Archiv für die Kategorie ‘Transfermarkt’

Dumm gelaufen

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 13. Januar 2005

Robinho Robson de Souza, 21-jähriger Jungstar des FC Santos, hat die Spekulationen beendet, wonach er seinem Trainer Vanderlei Luxemburgo folgen und zu Real Madrid wechseln würde.

«Was gewisse Autoren im Weblog Zum runden Leder schreiben, interessiert mich nicht. Ich bleibe hier und will meinem Verein im Südamerika-Cup helfen. Wenn ich gehe, werden es alle zeitgerecht erfahren», sagte der nur 60 kg schwere Stürmer. Katzenjammer herrscht derweil bei allen Real Fans. Sie haben einmal mehr blind den Meldungen der spanischen Boulevardpresse vertraut. Die Redaktion entschuldigt sich bei allen Leserinnen und Lesern für die von Unbefugten wider besseren Wissens auf dieser Seite verbreitete Falschmeldung des angeblichen Transfers Robinhos zu Madrid. Solches wird nicht mehr vorkommen.


Weiterhin ohne weisses Leibchen. Robinho.

Morientes wechselt an die Anfield Road

Frau B am Donnerstag den 13. Januar 2005

Real Madrid und der FC Liverpool haben sich nach langem und zähem Ringen um Fernando Morientes schliesslich geeinigt: Er wechselt für neun Millionen Euro nach England.

El Moro wird zum ScouserDer 28-jährige Spanier war letzte Saison einer der besten Stürmer Europas, als er leihweise für den Champions-League-Finalisten AC Monaco spielte. Unglücklich mit seiner Situation als Ersatzspieler in Madrid, drängte er noch in dieser Saison auf einen Wechsel nach Liverpool, wo Rafa Benítez dringend Ersatz für Djibril Cissé benötigt, der mit einem gebrochenen Bein [Achtung: übelstes Foto hinter dem Link verborgen!] bis Ende Saison ausfällt.

Morientes reiste noch gestern nach England und wird heute Morgen einem medizinischen Test unterzogen. Gemäss seinem Agenten Gines Carvajal ist der Viereinhalbjahres-Vertrag jedoch bereits unterzeichnet.
Wenn alles nach Plan läuft, könnte Morientes bereits am Samstag für die ‚Reds’ spielen. Manchester United (und der Rest der Premier League) ist gewarnt.

Haas auf der Transfer-Liste

Frau B am Dienstag den 11. Januar 2005

Bernt Haas: Ab in die Wüste!Nun hat es also nach Stéphane Henchoz auch unseren Robin Hood Bernt Haas erwischt. West Bromwich Albion hat ihn sowie den mazedonischen Mittelfeldspieler Artim Sakiri auf die Transfer-Liste gesetzt.

„Bernt und Artim sind erfahrene Fussballer, die unbedingt Spielpraxis brauchen“, liess West Broms Trainer Bryan Robson verlauten. „Diese kann ich beiden im Moment nicht bieten, da ich andere Spieler im Team habe, die ich bevorzuge.“

Letztes Jahr war unser ‚Hasi’ noch Stammspieler und schaffte mit den ‚Baggies’ den Aufstieg in die Premier League. In dieser Saison hat er aber erst neun Mal gespielt. West Bromwich Albion hat schon im November angekündigt, dass die Mannschaft aus finanziellen Gründen um ein Viertel verkleinert werden müsse.

Unsere Leserin Xira hofft, dass „Haasi in die Wüste verbannt wird“. Wo ein Spieler enden wird, der es nicht einmal in die erste Mannschaft eines Teams schafft, das in der Premier League um den Klassenerhalt kämpft, frage ich mich allerdings auch.

