Eine Fotografin unter Musikern

Linda McCartney war viel mehr als bloss die Frau von Paul.

Aretha Franklin für «Mademoiselle», Los Angeles, 1968. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Linda McCartney hat sie alle fotografiert: Janis Joplin und Jimi Hendrix, Brian Jones und Stephen Stills, The Doors und The Who, Aretha Franklin und Bob Dylan wurden von ihr in selbstverständlicher Natürlichkeit festgehalten. Viele haben die Frau von Paul McCartney wohl vor allem als Musikerin in Erinnerung, die mit ihrem Mann durch die Konzertarenen der Welt tourte.
Doch noch vor seiner Zeit hat sich die gebürtige Amerikanerin als Fotografin einen Namen gemacht. Mehr durch Zufall fing sie 1966 bei der New Yorker Zeitung «Town and Country», wo sie zu jener Zeit als Empfangsdame arbeitete, eine Einladung zu einem Presseempfang der Rolling Stones ab. Sie behielt den Brief für sich und ging kurzerhand selbst an den Anlass, wo sie sich als einzige Fotografin Zugang zur Band verschaffte. Ironischerweise öffneten ihr diese Fotos der Stones – damals die grossen Gegenspieler der Beatles – die Tür in eine Welt, in der sie bald die ganz grossen Namen des Musikbusiness kennen lernte, unter anderem auch die Mitglieder der Beatles und somit auch ihren zukünftigen Mann, mit dem sie bis zu ihrem Tod 1998 verheiratet war.

The Rolling Stones, New York, 1966. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Janis Joplin im Fillmore East mit «Ball and Chain», New York, 1967. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Janis Joplin, Big Brother and the Holding Company, New York, 1967. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Paul McCartney. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Jimi Hendrix, Rheingold Festival, New York, 1967. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Jimi Hendrix mit Noel Redding und Mitch Mitchell, London, 1976. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Stephen Stills, Boston, 1968. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Die Beatles bei den Aufnahmen zu «Abbey Road», London, 1968. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

The Beatles, London, 1967. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Roadworks: «My Love». Paul McCartney im Rückspiegel, 1978. © Paul McCartney/Fotografin Linda McCartney/Courtesy Sammlung Reichelt und Brockmann

Ausstellung

Diese und weitere Fotografien sind bis zum 3. Mai 2020 in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen in der Ausstellung «Linda McCartney – The Sixties and more» zu sehen.

13 Kommentare zu «Eine Fotografin unter Musikern»

  • Fritz Blumer sagt:

    !@#### Sch…-elende Autokorrektur, Kruzitürken!!!!!
    Sollte „nebenbei“ heißen, und sicher nicht „nebenberuflich“, gopfertekkel €&@###

  • andy sagt:

    Schön, wieder mal zu sehen, wie wichtig die gute Partnerin oder der gute Partner im Leben von Leuten sind. Vermutlich ist dies eh nur Wenigen klar, wie substanziell es ist herzlich, mental gestärkt und auch körperlich wie geistig unterstützt dem Leben zu begegnen. Gerade die 68er verloren öfter als üblich den Verstand und auch das eigene Leben.

  • diva sagt:

    hallo meine herren, was hat das privatleben von linda mccartney mit ihrer arbeit als fotograrfin zu tun? sympathisch war sie mir auch nie, zumal sie zusammen mit paul ganz schön kapital aus den beatles-hits schlug. ihre bühnenauftritte waren schon peinlich und paul war ohne lennon verloren. denn der kopf der beatles war nun mal nicht er.

    • Fritz Blumer sagt:

      Nein, er war die Seele.
      Und nebenberuflich Autor der größten (langlebigsten!) Hits.

    • George Harrison sagt:

      linda mccartney war eine hervorragende keyboarderin und ein wesentliches mitglied der supergruppe wings. sie ist als co-komponistin verschiedener wings-songs aufgeführt und jetzt kommt das für sie wohl peinlichste: sie haben ganz offensichtlich linda und paul mit yoko und john verwechselt. im übrigen kam die leider viel zu früh verstorbene linda aus einer wohlhabenden anwaltsfamilie und hatte es gewiss nicht nötig, sich an den beatles oder an paul gesund zu stossen.

