Archiv für die Kategorie ‘Sie waren Young Boys’

Buongiorno Bologna

Herr Winfried am Mittwoch den 26. Januar 2022

Michel Aebischer zügelt vom beschaulichen Heitenried nach Bologna, in die Stadt.

Bologna. Bild: Keystone-SDA

Heitenried hat rund 1’400 Einwohnende, Bologna knapp 400’000. Im einen Ort spricht man Senslerdeutsch, im anderen Italienisch. Was muss das YB-Eigengewächs sonst noch wissen vor seinem Umzug in den Süden?

Wir haben nachgefragt bei Herrn Maldini, der als Italiener Bologna recht gut kennt.

Herr Maldini.

Herr Maldini, Michel Aebischer wechselt also zu Bologna. Was denken Sie, wird sich der Freiburger Chnöbu dort wohlfühlen?

Tschuldigung, was ist ein Chnöbu?

Ein Burscht, das kennen Sie doch, Sie sind ja grad ennet der Sense aufgewachsen (Schwarzenburg, Anm. d. Red.).

Ah, jetzt wo Sie es sagen. Im mondänen Bern vergisst man schnell. Item, ich denke schon. In Bologna hat es Sonne, es ist warm und es ist in Italien.

Bologna ist auch mondän. Wo bekommt der Michel denn etwas Feines zu essen?

Ich habe rasch auf TripAdvisor nachgeschaut, im Ristorante Sotto l’Arco esse es sich formidabel. Ist aber etwas ausserhalb der Stadt, er wird wohl ein Auto benötigen.

Ein Auto? Durchaus eine Umstellung, nach dem Alltag in der Velostadt Bern.

Ja, leider, dabei sind die Velowege in der Toscana super.

Bologna ist gar nicht in der Toscana, sondern gehört zur Region Emilia Romagna.

Nein, natürlich nicht, aber es ist auf dem Weg dorthin.

Item, durstig wird Michel bestimmt auch auf seiner Reise. Wo findet er gutes Mineralwasser?

Vor dem und im Stadion kann man sich eigentlich prima mit Getränken eindecken.

Sehr gut. Als gut gebildeter urbaner Mittelschichtler kennen Sie bestimmt auch die Universität von Bologna bestens. Worin könnte sich der noch junge Michel Aebischer weiterbilden?

Schwierige Frage. Da müsste ich jetzt länger überlegen.

Vielen Dank für Ihre Auskünfte!

Herr Maldini verbrachte einmal einen Tag in Bologna und übernachtete in der Jugendherberge etwas ausserhalb der Stadt. Wie ein Leser neulich in der Kommentarspalte empfiehlt auch er einen Besuch bei Tante Ceccarelli.

Quasi Quiztag

Herr Winfried am Mittwoch den 29. Dezember 2021

Gesucht ist eine Ortschaft in der Schweiz.

Mindestens zwei ehemalige Profi-Fussballer sind an diesem Ort geboren – beide verbrachten eine gewisse Zeit ihrer Karriere beim berühmten BSC Young Boys und sprachen durchaus den Dialekt von ihrem Geburtsort. Einer der beiden erzielte in seiner Berner Zeit insgesamt 48 Tore, der andere immerhin 8. Sie waren aber nie gleichzeitig in Bern unter Vertrag. Ah, und es wurden auch beide mal Schweizer Meister, einfach nicht mit YB.

Der Lokalverein des gesuchten Orts hat seine erste Mannschaft aktuell in der regionalen 3. Liga. Es sieht gut aus: Das Team führt die Meisterschaft nach der Hälfte der Saison an. Der Ort wird im Volksmund übrigens anders genannt, als man ihn schreibt (und ausserhalb der Region kennt) – dieser Spitzname sitzt so tief, dass ihn Wikipedia gleich an erster Stelle, also im ersten Satz, nennt. Der Spitzname kommt zudem auch in einer lokalen Biermarke vor.

Wer am frühsten an diesem Morgen die Puzzleteile zusammensetzen kann, gewinnt a) das Spiel, b) wie immer Rum und Ehre sowie c) einen Preis, für dessen Auswahl er oder sie kontaktiert werden wird. Nennen Sie also bitte die gesuchte Ortschaft sowie die beiden ehemaligen YB-Spieler.

Mitspielen können Sie auf 0800 1898 1898 (Fr. 1.898/Sekunde) oder gratis per WAP. Viel Erfolg!