Henchoz kaltgestellt

Frau B am Freitag den 7. Januar 2005

Der kalte HenchozStéphane Henchoz, dessen Vertrag mit dem FC Liverpool im Sommer ausläuft, dürfte den Club von der Merseyside noch im Januar verlassen. Der Schweizer Verteidiger hat über zweihundert Mal für die ‚Reds’ gespielt, wurde aber vom neuen Trainer Rafa Benítez „völlig kalt gestellt” und „behandelt wie das letzte Arschloch“. Nur gerade viermal wurde er bisher eingesetzt. Und die Verpflichtung des Argentiniers Mauricio Pellegrino vom FC Valencia hat seinen Platz in der Hackordnung der Mannschaft auch nicht verbessert.

„Wenn ich nun gehe, geschieht das ablösefrei, und Liverpool wird keinen einzigen Penny für mich erhalten. Nachdem, was der Trainer für mich getan hat, werde ich ihm keine Geschenke machen. Ich brauche dringend eine neue Herausforderung und einen Club, mit dem es klappt.“

Henchoz, der 69-mal für die Schweiz gespielt hat, kostete Liverpool 3,5 Mio. Pfund, als er 1999 von den Blackburn Rovers kam. Die Glasgow Rangers sowie die Bolton Wanderers sind an ihm interessiert. Bleibt zu hoffen, dass Henchoz von seinem neuen Trainer so behandelt wird, wie er es verdient.

Leichtgewichtig durch die Festtage

Frans am Montag den 27. Dezember 2004

Valencias Argentinier Pablo Aimar sei schlicht nicht fit genug und wiege 60 Kilos, erklärte Valencia-Trainer Ranieri den spanischen Medien. Vielleicht hat Pablo über die Festtage das eine oder andere Kilo zugelegt. Sein Reservistendasein in Valencia hat Pablo jedenfalls gehörig satt, und die argentinischen Medien melden einen möglichen Transfer zu Liverpool, wo der frühere Valencia-Trainer Benitez mit mittelprächtigem Erfolg tätig ist.

Ein weiser Schritt, denn dank fettigen Fish & Chips wird Pablo in Liverpool nachhaltig etwas für sein Gewicht tun können.

Ein Engel für Ajax

Frans am Freitag den 24. Dezember 2004

Griechische Weihnachtsbescherung für Ajax Amsterdam: Europameister Angelos Charisteas kommt von Werder Bremen und tritt in die grossen Fussstapfen von Ajax-Topskorern wie Ibrahimovic, Litmanen, Mc Carthy, Kluivert, Overmars, Bergkamp, de Boer, Bosman oder van Basten. Mit 5 Millionen Euro kostet er rund ein Drittel dessen, was Ajax im Frühherbst von Juve für den im dümmsten Moment verkauften Zlatan Ibrahimovic erhielt.

Die Bremer verhökerten den 1,91 Meter langen Schützen des EM-Final-Tores, den Experten wie Dr. Rrronaldo Zingg für die Wahl des Weltfussballers 2004 empfahlen, sogar unter seinem geschätzten Marktwert von 6 Millionen. Das hat natürlich damit zu tun, dass Angelos in Bremen weniger die Herzen der Fans erwärmt hat als die Ersatzbank.

Und so sind momentan alle glücklich. Der Kassier von Werder, das unfähige Ajax-Management, welches von seinem Versagen beim Zlatan-Transfer ablenken kann, und auch der griechische Engel, der mit seinen bald 25 Jahren im Ajax-Team beinahe ein Greis sein wird. Angelos sagte, dieser Transfer sei ein klarer Fortschritt in seiner Karriere und Ajax ein europäischer Topclub.

Griechen hatten halt schon immer ein Flair für Geschichte.


Der Dilettant und sein Engel

Nichts wie weg von Züri

Frans am Freitag den 10. Dezember 2004

Die holländischen Online-Medien melden Sensationelles: Der schweizerische Mittelfeldspieler Diego Lattmann absolviert ein einwöchiges Probetraining bei NEC Nijmegen.

