Archiv für die Kategorie ‘European Must-have-drunk-theres’

YB in der Europa League: Die Gegner (1)

Briger am Montag den 5. September 2016

Heute: Olympiakos Piräus

Der erste Gegner der Young Boys in der Europa League Gruppenphase kommt aus Griechenland. Am 15. September gibt’s das Hinspiel in Bern. Das Rückspiel findet dann am 24. November in Piräus statt. Die wichtigsten Infos hier.

olympiakos

Club
Der PAE Olympiakos Syndesmos Filathlon Peiraios (Olympische Vereinigung der Sportfreunde von Piräus) wurde am 10. März 1925 gegründet. Spitzname des 43-maligen Griechischen Meisters ist „Thrylos“ (Legende). Trainiert wird die Mannschaft, die zu Hause traditionell in rot-weiss antritt vom ehemaligen portugiesischen Natitrainer Paulo Bento. Olympiakos ist so etwas wie der FC Basel Griechenlands, einfach noch erfolgreicher. Seit der Beendigung einer 10-jährigen meisterschaftslosen Durststrecke 1997 wurde Olympiakos 18-mal Meister. Einzig in den Jahren 2004 und 2010 konnte der Erzrivale, Panathinaikos Athen, den Titel gewinnen. Ähnlich wie der FC Basel hat Olympiakos aber im Cup zwischendurch etwas Mühe. Im gleichen Zeitraum, in dem die 18 Meistertitel errungen wurden, gewann der Club nur acht Mal den nationalen Cupwettbewerb. An der Champions League nahm der Verein 17-mal teil, am Erfolgreichsten war die Saison 1998/99, als im Viertelfinale gegen Juve Endstation war. Viele auch international bekannte Spieler schnürten bereits die Stiefel für Olympiakos, darunter Christian Karambeu, Rivaldo oder Antonios Nikopolidis, der ewige griechische Nationaltorwart. Auch im aktuellen Kader finden sich einige bekannte Namen.
Neben Fussball wird in Piräus auch viel Randsport betrieben. Olympiakos hat nämlich auch Sektionen in folgenden Sportarten: Basketball, Boxen, Gewichtheben, Leichtathletik, Schießen, Schwimmen, Segeln, Tennis, Tischtennis, Volleyball, Wasserball.

Stadion
Gespielt wird im Georgios-Karaiskakis-Stadion in Piräus östlich des Stadtzentrums in Richtung Athen. Das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 33.296 Plätzen und gehört dem griechischen olympischen Komitee. Benannt ist es nach dem griechischen Freiheitskämpfer Georgios Karaiskakis, der 1827 während der griechischen Revolution in der Nähe ums Leben kam. Das Stadion wurde 2004 neuerrichtet, nachdem an gleicher Stätte bereits 1895 das Velodrom Neo Faliro für die Bahn-Radrennen der olympischen Spiele 1896 errichtet wurde. Auch der Viertligist Ethnikos Piräus dürfte im Stadion spielen, tut dies aber offenbar nicht.

olympiakos

Stadt
Piräus ist der historische Hafen der griechischen Hauptstadt Athen und heute der drittgrösste Mittelmeerhafen. Die Stadt hatte 2011 rund 163’000 Einwohner, der Grossraum mit Athen zusammen rund 3.5 Millionen. Über die Sehenswürdigkeiten Piräus’ informieren Sie sich hier.
Pereaus

Anreisemöglichkeiten
Um nach Piräus, resp. Athen zu gelangen haben Sie diverse Möglichkeiten. Ab Zürich gibt es Direktflüge, die in 2 h 35 Minuten vor Ort sind. Alternativ können Sie den Zug nehmen. Mit Umsteigen in Zürich und Belgrad sind Sie in nur 37 Stunden in Thessaloniki. Danach haben Sie noch gut fünf Stunden Fahrt vor sich. Eine dritte Variante bietet die Fähre. Von Ancona, Bari, Brindisi oder Venedig können Sie nach Patras fahren und von da mit dem Bus nach Athen. Aber Achtung, im November fahren die Fähren nicht mehr täglich.

Nächsten Montag an dieser Stelle, nutzloses Wissen zum FK Astana und der kasachischen Hauptstadt.

Asiengruppe

Briger am Freitag den 26. August 2016

Die Berner Young Boys haben kein Glück bei der EL-Auslosung. Zweimal fliegen die Berner nach Asien.

Die Auslosung heute in Monaco ergab folgende Gegner für die Young Boys. Olympiakos Piräus, APOEL Nikosia und den FK Astana aus Kasachstan.

