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Der Unbeliebte

Frau B am Montag den 11. Juli 2005

Alpay Özalan wird langsam aber sicher zum Asyl Suchenden im internationalen Fussball.

Der türkische Verteidiger war gezwungen, Aston Villa im Januar 2004 zu verlassen, nachdem er sich in England ziemlich unbeliebt gemacht hatte. Grund war eine unschöne Auseinandersetzung mit David Beckham während des EM-Qualifikationsspiel in Istanbul.

Er unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Incheon United. Bereits nach vier Monaten erklärte er, dass er sich in Südkorea nicht wohl fühle und unbedingt in die J-League wechseln wolle. Im Juni 2004 ging er zu den Diamonds. Während seines Jahres in Japan hat Alpay mehr Strafen abgesessen als für sein Team gespielt. In den letzten sieben Spielen kassierte er sechs gelbe und drei rote Karten, also durchschnittlich einen Verweis pro 47 Minuten Spielzeit.

Die Diamonds haben nun die Geduld mit dem 32-jährigen türkischen Nationalspieler verloren und ihm mitgeteilt, dass er im Club nicht mehr erwünscht sei. Alpay selbst klagte, dass die Japaner seine robuste Spielweise nicht verstehen würden: „Alles ausser den Schiedsrichern ist in Ordnung hier. In England hatte ich nie Probleme, aber hier gibt es Rot, wofür es in England höchstens Gelb gäbe.“

Gut möglich, dass Alpay zurück nach England geht. Er wurde mit dem Aufsteiger Wigan Athletic in Verbindung gebracht, der trotz Finanzkraft Mühe hat, gute Spieler zu verpflichten. Viele andere Destinationen stehen dem Türken wohl auch nicht zur Auswahl.

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15 Kommentare zu “Der Unbeliebte”

  1. Rrr sagt:

    Einen Verteidiger brauchen wir bei YB leider nicht, eher einen Stürmer. Aber danke der Nachfrage, Herr Özalan!

  2. häck sagt:

    Würde aber sehr gut in die Achse des Bösen bei YB passen, oder nicht?

    Wurde Varela eigentlich psychologisch betreut gestern nach dem Spiel? Normalerweise ist doch er der, welcher foult im 16er und nicht umgekehrt. Das muss ihn doch verwirrt haben!

  3. Fritz Leibundgut sagt:

    Herr Varela befindet sich nach diesem Zwischenfall in der Tat in psychotherapeutischer Behandlung, Herr Häck. Er beteuert, es werde ein Einzelfall bleiben.

  4. häck sagt:

    Ja nämlich, für das theatralische Umfallen im 16er haben wir schliesslich den Häkin gekauft!

  5. Natischer sagt:

    Guten Morgen allerseiz. Bin wieder da. Hab anscheinend ziemlich was verpasst die letzten Tage…

    Können wir trotzdem noch Meister werden?

  6. xirah sagt:

    Können, Herr Natischer? Wir werden!

    Guten Morgen alle 🙂

  7. Frau Benítez sagt:

    Wir auch!

  8. häck sagt:

    Wen kauft Liverpool heute?

  9. Rrr sagt:

    Herrn Figo, wies aussieht. Der sagte gestern im “Marca”, dass er die Reds ganz toll findet.

  10. Frau Benítez sagt:

    Jeder hat einen Muff. Bei uns heisst er Kewell.

  11. Frau Benítez sagt:

    Also vermisst habe ich Kewell nicht, aber er war in der Tat abwesend. Er wurde vor ein paar Wochen operiert.

  12. häck sagt:

    Übrigens, ehrlich also, jetzt, das ist wirklich nicht lieb! Macht doch, was der Jauchi sagt:
    «Die Medien sollten hier in Bern endlich Freude zeigen, wie dies bereits in Basel der Fall war. Verbreitet Euphorie, denn was ihr hier in Bern mit dem Stade de Suisse bekommt, ist einmalig.»

    Und ob nun doch Roma, oder vielleicht Udinese, oder wer? Ist noch immer nicht klar.

    Roma gibt Bescheid

    Andere Frage, wenn diese Teams alle so sauteuer sind, wie hätte dann St. Gallen Liverpool bezahlt? Mit Olmaschüblige lebenslänglich?

  13. Natischer sagt:

    Ja, was jetzt, Herr Jauch? Soll es so sein wie dies bereits in Basel der Fall war oder ist das, was wir hier in Bern mit dem Stade de Suisse bekommen, doch eher einmalig?

    Ausserdem find ich uns hier schon ziemlich euphorisch!

  14. RIQUELME sagt:

    frau b. koennen sie mir erklaeren wie jemand in sieben spielen sechs gelbe und drei rote karten holen kann. muss man in der j-league keine strafen absitzen. waere was fuer mich in dem fall..

  15. Frau Benítez sagt:

    Ich weiss nicht, wie es in Japan ist, aber in England geht es jeweils eine bestimmte Zeit, bis die Strafen verhandelt werden und die Sperren in Kraft treten. Und solange darf der Übeltäter noch spielen.