir nehmen mal an, die Geschichte hat sich wirklich so ereignet. Ah, und ab sofort verzichtet auch Herr Rrr auf Honorar und Spesen, weil schliesslich braucht YB noch wen auf hinten rechts.

Angemessenes Anwesen

Herr Shearer am Donnerstag den 18. August 2016

Was tun Spielerberater, wenn das Transferfenster sich langsam schliesst?

Klar, da kann man es wieder etwas gemütlicher angehen lassen und sich zum Beispiel endlich auf Wohnungssuche machen. Mino Raiola, über den wir neulich gerade berichteten, tat genau das. Schliesslich müssen die fetten Provisionen, die der Italiener in den vergangenen Wochen alleine mit den Transfers von Ibrahimovic, Mkitharyan und vor allem Pogba nach Manchester eingestrichen hat, auch irgendwo wieder ausgegeben werden.

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Herr Raiola hat sich nun für etwa 11 Millionen Franken ein hübsches Anwesen im sonnigen Miami gekitscht. Etwas über 560 Quadratmeter, ein privater Strand, Swimmingpool, sieben Schlafzimmer, das ganze auf drei Gebäude verteilt – das sind einige nette Merkmale der ansehnlichen Villa. Und einen prominenten Vorbesitzer hatte die Hütte auch! Von 1928 bis zu seinem Tod 1947 war Raiolas Ferienhaus (wir nehmen mal an, dass er es vornehmlich als solches nutzen wird) im Besitz des berühmt-berüchtigten Mafiabosses Al Capone.

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Herr Capone ist übrigens der Mann ohne Natel, denn das wurde erst kurz nach seinem Ableben erfunden. Anyway, wir wünschen Mino Raiola viel Freude mit seiner neuen Immobilie! Und geben gleichzeitig den wohlgemeinten Tipp, das Unterhaltspersonal sorgfältig auszuwählen und zu instruieren.

 

Minos Moneten

Val der Ama am Donnerstag den 11. August 2016

Sie sind jung und brauchen das Geld? Werden Sie Spielervermittler!

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Sie haben es mitbekommen: Aus Gründen war der englische Fussballverein Manchester United eben bereit, 105 Millionen Euro für den Spieler Paul Pogba an Juventus Turin zu überweisen. Addiert man dazu noch die Preise für die Anschaffungen Henrikh Mkhitaryan und Eric Bailly, kommt man auf eine Gesamtinvestitionssumme von 185,00 Mio. €. Nicht schlecht, denn immerhin haben sich die Engländer auf diese Saison noch den José Mourinho geleistet und mit den eigenen Abgängen bisher noch keinen Cent eingenommen. Ah, und vor ein paar Jahren hat man eben diesen Pogba übrigens gratis an Juve abgegeben. Aber egal.

Wer bekommt nun was von diesen 105 Millionen? Juves Medienabteilung hats gestern verraten: Pogbas Berater Mino Raiola erhält für Aufwand und Engagement 25 Millionen Euro. Des Spielers ehemalige Vereine Le Havre, US Torcy und US Roissy-en-Brie kriegen gemeinsam zwei Millionen Euro und Juve freut sich auf 72,6 Millionen. Der Rest? Spesen und so.

Was ein Spielerberater für das schöne Honorar eigentlich so tut, erklärte Raiola einst dem Fussballmagazin 11 Freunde:

Ein guter Berater ist viel mehr als ein Vermittler in Vertragsverhandlungen. Er sorgt dafür, dass sich seine Spieler wohl und beschützt fühlen. Ich löse die Probleme meiner Klienten, wie es ein Vater täte. Ich bin ihre Familie. Ich bin derjenige, der ihnen zeigt, wohin ihr Weg gehen kann.

Schön. Und bewundernswert, wenn man dann sieht, wie gross Raiolas Familie ist.

Trinken mit Onkel Sepp

Rrr am Dienstag den 9. August 2016

Blatters süsse Rache: Product Placement für Kronenbourg.

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Jahrelang war Sepp Blatter eng mit dem Bierkonzern Anheuser-Busch verbandelt. Die US-Brauer sponserten die FIFA-Weltmeisterschaften mit Millionen. Blatter und Budweiser, das passte zusammen wie Yin und Jang.