      • diva sagt:

        lieber george, nein ich habe linda nicht mit yoko verwechselt, das dürfte einem beatles-fan der ersten stunde kaum passieren. aber die wings eine supergruppe zu nennen – das ist peinlich. haben sie mal ein konzert erlebt? 2/3 waren aufgewärmte beatleshits – ohne die die wings nirgends gewesen wären. und beim „gesundstossen“, dachte ich nicht ans geld, man könnte auch „trittbrettfahrerin“ sagen. alles legitim – aber weit weg von super…

        • Peter Walther sagt:

          Die Songliste bei Wings over America enthält 28 Songs. Davon waren 5 von den Beatles. Ich weiss nicht, wie Sie rechnen. Aber auf 2/3 komm ich nicht….Aber Band on the Run, Live and let die, Picasso’s last words, Maybe I’m amazed…sooo schlecht war das nicht. Richtig ist aber: ne Supergroup war das nicht, das war Paul mit Begleitmusikern – und an die Beatles kamen die Wings bei Weitem nicht ran. Und doch – ab sgt Pepper war Paul der Kopf der Beatles…

        • George Harrison sagt:

          multiinstrumentalist denni laine spielte vor den wings bei den moody blues, jimmy mcculloch bei john mayall und lead-gitarrist laurence juber bei alan parson und al stewart. soviel zum thema supergruppe. ich habe die wings im zürcher hallenstadion erlebt und hatte damals einen tollen abend verbracht, ohne dabei ständig an die beatles denken zu müssen. es bleibt ihnen unbenommen, paul mccartney nicht toll zu finden, deswegen aber einer integren fotografin und musikerin zu unterstellen, sie sei eine trittbrettfahrerin gewesen, finde ich unerhört und geschmacklos. ich kenne aber diese verschwörungstheorien und den revanchismus rund um yoko und linda zur genüge. interessanterweise werden diese ausschliesslich von männern (heute old white men) befeuert.

        • George Harrison sagt:

          korrigendum: ich habe die wings damals selbstverständlich im kongresshaus und nicht im hallenstadion erlebt. sorry.

          • Peter Walther sagt:

            @George, gehe mit dir einig bzgl der Qualität der Wings. Habe auch alle Alben der Gruppe (sie aber leider nie live gesehen, dafür Paul im Hallenstadion…) und wie Diva zu behaupten, dass diese ohne die Beatlessongs nirgends wären, das ist schon eher peinlich. Supergroup, das mag eine Definitionsfrage sein. Für mich sind dies z.B. die Traveling Wilburys, wo jedes Mitglied für sich ein Superstar war. Dass die Wings aber eine super Gruppe (mit hervorragenden Begleitmusikern für Paul) waren, das steht für mich ausser Frage. Und wg Linda, sie war natürlich schon eine sehr gute Fotografin, bevor sie mit Paul zusammenkam, also das „Trittbrettfahrerin“ ist schon sehr weit hergeholt.

  • Sherlock Holmes sagt:

    @Rehber: Es braucht immer zwei in einer Beziehung, sprich hier zwei Schlufis, welche sich von Ihren Ehefrauen derart haben beinflussen lassen, dass dies negativen Einfluss auf deren kreatives Schaffen hatte. Vielleicht aber war es ja auch gar nicht so, wie sie schreiben, und sie haben aus irgendwelchen Gründen Vorbehalte gegenüber eigenständigen Frauen.
    Ich masse es mir aus Altersgründen und fehlendem Interesse daran nicht an, die Wahrheit dazu zu wissen.

  • Vic Rehber sagt:

    Linda und Yoko, das waren die zwei Beatles-Xantippen (inbegriff des zänkischen Weibes) denen wir die Trennung von der Beatles und darum auch leider viele nie geschriebene (wundervolle) Beatlessongs verdanken. Das muss jedem echten Musikfan wehtun. Da nützt es auch nichts das Linda McCartney als eher mittelmässig begabte Fotografin dank ihren exzellenten (Beatles-)Kontakten viele interessante Fotos machte und Yoko viele kuriose Kunstübungen die kaum jemanden interessierten wenn ihr Nachname nicht Lennon wäre. Überigens; Xanthippen die ihren Männern sagen wo es langgeht und Zwietracht sähen gibt es auch heute noch (Megxit).

    • Lukas O. Bendel sagt:

      Ich bestreite ja nicht, dass Linda und Yoko Xanthippen waren. Und ich bin Beatles-Fan.
      Aber letztlich entscheidet&verantwortet jeder Mann, ob er sich von seine Freundschaften von der toxischen Freundin/Frau zerstören lässt – oder ob er sie in die Schranken bzw. wegweist.

Kommentar

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