Archiv für die Kategorie ‘Transfermarkt’

The Sweet And Tender Hooligan

Herr Shearer am Freitag den 7. September 2012

Landesflucht schützt vor Strafe nicht.

Das musste jetzt auch Joey Barton erfahren. Sie erinnern sich sicher noch: im unglaublichen Spiel zwischen Manchester City und den Queens Park Rangers, Bartons Verein, leistete sich der Heisssporn in der Schlussphase einen unglaublichen Aussetzer, für den er erst vom Feld flog und anschliessend von der englischen FA zwölf Spielsperren aufgebrummt bekam. Daraufhin suchte QPR für diese Saison einen Dummen temporären Arbeitgeber für den in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ aufgefallenen Delinquenten und wurde in Marseille fündig. Die Fans in der “Virage Sud” scheinen schon voller Vorfreude auf den Mittelfeldspieler zu sein. Am Sonntag, beim Spiel gegen Rennes, entrollten die “Ultras Commando 84” jedenfalls bereits ein Willkommens-Transparent.

Der Neuzugang bedankte sich persönlich bei den Ultras für den herzlichen Empfang und liess sich dabei auch gleich in deren T-Shirt einkleiden. Olympique Marseille, seine Fans und Joey Barton – das könnte passen! Sweet And Tender Hooligan ist übrigens ein Song von den guten alten “Smiths”, einer erklärten Lieblingsband von Joey Barton. Ein wirklich guter Song, hier können Sie reinhören.

Dumm ist jetzt einfach nur, dass die englischen und die französischen Verbände zum Schluss gekommen sind, dass Barton seine neun restlichen Sperren auch in Frankreich absitzen muss. Er wird somit frühestens am 17. November für die Südfranzosen auflaufen dürfen, im Spiel gegen Girondins Bordeaux. Eigentlich schade.

Social Media Hans

Herr Maldini am Donnerstag den 23. August 2012

Hans Sarpei ist ein gefragter Mann.

Der zurzeit verletzte Aussenverteidiger macht schon wieder sein Hobby zum Beruf: Neuerdings berät er Karstadt sports in Sachen Social Media. Sarpei, der mit seinen Sprüchen auf Twitter und Facebook Kultstatus erreicht hat, soll den Bekanntheitsgrad von Karstadt im Web steigern „Wir freuen uns, dass wir mit Hans Sarpei einen absoluten Voll-Profi in Sachen Social Media verpflichten konnten”, meint Arne Züll vom Karstadt sports Marketing.

Eigentlich ist er ja Fussballer: Am Ende der vergangenen Saison trennten sich die Wege von Sarpei und dem FC Schalke 04, bei dem er seit 2010 angestellt war. Der Ghanaer hat bereits für etliche Bundesliga-Vereine gespielt und ist mehrfacher Nationalspieler. Wegen Verletzungen stand er aber zuletzt kaum noch im Einsatz. Von daher kam das Angebot von Karstadt sports gerade recht: „Aktuell bin ich noch in der Reha, so dass ein Engagement als Fußballprofi erst zur Rückrunde Sinn macht. Ob ich dann den HSV retten muss, wie einige meiner Fans schreiben, oder mit Raúl in Katar spiele, wird die Zukunft zeigen. Fakt ist, dass ich mich freue, meine Erfahrungen in den sozialen Netzwerken bei Karstadt sports einzubringen. Voraussetzung für mein Engagement war, dass die Fans davon profitieren.”

In Deutschland kursieren etliche Sprüche im Chuck-Norris-Stil über Sarpei, eine Auswahl finden Sie hier. Und was der Social Media Consultant selber so verzapft, verfolgen Sie ab heute dort.

Irrtümliche Offerte

Herr Shearer am Montag den 20. August 2012

Wie man Messi nicht aus Barcelona weglockt.

Wie Gary Cook, ehemaliger CEO von Manchester City im neu erschienenen Buch “The Manchester City Years” enthüllte, machten die “Blues” nach der Übernahme durch den mit reichlich Geld gesegneten Scheich Mansour 2009 ein Angebot für den besten Fussballer der Welt. 30 Millionen Pfund sollen Barcelona für den argentinischen Wunderkicker angeboten worden sein. Und das, obwohl Messi eigentlich gar nie auf dem Radar des neureichen Klubs stand!

