Archiv für die Kategorie ‘Regelrecht’

"Du Hoyzer, du!"

Frans am Donnerstag den 3. Februar 2005

Die Schweiz reagiert mit grosser Entschlossenheit auf den Skandal um den deutschen Schiedsrichter Robert Hoyzer. Fifa-Schiedsrichter Guido Wildhaber aus Kerzers hat im Bieler Tagblatt die beschlossenen energischen Massnahmen geschildert:

«Wir sind angewiesen worden, diesbezüglich durchzugreifen», sagt Wildhaber. Diesbezüglich? Wer dem Schiedsrichter den Namen “Hoyzer!” zurufe, müsse mit einem Platzverweis rechnen. Mit Augenmass, natürlich: «Es wird sicher nicht jeder Spieler vom Platz gestellt, der ‹Toto› oder ‹Lotto› ruft.» Sondern nur jeder zweite.

Nach den jüngsten Hausdurchsuchungen der deutschen Behörden muss die Swiss Football League das Repertoire übrigens erweitern: Rot also für fiese Beschimpfungen wie “Jansen!” (Jürgen; Ref aus Essen), “Marks!” (Dominik, Ref aus Berlin) oder “Ziller!” (Wieland, Schiedsrichter-Obmann aus Dresden).


Und dann sagte er: “Jawohl, Herr Hoyzer!”

Die Refultate der Bundesliga

Rrr am Samstag den 29. Januar 2005

In der Bundesliga haben die Schiedsrichter heute folgende Resultate gepfiffen:

In der grossen Bestechungsaffäre werden inzwischen übrigens auch drei Hertha-Spieler verdächtigt, bei Niederlagen nachgeholfen zu haben. Im Visier der Ermittler ist unter anderem Alexander Madlung, der im DFB-Pokal gegen Braunschweig völlig unbedrängt dieses bemerkenswerte Eigentor schoss:

Der Schweiz-Fan

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 27. Januar 2005

Der deutsche Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer ist ein Schweiz-Fan: Das heutige Geständnis, Spiele manipuliert zu haben, legte er im schicken “Suisse 1984”-Pullover ab.

Herr Hoyzer erinnert uns damit an eine Sternstunde des Schweizer Fussballs: Am 12. September 1984 siegte die Schweiz in Norwegen dank einem Tor von Andy Egli mit 1:0. Es war der einzige Sieg der Schweiz in jenem Jahr.

Der Ref des Jahres

Rrr am Sonntag den 16. Januar 2005

“Ein bekennender Christ ist zum weltbesten Schiedsrichter gewählt worden”: Mit dieser frohen Botschaft beglücken uns heute unsere Kollegen von Jesus Online.

Bei der Umfrage der Internationalen Föderation für Fussball-Historie und -Geschichte (IFFHS) siegte Dr. Markus Merk, der betende Zahnarzt aus Kaiserslautern, vor dem Italiener Pierluigi Collina. Unser Urs Meier verfehlte das Podest, ist aber zweifellos der beste Aargauer Schiedsrichter des Jahres.

Tor oder nicht Tor?

Rrr am Dienstag den 11. Januar 2005

In England ist nicht unbedingt Tor, wenn Tor ist, wie die ManU-Affäre von letzter Woche zeigte. Unsere Freunde von der “Bild”-Zeitung befürchten bereits das Schlimmste:

Ganz anders ist die Situation in Spanien. Dort ist manchmal doch Tor, wenn es kein Tor ist. Zum Beispiel in Valencia: Das zweite Tor gegen Stadtrivale Levante erscheint dem unbefangenen Beobachter doch eher nicht so eindeutig.

