Archiv für die Kategorie ‘Serie A’

Juliette, oh Juliette

Rrr am Sonntag den 5. März 2017

In unserer Serie “Bescheurter Torjubel aus aller Welt” präsentieren wir Ihnen heute Dries Mertens.

Der Belgier schoss beide Napoli-Tore zum 2:1-Sieg gegen die Roma. Das erste feierte er so:

Das Tor widmete er seiner geliebten Hündin Juliette.

… und aber natürlich auch Finidi George. Der legendäre nigerianische Stürmer ging bekanntlich als erster vor die Hunde.

Bevor wirs vergessen: Wildes Urinieren im Stadion ist total daneben, auch wenn man es als falscher Hund macht. Und wenn Sie sich jetzt fragen, was Sie für ein lästiges Störgeräusch im Ohr haben, seit Sie den Titel des Beitrags gelesen haben: Fragen Sie nicht.

Kühne Kunst

Herr Maldini am Freitag den 24. Februar 2017

Willkommen zum allwöchentlichen Beitrag über innovative Körperbemalung.

Amato Ciciretti (was für ein Name!), früher bei der AS Roma und jetzt in der Serie B bei Benevento engagiert, ist ja bereits ein Gesamtkunstwerk. Für seine jüngste Tätowierung liess er sich aber etwas ganz Besonderes einfallen:

Richtig, das Twittervögeli ziert neuerdings seine Wade. Was Ciciretti sonst noch kann, ist dem RL nicht bekannt. 

Die Redaktion des Runden Leders ist ja bekanntlich nie um einen Trend verlegen und hat deshalb bereits nachgezogen. Herr der Ama hat sich über sein Arschgeweih das RL-Logo stechen lassen, dem Herr Rrr seine Brust ziert das Konterfei von CR7. Und dann ist da noch Herr Shearer, aber der ist sowieso ein Pionier und schon seit langer Zeit beschriftet.

Juventus way of living

Rrr am Dienstag den 17. Januar 2017

Juventus Turin hat ein neues Logo.

Wir waren auf der Redaktion spontan etwas unsicher, wie das Logo zu bewerten ist und ob es wirklich besser ist als der rechts abgebildete Vorgänger – weshalb wir unseren Sonderzuständigen für gediegene Grafik und signifikante Signaletik, Herr Baresi, um eine Fachexpertise baten.

Zunächst stutzte Herr Baresi. “Juve ist auch von den Chinesen gekauft worden? Oder wurde das Zeichen aus der Thai Bold entwickelt? Ist es ein stilisierter Zebrasattel?”

Erst auf den zweiten Blick erkannte er die überragenden Qualitäten dieses Logos. “Reduce to the max, wie wir globalisierten Marketingstrategen sagen! Als App-Icon eignet es sich hervorragend, und Lapo Elkan sieht darin sicher mit Freude das Löffelchenliegen. Und wenn Sie dann noch dann den absolut fantastischen Werbefilm zum Logo betrachten, dann wird es Ihnen klar: Es ist sehr schwarz und weiss, das Logo.”

“Das neue Logo ist ein Symbol für den ‘Juventus way of living'”, sagte Klubpräsident Andrea Agnelli gestern abend bei der offiziellen Präsentation.

Fan-Artikel mit dem neuen Logo sind übrigens erst ab Sommer 2017 erhältlich. Vorher muss noch der alte Ramsch verkauft werden. Logo.

Heisse Kurven in Genua

Herr Shearer am Montag den 24. Oktober 2016

Knallige Sache: das Genueser Stadtderby.

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Letzten Samstag traf die UC Sampdoria im gemeinsam bespielten Stadion Luigi Ferraris auf den viel älteren Genoa CFC. In einer über weiten Strecken attraktiven und spannenden Partie behielt das nominelle Heimteam mit einem 2:1-Sieg schlussendlich die Oberhand. Den kuriosen Höhepunkt setzte übrigens die Torlinientechnologie: in der 39. Minute setzt Sampdorias Silvestre den Ball an die Unterkante der Latte, von wo er vor die Linie zurückprallt. Die Uhr des Unparteiischen beginnt darauf zu vibrieren, obwohl es eindeutig kein Tor war. Diese Szene führt dann zu einer etwa zweiminütigen Spielunterbrechung bezwecks Absprachen zwischen den involvierten Offiziellen und allgemeiner Verwunderung im Publikum über deren Grund. Vor der Pause verschiesst Quagliarella zwar noch einen Penalty, das Spiel entscheidet sich aber kurz nach Wiederanpfiff durch ein Eigentor von Genoas Izzo. Gegen Schluss wirft der CFC alles nach vorne, die sich daraus ergebenden Konterchancen lässt die Sampd aber in teils fahrlässiger Art und Weise liegen. So bleibt die Partie zunindest bis am Schluss eine von der packenderen Sorte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Due piedi sinistri

Herr Maldini am Montag den 10. Oktober 2016

Es ist höchste Zeit für ein Bewegtbild.

