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Ajax adieu

Briger am Montag den 12. Oktober 2020

Ajax Amsterdam beendet die Partnerschaft mit Ajax Cape Town.

Ajax Cape Town verpasste zum zweiten Mal hintereinander den Aufstieg zurück in die höchste südafrikanische Liga. 2019 hatte das Team aus Kapstadt die Aufstiegsplayoffs als Tabellenvierter um ein Tor verpasst und Tshakhuma Tsha Madzivhandila den Vortritt lassen müssen. Randbemerkung, Tshakhuma Tsha Madzivhandila spielte erst seit 2017 zweitklassig und zwar, weil man die Lizenz von Milano United FC kaufen konnte. Auf die Saison 2020/21 hat es mit dem Aufstieg geklappt, man hat sich die Lizenz der Bidvest Wits erworben. Aber zurück zu Ajax Cape Town. Dieses Jahr standen die Kicker vom Kap noch näher vor dem Aufstieg. Am Ende schaute Platz zwei heraus punktgleich, aber sie ahnen es, ein Tor schlechter als die Moroka Swallows – fünf Runden vor Schluss wies Ajax noch neun Punkte Vorsrpung auf. Die Playoff-Partie gegen den 1. Ligisten Black Leopards ging mit 0:2 verloren.

Ajax Amsterdam entschloss sich nun zum Schritt, den viele bereits nach dem Abstieg 2018 erwartet hatten. Die 51% Anteil am Verein wurden nach 21 Jahren verkauft. Der Plan war einst gewesen, dass südafrikanische Talente den Sprung nach Europa schaffen würden, und dass in Kapstadt ein südafrikanisches Spitzenteam aufgebaut wird. Ajax Amsterdam machte nun klar, dass diese Ziele nicht mehr realistisch seien und der Fussballmarkt in Südafrika zu wenig gut entwickelt sei. Ajax Amsterdam hat Ambitionen, der südafrikanische Fussballmarkt liefert dafür zu wenig gute Spieler. Man wendet sich in Amsterdam nun neuen Märkten zu. Dabei hatte Ende der 90er-Jahre nach der Fusion der Cape Town Spurs mit den Seven Stars alles vielversprechend begonnen. 1997 wechselte Benni McCarthy von den Spurs nach Amsterdam.
Der neue Club in Kapstadt konnte in den folgenden Jahren vier Titel gewinnen und wurde drei Mal 2. Dem Titel am nächsten war das Team 2011, als die Orlando Pirates um ein Tor besser waren.

Obwohl Spieler wie Steven Pienaar, Thulani Serero, der Kameruner Eyong Enoh oder der Burkiner Lassina Traoré nach Amsterdam wechselten ist nun definitiv Schluss. Der Club hat bereits den Antrag gestellt, in Zukunft als Cape Town Spurs anzutreten.

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12 Kommentare zu “Ajax adieu”

  1. dres sagt:

    Afro-Tag im RL – sehr schön. Diese neoliberalst gewinnorientierte Geschichte finden wir jedoch nur noch traurig. Heisst Ajax Cape Town jetzt immer noch Ajax? Ich an des Kapstädters Stelle würde diesen Zusatz sofort schwarz übermalen auf dem Shirt. Mit einem Pornobalken zum Beispiel.

  2. dres sagt:

    Oh, ich habe wohl nur bis zum zweitletzten Satz gelesen, als der Kommentar schon abgeschickt worden ist. Aber Spurs tönt auch nicht besser.

  3. Znuk sagt:

    FC Cape Town Oberland wäre massiv besser. Meine Meinung.

  4. dres sagt:

    Ich bin sowas von einverstanden mit Ihnen, Herr Znuk. Hoffentlich lesen die südafrikanischen Freunde mit.

  5. passiver attacker sagt:

    ich finde auch der beitrag hat enorm viel text, ist das rl ki-tool kaputt?

  6. zuffi sagt:

    Wie geht es eigentlich der Akademie in Abidjan?

  7. Alleswisser sagt:

    ich finde auch der beitrag hat enorm viel text

    ich finde Herr Briger hat sih sehr kurz gefasst (und das ist übrigens gar nicht so einfach, wie ich momentan bei meiner goaliemässigen-Aufarbeitung-von-UKR-DEU-für-einen-RL-Beitrag festestellen muss… )

  8. Lars: L sagt:

    Ein hervorragender Beitrag.

  9. Max Power sagt:

    Wahrhaftig ein Hervorragender Beitrag.

  10. Max Power sagt:

    Ich habe nun ein Wenig ein Gstürm mit United, Spurs unad Ajax, und wer nun wann was ist.

  11. Rrr sagt:

    Warum so verhalten, die Herren?

    Ein herausragendstmöglichet Beitrag!!

  12. Trol sagt:

    United ist Flugi, Spur S ist eine Modellbahndimension, Ajax ist Waschmittel. Gern geschehen.