Am Attraktivsten ist noch der Gegner aus Griechenland. Olympiakos ist griechischer Meister und wird seit kurzem vom Portugiesen Paulo Bento trainiert. Bekannteste Spieler sind das ewige Talent Marko Marin, der frühere Xamaxien Brown Ideye, der Ex-Benfica Spieler Oscar Cardozo aus Paraguay und der argentinische Altstar Esteban Cambiasso. Nicht mehr im Kader ist Pajtim Kasami, der aktuell an Nottingham ausgliehen ist. Gespielt wird im Georgios Karaiskakis Stadium, wo mehr als 33’000 Leute hineinpassen.

olympiakos

Weniger bekannt sind die anderen beiden Gegener APOEL Nikosia und der FK Astana. Der Athletikos Podosferikos Omilos Ellinon Lefkosias, der Athletik-und Fussballclub der Griechen Nikosias ist der Rekordmeister Zyperns mit 25 Titeln. Auch in der letzten Saison wurde Nikosia Meister. Trainer ist der frühere Bochum Star Thomas Christiansen, ein dänischer Spanier oder spanischer Däne, was auch immer, der mal bei Barca unter Vertrag stand. Gespielt wird im GSP Stadion in Nikosia, Platz haben etwas mehr als 22’000 Leute. Bekanntester Spieler ist der Ex-Gladbacher Igor de Camargo. Ja, es war eine Schwalbe damals im Pokal gegen die Hertha! In der letztjährigen EL-Kampagne gab es nur drei Punkte gegen Asteras Tripolis. Auswärts auf Schalke aber nur ein 0:1.

apoel

Der FK Astana wurde 2009 gegründet, spielt in der Astana Arena, die 30’000 Plätze hat. Das Stadion verfügt über Kunstrasen, ob das von Vorteil ist und für wen, wird sich zeigen. Von Bern nach Astana sind es 5’400 Kilometer, die Zeitverschiebung beträgt 4 Stunden. Ein Flug dauert um die 11 Stunden. Für Astana spielen Kasachen, zwei Serben, ein Mazedonier, ein Kongolese, ein ein Kolumbianer und ein Ghanese. Mit Ausnahme vom früheren Ingolstädter Konstantin Engel, dürften die Spieler aber nur Experten für den zentralasiatischen Fussball bekannt sein. Die Kasachen spielten letzte Saison in der Champions League, nach einem Playoff-Sieg gegen APOEL. Dort gewann die Mannschaft vier Punkte. Drei zu hause mit einem 2:2 gegen Galatasaray, einem 2:2 gegen Benfica und einem 0:0 gegen Atletico. Ein 1:1 erreichten die Kasachen zu dem in Istanbul. Am Ende fehlte ein Punkt zu Platz 3.

Astana Arena

Alles in allem sind die Lose sportlich nicht die Einfachsten und zuschauertechnisch nicht attraktiv. Es ist fraglich, ob mehr als 12’000 Zuschauer zu den Spielen im Wankdorf kommen werden. Die Heimspiele müssen gewonnen werden, wenn YB überwintern will.

Der Vollständigkeit halber noch die Gruppe des FCZ: Villarreal, Steaua Bukarest und Osmanlispor. Lesen Sie den Ticker hier nach.

Der Spielplan: 15.09. 19:00 Uhr: YB-Olympiakos Piräus; 29.09. 21:05 Uhr: FK Astana-YB; 20.10. 21:05 Uhr: YB-APOEL; 03.11. 19.00 Uhr: APOEL-YB; 24.11. 21:05 Uhr Olympiakos-YB; 08.12. 19:00 Uhr YB-FK Astana

Berner Young Boys international

Briger am Donnerstag den 25. August 2016

2
Nach der Champions League, ist vor der Europa League!

Die Entscheidungen sind gefallen. Hier, die definitiven Lostöpfe. (In Fettschrift Clubs, die am Montag nicht oder in einem anderen Topf aufgeführt waren).

Topf 1
FC Schalke 04, Zenit St. Petersburg, Manchester United, Shaktar Donezk, Athletic Bilbao, Olympiakos Piräus, FC Villarreal, Ajax Amsterdam, Inter Mailand, Fiorentina, Anderlecht, Viktoria Plzen.

Topf 2
AZ Alkmaar, Sporting Braga, FC Salzburg, AS Roma, Fenerbahce Istanbul, Sparta Prag, PAOK, Steaua Bukarest, Racing Genk, Apoel Nikosia, Standard Liège, AS Saint-Étienne.

