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Herbe Dusche

Dr. Eichenberger am Montag den 6. Dezember 2004

Die Winterpause naht und allenthalben macht sich Hektik breit: Trainer werden gegangen und Arbeitsplätze frei. So auch in München bei den kriselnden 1860-ern. Dort hat sich ein Retter gleich selbst gemeldet: Werner Lorant. Er mimte von 1992 bis Oktober 2001 unter dem Präsidenten Karl-Heinz Wildmoser (senior) bei den Löwen bereits einmal den harten Hund und möchte nach dem Rauswurf des Trainers Rudi Bommer wieder beim Münchner Zweitligisten anheuern. Gestern durfte er sich im DSF beim Heimspiel gegen Greuther Fürth als grummliger Co-Kommentator profilieren und beim 2:1 Siegtor seiner Blauen ausrufen: «Das geht nicht!». Was der Reporter mit der Bemerkung konterte: «Ist aber gegangen!» Und was war Lorants Antwort? «Das ist Fussball.» Tja! Aber der DSF-Reporter muss nicht blöd rummeckern: Nach dem 0:1 der Greuther (oder Fürther?) analysierte er messerscharf: «Für die 60-er eine herbe Dusche!» Um nicht zu sagen: Eine kalte Enttäuschung … Wie dem auch sei: Aus dem Comeback des Herrn Lorant in München wird nichts, wie auch die Rückkehr des früheren Torhüters Petar Radenkovic als Sportchef nur in den Medien stattfand und die Verpflichtung von Lodar Mathäus als Trainer nur ein Bluff des Präsidentenkandidaten Thomas Hirschberger blieb. Lodar übrigens hat ganz anderes im Sinn, als auf dem wackligen Löwen-Stuhl Platz zu nehmen. Er trainiert jetzt eine thailändische Jugendmannschaft, nachdem die Ungarn den im Ausland lebenden befreundeten Personen keine Staatsbürgerschaft gewähren wollen. Selber schuld.


Er hat ihn schon, den neuen Job.

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