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Falsche ferrophile Freunde

Herr Shearer am Donnerstag den 4. November 2021

Soeben erreicht uns folgende Anfrage:

“Lieber Herr Dr. Rüdisühli, Wussten Sie schon, dass es ein “YB”-Eisenbahnunternehmen gibt? Ich jedenfalls nicht, bis ich heute dieses Bild im “Bahn Report” entdeckt habe. Jetzt will ich da unbedingt hin und mit denen fahren. Haben Sie mir nähere Informationen zu dieser löblichen Bahn? Um rasche Antwort wird gebeten, J. aus B.”.

Bild: Screenshot lok-report.de

Lieber Herr Jean, wir müssen Sie leider enttäuschen. Sie mögen da YB lesen, dummerweise handelt es sich hier um ein Logo in kyrillischer Schrift. Umfangreiche riskante Recherchen unsererseits in der offenen Eisenbähnlerszene brachten uns zum Schluss, dass es sich hier um die ukrainische Staatseisenbahn Українські залізниці УЗ (Ukrajinski Salisnyzi, AbkürzungUZ) handelt, welche diesen schönen Schriftzug an ihren Fahrzeugen anbringt. Trotzdem ist eine Fahrt mit dieser löblichen, wenn auch nicht ganz so modernen Eisenbahn dringend zu empfehlen, vor allem die Abschnitte in den Karpaten. Da ist man übrigens ruckzuck, Nachtzug nach Budapest, dann ein paar Stunden durch Ungarn (da müssen Sie durch!) und zack! sind Sie in Chop und somit schon quasi mittendrin im Vergnügen.

Eine Eisenbahn, die sich YB abkürzt, gibt es daneben tatsächlich. Die Youngstown Belt Railroad in den USA bedient die Region nordwestlich ebendieser Industriestadt, über die Bruce Springsteen nicht nur Gutes zu singen hat. Wenn Sie da mitfahren möchten, sollten Sie das möglichst klandestin tun, denn Personenzüge verkehren auf dieser Strecke keine. Aber so eine Hobo-Trip, das ist sicher auch ganz spannend und sicher genau so gemütlich, wie eine mehrstündige Fahrt in der Holzklasse einer ungeheizten ukrainischen “Elektritschka” im Winter von Lviv nach Ushorod.

Hier geht es um 13:00 weiter, dann ausnahmsweise zum Thema “Fussball”.

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16 Kommentare zu “Falsche ferrophile Freunde”

  1. Bäne II sagt:

    Dass ich sowas im “RL Cheap” noch mitlesen darf. Merci.

  2. Durtschinho sagt:

    Chop, Herr Bäne Ii. Die fragliche Stadt heisst Chop.

  3. zuffi sagt:

    Früher ging mal jeweils in den Chop, aber die Zeiten ändern sich bekanntlich.

  4. Durtschinho sagt:

    Heute kauft man doch höchstens noch Chopsticks.

    Gut, Sie als Musiker vielleicht auch Chopin.

  5. El Tren sagt:

    The Boss. Dass ich das noch erleben darf. Als RL Cheap Abonnent. Chopp Bruce! Als nächstes “Ghoast of Tom Chop” mit Chop Morello.

  6. El Tren sagt:

    O, ein a zuviel. Buchstabensuppe nur Hilfsausdruck.

  7. Natischer sagt:

    Oder Herr Jean fährt einfach aufs Jungfraujoch, weil die JB umgangsprachlich ja auch I-B ausgesprochen wird.
    Epüiwuala.

  8. Herr Lich sagt:

    Lundes -Räder-Reise Karpaten? Dort soll es ja schön sein fürs Randsporteln, wie man hört.

  9. Natischer sagt:

    Im übrigen will auch die Kühler-Eigenrandsport-Saison am Wochenende eröffnet werden.

  10. Natischer sagt:

    Wie? Nein, die Fasnachtseröffnung musste wiederum abgesagt werden.

  11. Rrr sagt:

    Endlich, ein Ferrophilen-Blog!

  12. Herr Lich sagt:

    Herr Natischer, Ihr Link ist schlimmer als der berühmte Speck, der sprichwörtlich hindurchgezogen wird. Schämen Sie sich!

  13. Alleswisser sagt:

    farblich gibt’s noch Verbesserungspotential für diese Bahn, aber ansonsten tip top, vielen Dank.

  14. Max Power sagt:

    Aus aktuellem Anlass.

  15. Harvest sagt:

    Gerade farblich weiss sie zu überzeugen, Herr Alleswisser.

  16. dres sagt:

    Den besten Beitrag hätte ich fast verpasst. Was war das damals für eine schöne Nachtfahrt beim Ukrainer. Dazu die dicke unfreundliche Schaffnerin, die uns dann trotzdem zu Vodka verholfen hat.