Archiv für die Kategorie ‘Schalungstafeln’

Persönliche WM-Qualifikation

Rrr am Dienstag den 6. September 2016

Rundes Leder Psychoblog: Sind Sie parat für die Schweizer Nati?

Beurteilen Sie folgende 10 Aussagen. (“Ja, genau!” = 3 Punkte. “Ich weiss nicht.” = 2 Punkte. “Sicher nöd!” = 0 Punkt).

• Ich freue mich riesig, wenn Renato Steffen für die Schweiz trifft.
• Ich würde gerne einmal ein Bier mit Stephan Lichtsteiner trinken.
• Nati-Fans sind glatti Cheibe und nicht so verbissen wie die Klub-Fans.
• Ich kann alle Mittelfeldspieler im aktuellen Nati-Kader auswendig aufzählen.
• Wahnsinn, wie Sascha Ruefer amigs Stimmung macht. Uiuiui, Gänsehaut pur!
• Ich finde auch das Umfeld der Nati sehr sympathisch (Gilliéron, Sulser, Miescher).
• Beim Testspiel in Luzern habe ich “Steht auf, wenn Ihr Schweizer seid” angestimmt.
• I love the magic Kraftwürfel! (Even if he not spielt)
• Nach dem EM-Aus gegen Polen war ich am Boden zerstört.

30 Punkte: Schwiizer Nati Super Nati olé olé!
24-29 Punkte: Nicht hupen, Fahrer träumt von Breel Embolo.
15-23 Punkte: Sie sind heute Abend mit Sponsoren-Ticket im Stadion, stimmts?
8-14 Punkte: Auf RTL Nitro könnten Sie übrigens Schweden-Holland schauen. 
0-7 Punkte: Sie dürfen ohne schlechtes Gewissen ins Kino. 

Neu im Kino: Das Kettensägenmaskottchen

Herr Shearer am Samstag den 21. November 2015

Jetzt fliegen die Späne!

Sie dachten, Herrliberger Sünneli und wandelnde Fruchtkörbe seien die extravagantesten Vertreter aus der wunderbaren Welt der Maskottchen? Mag sein, aber echte Typen (und sicher auch die Damen!) wollen etwas Handfestes, wenn sie zum Fussball gehen. Nicht nur einen Plüschbiber, der einen Kinderwerkzeugkasten verlost, nein, ein echter Kerl muss es sein! Mit einem Baumstamm! Und einer Kettensäge! Und das muss richtig Krach machen!

Wir schalten kurz nach Portland, Oregon.

The Wedding Crashers

Herr Shearer am Montag den 12. Oktober 2015

Sie feiern den schönsten Tag in Ihrem Leben. Und plötzlich kommen da noch ein paar Gäste mehr.

pyrohochzeitNatürlich solche, die gar nicht eingeladen waren. Die ausserdem noch vermummt und mit Knüppeln bewaffnet auftauchen. Das geschah einem Brautpaar dieses Wochenende in Frankreich. Während die gut 300-köpfige Gesellschaft in der Kirche war, stürmte ein Überfallkommando das bereitgestellte Buffet im Château de Talancé (Beaujolais) und schlug dort alles kurz und klein. Das anwesende Personal der Catering-Firma blieb zwar unverletzt, musste aber nach dem erlittenen Schock betreut werden. “Wir dachten zuerst, dass es sich um ein Attentat handle”, berichtet ein Zeuge. “Ein Lieferwagen fuhr vor dem Schloss vor und etwa zehn vermummte Personen in Kombis stiegen aus. Auf dem Vorplatz, der für den Empfang vorbereitet waren, zündeten sie grüne Rauchpetarden und zerschlugen dann mit Stangen und Knüppeln das bereitgestellte Buffet”. Das Personal konnte flüchten und sich in Sicherheit bringen, dasselbe taten nach vollbrachter Tat auch die Vandalen.

Was das ganze mit Fussball zu tun hat? Eigentlich nichts, das stimmt. Ah, ja, eigentlich eben doch: bei den Tätern handelte es sich um Ultras des AS Saint-Etienne, welche Wind bekommen hatten, dass ein bekannter glühender Anhänger des Erzrivalen Olympique de Lyon an diesem Tag in den Ehestand trete, und beschlossen, ihm einen Besuch abzustatten. Dummerweise aber irrten sie sich in der Adresse und ruinierten folglich die Hochzeit von völlig Unbeteiligten. Das Fest des OL-Fans, auf das sie es abgesehen hatten, fand in der gleichen Ortschaft statt – aber an einem weniger gediegenen Ort.