City suchte damals schon beinahe verzweifelt einen Stürmer. Der Transfer von Fernando Torres schlug fehl, ebenfalls gelang es nicht, Dimitar Berbatov von Tottenham zu verpflichten; der wechselte stattdessen zum Stadtrivalen United. In der ganzen hektischen Kommunikation soll es zu verschiedenen Telefonaten zwischen den Vertretern des Klubs und den Angestellten des Scheichs gekommen sein. Einer hat im ganzen Transfer-Wirrwarr offenbar den Überblick verloren: “It’s all getting messy”, soll er in sein Telefon gesprochen haben. Der Gesprächspartner am anderen Ende hat daraus dann wohl den Auftrag rausgehört, umgehend Lionel Messi zu verpflichten.

Der Transfer wurde von Barcelona natürlich sofort abgelehnt. – das grosse Gelächter in den Verwaltungsräumen des katalanischen Vereins kann man sich lebhaft vorstellen. Manchester City verschwendete überwies das Geld dann an Real Madrid, von wo man Robinho für sogar 32 Millionen Pfund holte.

Jobsuche

Herr Maldini am Donnerstag den 9. August 2012

Usain Bolt möchte neben Wayne Rooney stürmen.

Der schnellste Mann der Welt nutzt die Olympischen Spiele nicht nur, um Medaillen zu sammeln. Er schaut sich auch gleich noch nach einem neuen Job um. Ältere Leser wissen dies natürlich bereits.

Englischen Medien gegenüber meinte Bolt, dass er sich über einen Anruf von Sir Alex Ferguson sehr freuen würde. Eine Einladung wäre auf keinen Fall abzulehnen und eine Zweitkarriere als Fussballer könnte er sich gut vorstellen. In gewohnt bescheidener Manier betonte Lightning Bolt, er sei gut genug für ein Engagement bei seinem Lieblingsklub Manchester United. Dieses Selbstvertrauen gefällt allerdings nicht allen.

Wie dem auch sei, Twitterer Rio Ferdinand bezog natürlich umgehend Stellung und bot dem Jamaikaner an, ein Probetraining bei ManU zu organisieren. Aktuell hat Bolt jedoch keine Zeit: Er will mit dem Gewinn zweier weiterer Goldmedaillen zur Leichtathletik-Legende werden.

Sollte Bolt die Randsportschuhe an den Nagel hängen, hält Sie das Runde Leder selbstverständlich auf dem Laufenden. Um 13.00 gibt es übrigens mehr zu Olympia.

Tolles Talent

Rrr am Mittwoch den 1. August 2012

Barça testet einen Elfjährigen ohne Füsse.

Die Katalanen führen regelmässig Talentsichtungen im Ausland durch, so dieser Tage in Rio de Janeiro. Dort meldete sich der elfjährige Gabriel, der ohne Füsse geboren wurde und trotzdem ein begnadeter Fussballer ist, wie brasilianische Medien berichten.

“Er musste die gleichen Tests absolvieren wie alle anderen Kinder”, berichtet der für Barça tätige Arzt Maurice Smith. “Und Gabriel hat alle Tests absolviert, dank seiner überragenden koordinativen Fähigkeiten. In dieser Beziehung war er allen Gleichaltrigen klar überlegen.”

Oha lätz (XLVII)

Rrr am Montag den 23. Juli 2012

In unserer Serie «Oha lätz! Wer findet die fünf Unterschiede?» präsentieren wir Ihnen heute Berner Ikonen.

Links Benno Oertig (alt VR-Präsident Sport und Event Holding AG), rechts Christoph Lerch (Regierungsstatthalter Region Bern-Mittelland).

Löbliche Lohntransparenz

Svon Hetz am Montag den 16. Juli 2012

Davide Chiumiento kommt zum FCZ – für Vertragsverhandlungen.

Wie bereits mancherorts zu lesen war, wechselt der frühere Juve-Junior von den Vancouver Whitecaps zum FC Zürich. So vermeldete jedenfalls der kanadische MLS-Club am vergangenen Mittwoch. Seitens FCZ spricht man jedoch lieber davon, dass Chiumiento heute zu Vertragsverhandlungen erwartet wird.