Wir fragen uns: Was will ein 19jähriges Talent mit dem vielversprechenden Spitznamen Virtuoso ausgerechnet beim Viertletzten der holländischen Meisterschaft? Will Lattmann unbedingt dem renommierten NEC-Trainer Johan Neeskens die Hände schütteln? Oder will er einfach weg? Lattmann spielt zwar bei Concordia Basel, ist aber nur ausgeliehen vom FC Zürich. Dass einer alles unternimmt, um nicht dorthin zurück zu müssen, begreifen wir mühelos.

Herbe Dusche

Dr. Eichenberger am Montag den 6. Dezember 2004

Die Winterpause naht und allenthalben macht sich Hektik breit: Trainer werden gegangen und Arbeitsplätze frei. So auch in München bei den kriselnden 1860-ern. Dort hat sich ein Retter gleich selbst gemeldet: Werner Lorant. Er mimte von 1992 bis Oktober 2001 unter dem Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser (senior) bei den Löwen bereits einmal den harten Hund und möchte nach dem Rauswurf des Trainers Rudi Bommer wieder beim Münchner Zweitligisten anheuern. Gestern durfte er sich im DSF beim Heimspiel gegen Greuther Fürth als grummliger Co-Kommentator profilieren und beim 2:1 Siegtor seiner Blauen ausrufen: «Das geht nicht!». Was der Reporter mit der Bemerkung konterte: «Ist aber gegangen!» Und was war Lorants Antwort? «Das ist Fussball.» Tja! Aber der DSF-Reporter muss nicht blöd rummeckern: Nach dem 0:1 der Greuther (oder Fürther?) analysierte er messerscharf: «Für die 60-er eine herbe Dusche!» Um nicht zu sagen: Eine kalte Enttäuschung … Wie dem auch sei: Aus dem Comeback des Herrn Lorant in München wird nichts, wie auch die Rückkehr des früheren Torhüters Petar Radenkovic als Sportchef nur in den Medien stattfand und die Verpflichtung von Lodar Mathäus als Trainer nur ein Bluff des Präsidentenkandidaten Thomas Hirschberger blieb. Lodar übrigens hat ganz anderes im Sinn, als auf dem wackligen Löwen-Stuhl Platz zu nehmen. Er trainiert jetzt eine thailändische Jugendmannschaft, nachdem die Ungarn den im Ausland lebenden befreundeten Personen keine Staatsbürgerschaft gewähren wollen. Selber schuld.


Er hat ihn schon, den neuen Job.

Der verlorene Wüstensohn

Dr. Eichenberger am Freitag den 3. Dezember 2004

Der FC Barcelona will Gabirel Batistuta verpflichten. Weil Henrik Larsson längere Zeit ausfällt, suchen die Katalanen verzweifelt nach einem neuen Stürmer. Batistuta hat sich mit seinen Toren in Italien (Fiorentina, Roma und Inter) in die Herzen der Fans gespielt und den Kosenamen Batigol erhalten, bevor er in die Wüste nach Qatar zu den Scheichs resp. deren Öldollars flüchtete. Der 36-Jährige traf letzte Saison für Al-Arabi in 18 Partien immerhin 25 mal. Auf staubigen Plätzen zwar und gegen alternde Verteidiger. Macht aber nichts: für Kim Nørholt bleibt Batigol trotzdem Lieblingsspieler Nr. 1.


Barça, ich komme.

Pirlo bleibt bei Milan

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 28. Oktober 2004

Der Transfer des Milan-Spielers Andrea Pirlo in den Iran ist gescheitert. Die Verträge waren schon unterschrieben, die Medien aufgeboten. Irans Fussball-Funktionär Ali Pur verhinderte jedoch in letzter Minuten den Wechsel Pirlos nach Teheran mit dem Argument, Fussballer mit langen Haaren würden die islamische Kultur untergraben und müssten daher mit Strafen rechnen. Diese Spieler seien schlechte Vorbilder für die Jugend und erzeugten bei Stadionbesuchern und Fernsehzuschauern negative Aufmerksamkeit. Pirlo weigerte sich, den Gang zum Frisör anzutreten und bleibt nun in Mailand. Milan-Präsident Berlusconi hat sich zwar auch schon ausfällig über die Haarpracht seiner Spiele geäussert, insbesondere zu jener von Gattuso. Eine Sperre hat er bislang aber (noch) nicht angeordnet.

