Archiv für die Kategorie ‘Regelrecht’

Sicherheitshalber Tickets

xirah am Mittwoch den 3. Oktober 2007

The Holy HandgrenadePlanen Sie, demnächst irgendwo irgendetwas in die Luft zu sprengen? Dann sorgen Sie vor und besorgen Sie sich Tickets für die Champions League!

Ein Mann aus Ballymena, Nordirland, ist wegen Sprengstoffbesitz angeklagt und hätte eigentlich heute Mittwoch beim Polizeiposten antraben müssen.

Richter Des Marrinan vom Belfast Crown Court zeigte sich aber grosszügig und erlaubte dem Angeklagten, erst am kommenden Freitag vorstellig zu werden.

Grund: Der Mann ist – neben Bomben – im Besitz von Tickets für das Champions-League-Spiel Celtic – Milan und darf die Reise nach Glasgow machen, bevor er der Polizei am Freitag beweisen muss, dass er nicht untertauchen will.

Entscheidendes Schuhwerk

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 2. Oktober 2007

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

Sehr geehrter Dr. Rüdisühli, darf ein Goalie gleich angezogen sein wie der Schiri? H.N., O.

Lieber Herr Natischer, ja, das darf er. Die Kleidung der Spieler liegt im Ermessen des Unparteiischen. Sie ist übrigens auch nicht weiter wichtig, denn Fussballer schauen sowieso nur auf die Füsse der Mitspieler. Entscheidend ist also das Schuhwerk.

Unser Beispiel von heute abend: Weder Stuttgarter noch Barcelonesen hatten Probleme, den VfB-Goalie (links) vom Schiedsrichter (rechts) zu unterscheiden, denn das Schuhwerk unterschied sich deutlich. Stets zu Diensten, Ihr Dr. Rüdisühli

Keine Unschuldslämmli

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 7. Juni 2007

Statistik der Woche: Hitzköpfe, Heisssporne und Haudegen – das Zahleninstitut PeloChart® kennt die Varelas auf Schweizer Fussballplätzen.

Gelbe Karten sammeln, das können viele. Uns hat interessiert, wie wenig Zeit zwischen zwei Gelben Karten notwendig ist. Sehen Sie hier die Top Ten der fleissigsten Kartensammler in der Super League Saison 2006/2007:

PeloChart, 7. Juni 2007

Zu Ihrer Information: Direkt Rot wurde mit zwei Gelben Karten berücksichtigt.

Die Stirnbandfrage

Dr. Rüdisühli am Sonntag den 27. Mai 2007

Soeben erreicht uns folgende Frage:

Lieber Briefkastenonkel
Warum trägt Nicole Petignat ein Stirnband? Diese Frage beschäftigt mich schon lange. Will sie von was ablenken? Freundlichst, MGF

Lieber Herr MGF
Frau Petignat lenkt von überhaupt nichts ab, sondern hält sich an eine inoffizielle Weisung der Fifa, welche dem «Runden Leder» vorliegt. Diese Weisung schreibt SchiedsrichterInnen zwingend vor, weisse Stirnbänder zu tragen. Die Spieler dürfen demgegenüber ausschliesslich speziell gefertigte schwarze Haarbändel aus Italien Silikon tragen. Nur diese gewährleisten nach misslungenen Aktionen ein effektvolles Zurückstreichen der Haare hinter die Ohren.
Liebe Grüsse und alles Gute, Ihr Dr. Rüdisühli

Massimo!

Frans am Montag den 14. Mai 2007

BREAKING NEWS:
Gress neuer Trainer beim FC Aarau

Neuer Höhepunkt für Sprinter Massimo Busacca: Er darf am Mittwoch in Schottland den iberischen Final pfeifen.

Nach drei WM-Spielen, diversen Ländermatches und vielen schönen Partien mit Beteiligung der berühmten Berner Young Boys darf Schnelläufer Busacca endlich einen internationalen Final arbitrieren.