Während die Fans in Vancouver den Abgang bereits ausgiebig betrauern, stellt sich also hier in der Schweiz eher die Frage, was der zwischenzeitliche YB-Leihspieler heute denn so kosten dürfte. Die Antwort ist schnell zur Hand. Denn die Major League Soccer ist bekanntlich in den USA zuhause – einem Land, dass punkto ArbeiterInnenrechte, starke Sozialpartner und Lohntransparenz weltweit zu den Spitzenreitern zählt.

Dass Herr Chiumiento zur Zeit einen Jahreslohn von 300’000 Dollar US bezieht, ist deshalb allgemein bekannt. Ebenso, dass er damit fast 9 Mal mehr verdient, als Teamkollege und Verteidiger Greg Klazura oder 130’000 mehr als Alain Rochat – hingegen deutlich weniger als der teaminterne Topverdiener: ein gewisser Eric Hassli.

Der wird von den Online-Kommentatoren jedoch eher als faul bezeichnet. Wir sind überrascht.

Mittgenommen

Herr Pelocorto am Donnerstag den 5. Juli 2012

Mitt Romney muss Präsident werden. Fussballfans wählen deshalb Romney.

Der FC New York spielt in der amerikanischen vierten Liga Fussball. Also dort, wo das Stimmvolk in Scharen hinpilgert, schliesslich fasst ihr Stadion 3’500 Zuschauer.

Ein unbekannter Romney-Fan hat kürzlich mit einer grosszügigen Spende den Sponsorenplatz auf dem Trikots gekauft und lässt den FCNY ab sofort für Mitt Romney («Believe in America») werben.

Ein rosa Trikot? Mit Wahlwerbung? Das ist eine Supersache!

Am 5. Dezember 2012 wählt die Bundesversammlung den nächsten Bundespräsidenten des Bundesrates und dessen Vizepräsidenten. So negativ, wie sich die Medien und die Öffentlichkeit zur Zeit verhalten, ist die Wahl des Zürchers Ueli Maurer noch nicht sichergestellt. Ich glaube, ich spreche mit den Grasshoppers; auf deren neuem Auswärtstrikot fehlt vorne nur noch «Ein Mann mit Gripen – BR Maurer!»

Fluides Rochieren

Rrr am Dienstag den 26. Juni 2012

BREAKING NEWS: Alex Frei ist Vater der kleinen Lia !!!

In Wirrkopf Walters Fischerhäuschen stinkt es vom Liebeshimmel.

“Die EURO ist noch nicht vorbei, und schon erreichen uns wieder die Schreckensmeldungen des Alltags: Francine Jordi und Florian Ast haben sich getrennt. Das macht mich persönlich tief betroffen, denn ich besitze alle gemeinsamen Platten der beiden, ausser der letzten. Der Lago Maggiore ist vom Fischbestand her jetzt nichts Besonderes.

Wie auch immer, früher hätte ich wohl gesagt, die Beziehung sei gescheitert, weil der Alte auswärts schnackseln ging. Aber seit ich Frau Rüegsegger-Wüthrichs Analysen lese, weiss ich es besser: Diese Zweierkisten sind einfach nicht mehr zeitgemäss.

Im modernen Liebesleben steht weniger der Partnerbesitz im Zentrum, viel wichtiger ist das fluide Rochieren der Geschlechtsteile in der gegnerischen Gefahrenzone. Da muss einfach mehr über die Aussen kommen. Und wenn der Flöru dann zu doof ist, um sein iPhone mit einer Zahlensperre zu schützen, ist er auch selber schuld.

Na egal, das Problem besteht wohl eher darin, wo Frau Jordi jetzt die Halbfinals schaut. Hund Theo interessiert sich ja weniger für Fussball. Francine kann gern in mein Fischerhäuschen kommen. Monika Fasnacht habe ich auch eingeladen, wir könnten also ein kompaktes Dreieck bilden und die Räume eng machen.”

Ra(n)dsportler für Racing

Herr Shearer am Dienstag den 22. Mai 2012

Manolo Saiz kehrt endlich in den Profisport zurück!

