Delikater Doppeltransfer

Rrr am Samstag, den 22. Januar 2022 um 12:00 Uhr

Herzlich willkommen zur heutigen Presseschau.

Was ist dran an den Gerüchten? Unser Transfer-Experte Herr Rrr gibt Auskunft (Fr. 18.98/Klick) ↓

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881. Caption Competition

Herr Noz am Freitag, den 21. Januar 2022 um 13:12 Uhr

Raus aus der Komfortzone, rein in eine neue Herausforderung! Willkommen zur Caption Competition.

Sie sehen hier ein Bild des ehemaligen Fussballprofis Alexander “Alex” Frei, aufgenommen anlässlich eines Einsatzes als neuer Übungsleiter beim “FC Winterthur” in den ersten Tagen des Januars 2022.

(Keystone)

Bitte dichten Sie eine passende Unterschrift zu dieser Aufnahme. Wenn es Ihnen gelingt, die strenge Fachjury damit zu ergötzen, haben Sie gute Chancen, einen Preis aus unserer Schatzkiste zu gewinnen. Sie haben Zeit bis morgen Samstag, 20 Uhr.

Wir wünschen Ihnen ordentliches Gelingen und ein sorgenfreies Wochenende.

Begeisternder Präsident Paul Biya

Rrr am Freitag, den 21. Januar 2022 um 5:55 Uhr

In Afrika wird derzeit Fussball gespielt – genauer in Kamerun. Nach der Gruppenphase des Afrikacups ist Titelverteidiger Algerien rausgefault. Die YB-Spieler Camara und Ngamaleu sind noch mit dabei.

Wir konnten exklusiv mit unserem ehemaligen Afrikakorrespondenten Lars L sprechen, der nach einer missglückten Meerschweinchendressur in Kenia Zuflucht gefunden hat.

Herr Lars – Wie steht es um das Fussballfieber in Kamerun?

Im Durchschnitt liegt es bei 38.5 Grad. Bei Tageshöchsttemperaturen von 32 Grad ist das allerdings nicht besonders hoch. Möglich auch, dass Omikron eine Rolle spielt.

Präsident Paul Biya will mit dem Afrikacup positive Schlagzeilen generieren – gelingt ihm das?

Ja klar. Das war nicht anders zu erwarten, denn Paul Biya regiert das Land seit 40 Jahren mit Umsicht und praktisch ohne Hilfe. Nur gelegentlich erholt er sich vom strengen Job in seiner Hotelsuite in Genf, bevor er wieder Dekrete erlässt.

Zugleich drohten Separatisten, das Turnier zu sabotieren. Ganz ohne Probleme läuft es also nicht?

Es handelt sich dabei um bedauerliche Einzelfälle. Ganz Kamerun steht hinter dem Turnier und die Vuvuzelas sind bis nach Nairobi zu hören.

Was sind denn die Hintergründe dieser Spannungen zwischen der anglophonen Region und dem Rest des Landes?

Müssen Sie jetzt unbedingt darauf rumreiten? Es geht hier um Sport, und nicht um Politik! Fragen Sie doch Jean Ziegler, wenn Sie schlechte Stimmung verbreiten wollen…

Könnte denn der Fussball Kamerun wieder einen?

Schon wieder eine Suggestivfrage, typisch Systemmedien! Natürlich jubeln die Kamerunerinnen und Kameruner gemeinsam. Alles andere wäre höchst unangebracht. Und spätestens zum Finale ist auch der Präsident wieder im Land, dann wird der Titel gefeiert!

Das ist schon fix? Und sonst, wie läufts bisher sportlich so?

Danke, ich habe mich gut von Omikron erholt. Auch joggen geht wieder. Aber am besten klappt heben und stossen, wenn sie wissen was ich m…

Herr Lars…, Herr Lars? Es scheint, wir haben die Verbindung nach Afrika verloren.

Tauglicher Trecker

Val der Ama am Donnerstag, den 20. Januar 2022 um 12:59 Uhr

Das ist was schief gegangen.