Bevor Sie fragen: nein, das Bild stammt von keiner der beiden Feiern.

 

Oha lätz (LXVIII)

Herr Shearer am Dienstag den 23. Juni 2015

Wer findet die fünf Unterschiede?

Oben: das SVP-Sünneli. Unten: Kingsley, das neue Maskottchen des Partick Thistle FC.

SVPlogo

kingsley_ptfc

 

Ici c’est dommage

Rrr am Dienstag den 12. Mai 2015

Biel hat bald das schönste 1.-Liga-Stadion der Schweiz.

bienne

Im Sommer werden die Stades de Bienne eröffnet, für Eishockey (vorne) und Fussball (hinten mit den markanten Lichtmasten). Die Stadt Biel bezahlte 77 Millionen Franken für den Neubau und muss nun mit Entsetzen zuschauen, wie der FC Biel die Saison in der Challenge League in den Sand setzt. Nach dem 1:2 gegen Chiasso ist der Abstieg in die 1. Liga nah.

In einem Akt der Verzweiflung stellten die Bieler nun Sportchef Stefan Freiburghaus kalt und holten die Bieler Fussballerlegende Arturo Albanese zurück auf die Trainerbank – als Berater und als Motivator. Er soll das Team richtig heiss machen für die verbleibenden vier Spiele. Der begnadete Kommunikator Albanese ist topmotiviert und will alles, wirklich alles geben, allerdings nicht nächstes Wochenende in Wil, weil da ist er in den Ferien mit seiner Frau.

Das neue Bieler Fussballstadion hat 6000 Plätze. Gemäss Planungsunterlagen ist ein Ausbau auf 10’000 Plätze möglich, sobald der Klub in der Super League spielt.

Eierball

Herr Shearer am Sonntag den 1. Februar 2015

Sie mögen endlose Werbeblöcke, ständige Spielunterbrüche und vollverschalte Sportler? Sind Sie vielleicht deshalb immer noch wach?

Natürlich werden Sie jetzt nicht zugeben, dass Sie wegen dieser Super Bowl immer noch nicht im Bett sind. Dass Sie sich den Montagmorgen noch zusätzlich damit vermiesen, um während einer über vierstündigen Übertragung gerade mal vier Viertelstündchen lang Sport zu schauen, wobei in dieser Stunde der Ball tatsächlich gesamthaft nur ein paar Minuten gespielt wird. Nein, das würden Sie sich sicher nie und nimmer antun!

Harry Kane, aufsteigender Stern der Tottenham Hotspurs und grosse Hoffnung der Three Lions, sicher ebenfalls nicht.

Später Spott

Rrr am Mittwoch den 15. Oktober 2014

Wir sagen es ja immer: Man soll die Küken nicht zählen, bevor sie ausgebrütet sind.

Frankreichs U21-Verteidiger Layvin Kurzawa hat sich nicht an die Regel gehalten und ist nun die Lachnummer in Schweden.

Im Playoff-Rückspiel gelang Kurzawa in der 87. Minute das Tor zum 1:3, das die Franzosen an die EM gebracht hätte. Darauf verspottete er seinen Gegenspieler mit einer Geste, die in etwa die Botschaft “Na? Und wo seid Ihr jetzt?” beinhaltete:

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Sie ahnen bereits, was jetzt kommt: In der 90. Minute schoss Oscar Lewicki die Schweden mit dem vierten Tor ins Glück.

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Später feierte die ganze Mannschaft.

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Kroos macht den Häberli

Rrr am Mittwoch den 17. September 2014

Profifussballer freuen sich immer wieder, wenn sie mit dem Schweizer Fernsehen fachsimpeln können.

123Gestern war Toni Kroos von Real Madrid dieses Glück beschieden. Für den SRF-Reporter war es die Entdeckung des Abends, Kroos einmal auf der Sechser-Position zu sehen. Wie sah das der Spieler selber?

Ton ab:

Bewegte Bilder gibts hier (ab 00:58).

Ein Einzelfall? Nein, sagt Thomas Häberli (Juli 2008):

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Unsportliche Ungerechtigkeiten

Val der Ama am Mittwoch den 16. Juli 2014

An den Internetpranger mit den Schwalbenkönigen!

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Besonders dann, wenn der Pranger ein origineller Welcher ist. Obige Gifs sind eine Weltmeisterschafts-Best-Of-Sammlung der Fachwebseite The Golden Dive.