Topf 3
KAA Gent, BSC Young Boys, FK Krasnodar, SK Rapid Wien, Slovan Liberec, Celta Vigo, Maccabi Tel-Aviv, Feyenoord, FK Austria Wien, FSV Mainz 05, FC Zürich, Southampton FC.

Topf 4
Panathinaikos, US Sassuolo Calcio, Qarabag Agdam, Astra Giurgiu, FK Astana, OGC Nice, Zorya Lugansk, Konyaspor, Osmanlispor, Qäbälä, Hapoel Beer-Sheva, Dundalk.

YB damit knapp nicht in Topf 2. Beim üblichen Losglück wird’s Shaktar, Fener, Qarabag. Gute Nacht.

Europäische Nächte

Briger am Montag den 22. August 2016

12Der BSC Young Boys spielt diese Saison noch mindestens siebenmal europäisch. Doch wer sind die möglichen Gegner in der Gruppenphase? Exklusiv für Leserinnen und Leser des Runden Leders die Übersicht.

Vor dem Spiel übermorgen in Mönchengladbach bestehen noch zwei Szenarien.

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Cupwochenende

Briger am Mittwoch den 10. August 2016

Am nächsten Wochenende steht die erste Hauptrunde im Schweizer Cup 2016/17 an. Während die Berner Young Boys auswärts in Winterthur auf Veltheim treffen, finden zahlreiche andere Partien statt, die Sie von Bern aus bequem mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. Eine Übersicht.

FCZ

Berücksichtigt werden hier alle Partien in Orten, die sie mit Zug/Bus in weniger als 65 Minuten ab Bern Bahnhof erreichen können (exklusive Fussmarsch/Busfahrt vom Bahnhof bis zum Stadion/Sportplatz).
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Euro Public Viewing Bern (2)

Harvest am Dienstag den 14. Juni 2016

Für Sie getestet: Public Viewing in der schönsten Stadt der Schweiz.

neubauIm Neubau von Konzert Theater Bern auf dem Waisenhausplatz, liebevoll auch „Kubus“ genannt, werden während der Saisonpause alle Abendspiele (18.00 und 21.00) live und in Farbe übertragen. Die Lokalität ist sehr zentral gelegen und somit auch mit den öffentlichen Verkehrsmittel einfach zu erreichen. Von der Haltestelle „Bärenplatz“, die von diversen Tram- und Buslinien bedient wird, ist sie nur etwa 100m entfernt.

entreeAnyway. Der Eintritt ist, anders als bei den meisten Vorstellungen von Konzert Theater Bern, gratis. Im Entrée befindet sich eine Bar, die Softdrinks und Bier (Feldschlösschen Braufrisch und Carlsberg, 4dl für 5.-, Pitcher für 16.-), sowie einige andere alkoholische Getränke ausschenkt. Zu Essen gibts Sandwiches, Pizza, Bretzel und Bruschette. Sie dürfen auch alles, was Sie da kaufen, ins Stadion nehmen (Achtung: wie bei Fussballveranstaltungen üblich werden Ihre Taschen durchsucht und Getränke beschlagnahmt).

stadionDas Stadion selber besteht aus einer Tribüne, die direkt auf den Bildschirm gerichtet ist. Das Spiel ist also von allen Plätzen aus gut sichtbar. Um Ausschreitungen vorzubeugen, hat Konzert Theater Bern die ganze Tribüne mit Sitzplätzen ausgestattet, diese Vorsichtsmassnahme hat sich zumindest beim Spiel Polen-Nordirland ausgezahlt, die etwa 30 Besucher verhielten sich friedlich und es kam zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Ehrlicherweise muss gesagt werden, dass die Zuschauer nicht merklich an Fussball interessiert waren. Ausser einigen, aufgesetzt wirkenden, Jubelrufen nach dem Tor und beim Schlusspfiff war von den Anwesenden nichts zu hören. Natürlich hat das langweilige Spiel auch nicht zur Stimmung beigetragen.

Der Kubus eignet sich ausgezeichnet für Leute, die ein Spiel in aller Ruhe und mit guter Sicht geniessen wollen. Wieso Sie das nicht zu Hause vor dem Fernseher können? Keine Ahnung.

Euro Public Viewing Bern (1)

Briger am Samstag den 11. Juni 2016

Für Sie getestet Public Viewing in der schönsten Stadt der Schweiz.