Vorgestern Abend hat Port Vale in der League Two gegen Salford City mit 0:1 verloren, aber das interessierte nach der Partie kaum jemanden. Viel interessanter und vor allem medial nachhaltiger war das Engagement des oben abgebildeten John Deeres.

Einige Minuten vor dem Auftritt des Traktors war es einem Spieler von Port Vale gelungen, den Pfosten mittels Zusammenstoss zu verbiegen. Alle Reparaturbemühungen scheiterten, bis es mit motorisierter Unterstützung und unter grossem Applaus der Zuschauer gelang, das Tor wieder in einen spieltauglichen Zustand zu versetzen.

Das Spiel konnte nach zehn Minuten Unterbruch fortgesetzt werden.

Sichere Sache

Herr Shearer am Donnerstag, den 20. Januar 2022 um 6:00 Uhr

Sie zögern noch, ob Sie nach Katar reisen sollen?

EPA/NOUSHAD THEKKAYIL via Keystone-SDA

An Ihrer Sicherheit sollte es nicht liegen, denn man hilft sich, wo man kann. Ans grösste Sportereignis des Jahres, welches allerdings kaum jemanden interessieren dürfte, wird die Türkei mit einem Rekordaufgebot anreisen. Der türkische Innnenminister Süleyman Soylu hilft seinem Kollegen am Golf personell aus; total werden 3250 Sicherheits-Angestellte während 45 Tagen mithelfen, für Recht und Ordnung rund um die brandneuen Stadien zu sorgen. Da sind zuerst 3000 Polizist:innen, welche in Vollmontur Ausschreitungen unter den Fans verhindern sollen und dazu 100 Leute einer “Spezialeinheit”. Unter anderem gesellen sich auch noch  50 Bombenspürhunde und 50 Bombenexpert:innen zur türkischen Delegation.

Wieviel sich die Türkei den Freundschaftsdienst kosten lässt, konnten wir vor Redaktionsschluss leider nicht recherchieren irgendwo abschreiben und schon gar nicht ausrechnen, wie viel das dann in ein paar Monaten inflationsbereinigt ist. Was auch überhaupt noch nicht sicher ist: ob die Türkei auch zum kicken eine Mannschaft stellen wird. Die Nationalmanschaft konnte sich nicht auf direktem Weg qualifzieren und muss in der Barrage Ende März zuerst gegen Portugal antreten. Sollte man sich gegen diesen schweren Gegner durchsetzen, wartet dann im Playoff-Finale noch Italien oder Nordmazedonien.

Aber eben, wer da mitmacht, ist ja eigentlich nicht wichtig.

Dr. Rüdisühli erforscht das Publikum.
Heute: Die Neunzigerjahre

Rrr am Mittwoch, den 19. Januar 2022 um 13:00 Uhr

Alles kommt zurück.

Abba. Wetten dass. TV Total.

Die Nostalgiewelle kennt keine Grenzen. In der Schweiz haben vor allem die 1990er-Jahre wieder Hochkonjunktur – siehe zum Beispiel die Wiederauferstehung von “Benissimo” (1992 erfunden) und die Neulancierung des YB-Antirassismustrikots von 1995/96.

Wir möchten von Ihnen wissen:

Wer oder was aus den 1990er-Jahren wünschen Sie sich auch noch zurück?

Wir denken vor allem an Menschen und Dinge aus dem Fussballbereich und sind gespannt, wie Sie sich deren Comeback vorstellen. Starten Sie nun Ihren ThinkPad 701C und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

Möglicherweise mit Magie

Herr Winfried am Mittwoch, den 19. Januar 2022 um 5:59 Uhr

Gabun hat sich besonders gut auf das Spiel gegen Marokko vorbereitet.

Die Vorzeichen standen schlecht für Gabun. Anfang Woche wurde zuerst bekannt, dass die Mannschaft vor dem Turnier das Hotel in Yaoundé gewechselt hatte, weil ihr das zugewiesene nicht genügte. Dafür gab’s 20’000 Dollar Busse vom Kontinentalverband.