Tipptopper Teppich

Rrr am Mittwoch den 6. Oktober 2021

In unserer Serie “Schöner wohnen mit berühmten Fussballern” besuchen wir heute den Sion-Stürmer Guillaume Hoarau.

Die Putzhilfe durfte auch mit aufs Bild, und wie die Katze heisst, wissen wir leider nicht. Aber wenn es Sie interessiert, wie es so tönt in Guis Walliser Appartment, drücken Sie hier auf diesen Link. Aber Vorsicht: Der Klick erfolgt auf eigenes Risiko, wir lehnen jede Haftung ab.

Drittes Treffen

Rrr am Samstag den 21. August 2021

Wiedersehen macht Freude.

Gerry Seoane und Adi Hütter sehen sich heute in der Bundesliga, beim Spiel Leverkusen-Mönchengladbach (18.30, Sky).

Es ist das dritte Mal, dass die beiden Trainer in einem Match aufeinandertreffen.

Die Premiere gabs am 28. April 2018 beim Super-League-Spiel YB-Luzern (Bild oben). Das zweite Treffen folgte am 10. Juli 2019 beim Testspiel YB-Frankfurt (Bild unten).

Einmal siegte Hütter, einmal Seoane. Und beide Male gewann YB. Zumindest das wird heute anders sein.

Was macht eigentlich …

Rrr am Sonntag den 15. August 2021

… Sigi Siegenthaler?

Ältere Leser erinnern sich: Der frühere FCB- und YB-Spieler war lange Jahre als Chefscout des Deutschen Fussball-Bundes (DFB) tätig. Doch das ist vorbei: Löw weg, Sigi weg! Im Gespräch mit dem Basler Webportal “Online Reports” blickt der 73-Jährige auf seine bewegte Zeit in der Fussballwelt zurück.

Im Pyjama beim FCB. Berühmt wurde Sigi Siegenthaler als FCB-Spieler. In einem Trainingslager in Bangkok sagte Trainer Benthaus am Abend: “Ich noch kurz mit Ruedi Wirz weg. Um 23 Uhr seid ihr alle im Pyjama!” Als Benthaus spätabends zurück ins Hotel kam, sass die ganze Mannschaft im Pyjama im Hotelrestaurant.

Mit der Polizei von Bern nach Basel. Nach dem Cupsieg mit YB 1977 und den ausgedehnten Feierlichkeiten wollte Sigi Siegenthaler spätabends zurück nach Basel fahren. In Burgdorf geriet er in eine Polizeikontrolle. Der Mann erkannte ihn: “Losed, sit ihr dä Sigu vom Beäsze YB? Sitzet uf e Bifahrersitz!» Darauf fuhr der Polizist Sigi Siegenthaler bis Egerkingen, den Rest der Strecke erledigte ein Basler Polizeikollege.

Mit Rat und Tat im Verwaltungsrat. Online Reports schreibt es so: “Als ihn die Gebrüder Rihs in den YB-Verwaltungsrat holten, machte sich der gelernte Architekt keine Freunde, als er dem Team keine Steigerung prophezeite, wenn sich klubintern nichts ändere.” In der Tat! Kaum war Sigi Siegenthaler 2016 weg, begann der YB-Aufschwung.

Alle weiteren Informationen finden Sie im Internet.

Aussergewöhnliche Arbeitsplatzteilung

Val der Ama am Donnerstag den 15. Juli 2021

Unser Berufsberater Bernhard Beyeler über den Vorteil, die Arbeitszeit und -dauer individuell zu gestalten.

Liebe Lesenden, seit 25 Jahren beobachte ich nun den Arbeitsmarkt und stelle fest: Immer mehr Menschen streben nach mehr Ausgeglichenheit in Beruf und Privatleben. Für alle, die neben ihrer Erwerbstätigkeit weitere Aufgaben erfüllen möchten, ist Jobsharing eine Chance, um im Berufsleben erfolgreich zu sein und gleichzeitig im professionellen Netzwerk verankert zu bleiben.

Das Jobsharing ist das Teilen eines Arbeitsplatzes im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei dafür qualifizierte Arbeitskräfte teilen sich einen Arbeitsplatz, beide tragen die Verantwortung für die dort vertraglich auszuführenden Tätigkeiten.