Dies ist erfreulich. Busacca kann den Job gelassen angehen und hat keinen zwingenden Grund, die Panik zu verlieren oder Stossgebete in den schottischen Himmel zu schicken. Massimo hat wenig zu verlieren, denn im wichtigsten Wettbewerb hat er bereits brilliert.

Ein pfiffiger Alter

Dr. Rüdisühli am Dienstag den 1. Mai 2007

Antony Warren, 82jähriger SchiedsrichterIn der nordwalisischen vierten Liga stand das Spiel zwischen Barmouth & Dyffryn FC und Real Llandudno kurz vor dem Abbruch, weil sich der Schiedsrichter verletzt hatte.

Zum Glück war unter den Besuchern auch Antony Warren. Der ehemalige Schiedsrichter wurde von den Offiziellen erkannt und gebeten, das Spiel zu leiten. Herr Warren trabte einmal ums Spielfeld, liess sich die Pfeife und Karten geben und übernahm die Spielleitung.

«Ich dachte, ich müsse nur eine Halbzeit pfeifen, aber am Schluss habe ich das ganze Spiel geleitet. Es war ordentlich heiss, aber ich fühlte mich OK und konnte am nächsten Tag problemlos ein wenig im Gewächshaus arbeiten.»

Ach ja, Herr Warren ist 82 Jahre alt.

Weltmeisterbesieger

Dr. Rüdisühli am Donnerstag den 5. April 2007

Statistik der Woche: Das Zahleninstitut PeloChart® kennt den wahren Rekordweltmeister.

Würde der Fussballweltmeister nach der korrekten schottischen Methode ermittelt, dann wäre für die Zeitspanne von 1930 bis heute Argentinien Rekordmeister.

PeloChart, 5. April 2007

Der Idiot

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 29. März 2007

«Der Idiot», würden sattelfeste Germanistinnen im Kulturblog behaupten, sei ein berühmter Roman der Weltliteratur. Was sie nicht wissen: Der Idiot ist ein ganz anderer.

Unser Idiot ist ein Schiedsrichter namens Thorsten Kinhöfer aus Deutschland. Ein ganz spezieller sogar, denn er hört es gar nicht gerne, wenn man ihn mit den Worten «du Idiot» begrüsst. Das musste der Trainer des Bundesligisten FSV Mainz 05, Jürgen Klopp (im Bild), erfahren. Seine während des Spiels gegen Werder Bremen an Herrn Kinhöfer gerichteten Worte «du Idiot» kommen ihn jetzt teuer zu stehen: der DFB-Kontrollausschusses fordert beim DFB-Sportgericht für ihn eine Busse von 12’500 Euro. Da hat es Klopp wohl verpasst, in jungen Jahren die Geschichte des gütigen, ehrlichen und tugendhaften Herrn Myschkin zu lesen.
«Fjodor M. Dostojewski, 19. Jahrhundert», flüstert uns eine Germanistin zu. Danke!

Red Zac expandiert nach Graz

Dr. Eichenberger am Mittwoch den 28. März 2007

Während in der Schweiz die Superliga vor sich hin döst, ist in Österreich der Teufel los. Genauer gesagt in Graz.

Katzenjammer in Graz: Nach den massiven Punkteabzügen für die beiden maroden T-Mobile Bundesligisten Liebherr GAK (-22 Punkte) und Puntigamer Sturm Graz (-10 Punkte) dürfte es in der Steiermarkt bald keinen Spitzenfussball mehr geben. Liebherr spricht vom «dubiosesten Urteil in der österreichischen Sportgeschichte» und sieht «die Grundsätze des Rechtsstaates in Frage gestellt.» Auch beim Nachbarn Puntigamer ist man fassungslos. Die Entscheidung sei «nicht nachvollziehbar» und man müsse sich fragen, «ob nicht Willkür vorliege». Den insolventen Klubs droht der Abstieg in die Red Zac Erste Liga, welche eigentlich die zweite ist. Und die Fans müssen sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass ihre Klubs bald den Namen wechseln, da die Vereinssponsoren abspringen könnten.
So sieht die Tabelle der österreichischen Firmenmeisterschaft nach den Punktabzügen aus:
1. Red Bull Salzburg (54 Punkte)
2. SV Mattersburg (38)
3. FC Superfund (35)
4. SV Josko Fenster Red (32)
5. SK Rapid Wien (32)
6. FK Austria Magna (31)
7. FC Wacker Tirol (30)
8. Cashpoint SCR Altach (27)
9. Puntigamer Sturm Graz (19)
10. Liebherr GAK (-1)