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Gestern war doppeltes Public Viewing angesagt. Doppelt? Ja, aber dazu später mehr. Auf der Lorraine-Brache am Centralweg in 3013 Bern sollte so ein Public Viewing stattfinden und das klang ganz vielversprechend, also nichts wie hin. Vor Ort dann, die erste Ernüchterung. Es dominieren nicht, wie erwartet, Fussballtrikots der Mannschaften Frankreich und Rumänien, sondern Bärte, Brillen, Hüte und coole Leute. Immerhin sind zwei Fussballtrikots auszumachen: eins von England, eins von Guinea. Das mag an der Klientel liegen, die Nationalismus und damit wohl auch Nationalmannschaftstrikots generell ablehnend gegenübersteht, was durchaus zu begrüssen ist. Vor Ort gibt’s eine Bier-Bar, aber auch coolere Getränke, wie z.B. Hugo (7 Fr.) für Frau Götti. Dazu gibts auch noch verschiedene kulinarische Köstlichkeiten, die von der Testgruppe aber nicht probiert wurden, denn an so ein Fussballspiel um 21 Uhr kommt man in der Regel mit vollem Magen. Zudem hatte die RL-Delegation selbst Bier dabei, was ohne Probleme möglich ist, von den Kevins dieser Stadt aber eher belustigt aufgenommen wird. Während der Eröffnungsshow schaute dann wie erwartet niemand zu, aber auch nach dem Anpfiff schauen 90% der gut 100 Anwesenden mit dem Rücken oder höchstens sporadisch zur Mini-Leinwand, denn beim Fussball dabei sein, ja klar, man will am Montag bei der Arbeit ja was zu erzählen haben. Aber das Spiel schauen, sicher nicht! Das hält diejenigen, die am intensivsten das Gespräch mit dem Nebenmann/der Nebenfrau suchen, aber nicht davon ab, bei jeder halbwegs gefährlichen Aktion der Franzosen (d.h. wenn ein Kopfball drei Meter neben das Tor fliegt) lautstark aufzuschreien.

Für die RL-Testgruppe ist deshalb klar, nichts wie weg hier. Als Schiedsrichter Kassai zur Pause bittet, bietet sich die Möglichkeit, die Brache zu verlassen. Was wäre naheliegender als das YB-Fanlokal “Halbzeit” aufzusuchen? Fünf Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit treffen wir dort ein. Es sind zwar nur 14 Personen anwesen, aber dafür so kompetente Fussballexperten wie Pedro Lenz und Brian von Radio Gelb Schwarz, dazu auch gleich noch mehr als ein Bildschirm. Uns ist viel wohler, die Bierauswahl ist besser und so sehen wir den 2:1-Sieg der Franzosen in einer sehr kleinen, dafür umso spassigeren Runde. Trikotbillanz: vier Mal Frankreich, ein Mal England.

Interessieren Sie sich für Fussball? Dann nichts wie los in die Halbzeit. Sie können zwischen mehrerern Bieren auswählen und zu essen kriegen Sie mit viel Liebe zubereiteten Hot Dog für sensationelle vier Franken. Dort wird es zwar ab heute wohl etwas voller, dafür kommentieren Brian Ruchti und Gäbu Haldemann von RGS am Sonntag das Spiel Kroatien-Türkei live und ohne Unterbruch. Sind die Zuschauer nett, dann wird gemäss Brian wohl auch das 18 Uhr-Spiel zwischen Nordirland und Polen übertragen.
Bereits heute kommentieren die RGS-Jungs übrigens Schweiz-Albanien im Effinger Bern (das liegt, wenig verwunderlich, an der Effingerstrasse in Bern, zwischen Hirschengraben und Kocherpark). Weitere Daten sind hier zu finden.

Mögen Sie Fussball nicht so sehr, dafür coole Leute, hippe Getränke und fancy Food? Dann gehen Sie besser auf die Brache in der Lorraine. Eine Stadt wie Bern, und das ist das Schöne, ist zum Glück gross genug für beides und so kann sich jeder selbst entscheiden, ob der Fussball oder der soziale Austausch wichtiger ist. Eine Daseinsberechtigung haben beide Konzepte.

Eine schöne EM allerseits.

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Runde Reise

Herr Maldini am Freitag den 11. März 2016

Fremde Stadien in fremden Städten in einem fremden Land – das Runde Leder hat sich letzte Woche erneut auf eine Reise ins Ungewisse begeben.