Fussballregeln für Frauen

Dr. Eichenberger am Montag den 3. Januar 2005

Wir wissen, dass das Runde Leder wegen seiner attraktiven Autoren gerne auch vom weiblichen Geschlecht besucht wird. Zum Jahresbeginn haben wir darum keine Mühe gescheut, extra für die Damen unter uns nach einem einfachen, gut verständlichen Regelwerk dieses doch sehr komplizierten Sports namens Fussball zu suchen. Fündig geworden sind wir bei unseren Freunden des Raisdorfer TSV. Die Jungs dort haben verdienterweise «das erste Frauen-Fussball-Lexikon mit Kurzbeschreibung und Animation» geschaffen und versprechen: «so simpel war Fusball noch nie! Garantiert!» Da werden so elementare Fragen beantwortet wie: Was ist eine Flanke? Oder: Wer ist dieser Konter? Nun denn, liebe Damen: zaudert nicht, schaut euch das Lexikon an und lernt die Formeln brav auswendig. Die Saison beginnt schon bald. Am 13. Februar, um genau zu sein.

«Wer ist dieser Konter?

Fussballregeln für Frauen

Dr. Eichenberger am Montag den 3. Januar 2005

Wir wissen, dass das Runde Leder wegen seiner attraktiven Autoren gerne auch vom weiblichen Geschlecht besucht wird. Zum Jahresbeginn haben wir darum keine Mühe gescheut, extra für die Damen unter uns nach einem einfachen, gut verständlichen Regelwerk dieses doch sehr komplizierten Sports namens Fussball zu suchen. Fündig geworden sind wir bei unseren Freunden des Raisdorfer TSV. Die Jungs dort haben verdienterweise «das erste Frauen-Fussball-Lexikon mit Kurzbeschreibung und Animation» geschaffen und versprechen: «so simpel war Fusball noch nie! Garantiert!» Da werden so elementare Fragen beantwortet wie: Was ist eine Flanke? Oder: Wer ist dieser Konter? Nun denn, liebe Damen: zaudert nicht, schaut euch das Lexikon an und lernt die Formeln brav auswendig. Die Saison beginnt schon bald. Am 13. Februar, um genau zu sein.

«Wer ist dieser Konter?

Dumb Referee

Rrr am Freitag den 17. Dezember 2004

Tja, das hier ist uns heute auch noch reingeflattert:

(dpa) Wenn der Schiedsrichter zu Unrecht ein Offside ahndet, sollten Spieler und Fans nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen. Er kann es gar nicht besser wissen, besagt eine wissenschaftliche Studie.

Dem menschlichen Hirn ist es nach der Studie nicht möglich, die komplizierte Situation mit mehreren sich bewegenden Objekten in der gebotenen Eile richtig einzuschätzen. Der spanische Arzt Francisco Belda Maruenda fordert deshalb in einem Beitrag für das “British Medical Journal” die Abschaffung der Offside-Regel.

“Um die Abseitsregel richtig anzuwenden, müssen Schieds- und Linienrichter fähig sein, mindestens fünf Objekte zur selben Zeit im Blickfeld zu verfolgen: zwei Spieler der angreifenden Mannschaft, die hintersten beiden Spieler der verteidigenden Mannschaft und den Ball.” Es lasse sich wissenschaftlich nachweisen, dass das Auge und das Gehirn damit überfordert seien. Nur das Betrachten von Mitschnitten könne verlässlich Aufschluss darüber geben, ob ein Tor gegeben werde könne oder nicht.

Der höfliche Henry

Frans am Montag den 13. Dezember 2004

Ein Freistoss erregt in England die Gemüter. Arsenal-Goalgetter Thierry Henry führte ihn gestern nach kurzem Gespräch mit Schiedsrichter Poll blitzschnell aus.

Chelsea-Torhüter Cech wurde überrascht, kam zu spät in die Ecke und fühlt sich bitterlich betrogen. Poll habe den Chelsea-Spielern gesagt, er werde vor der Ausführung des Freistosses pfeifen.

Nötig ist dies nicht, wie der frühere englische Schiedsrichter-Boss der aufgewühlten Fussballnation am Radio erklärte. Der Schiedsrichter solle den Freistoss-Schützen fragen, ob er schnell schiessen oder die Mauer auf 9.15 Metern zurückstellen lassen will. Danach müsse der Schiri nicht pfeifen: “The referee does not have to blow the whistle to restart the game – it can be the voice, the hand, the arm or the nod of the head.”

