Dürre im Heiligen Land

Die Wasserstände der wichtigsten Gewässer Israels sind auf einem Rekordtief.

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Zwei Jungen sind mit Schlamm vom See Genezareth bedeckt.

Die Gewässer in Israel sind in Gefahr. Der See Genezareth, der Jordan und das Tote Meer sind magische Anziehungspunkte für Pilger und Touristen auf dem Weg zu biblischen Stätten im Heiligen Land. Aber die Wasserstände sind auf ein Rekordtief gesunken. Der Jordan ist ein stinkendes Rinnsal und auch das Tote Meer wird stetig kleiner. Israel erlebt das fünfte trockene Jahr in Folge und damit eine der schlimmsten Dürren in den vergangenen 100 Jahren. Obwohl zu Beginn des neuen Jahres etwas Regen gefallen ist, meinen Meteorologen, dass auch in diesem Winter nicht ausreichend Niederschlag fallen werde, um die Quellen auf ein gesundes Niveau zu bringen.

Christliche Pilger lassen sich im Jordan taufen.

Ein palästinensischer Bauer kümmert sich um seine Schafherde in der Nähe von Tomer.

Pilger und Touristen, die mit idyllischen Vorstellungen ins Heilige Land reisen, kann der Anblick schockieren. Aber vor allem Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit. Der See Genezareth ist Israels wichtigste Wasserressource. Um die Wichtigkeit der Gewässer festzuhalten, hat der AP-Fotograf Oded Balilty den Jordan auf seiner gesamten Länge von Nordisrael bis zum Toten Meer bereist und fotografiert, wie die Menschen an seien Ufern mit ihm leben.

Touristen geniessen das Bad im Toten Meer.

Eine Person steht auf vertrocknetem Boden in der Nähe des Genezareth-Sees.

Eine Frau läuft am Ufer des Toten Meeres entlang.

Eine Supermanfigur steht etwas verloren auf dem Gelände des verlassenen Resorts Ein Gedi am Toten Meer.

Israelis reiten in der Nähe von Menahemia den Jordan entlang.

Schwimmer nehmen an der jährlichen «Sea of Galilee»-Schwimmveranstaltung teil.

 

4 Kommentare zu «Dürre im Heiligen Land»

  • Jan Holler sagt:

    Was oben unter zwei Bilder als das Tote Meer bezeichnet wird ist wohl eher der See Genezareth, die Küste ist auch weniger steil, das Tote Meer liegt 480m unter dem Meeresspiegel. Um das Tote Meer hat es immer eine Salzkruste am Ufer. Und niemand spritzt mit 34%ige Salzlake auf den Kopf eines anderen. Ein winziger Tropfen davon in die Augen und es brennt höllisch.
    Das Problem der sinkenden Pegelstände hat nicht nur mit den geringen Niederschlägen zu tun, sondern vor allem mit der hohen Wasserentnahme. Wenn man sich vorstellt, dass vor etwas über 100 Jahren Jordanien ein grünes bewaldetes Land war, dann scheint die Entwicklung schon lange eingesetzt zu haben. Amman hatte damals ein paar tausend Einwohner, heute ist es eine Millionenstadt.

    • Nathalie Blaser sagt:

      Guten Tag Herr Holler
      Danke für Ihre Anmerkung. Ich kann das nicht mit Sicherheit bestätigen, da der Fotograf/die Agentur die Bilder ebenso beschriftet haben. Ich habe es auch nochmals nachgeschaut. Aber es könnte auch ein Fehler sein.
      Und ja genau, der niedrige Pegel ist vor allem auf den hohen Wasserverbrauch zurückzuführen. Der ausbleibende Regen verschlimmert die Lage natürlich umso mehr.

      Freundliche Grüsse
      Nathalie Blaser

    • Anton Paschke sagt:

      Das Bild mit dem Supermann wird wahrscheinlich vom Toten Meer stammen. Man sieht im Hintergrund eine braune Ebene, das ist das Tote Meer. Auf Satellitenbildern sieht man, dass seine Fläche auf 1/3 geschrumpft ist. Die Zionisten hatten vor 120 Jahren die Idee, Wasser aus dem Mittelmeer oder von Eilat her ins Tote Meer zu leiten und die 400 Meter Höhenunterschied zu nutzen. Das ist heute nichtmehr nötig, Israel hat ja Erdgas. An dem Mangel an Trink- und Nutz-wasser würde es aber nichts ändern.

  • Karl-Heinz sagt:

    Wer keine Forstwirtschaft betreibt, steht über kurz oder lang auf dem Trockenen. Wer Herden weiden lässt, ohne nachhaltig für die Begrünung zu sorgen, vergeht sich an der Allgemeinheit. Die Viecher in die Büsche zu treiben um anschliessend mit der Herde weiter zu ziehen, ist rücksichtslos.

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