Hannover ist ein herziges Städtlein, findet Herr Maldini. ‘Hannover hat das gewisse Nichts’, fand einst Harald Schmidt, und er hatte damit auch nicht Unrecht. Schade ist, dass sie beim Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gerade etwas Mühe bekunden mit dem runden Leder, was Schürrle zu drei Toren einlud und Draxler nicht davon abhielt, auch noch zum 4:0 zu treffen.”

“Gelsenkirchen. Ohne die Stadt gesehen zu haben, glaubt Herr Maldini zu wissen, dass die Arena auf Schalke das spannendste ist, was sie zu bieten hat. Schon nur ein Hotel zu finden dort gestaltete sich als grosse Herausforderung. Etwas mühsam war zudem, dass der Receptionist anstatt der längst gebuchten fünf Betten plötzlich nur noch deren drei im Angebot hatte. Da war es Mitternacht. Und so nächtigte die Reisegruppe halt spontan in Dortmund. Nichtsdestotrotz beeindruckte die imposante Veltins-Arena nachhaltig, Djourous Gelb-Rote Karte hingegen lag im Bereich des Erwartbaren.”

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Mailänder Methadonprogramm

Briger am Dienstag den 12. Januar 2016

AKTUELL: Renato Steffen endlich weg!

Die Super-League pausiert bereits seit über einem Monat und wird dies auch noch bis am 6. Februar tun. Glücklicherweise pausiert von den fünf Topligen Europas nur die deutsche für längere Zeit und so steht einem Ausflug ins San Siro zu Inter oder Milan nichts mehr im Wege.

Zumal man als Jungredaktor auch immer auf der Suche nach neuen Zielen für Lederreisen ist, also nichts wie hin zum Serie A Spiel Erster gegen Siebter oder Inter gegen US Sassuolo.

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The Wedding Crashers

Herr Shearer am Montag den 12. Oktober 2015

Sie feiern den schönsten Tag in Ihrem Leben. Und plötzlich kommen da noch ein paar Gäste mehr.

pyrohochzeitNatürlich solche, die gar nicht eingeladen waren. Die ausserdem noch vermummt und mit Knüppeln bewaffnet auftauchen. Das geschah einem Brautpaar dieses Wochenende in Frankreich. Während die gut 300-köpfige Gesellschaft in der Kirche war, stürmte ein Überfallkommando das bereitgestellte Buffet im Château de Talancé (Beaujolais) und schlug dort alles kurz und klein. Das anwesende Personal der Catering-Firma blieb zwar unverletzt, musste aber nach dem erlittenen Schock betreut werden. “Wir dachten zuerst, dass es sich um ein Attentat handle”, berichtet ein Zeuge. “Ein Lieferwagen fuhr vor dem Schloss vor und etwa zehn vermummte Personen in Kombis stiegen aus. Auf dem Vorplatz, der für den Empfang vorbereitet waren, zündeten sie grüne Rauchpetarden und zerschlugen dann mit Stangen und Knüppeln das bereitgestellte Buffet”. Das Personal konnte flüchten und sich in Sicherheit bringen, dasselbe taten nach vollbrachter Tat auch die Vandalen.

Was das ganze mit Fussball zu tun hat? Eigentlich nichts, das stimmt. Ah, ja, eigentlich eben doch: bei den Tätern handelte es sich um Ultras des AS Saint-Etienne, welche Wind bekommen hatten, dass ein bekannter glühender Anhänger des Erzrivalen Olympique de Lyon an diesem Tag in den Ehestand trete, und beschlossen, ihm einen Besuch abzustatten. Dummerweise aber irrten sie sich in der Adresse und ruinierten folglich die Hochzeit von völlig Unbeteiligten. Das Fest des OL-Fans, auf das sie es abgesehen hatten, fand in der gleichen Ortschaft statt – aber an einem weniger gediegenen Ort.

Bevor Sie fragen: nein, das Bild stammt von keiner der beiden Feiern.

 

Panik bei Banik

Herr Shearer am Mittwoch den 6. Mai 2015

Neun Niederlagen in Serie! Das muss Absicht sein.

banikFür die Leitung des tschechischen Zweitligisten Banik Most ist der Fall klar. Für eine solche Aneinderreihung von Pleiten kann es nur einen Grund geben: Wettbetrug! Beweise hat man leider keine, aber ein Lügendetektor soll jetzt für Klarheit sorgen. Das wiederum hat die Spieler-Gewerkschaft FIFPro auf den Plan gerufen. Die fordert die Spieler des akut vom Abstieg bedrohten Klubs auf, sich unter keinen Umständen an den Apparat anschliessen zu lassen. Der Klub behandle seine Spieler als potenziel verdächtig, obwohl es keine klaren Beweise gebe, sagt die FIFPro. Natürlich könnten Spieler in Spielabsprachen involviert sein, doch seien sie selten der Auslöser. Neu ist die Idee mit dem Lügendetektor übrigens nicht, wie ältere Leser dieses Fachblogs sicher noch wissen.