Tempi passati! Beim Hausbesuch des ZDF lüftete der gefallene FIFA-Präsident das Geheimnis: Er trinkt gar kein Budweiser, bei ihm steht Kronenbourg aus Frankreich im Kühlschrank. “Ich trinke es zusammen mit Sprite”, sagte Blatter im Interview mit Dunja Hayali.

99Darf Sepp das? Wir konnten kurz mit dem Bierbeauftragten des Runden Leders sprechen, Herrn Natischer. Dieser nimmt wie folgt Stellung:

“Kronenbourg trinkt der Bierkenner wirklich erst nach Monaten in der Wüste, respektive vielleicht noch nach einem YB-Heimspiel. Sprite ins K’bourg ist ok: Sprite ist selber sehr anspruchslos. Aber wer Panaché trinkt, mag eigentlich kein Bier. Ich empfehle Onkel Sepp deshalb eine Limonade.”

Übrigens, wenn wir schon bei Hopfen und Malz sind: Auch Bierliebhaber können Spitzensport treiben, wie britische Medien berichten.

Wut am Vesuv

Herr Maldini am Dienstag den 26. Juli 2016

In Neapel sind die Anhänger der schönsten Nebensache der Welt gerade etwas frustriert.

Kein Wunder: Ihr Liebling Gonzalo Higuaín hat zum Ligakonkurrenten Juventus Turin gewechselt. 90 Millionen Euro liess sich der Serienmeister diesen Transfer kosten. Higuaín ist der drittteuerste Transfer aller Zeiten, aber nur für kurze Zeit, weil Paul Pogba Turin in Richtung Manchester verlassen wird – für über 100 Millionen und als teuerster Spieler aller Zeiten.

UntitledDie italienische Liga wird der Higuaín-Wechsel nicht interessanter machen, dafür aber die Ambitionen von Juve im internationalen Geschäft untermauern. Higuaín ist in der Form seines Lebens, in der abgelaufenen Spielzeit erzielte er 36 Tore und stellte damit den Rekord von Gino Rossetti aus der Saison 1928/29 ein.

Nicht nur die Fans sind sauer, auch das letzte grosse Clubidol in Neapel vor Higuaín ist es. “Diese Higuaín-Geschichte tut mir weh, weil er zu einem direkten Konkurrenten wechselt”, schreibt Maradona auf Facebook. “Wir können dem Spieler keinen Vorwurf machen. Er trägt die Verantwortung für seinen Entscheid, aber es sind in diesem Geschäft die fetten Katzen, die am meisten profitieren. Niemand denkt an die Fans.”

Ja, die Fans. Sie sind wirklich nicht glücklich zurzeit. Und drücken ihren Frust äusserst kreativ aus.

Spannende Stellen

Herr Shearer am Donnerstag den 21. Juli 2016

Lust auf einen Jobwechsel? Wir haben da zwei interessante Stellenangebote für Sie!

CFCBeim Chesterfield FC ist soeben eine Stelle frei geworden. Der englische Drittligist kam vorgestern nicht umhin, seinen Marketing-Chef fristlos auf die Strasse zu stellen. Das kam so: der Klub organisierte ein Art Tombola, bei der für 20 Pfund Lose gekauft werden konnten. Da machten allerdings nur gerade vier Fans mit, was die Kosten für den Hauptpreis natürlich nie zu amortisieren vermochte. Diesen Hauptpreis – die Mitreise ins Trainingslager der ersten Mannschaft nach Ungarn – gewann nach Vereinsangaben ein Fan aus Surrey, als dieser aber keine Lebenszeichen via soziale Medien sendete, wurde manch einer stutzig. Der Gewinner habe krankheitshalber die Reise nicht antreten können, lautete anschliessend die offizielle Erklärung. Doch dann kam aus: die Geschichte war gefälscht. Der für die peinliche Geschichte Zuständige musste anschliessend seinen Hut nehmen.

Falls Sie zu den Fritten lieber Muscheln als Fisch essen, hätten wir da auch noch etwas auf dem Kontinent. Wie Sie vielleicht wissen, ist Marc Wilmots nicht mehr Trainer der belgischen Nationalauswahl. Ein Neuer muss her, wieso nicht Sie? Da dem Verband auf Anhieb gerade keine gescheiten Namen in den Sinn kommen, hat er die Stelle auf seiner Webseite ausgeschrieben. Wenn Sie also Erfahrung in der sich schnell verändernden Welt des Fussballs haben und Topspielern (siehe auch: “goldene Generation”) ihre Spielidee vermitteln können und dazu auch noch gute und offene Kommunikation pflegen, dann sollten Sie jetzt ihr Dossier an folgende Adresse schicken: Königlich Belgischer Fussballverband, 145, Avenue Houba De Strooper,1020 Brüssel.