Und was sagt der Schiedsrichter selber? Er habe Henry gefragt, ob er die Mauer zurückstellen wolle. “He said ‘can I take it please?’ He was very polite.” Thierry war so höflich, dass es für Poll nichts zu pfeifen gab.

Da haben wir’s, liebe Kinder und Eltern: Mit guten Manieren kommt man auch im Profifussball weiter!

Richtig oder falsch?

Rrr am Montag den 13. Dezember 2004

Heisse Köpfe bei Xamax nach dieser Szene im Neufeld: YB-Spieler Burki (Nr.17) steht mit dem Ball in der Hand auf dem Platz herum, während Sermeter (vorne rechts) bereits eingeworfen hat und Richtung Tor sprintet. Dort schiesst Chapuisat das entscheidende 2:1. Xamax legte Beschwerde ein. Richtig oder falsch? Dazu unser Ref-Inspizient Lukas Lehmann, Schiedsrichter SFV:

“Die Beschwerde von Xamax ist problematisch: Es handelt sich um einen Ermessensentscheid des Schiedsrichters. Die Regel besagt nämlich, dass nur ein Ball im Spiel sein darf. Es darf also nur mit einem Ball gespielt werden, in diesem Fall dem vorderen, der im Tor landete. Der Ball von Burki war auf dem Spielfeld, aber nicht im Spiel. Ich werde deshalb spontan beim SFV beantragen, die Beschwerde von Xamax abzuweisen.”

Der verletzte Herr Iseli

Rrr am Sonntag den 5. Dezember 2004

Ungewöhnlicher Zwischenfall bei YB-Zürich: Linienrichter Iseli verletzte sich in der 3.Minute und musste kurz darauf durch einen Zuschauer mit Zweitliga-Lizenz ersetzt werden. Dazu unser Schiedsrichter-Inspizient Lukas Lehmann:

“Assistent Iseli war nicht mehr einsatzfähig, das hat man deutlich gesehen. Mein Cousin, der Arzt im Inselspital ist, geht davon aus, dass es sich um eine schmerzhafte Bänderzerrung, evtl. Riss, handelt. Der spontan eingesprungene Walter Nyffenegger aus Kerzers machte seine Sache hervorragend. – Schiedsrichterin Petignat erhält die Note 5,5 auf der Skala 1-7. Zwar litt sie an Gelbsucht, doch da kann sie ja nichts dafür. Das ist eine heimtückische Krankheit, die uns alle befallen kann.”

Meier Miele

Rrr am Samstag den 4. Dezember 2004

Das “Runde Leder” bringt packende Ausschnitte aus der Autobiographie von Top-Ref Urs Meier. Heute:

Der Meier-/Miele-Fussballcup

“Bereits Tradition ist der Meier-/Miele-Fussballcup, der in diesem Sommer zum fünften Mal ausgetragen wurde.

Bei uns in der Urs Meier Haushaltgeräte AG geniesst der Kontakt zwischen unseren Mitarbeitern und den Geschäftspartnern hohe Priorität. Zu diesem Zweck organisieren wir jährlich spezielle Anlässe und sind auch an Partnerveranstaltungen mit dabei. Diese Kontaktplattformen bilden einen wichtigen Teil unserer Unternehmenskultur.

Beim Meier-/Miele-Fussballcup führe ich in lockerer Freizeitkleidung durch das Programm. Hier komme ich bereits zur Rangverkündigung. Dieses Jahr sah es wie folgt aus:

1.Gasser + Partner AG
2.KMP Architektur AG
3.Vetterli, Fluck & Partner AG
4.Intercity Group
5.Attacco Misto
6.Miele AG
7.Preisig AG
8.Die Liegenschafter AG
9.Allreal
10.Livit AG