Auch wenn Jobsharing für Arbeitgeber attraktive Vorteile bietet, sind die Vorbehalte in vielen Firmen gross. Zu kompliziert, zu viel Aufwand, zu viel Administration heisst es oft. Ganz anders da aber der katarische Ligue 1-Klub FC Paris Saint-Germain, der gleich eine der wichtigsten Positionen im Jobsharing anbietet: Der Verein hat eben Gianluigi Donnarumma unter Vertrag genommen, und der frischgebackene Europameister soll seinen Posten zwischen den Pfosten mit Keylor Navas teilen.

Das ist nicht weiter aussergewöhnlich, aber der FC Paris Saint-Germain geht noch einen Schritt weiter! Mit Alphonse Areola, Sergio Rico, Marcin Bulka, Garissone Innocent, Denis Franchi und Meistertorwart Alexandre Letellier sind gleich noch sechs weitere Goalies unter Vertrag. Das ist Jobsharing in Perfektion und für die Arbeitsnehmer eine Garantie für eine ausgeglichene Work-Life-Balance.

Triumph und Tränen

Rrr am Sonntag den 23. Mai 2021

Wo Freude ist, da ist auch Frust.

Atlético Madrid sicherte sich den Titel gestern mit einem 2:1-Sieg in Valladolid. Für Trainer Diego Simeone war es die zweite Meisterschaft in seiner zehnjährigen Amtszeit.

In der Stunde des Triumphs zeigte er Mitgefühl und tröstete auf dem Rasen Spieler des Gegners – denn Real Valladolid war soeben abgestiegen.

Besitzer von Valladolid ist bekanntlich der dreimalige Weltfussballer und zweifache Weltmeister Ronaldo Luís Nazário de Lima (“Der wahre Ronaldo”, wie ihn seine Fans nennen). Der Abstieg des Vereins ist Ronaldos erster Rückschlag als Klubbesitzer. Der schwerreiche Brasilianer ist aber entschlossen, sein Engagement fortzuführen.

Traurig war gestern auch Saidy Janko. Letzten August feierte er noch den Meistertitel mit YB, jetzt stieg er mit Valladolid ab. “Fussball ist manchmal brutal”, erklärte Janko. “Wir waren heute nahe dran, aber wie so oft in dieser Saison hat es am Schluss nicht gereicht.”

Wie es für Janko weitergeht, ist nicht bekannt. Porto hatte den Zürcher im Sommer 2019 für ein Jahr an YB ausgeliehen und letzten Herbst für 1,9 Millionen Euro an Valladolid verkauft.

Sehenswerte Sammlung

Rrr am Samstag den 3. Oktober 2020

Aus der Serie “Junge Leute stellen ihre Hobbys vor” präsentieren wir Ihnen heute Michi F. (26).

Michi aus Münsingen sammelt Fussballtrikots aus ganz Europa und hat es innert weniger Jahre bereits zu einer ansehnlichen Sammlung gebracht: Lille! Luzern! Zürich! Fenerbahce! Nürnberg! Waasland-Beveren!

Schalten Sie sich im Januar wieder ein, wenn uns Michi sein nächstes Trikot präsentiert, und verkürzen Sie sich die Zeit bis dahin mit diesem imposanten Video der neuen Nummer 99 von Waasland-Beveren.

Luganos Legende

Herr Winfried am Sonntag den 2. August 2020

BREAKING NEWS: YB-Stürmer Meschack Elia erlitt in Sion einen Syndesmose-Bänderriss und fällt auf unbestimmte Zeit aus

Maurizio Jacobacci hat im Tessin bereits deutliche Spuren hinterlassen.

Lugano ist seit sieben Spielen ungeschlagen – das ist Super-League-Rekord! Trainer Maurizio Jacobacci platzt fast vor Stolz und kündigt nach dem Sieg am Freitagabend gegen Servette an: “Jetzt wollen wir Rang fünf!”

Der ehemalige YB-Spieler Jacobacci hat die Tessiner im Verlauf der Saison übernommen und nun souverän zum Klassenerhalt geführt. Die Klubverantwortlichen dankten ihm mit diesem Meisterwerk eines T-Shirts:

Bild: Facebook

Warum die Farbe derart verschmiert ist, hat natürlich seine Gründe. Der “Mister”, wie Herr Jacobacci im Cornaredo meist gerufen wird, steht auf spontane Duschen.