Schauen Sie bei Gelegenheit mal vorbei und buhen Sie innerlich.

Selfidiotie

Val der Ama am Dienstag den 8. Juli 2014

Auch im Sport wird Selbstdarstellung immer bedeutender.

selfie

So zum Beispiel beim Radsport. Viele Fahrer der Tour de France beschweren sich über Zuschauer, die sich mit dem Rücken zur Fahrbahn stellen, um Selfies zu schiessen. Gefährlich natürlich und gelegentlich von Radfahrern sanktioniert: Ramunas Navardauskas vom Team Garmin-Sharp hat am Sonntag einem renitenten Zuschauer das Smartphone aus der Hand geschlagen.

Eine solche Szene werden Sie beim Fussball nie sehen, weil beim Fussball geht alles noch ein wenig selbstverliebter zu und her. Da werden lustige Tanzchoreographien gezeigt, tätowierte Oberkörper präsentiert oder – iöö – mit den Fingern so herzige Herzchen geformt. Oder, einen haben wir noch und passend zum ersten Absatz, statt Torjubel schiesst man genüsslich so ein Selfie.

Sie sehen oben den Eigenschnapschuss von Dom Dwyer, Spieler bei Sporting Kansas City, nach seinem Tor in der 33. Minute der MLS-Partie gegen Chicago. Der Schiedsrichter zeigte Gelb.

Engländer vermissen

Val der Ama am Dienstag den 24. Juni 2014

Die WM ist für England zu Ende.

Obama

Ein letztes Hoch die Tassen! auf die Englische Nationalmannschaft. Ich werde sie vermissen. Gut, vielleicht nicht unbedingt den Trainer, nicht unbedingt Team und Taktik, jedoch ganz bestimmt die berühmten und grossartigen Individualisten: Joe Hart, Frank Lampard, James Milner, Alex Oxlade-Chamberlain, Barack Obama, Jack Wilshere, Wayne Rooney, Daniel Sturridge, Danny Welbeck und auch Steven Gerrard. Schade, sind sie nicht mehr dabei.

Moment, Barack Obama? Aber ja.
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Gute Kroaten, schlechte Kroaten

Rrr am Donnerstag den 6. März 2014

rueferSascha Ruefer und die Secondos.

Ivan Rakitic ist schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Vor vielen Jahren hat er sich dafür entschieden, für Kroatien zu spielen. Das hat ihm seinerzeit viele erboste Reaktionen bis hin zu Morddrohungen aus der Schweiz eingetragen.

Gestern bestritt Rakitic sein 60. Länderspiel für Kroatien, die Geschichte mit der Nati-Wahl ist also ziemlich lange her. Für Sascha Ruefer kein Grund, nicht wieder einmal kräftig nachzutreten:

Min. 22 “Rakitic, der noch für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft gespielt hat, mittlerweile sich aber entschieden hat, für Kroatien zu spielen … unglaubliche Mode, die da im internationalen Fussball herrscht – dass man sich aussuchen kann, für welches Land man spielen wird oder möchte … ich dachte bisher immer, Nationalspieler sein ist eine Herzensangelegenheit – das scheint nicht allen Fällen der Fall zu sein.”

Josip Drmic ist ebenfalls schweizerisch-kroatischer Doppelbürger. Seine Eltern leben heute wieder in Kroatien, Drmic aber hat sich für die Schweiz entschieden. Das gefällt natürlich Sascha Ruefer.

Min. 34 “Drmic … Drmic .. mit links, jetzt vielleicht .. jaaaaaaaa! Drmic schiesst nach 34 Minuten die Schweiz mit 1:0 in Führung … Josip Drmic, in dessen Adern kroatisches Blut fliesst, schiesst sein erstes Länderspieltor gegen das Heimatland, gegen das Land seiner Eltern!”

Sascha Ruefer im Rausch! Und nach dem 2:1 gab es dann gar kein Halten mehr.

Min. 41 “Tooor für die Schweiz! Josip Drmic! Ein Spiel, das wieder Geschichten schreibt! Es ist die Geschichte von Josip Drmic, dem kroatisch-stämmigen Schweizer, der sein zweites Länderspieltor schiesst .. gegen Kroatien! (…) Gegen Kroatien treffen die Kroaten, hat man fast das Gefühl – Gavranovic, auch kroatisch-stämmig, hat auch zwei Tore geschossen neulich gegen Kroatien.”