Dezentriertes Stehen

Dr. Eichenberger am Dienstag den 6. März 2007

Torhüter können Elferschützen beeinflussen. Das hat eine Studie ergeben. Sie dürfte vor allem für die Schweizer Nati wertvoll sein.

Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, was wir bisher zwar ahnten, aber nicht erklären konnten: Steht der Torhüter beim Elfmeter nicht genau in der Mitte seines Tores, hat er grössere Chancen, den Penalty zu halten. Elferschützen haben nämlich die Tendenz, eher in jene Ecke zu schiessen, in der mehr Platz ist, berichtet ein Psychologenteam um Rich Masters von der Universität in Hong Kong.

Die Wissenschaftler studierten rund 200 Elfmeter von Welt- und Europameisterschaften, Champions League und anderen wichtigen Fussballspielen. Es stellte sich heraus, dass die Torhüter in 96 Prozent aller Fälle ganz leicht auf die eine oder andere Seite tendierten und nicht exakt in der Mitte ihres Tores standen. Durchschnittlich betrug der Abstand zur Tormitte 9,95 Zentimeter. Die Forscher fanden keinen Zusammenhang zwischen der Seite, auf der die Torhüter standen, und der Richtung, in die sie beim Elfmeter hechteten. 94 von 190 Paraden wurden auf die Seite mit weniger Platz gemacht.

Daraus schliessen die Forscher, dass es sich beim dezentrierten Stehen um keine bewusste Strategie handelt. Und so erfolgreich war der Torhüter-Trick auch nicht: 82 Prozent aller Schützen trafen.

9.95 Zentimeter: Penaltyschütze Pirlo schlägt Roma-Torhüter Curci.

Die Studie «Imperceptibly Off-Center Goalkeepers Influence Penalty-Kick Direction in Soccer» ist in Psychological Science (Bd. 18, Nr. 3, März 2007) erschienen.

Zwangsausgleich

Dr. Eichenberger am Donnerstag den 1. März 2007

In Österreichs Fussball rumort es weiter. Jetzt droht dem Grazer Verein Liebherr GAK die Luft auszugehen.

Nach Sturm Graz wird es jetzt auch für den zweiten steirischen Bundesligisten eng: gegen den GAK läuft ein Konkursverfahren. Die Sache drängt – bis am 15. März sind die Lizenzierungs-Unterlagen für die kommende Saison abzugeben. Der GAK-Präsident Stephan Sticher (im Bild) verspricht auf der Klub-Webseite, «fieberhaft am Weiterverbleib des ältesten Grazer Vereins zu arbeiten». Sein Rettungsszenario in 5 Schritten sieht auch eine überraschende Möglichkeit vor: den «Zwangsausgleich». Wieso dafür vor den Richter gehen? Einen Zwangsausgleich könnten die Spieler des aktuell 8. Plazierten der T-Mobil Bundesliga schon am Samstag gegen Wacker Tirol leicht selber verschulden.

Neues von Franck

Herr Noz am Dienstag den 2. Januar 2007

Von Franck Ribéry gibt es eine pikante Neuigkeit.

Der Mittelfeldstar von Olympique Marseille fährt bekanntlich BMW – allerdings fehlt ihm dazu offenbar die amtliche Bewilligung, so schreibt es jedenfalls das hippe Fussballportal 442.ch.

Das «Runde Leder» missbilligt jegliche Form von sinnlosem Autoverkehr, bedankt sich aber für die Gelegenheit, seinem Publikum ein weiteres Mal das trümmlige OM-Logo zu zeigen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.