Was macht eigentlich…

Herr Winfried am Mittwoch den 27. Mai 2020

… Shi Jun?

Shi Jun, 2006.

Natürlich Fussball spielen und Tore schiessen, wo denken Sie denn hin? Beim heute 37-jährigen Mittelstürmer aus China verhält es sich wie beim Wein, je älter… Sie wissen schon. In der letzten Saison erzielte Shi für das Team HB Olle Elite in 30 Spielen 18 Tore in der Chinese League Two.

Gedächtnisstarke Leserinnen und Leser erinnern sich: Shi Jun spielte von 2005 bis 2008 für die Young Boys. In der Super League gelangen ihm vier Tore in 48 Spielen, darunter eines auswärts gegen den FC Basel.

Jetzt scheint Herr Jun genug zu haben von den ollen Elitären, er schliesst sich im goldenen Herbst seiner Karriere Yunnan Kunlu an. Dort wird er im Qujing Culture and Sports Park Stadium vor bis zu 30’000 Zuschauerinnen und Zuschauern auflaufen können. Trainiert wird das Team vom erfahrenen Serben Milan Jelic. Dieser trainierte vor Kunlu auch schon Al-Hazm in Saudi-Arabien, Ittihad Kalba in den Vereinigten Arabischen Emiraten, sowie in China das Reserveteam von Qingdao Jonoon.

Das kann nur gut kommen. Alles Gute, Shi Jun!

Und falls Sie noch nicht wissen, was Sie heute Abend kochen sollen, erinnern wir Sie gern an das altbewährte Premiumrezept Shi Jun Huhn.

Trendsetter im Training

Herr Winfried am Mittwoch den 22. April 2020

BREAKING NEWS: Swiss Football League setzt sich für Wiederaufnahme des Spielbetriebs ein

Willkommen zu “Der Fussball der Zukunft” mit Thorsten Schick. 

Man könnte sagen, Thorsten Schick hat alles richtig gemacht im Leben. 2016 in die Schweiz gekommen, wurde Schick mit dem BSC Young Boys zweimal Meister. Im vergangenen Sommer entschied sich der Publikumsliebling dann für eine Rückkehr in sein Heimatland Österreich, zu Rapid Wien.

Österreich, das ist dort, wo sie der Schweiz und anderen Ländern in Zeiten des Coronavirus einen Schritt voraus sind. Fussballteams haben da bereits wieder ihr Training wieder aufgenommen. Thorsten Schick gehört jetzt also zu den ersten, die wieder ins Training fahren dürfen! Vorbildlich, wie der Routinier sich stets präsentiert, zeigt er auch gleich, wie Vorsicht geht. In unserem östlichen Nachbarland gilt bekanntlich Schutzmaskenpflicht. So geht also Fussball in Coronazeiten. Sehen Sie selbst!

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

😷✌🏻 endlich wieder Fußball ⚽️💚

Ein Beitrag geteilt von Thorsten Schick (@thorsten.schick) am

Jetzt fragt sich nur noch: Greifen auch die Schweizer Clubs zur neuen Mode? Gibt es die YB-Gesichtsmaske bald im Fanshop?

Eine entsprechende Anfrage blieb bisher unbeantwortet.

Was macht eigentlich …

Rrr am Dienstag den 21. Januar 2020

… Sekou Sanogo?

Ältere Leser erinnern sich: 2018 gehörte der Ivorer zur Mannschaft, die YB den ersten Titel nach 32 Jahren bescherte. Ein halbes Jahr später setzte er sich auf der Suche nach dem grossen Geld in die Wüste ab. Das Abenteuer scheiterte. YB-Fans träumten diesen Winter von der Rückkehr, nau.ch schrieb ihn in die Türkei. Gelandet ist er nun – leihweise für ein Jahr – bei Roter Stern Belgrad.

Sanogo wird bei den Serben seine gewohnte Nummer 35 tragen. Im Vereins-TV äusserte er sich enthusiastisch über den Wechsel: “Ich freue mich, zu Roter Stern zu kommen, weil weil ich gehört habe, dass es der grösste Verein in Serbien ist. Ich habe die höchsten Ambitionen, ich möchte hier triumphieren, alle Trophäen mit Roter Stern gewinnen und im Sommer wieder in die Gruppenphase der Champions League einsteigen – nachdem ich einen festen Vertrag unterzeichnet habe.”