Dann musste Captain und Rekordtorschütze Pierre-Emerick Aubameyang wegen Herzproblemen vorzeitig abreisen. Also besann sich der Gabunische Verband vor dem entscheidenden Gruppenspiel gegen Marokko auf überirdische Kräfte (siehe Bild).

Es brauche nicht nur den 12., sondern auch den 13. Mann, um im Turnier zu verbleiben. So oder ähnlich vermeldete es Gabuns Nationalteam in den sozialen Medien. Man kann das Bild deuten oder interpretieren wie man will – auf jeden Fall scheint das durchgeführte Ritual böse Geister vertreiben zu können. Gabun errang gegen Marokko ein 2:2-Unentschieden und steht damit im Achtelfinal.

Tricky Tor

Rrr am Dienstag, den 18. Januar 2022 um 13:00 Uhr

Willkommen zum dienstäglichen Regeltalk.

Heutige Frage: Erlaubt oder nicht erlaubt?

Stilvolles Stück Stoff

Herr Maldini am Dienstag, den 18. Januar 2022 um 5:55 Uhr

Es gibt da etwas, das Sie haben müssen sollten.

Die Geschichte geht so: Der sehr löbliche Verein “Gemeinsam Gegen Rassismus” ist gerade daran, Geburtstag zu haben. Und zwar feiert er zarte 25 Lenze. Sie erinnern sich: “Gemeinsam Gegen Rassismus” war in der Saison 1995/96 als Trikotsponsor massgeblich daran beteiligt, dass die berühmten Berner Young Boys nicht in der Versenkung verschwanden. Das ist lange her, das Jubiläum feiern die Frau- und Herrschaften jetzt unter anderem mit der Auferstehung des Trikots von damals (und dieser schönen Dokumentation).

Das Resultat der Kooperation “BSC Young Boys x Copa” lässt sich sehen, Herr Maldini konnte das Produkt bereits exklusiv vorabtesten: “Der Stoff ist hochwertig und hat stattliches Gewicht. Das kurzärmelige Oberteil kommt in einem satten Gelbton und fein gemustert daher, auf der breiten Brust prangt auffällig der deutliche Slogan, daneben ein YB-Logo aus turbulenteren Zeiten. Es ist eher klein geschnitten, sie werden vermutlich eine Grösse grösser als gewohnt benötigen, fühlen sich auf der Brust dennoch schön satt, bleiben dafür unten luftig und beweglich. Das Tricot wurde ausführlichen Tests unterzogen und überzeugte sowohl im Alltag als auch in Ernstkämpfen – und besser haben sie noch nie geschlafen als wenn von diesem edlen Stoff umschlungen. Wir vergeben 1898 Punkte.”

Erwerben Sie das Jubiläums-Trikot an den kommenden beiden Mittwochen (19. und 26.1.) zwischen 17.30 und 19.30 im Halbzeit-Lokal für 75 Franken (Mitglieder:innen: 70.-). Es hat 500 Stück.

Schicker Schutz

Rrr am Montag, den 17. Januar 2022 um 13:00 Uhr

Hand aufs Herz: Wie schützen Sie Ihre Schienbeine?

Kiki Martins von den Young Boys Bern ist einer von vielen Fussball-Professionals, die auf die Produkte des kroatischen Fabrikanten Carbon Protector setzt. Die Schienbeinschoner von Carbon Protector bestehen aus 100 Prozent Carbonfasern und hochwertigem Epoxidharz, was sie zum pflegeleichten und nachhaltigen Produkt macht.

“Carbonfasern sind zehnmal stärker und fünfmal leichter als Stahl”, sagte uns der Verkäufer am Telefon, wenn wir ihn richtig verstanden haben.

Das beste für einen Fussball-Professional ist aber, dass er bei Carbon Protector personalisierte Schienbeinschoner erwerben kann. Dabei können auch verschiedene Tiere gewählt werden. Zusätzlich werden die Initialen des Spielers und die Rückennummer im Klub bzw Nationalteam aufgedruckt, so dass die Schienbeinschoner in der Mannschaftsgarderobe nie verloren gehen.