Das wird all jene Sportfreunde ganz besonders freuen, die seit einigen Jahren Manolos “Venga! Venga!“-Rufe aus den Lautsprechern eines Begleitwagens beim Zeitfahren schmerzlich vermissen. Sie interessieren sich gar nicht für Radsport und kennen Manolo Saiz deshalb nicht? Gut, dann liefern wir Ihnen hier die wichtigsten Eckdaten: Saiz war Teammanager beim spanischen Team “Once”, dem zu seinen besten Zeiten auch Alex Zülle und Laurent Jalabert angehörten. Als die spanische Blindenlotterie “Once” 2003 aus dem Radsport ausstieg, gründete der Quereinsteiger (er war selbst nie Radfahrer gewesen) mit der Versicherung “Liberty Seguros” als Sponsor seine eigene Mannschaft. Seine Karriere im Randsport endete 2006 ziemlich abrupt, als er bei einer Razzia in Madrid im Rahmen der Aktion “Puerto” (siehe auch: Blutdoping) von der Polizei festgehalten wurde. Saiz hatte da gerade eben Eufemiano Fuentes, den zwielichtigen Sportarzt, besucht. Aufgrund dieses Skandals zog der Sponsor sein finanzielles Engagement zurück, die Mannschaft fand aber in Kasachstan einen neuen Geldgeber und heisst seither Team Astana. Damit es keine Probleme bei der Lizenzerteilung für Astana gab, zog sich Saiz aus dem Radsport zurück. So, fertig Exkurs – zurück zum Fussball!

Vorgestern wurde bekannt, dass Manolo Saiz einen Sitz im Verwaltungsrat des frisch aus der Priméra Division abgestiegenen Klubs Racing Santander übernommen hat. Der für seine modernen Trainings- und Managementmethoden bekannt gewordene Saiz soll sich dort um die “sportliche Planung und die physische Vorbereitung der Spieler” kümmern. Ein Schelm, wer somit Racing Santander nicht den sofortigen Wiederaufstieg zutraut!

 

Toptransfer

Rrr am Mittwoch den 28. März 2012

Unglaublich aber wahr: Der SCO Angers kauft Lionel Messi.

“Er ist sehr talentiert und hat uns im Probetraining überzeugt”, berichtete ein Verantwortlicher des französischen Zweitligisten.

Messi selber sagte, er habe sich noch nicht definitiv entschieden, “aber es ist sehr wahrscheinlich, dass ich nächste Saison in Angers spiele”.

Für die jubilierenden Fans des Klubs kommt es eventuell noch zu einer kleinen Ernüchterung: Der neue Spieler heisst mit vollem Namen Lionel Messi Nyamsi, stammt aus Kamerun und ist U17-Nationalspieler. Am liebsten spielt er in der Innenverteidigung.

Spekulationen, der Spieler habe sich einfach umgetauft, um auf sich aufmerksam zu machen, wiesen Kameruner in Frankreich entrüstet zurück. “Messi ist in meiner Heimat ein gar nicht so seltener Name”, betonte ein Leser im Online-Forum des Fachmagazins Chronofoot. “Übrigens genau wie Obama.”

Top-Trainerliste

Svon Hetz am Mittwoch den 28. März 2012

Das Runde Leder hält Sie über die Trainersuche des FC Zürich auf dem Laufenden.

Wie Sie wissen, hat der FCZ die Suche nach dem neuen Cheftrainer offen und transparent in Angriff genommen. Gestern hat nun Sportchef Fredy Bickel gegenüber dem Tagi genauer erläutert, was mit offen und transparent gemeint ist:

«Wir werden überhaupt keine Namen kommunizieren. Und wir werden auch nicht sagen, ob wir schon oder wann wir künftig mit einem Trainer sprechen werden.»

Dies gilt natürlich nicht für das Runde Leder, exklusiver Medienpartner für die FCZ-Trainersuche. Wir können Ihnen heute schon die im Tagi erwähnte bereinigte Liste präsentieren: Alles Top-Namen, kaum einer darunter, der nicht schon als Spieler Meisterschaften gewonnen und Cupsiege geholt hätte!

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