Vielleicht könnte der Klub das Problem der schlechten Auftritte der Mannschaft relativ rasch und einfach lösen – er müsste seinen Angestellten einfach wieder Mal die Löhne überweisen. Darauf warten die Profis in Most nämlich seit März…

Feuerwurst in Darmstadt

Herr Maldini am Montag den 20. April 2015

Herr Maldini wagte sich an Ostern ennet der Grenze in die Niederungen des Fussballs – lesen Sie hier die packende Reportage.

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Anreise
Im besten Fall bequem mit der Bahn. Die Reisegruppe von Herrn Maldini kam von Frankfurt her wegen 1. BuLi am Vorabend. Sie können aber auch Bern-Darmstadt direkt. Das dauert zwischen vier und fünf Stunden, je nach dem wie oft Sie umsteigen möchten. Am besten fahren sie über Karlsruhe, da haben Sie 4:17 h mit nur einmal umsteigen.

Stadt
Die Stadt war komplett ausgestorben, da Ostersonntag. Auch liess sich keine in den Augen der Reisegruppe vernünftige Gaststätte finden, sodass die Nahrungsaufnahme erst im Stadion vorgenommen werden konnte (mehr dazu später).

Ticket & Weg zum Stadion
Der löbliche Reiseleiter Gäbinho nahm den Ticketkauf Wochen zuvor im Internet vor. Das war gut so, denn vor Ort gab es keine Tickets mehr. Ausverkauft! Pro Billett bezahlte er übrigens horrende 8 €.

Das Merck-Stadion am Böllenfalltor erreichen Sie bequem per ÖV: Ab dem Hauptbahnhof fahren Sie mit dem Bus H Richtung Darmstadt-Kranichstein Kesselhutweg. Am Luisenplatz steigen Sie um in die Strassenbahn 9 Richtung Böllenfalltor und verlassen diese an der Haltestelle Steinberg/Stadion. Für die gesamte Anfahrt müssen Sie circa eine Viertelstunde berechnen.

Übrigens: Die Tageskarten für die Heimspiele des SV berechtigen zur kostenlosen An- und Abreise zum Stadion mit öffentlichen Verkehrsmitteln des Rhein-Main Verkehrsverbundes im kompletten RMV-Gebiet. Sie können also nach dem Spiel beispielsweise noch nach Frankfurt reisen, wenn Sie das denn möchten.

Stadion
Das Merck-Stadion am Böllenfalltor wurde 1921 erbaut und 2014 für die 2. BuLi renoviert. Die Kapazität beträgt 16.500 Zuschauer. Davon sind knapp 3.500 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne, 400 unüberdachte Gästesitzplätze auf der Gegengeraden und 12.600 unüberdachte Stehplätze. Seit dem 15. Februar 2015 verfügt das Stadion über eine moderne 30 Quadratmeter grosse LED-Videowand, auf der auch Wiederholungen von Spielszenen gezeigt werden können. Und natürlich Werbung.

SV98 – Bochum
Darmstadt spielt um den Aufstieg, während Bochum im Mittelfeld umherdümpelt. Erwartungsgemäss übernahm der SV98 vor der lautstarken Kulisse sofort das Spieldiktat und ging in der 22. Minute durch Brégerie in Führung. Das Heimteam hatte in der Folge zwar einige heikle Szenen zu überstehen, agierte letztlich aber souverän. In der 77. erzielte Balogun mit einem Rechtsschuss das 2:0. In den Augen von Herrn Maldini war das Niveau des Spiels ziemlich bescheiden und kam in etwa der Affiche Aarau-Thun gleich, wenn überhaupt.

Trinken & Essen
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Verpflegung: Herr Maldini trank eine Cola, da noch etwas Sturm vom Vorabend. Bier gibt es natürlich auch im Stadion. Item, sein Getränk kombinierte er mit einer Feuerwurst mit Brötchen, und jetzt aufgepasst – die Feuerwurst kann es durchaus mit der YB-Wurst aufnehmen. Sie müssen jetzt stark sein: Könnte Herr Maldini wählen, ja, er nähme die Feuerwurst.