So ändern sich die Zeiten! Horst Hrubesch löste das Problem in den 80er-Jahren noch ganz anders, wie er in seiner Biografie berichtet. “Ich habe ein Perry Rhodan-Heft an den Ecken rundgeschnitten, umgebogen, abgeklebt und als Wadenschutz in die Stutzen gesteckt. Gerade international musste ich das öfter machen, bei manchen Gegenspielern auch in der Bundesliga. Teilweise habe ich die Schienbeinschützer weggelassen und vorne auch Hefte in die Stutzen gesteckt, weil die Hefte besser waren.”

Geht’s raus und schaut’s Fussball

Briger am Montag, den 17. Januar 2022 um 6:00 Uhr

Kameruns Regierung möchte vollere Stadien am laufenden Afrika-Cup

REUTERS/Mohamed Abd El Ghany

Abgesehen von den Spielen der kamerunischen Nationalmannschaft und einigen Ausnahmen befinden sich im seit einer Woche laufenden Afrika-Cup kaum Zuschauer in den Spielstätten ein. Die Regierung des Gastgeberlandes veröffentlichte am Samstag ein Communiqué, in der sie auf die Verkürzung der Arbeitszeiten hinwies:

Sur très hautes instructions de Monsieur le président de la République, le Premier ministre, chef du gouvernement, informe la communauté nationale que, pendant les jours de la tenue des rencontres de la CAN TOTAL ENERGIES 2021 – les activités scolaires et académiques se tiendront de 7h 30 à 13 h – les activités professionnelles s’étaleront de 7 h 30 à 14 h »

Diese Massnahme gilt für den öffentlichen Sektor ab Montag, 17. Januar und gilt bis Freitag, 4. Februar 2022. Normalerweise endet der Arbeitstag in Kamerun zwischen 15 und 17 Uhr. Die Arbeitnehmer sollen somit die 14:00 und 17:00 Uhr Spiele besser besuchen können.

Allerdings dürfte es weitere Probleme geben. Die Stadionkapazität wurde vom afrikanischen Verband auf 60% festgelegt, bei Spielen Kameruns 80%, die Zuschauer müssen geimpft – was gerade einmal 6% der Kameruner über 18 Jahre sind – und negativ getestet sein und die Ticketpreise. Das günstigste Ticket kostet rund 5 Franken, in einem Land, in dem 40% unter der Armutsgrenze leben und ein Drittel mit 2 Dollar am Tag auskommen muss viel Geld. Ab dem Viertelfinale kostet das günstigste Ticket dann 8 Franken und im Finale um die 11 Franken. Die Stadien dürften auch weiterhin nicht allzu voll sein.

Bizarre Bilanz

Rrr am Sonntag, den 16. Januar 2022 um 12:00 Uhr

Willkommen zur Serie “Tabellarische Kuriositäten aus aller Welt”.

Stellen Sie sich vor, Ihr Team habe bislang 18 Meisterschaftsspiele bestritten, dabei 56 Treffer erzielt und nur gerade 4 Gegentore erhalten. Auf welchem Tabellenrang würden Sie Ihre Mannschaft vermuten?

Richtig, auf Platz 1. Aber Ajax Amsterdam liegt nur auf Platz 2, obwohl die Mannschaft in 15 von 18 Spielen ohne Gegentore blieb und dabei so manchen Gegner zertrümmerte. Den SC Cambuur zum Beispiel gleich 9:0, und fünf weitere Teams 5:0.

Gegentore kassierte Ajax nur gerade in drei Spielen: Auswärts beim 1:1 in Enschede, daheim bei den Niederlagen gegen Utrecht (0:1) und Alkmaar (1:2). Hinzu kommen zwei torlose Unentschieden. Der PSV Eindhoven löste das insgesamt besser, muss man sagen.

Gelegenheit zur Korrektur bietet sich für Ajax am kommenden Sonntag (14.30) beim Spitzenkampf in Eindhoven. Das erste Duell der Saison entschied übrigens Ajax für sich. Mit 5:0.