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Falls Sie dank uns eine spannende neue Herausforderung annehmen können, dürfen Sie uns gerne eine kleine Vermittlungsgebühr zukommen lassen. Merci!

 

1.0232 Millionen Euro

Briger am Montag den 18. Juli 2016

Diese Summe hat der FC Barcelona gemäss Recherchen der “Marca” im letzten Jahrzehnt pro Tor eines neuverpflichteten Spielers im Schnitt ausgegeben.
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Barcelonas Erzrivale aus der spanischen Hauptstadt gab dagegen nichteinmal die Hälfte der Summe aus (415’981€). Dies liegt vor allem daran, dass die beiden teuersten Realtransfers der letzten Dekade, Cristiano Ronaldo und Gareth Bale, voll einschlugen und durch ihre hohe Torquote ihre Transferausgaben wert waren. Barcelona hingegen hatte das Pech, dass Zlatan Ibrahimovics 22 Treffer in seiner einzigen Saison in Katalonien umgerechnet 3.159 Mio. Euro kosteten und dass Lionel Messi aus dem eigenen Nachwuchs stammt, in den Vergleich der Ausgaben der acht untersuchten Clubs (neben Real und Barca sind dies ManCity, ManUtd, Atletico, Chelsea, Bayern und der PSG). Der teuerste aller untersuchten Spieler war Chelseas Romelu Lukaku, der für 22 Millionen Euro geholt wurde, in 15 Partien aber nie ins gegenerische Tor traf. Ebenfalls aufs Podest schafften es Manchester Uniteds Angel Di Maria (Kosten: 75 Millionen €, Tore: 4, Kosten pro Tor: 18.75 Mio. €) und Alessio Cerci von Atletico Madrid (16 Millionen, 0 Tore, 16 Millionen). Die günstigste Neuverpflichtung aller acht Clubs war Guillaume Hoarau, der nach seinem Wechsel von Le Havre nach Paris in 161 Partien 57 Tore erzielte. Ein Tor von Hoarau kostete angesichts seiner mit 500’000 € bescheidenen Ablösesumme somit nur gerade 8’771 Euro.

Turbulentes Transfertheater

Herr Maldini am Freitag den 8. Juli 2016

Was viele nicht wissen: Am 1. Juli öffnete das internationale Transferfenster.

Falls Sie vor lauter EM den Durchzug nicht bemerkt haben, finden Sie nachfolgend eine unvollständige Sammlung von bereits vollzogenen Transfers oder aber solchen, die eventuell noch bevorstehen.