Das Trikot war schon bereit: Andrea Pirlo

Romario, Ronaldo, Robinho

Frans am Mittwoch den 27. Oktober 2004

Romario und Ronaldo haben sie seinerzeit schon nach Europa geholt. Nun wollen sie konsequenterweise auch Robinho: Der PSV Eindhoven hat seinen Trainer Guus Hiddink zur Abwechslung mal nicht nach Südkorea geschickt, sondern auf Dienstreise nach Brasilien. Robinho Robson de Souza (Jahrgang 1984, 60 Kilo leicht) und sein Talent trieben angeblich schon dem begeisterten Pele beinahe die Tränen in die Augen, wie uns ein gewisser Alex Bellos im Internet wissen lässt.
Robinho gefiel nicht nur Pele, sondern auch Guus, und so will man in Eindhoven (und bei Sponsor Philipps) tief in die Taschen greifen, wie die holländischen Medien berichten: Ein Monatsgehalt von 170 000 Euro soll ihm Eindhoven angeboten haben, was ihn zum bestbezahlten Voetballer im Tulpenland machen würde. Allerdings haben sie auch in Portugal (Benifca Lissabon) bemerkt, dass Robinho fussballen kann – und so wird Robinho nach Rücksprache mit Ronaldo vielleicht dankend auf Holländischkurse und Nordseewetter verzichten.

Ronaldo erklärt Robinho und dessen Teamkollegen Diego die Vorzüge des Philipps Discman und des Nordsee-Herings

Sollte es mit Robinho und Eindhoven nicht klappen, hätten wir dem PSV als Alternative statt brasilianischem “Ro-Ro-Ro” ein helvetisches “Vo-Vo-Vo” anzubieten. Nach Vogel und Vonlanthen gibt es in der Schweiz weiteres Talent mit einschlägigem Nachnamen: Innenverteidiger Steve Von Bergen hat heuer für Xamax schon zwölfmal gespielt und einmal getroffen: Gegen Young Boys Bern in der 80. Minute zum 3:0. Guus Hiddinks nächste Geschäftsreise: Neufeldstadion Bern, 12. Dezember 2004, 14.30, YB-Xamax.

Koller in Amsterdam

Frans am Montag den 25. Oktober 2004

Transfergerüchte aus den Niederen Landen: Ajax Amsterdam ist anscheinend am tschechischen Hünen Jan Koller interessiert, wenn man den holländischen Medien glauben will. Offenbar haben sie in Amsterdam nach der sonntäglichen Niederlage bei PSV Eindhoven (0:2), mittlerweile zehn Verlustpunkten Rückstand auf die Tabellenspitze und dürftigen Auftritten in der Champions League noch nicht genug Koller.


Jan in froher Erwartung der holländischen Ehrendivision

Wenigstens gibt es in Amsterdam noch reichlich Euros. Die fehlen in Dortmund. Und so wird PSV-Mittelfeldpuncher Mark van Bommel nächstes Jahr – wenn man den holländischen Medien wiederum glauben will – doch nicht das Borussia-Dress überstreifen, wie zu Saisonbeginn allseits vermutet wurde (Dortmunds Trainer van Maarwijk ist zufällig van Bommels Schwiegervater).


Van Bommel: Kein Fall fuers Familienalbum

Van Bommel soll nun mit Real Madrid im Gespräch sein. PSV wird ihn im Kampf um den holländischen Meistertitel entbehren koennen. Denn für alle Faelle gibt’s dort ja noch den Vogel. Wenn der in Eindhoven nur nicht den Ersatzbank-Koller kriegt.