Das Runde Leder wurde am Shnit auf den wunderbaren Kurzfilm aufmerksam. In etwas besserer Bildqualität, aber ohne Untertitel, finden Sie ihn hier.

Wut am Vesuv

Herr Maldini am Dienstag den 26. Juli 2016

In Neapel sind die Anhänger der schönsten Nebensache der Welt gerade etwas frustriert.

Kein Wunder: Ihr Liebling Gonzalo Higuaín hat zum Ligakonkurrenten Juventus Turin gewechselt. 90 Millionen Euro liess sich der Serienmeister diesen Transfer kosten. Higuaín ist der drittteuerste Transfer aller Zeiten, aber nur für kurze Zeit, weil Paul Pogba Turin in Richtung Manchester verlassen wird – für über 100 Millionen und als teuerster Spieler aller Zeiten.

UntitledDie italienische Liga wird der Higuaín-Wechsel nicht interessanter machen, dafür aber die Ambitionen von Juve im internationalen Geschäft untermauern. Higuaín ist in der Form seines Lebens, in der abgelaufenen Spielzeit erzielte er 36 Tore und stellte damit den Rekord von Gino Rossetti aus der Saison 1928/29 ein.

Nicht nur die Fans sind sauer, auch das letzte grosse Clubidol in Neapel vor Higuaín ist es. “Diese Higuaín-Geschichte tut mir weh, weil er zu einem direkten Konkurrenten wechselt”, schreibt Maradona auf Facebook. “Wir können dem Spieler keinen Vorwurf machen. Er trägt die Verantwortung für seinen Entscheid, aber es sind in diesem Geschäft die fetten Katzen, die am meisten profitieren. Niemand denkt an die Fans.”

Ja, die Fans. Sie sind wirklich nicht glücklich zurzeit. Und drücken ihren Frust äusserst kreativ aus.

Oha Lätz (MMMMCCCXXII)

Rrr am Donnerstag den 21. Juli 2016

Wer findet die 5 Unterschiede?

Links das dritte Trikot von Inter Mailand in der Saison 2016/17, rechts eine Dose Sprite.

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Rechnend in die Relegation

Herr Maldini am Freitag den 13. Mai 2016

Was viele nicht wissen: Auch in Italien herrscht Abstiegskampf.

Hellas Verona und Frosinone hat es bereits erwischt, am letzten Spieltag geht es für Carpi und Palermo noch um den Klassenerhalt.

Verona-Stürmer Luca Toni schiesst am Sonntag eventuell kein Tor.

Um den Klubs die Relegation in Liga zwei etwas zu erleichtern – ihre Einnahmen sind dort logischerweise ungleich tiefer – gibt es einen sogenannten “Fallschirm”. 60 Millionen Euro dürfen sich die drei Absteiger teilen. Dieser Fallschirm wird nach einem speziellen Schlüssel aufgeteilt: Je länger die Zugehörigkeit zur Serie A, desto grösser der Anteil am Topf.

Frosinone bekommt für sein Jahr in der Serie A 10 Millionen. Da auch Carpi ein Neuling ist, würde es im Falle eines Abstiegs ebenfalls 10 Millionen kassieren. Für Verona blieben somit 40 Millionen übrig (3 Jahre Serie A).

Trifft es anstatt Carpi aber Palermo (ebenfalls 3 Jahre Serie A), blieben für Verona nur 25 Millionen übrig. (25 Palermo, 25 Verona, 10 Frosinone).

Sie haben es bereits gemerkt: Für Verona geht es am letzten Spieltag um 15 Millionen. So richtig delikat macht diese Angelegenheit aber erst der Spielplan. Genau, Verona trifft am letzten Spieltag auf Palermo. Und hat es somit in den eigenen Füssen, ob es mit 15 Millionen mehr oder weniger absteigen möchte.

Das haben auch die Wettanbieter gemerkt. Setzen Sie auf Palermo, erhalten sie circa das 1.2-fache ihres Einsatzes zurück. Die Quote auf Verona beträgt ungefähr das Zehnfache.

Rauchende Köpfe

Rrr am Donnerstag den 21. Januar 2016

BREAKING NEWS: YB verlängert Vertrag mit Alexander Gerndt bis Sommer 2018

Dem Trainer von Napoli droht eine viermonatige Sperre.

122Im Cup-Spiel gegen Inter soll Maurizio Sarri den Inter-Trainer Mancini als “Tunte und Schwuchtel” bezeichnet haben. Sarri gab später zu, den gegnerischen Trainer beschimpft zu haben; er wehrte sich aber gegen den Vorwurf der Schwulenfeindlichkeit: “Mancini hat mich provoziert, und ich habe ihm das erste Wort an den Kopf geworfen, das mir einfiel. Das kann auch ,Christdemokrat gewesen sein.”