  • [Hier setzen Sie einen lustigen Spruch mit “-son” am Ende ein]! Ein EM-Held für GC!  Runar Mar Sigurjonsson kommt von Sundvall nach Zürich. Noch vor Tagen bewegte er mit der isländischen Nationalmannschaft in Frankreich die Herzen von Millionen von Fans. Kleine Randnotiz: Er kam an der Europameisterschaft nicht zum Einsatz.
  • Cristiano Ronaldo zieht ins Finale ein, Messi hinter Gitter – Achtung, Lachkrampf! Nein, ins Gefängnis wird Messi nicht müssen. Vielleicht aber geht er nach London. Chelsea-Abramowitsch will angeblich 129 Millionen locker machen, was Barça nicht genug sein dürfte. Messi soll 935’000 € pro Woche verdienen. Praktisch: Seine 2 Millionen, die er dem spanischen Staat schuldet (plus die anderthalb Millionen seines Vaters), hätte er nach 4 Wochen arbeiten zurückbezahlt.
  • Diego Costa hingegen will von Chelsea zu Atletico Madrid zurückkehren.
  • Dass die Pfunde der Premier-Clubs spätestens seit dem neuen TV-Deal locker sitzen, ist nichts neues. Auch nach den Zuzügen von Mourinho, Bailly, Ibrahimović und Mkhitaryan hat ManU offenbar noch nicht genug: Paul Pogba soll die Mannschaft verstärken. Der Franzose hat widerwillig eingewilligt, 13 Millionen netto würde er pro Saison verdienen. Ob ihn Juve für die kolportierten 120 Millionen ziehen lässt? Immerhin präsentierte er gestern das neue Auswärts-Trikot der alten Dame. Das neue Stück Stoff sei übrigens bequemer und mache die Spieler schneller, schreibt der Club auf seiner Website.
  • Zurück zum Transfertheater. Ebenfalls auf Mourinhos Wunschzettel: Blaise Matuidi von PSG. Der Medizincheck ist bereits vereinbart.
  • Die Pariser ihrerseits führen Gespräche mit James Rodríguez.
  • Dass Alvaro Morata von Juve zurück nach Madrid geht, ist hinlänglich bekannt. Nun soll er gleich weitergereicht werden: Auch hier wird Chelsea als Abnehmer gehandelt. Dessen neuer Trainer Antonio Conte wolle den Spanier unbedingt.
  • Julian Draxler auf den Spuren von Xhaka? Arsenal hat 50 Millionen geboten.
  • Er hat das Heimweh gestillt: Carlos Tevez verhandelt mit West Ham. Die ihm gebotenen 150’000 Pfund pro Woche sind aber zu wenig, er hätte lieber Hunderttausend mehr.
  • Ausverkauf bei Juve?! Manchester City will Leonardo Bonucci unbedingt und hat sein Gebot von 38 auf 51 Millionen Pfund erhöht.
  • Er trägt definitiv weisse Socken: Der FC Aarau übernimmt den ausgeliehenen Zoran Josipovic. Der Offensivspieler gehörte einst der Nachwuchsabteilung von Juventus Turin an.
  • Tränen hingegen in Istanbul: Nani stürmt neu für Valencia.
  • Der neue rumänische Nationalcoach heisst Christoph Daum.
  • Wir schliessen mit einem bekannten Gesicht: Alexandre Alphonse wird künftig für Challenge-League-Aufsteiger Servette die Tore schiessen.

Ein Bürzi für die Sbornaja

Rrr am Dienstag den 24. Mai 2016

Wie die Jungfrau zum Kind kommt Roman Neustädter zum EM-Aufgebot.

444Der Schalker wurde ins russische Kader für die EURO in Frankreich berufen. Dabei spielte er noch nie für Russland. Er hat nicht einmal einen russischen Pass.

Trainer Leonid Sluzkij setzt trotzdem auf die Dienste des 28-jährigen Verteidigers: “Er ist vielseitig einsetzbar und spielt sehr mannschaftsdienlich.”

Neustädters Mutter ist Russin, der Vater Ukrainer. Der Sohn wurde in Dnjpropetrowsk in der ehemaligen Sowjetunion geboren, als sein Vater dort Fussballprofi war.

Den russischen Pass beantragte Neustädter erst vor wenigen Monaten. In den nächsten Tag soll er ihn im russischen Generalkonsulat in Bonn abholen können. Im Gegenzug muss er den deutschen Pass abgeben. Anschliessend steht dem Einsatz an der EURO nichts mehr im Weg.

Ältere Leser kennen Neustädter übrigens auch als deutschen Nationalspieler: Zweimal stand er für die DFB-Auswahl auf dem Platz, 2012 gegen Holland (0:0) und 2013 gegen Ecuador (4:2). Beides waren nur Testspiele, deshalb gab die FIFA grünes Licht für den Wechsel.

Der Neo-Russe verfügt übrigens über eine gesunde Portion Selbstironie, wie nachfolgender Clip zeigt: Im Stil von Marcel Reif trägt er uns die übelsten Fan-Beschimpfungen vor.

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Blöde Banane

Rrr am Donnerstag den 4. Februar 2016

BREAKING NEWS:YB-Stürmer Samuel Afum wechselt zu Xamax

Fussballfans narren die internationalen Medien.

Am Deadline Day – 1. Februar – sorgte dieses Video für Aufsehen: Ein italienischer Reporter berichtet live vor Ort vom aufregenden Transfer-Tag und muss sich dabei gegen einen aufdringlichen Fan zur Wehr setzen.

Der Clip wurde rasend schnell verbreitet; wie das halt so geht im Internet. Jetzt kommt raus: Das Ganze war inszeniert – von unseren Kollegen vom englischen Fachforum “The Football Republic”. Maximum Respect, Jungs!