Der ewige Zweite

Stirling Moss, der Champion ohne Weltmeistertitel, ist mit 90 Jahren verstorben. Eine Würdigung in Bildern.

Studioaufnahme von Stirling Moss, ca. 1955. (John Piercy/Hulton Archive/Getty Images)

Am Ostersonntag ist Stirling Moss im Alter von 90 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Die grossen Titel blieben ihm verwehrt, trotzdem zählt er zu den grössten Fahrern des Motorsports. Ein Rückblick auf seine ausserordentliche Karriere in Bildern. Den Nachruf lesen Sie hier: Der Ritter mit dem Bleifuss ist tot.

Sieger ohne grosse Titel: Moss gewinnt am 17. Juli 1955 als erster Einheimischer den British Grand Prix in Liverpool. (Keystone/Getty Images)

Mit Speed: Stirling Moss im Lotus 18-Climax in der Haarnadelkurve am Grand Prix von Monaco. (14. Mai 1961, Klemantaski Collection/Getty Images)

Langstrecken-Sieger: Stirling Moss und Denis Jenkinson in einem Mercedes 300SLR auf der Strecke des Mille-Miglia-Rennens, das sie mit einer seither unerreichten Durchschnittsgeschwindigkeit gewannen. (1. Mai 1955, Klemantaski Collection/Getty Images)

Kleine Erfrischung: Stirling Moss gönnt sich während eines Boxenstopps am Grand Prix von Pescara (Italien) einen Schluck Wasser. (18. August 1957, Bernard Cahier/Getty Images)

Kratzen die Kurve: Moss verfolgt von Dan Gurney während des Grand Prix von Monza. (10. September 1961, Bernard Cahier/Getty Images)

Der 22-jährige Stirling Moss während einer Pause am 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Obwohl Team Jaguar das Rennen nicht beenden konnte, fuhr Moss die schnellste Runde des Rennens. (Juni 1951, ISC Images & Archives via Getty Images)

Nah dran: Moss fährt in seinem Maserati 250F am Grand Prix von Monaco dem Sieg entgegen. (13. Mai 1956, Thomas McCavoy/The LIFE Picture Collection via Getty Images)

Als Erster im Ziel: Moss überquert die Zielgerade am Daily-Express-Rennen in Silverstone. (1954, Ron Gerelli/Express/Getty Images)

Moss in der Box in Monza, wo er für Maserati fährt. (5. September 1964, David Lees/Picture Post/Hulton Archive/Getty Images)

Hafenrundfahrt: Stirling Moss in seinem Maserati 250F am Grand Prix von Monaco. (13. Mai 1956, Bernard Cahier/Getty Images)

Schönes Bild, schlechtes Ergebnis: Moss wird in seinem Mercedes W196 bloss 10. (22. Mai 1955, Klemantaski Collection/Getty Images)

Karriereende: Am 23. April 1962 verunfallt Moss bei der Glover Trophy in Goodwood schwer. Er erleidet ein Hirntrauma und mehrere Knochenbrüche. Nach einer einjährigen Genesungsphase erklärt er trotz ansprechender Trainingsresultate den Rücktritt. (Paul Popper/Popperfoto via Getty Images/Getty Images)

Rollstuhl statt schnelle Boliden: Stirling Moss, der nach seinem Crash zeitweise halbseitig gelähmt war, und eine Krankenpflegerin im Garten des Atkinson-Morley-Spitals in London. (11. Juni 1962, Cyril Maitland/Mirrorpix/Getty Images)

Erholung am Strand: Moss hantiert während seiner Reha auf den Bahamas mit einer Harpune. (1962, Getty Images)

Motorsport-Legende mit Lernfahrausweis: Moss bereitet sich in London auf seine Motorradprüfung vor. (28. Juni 1963, Terry Disney/Daily Express/Hulton Archive/Getty Images)

Auch im hohen Alter mit Benzin im Blut: Sir Stirling Moss sitzt auch mit 85, wie hier am 27. Juni 2015 in Goodwood, gerne noch in schnellen Schlitten. (Charles Coates/Getty Images)

 

4 Kommentare zu «Der ewige Zweite»

  • Markus Plozza sagt:

    Vielen Dank für die tollen Bilder.
    Es sind zum Teil absolute Raritäten die ich als Motorsportfan zum ersten Mal sehe.
    Stirling Moss lebte in einer anderen Zeit wo vor allem Mut und Talent gefragt waren.
    Der Fahrer war damals wichtiger als heute und konnte noch mit unterlegenem Material sehr erfolgreich sein.
    Leider war Stirling Moss ausser bei Mercedes wo Juan Manel Fangio der stärkere war nie zur richtigen Zeit im richtigen Team.

    • Tom Meier sagt:

      „Der Fahrer war damals wichtiger als heute und konnte noch mit unterlegenem Material sehr erfolgreich sein.
      Leider war Stirling Moss ausser bei Mercedes wo Juan Manel Fangio der stärkere war nie zur richtigen Zeit im richtigen Team.“
      Was denn nun: konnte man oder konnte man nicht mit unterlegenem Material erfolgreich sein? ;-)
      Aber ja, er war ein Ausnahmekönner, der von einem noch grösseren Ausnahmekönner überstrahlt wurde. JMF hat fast jedes zweite Rennen seiner Karriere in der Formel 1 gewonnen (47% Siegquote).
      RIP Sir Stirling Moss.

  • Urs Brühwiler sagt:

    Ein ganz, ganz grosser und vor allem sehr fairer Motorsportler. Nur weil er 1958 sich für seinen bereits disqualifizierten Rivalen Mike Hawthorn im Portugal-Grandprix einsetzte, bekam Hawthorn die Punkte. Der wurde damit vor Moss Weltmeister. Ansonsten wäre Moss 58 Weltmeister gewesen. Man stelle sich heute einmal so etwas vor. So etwas gibt es nicht mehr und wird es nie mehr geben. Das war noch die Zeit der Gentlemenfahrer.
    Nicht unerwähnt sollte auch sein grandioser Sieg 1955 auf Mercedes beim bis 1973 durchgeführten und schwierigsten Sportwagenrennen der Welt: Die Targa Florio auf Sizilien.

  • Feldman irene sagt:

    Wahnsinn, welche erinnerungen kommen da hoch!!

Kommentar

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