Mancini: “Es ist einfach unglaublich, eine Schande. Solche Typen gehören aus dem Fussball ausgeschlossen, in England dürfte so einer kein Trainer mehr leiten. Und um das klar zu sagen: Wäre ich homosexuell, ich wäre stolz darauf.”

Sarri ist ein Wiederholungstäter. Im März 2014 hatte er geklagt, der italienische Fussball sei zu einem “Schwuchtelsport verkommen. “Hier werden viel mehr Fouls gepfiffen als in England, als sei das hier eine Homosexuellen-Liga.” Diese Aussage kostete Sarri eine Busse von 5000 Euro. Nun droht ihm eine viermonatige Sperre.

Inter gewann das Spiel in Napoli übrigens mit 2:0 und steht mit einem Bein im Cup-Halbfinal.

Ausser Spesen…

Herr Shearer am Donnerstag den 21. Januar 2016

Exklusiv im Runden Leder: Foto-Lovestory mit Luiz Adriano! Aber ohne Happy End.

AC Milan's forward Luiz Adriano reacts during the Italian Serie A soccer match between AC Milan and SSC Napoli at San Siro Stadium in Milan, 4 October 2015. ANSA/ DANIEL DAL ZENNARO

Das ist Luiz Adriano. Er ist offiziell seit einem guten halben Jahr mit der AC Milan liiert, aber irgendwie hat es zwischen den beiden immer noch nicht so richtig gefunkt. Neulich haben ihm plötzlich reiche Chinesen schöne Augen gemacht, und Luiz Adriano packte sogleich seine Koffer. Nicht dass es beim Abschied zu grossen Eifersuchtsszenen gekommen wäre, nein!, denn die 14 Millionen Mitgift kann Milan sicher gut gebrauchen, zum Beispiel für einen treffsichereren Stürmer, als der Brasilianer einer ist. So stieg unser Held in ein Flugzeug und entschwebte ostwärts.

Flugi

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Durch und durch international

Briger am Montag den 18. Januar 2016

9. März 1908: Der Foot-Ball Club Internazionale wird gegründet.

Inter

An diesem Montag trafen sich der Überlieferung nach mehrere verärgerte Mitglieder des Milan Cricket und Football Club, der heutigen AC Milan, im Ristorante Orologio nahe des Doms. Da beim CFC nurnoch Italiener mitmachen durften, beschlossen die Teilnehmer an der Debatte, darunter einige Schweizer, sich vom Verein abzuspalten und einen eigenen Verein zu gründen. Um zu zeigen, dass der Club nicht nur Italiener offen sein sollte, wurde der Name Internazionale gewählt und so heisst der Club bekanntlich noch heute, auch wenn er zu Zeiten des Faschismus zwischen 1928 und 1945 in SS Ambrosiana, ab 1931 Ambrosiana-Inter (Anmerkung Herr Antonio) wurde. Nach dem Krieg hiess die Mannschaft dann wieder Footballclub Internazionale, diesmal ohne Bindestrich. Seit 1967 heisst der Verein dann “FC Internazionale Milano” (Anmerkung Herr Antonio).

Und Inter ist seiner Internationalität treu geblieben, auch wenn heute natürlich in allen Vereinen Italiens längst nicht mehr nur Italiener spielen. Wie die “Gazzetta Sportiva” feststellte, hat in der Saison 2015/16 noch kein Italiener für Inter ins Tor getroffen (Stand 20. Spieltag). Dies geschieht bei Inter nicht zum ersten Mal. In der Saison 2007/08 dauerte es bis am 6. April, als am 32. Spieltag mit Mario Balotelli erstmals ein Italiener für Inter traf. Bis zum Ende der damaligen Meisterschaft traf Super-Mario übrigens noch zwei weitere Male und Marco Materazzi traf ebenfalls. In den europäischen Topligen dürften sich diese Saison übrigens zwei weitere Teams als besonders international bezeichenen: Stoke City und ein gewisser Verein aus Nordostengland: Newcastle United. Bei diesen beiden Clubs haben noch keine Engländer getroffen in der laufenden PL-Saison.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass eine Delegation des Runden Leders am 14. Februar zum Spiel von Inters Stadtrivalin AC gegen den Genoa Cricket and Football Club (mit Blerim Dzemaili) fährt. Wer gerne mitfahren möchte meldet sich bis 24. Januar unter dieser Adresse.

Mailänder Methadonprogramm

Briger am Dienstag den 12. Januar 2016

AKTUELL: Renato Steffen endlich weg!

Die Super-League pausiert bereits seit über einem Monat und wird dies auch noch bis am 6. Februar tun. Glücklicherweise pausiert von den fünf Topligen Europas nur die deutsche für längere Zeit und so steht einem Ausflug ins San Siro zu Inter oder Milan nichts mehr im Wege.

Zumal man als Jungredaktor auch immer auf der Suche nach neuen Zielen für Lederreisen ist, also nichts wie hin zum Serie A Spiel Erster gegen Siebter oder Inter gegen US Sassuolo.

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