Jetzt, wo du mir gehörst

Der harsche Kontrast zwischen Fantasie und Realität im Kopenhagener Rotlichtvertel der 90er.

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©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

«Now That You Are Mine» ist eine Fotoserie, die die dänische Künstlerin Trine Søndergaard zwischen 1997 und 2000 aufgenommen hat. Sie fotografierte Sex-Arbeiterinnen, die im Kopenhagener Rotlichtviertel auf der Strasse arbeiteten, an welcher sie wohnte. Sie erforscht in dieser Arbeit ihre Rolle als Künstlerin und als Frau. Als Anwohnerin war sie täglich Belästigungen von Freiern ausgesetzt. Selbst zum Objekt erotisierender, männlicher Blicke zu werden, war der Auslöser für das Fotoprojekt. Søndergaard realisierte, dass sie in diesen Momenten nicht wirklich gesehen wurde, sondern nur als projizierte Fantasie eines Freiers existierte. Diese Fantasie soll die Serie in ihrer ganzen Rohheit darstellen – in harschem Kontrast zu der damaligen Realität von entzündeten Nadeleinstichen und zerschrammter Haut. Die Serie war der Anfang von Trine Søndergaards internationaler Karriere. Heute gehört sie zu den prägenden Figuren einer neuer Generation von KunstfotografInnen.

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

©TrineSøndergaard, 1997-2000, Now That You Are Mine, Courtesy the artist & Martin Asbæk Gallery/Bruce Silverstein Gallery

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Trine Sondergaard: Now That You Are Mine
2002, Steidl Verlag, Deutschland
Englisch, 28.7 x 26.7 cm, 72 Seiten, 33 Bilder
mittlerweile limitiert erhältlich, ca. 350 CHF
ISBN: 978-3882438239

Das Buch kann auch über die Website der Fotografin bestellt werden:
www.trinesondergaard.com

11 Kommentare zu «Jetzt, wo du mir gehörst»

  • Ismail & Rouge sagt:

    Schreckliche Aufnahmen. Krank.

  • Jack S. sagt:

    Ja, Kunst ist es die Bilder zu verkaufen.:-) Und auch das nicht so grosse wenn man die richtige Leute findet. Oder Beziehungen hat. Es ist Ihre Sichtweise und Interpretation.

  • dr house sagt:

    warum werden heutzutage immer nur widerliche sachen als kunst bezeichnet und gezeigt?

    • Jack S. sagt:

      Sie sagen es. Das ist keine Kunst. Das ist irgendetwas disharmonisches etwas zwischen Mitleid und Abscheu weckendes und so Etwas muss man doch gesehen gehabt haben. Somit lässt sich auch gut verkaufen anscheinend, es gibt genug minderbegabten Menschen die es als Kunst abkaufen. Man geht sich die Abgründe in einer Ausstellung anschauen und kehrt zurück zu seinem Tisch. Und schreibt dann vielleicht bei Partnerchat oder Partnerbörse er oder sie sei Kunstinteressiert.

  • Susanna sagt:

    Sehr eindrückliche, beklemmende Bilder, die unter die Haut gehen und die Verletzlichkeit der Frauen zeigen; vor allem seit dem Interview in der BaZ von der Dame, die schon seit Jahren von der Prostitution lebt, berühren mich die Bilder noch mehr.
    @Beata Willbury:what’s eating you? – probieren Sie es doch mal aus, ein paar Jahre auf dem Strich, vergessen Sie aber nicht ein Vorher-Bild zu schiessen, mal sehen, ob Sie strahlend lächelnd auf dem Nachher-Bild abgelichtet sind.

  • beata willbury sagt:

    das sind genau die fürchterlichen bilder die die kulturmarxisten suchen, fördern und lieben..kaputte gestalten drogen sex..nihilistisch trostlos und vulgär..ja genau so möchten die neomarxisten die gesamtheit der gesellschaft sehen, sie fördern diesen zivilisationszerfall, damit sie dann einer trostlosen welt ihr totalitäres heilsprogramm aufzwingen können

    • Rolf sagt:

      Was sind Neomarxisten und wo gibt es die?

      • Martin K sagt:

        Zugegeben eingangs ein etwas übertriebener Kommentar mit verschwörerischer Komponente … Aber: War die erste Frage ernst gemeint? Neomarxisten = Marxisten in der heutigen Zeit. Es gibt sicherlich nicht sonderlich viele von denen. Trotzdem ist die Frage, wo die sind etwas seltsam, da dies eigentlich nicht besonders relevant für die Debatte ist noch sich sinnvoll beantworten lässt. Oder können Sie mir sagen WO z.B die Rechtsradikalen sind oder die Liberalen, oder die Neonazis?

      • Jack S. sagt:

        Kommt wohl keine Antwort. Ich habe etwas nachgegoogelt aber ich werde da nicht schlau. Irgendetwas mit politischer Korrektheit habe ich übergeflogen. Abgesehen davon frage ich mich ob nur Drogensüchtigen besitzerhreifend sein müssen und nicht zuletzt finde ichs persönlich Schrott. Wie anscheinend so ein Leben wie auch die Bilder. Aber vielleicht liegt es an mir. Vielleicht sind es schöne Bilder und ich bin nicht ganz normal. Heute weiss man nicht mehr.

        • Ladina sagt:

          Ich glaube nicht, dass Kunst immer „schön“ sein soll. Wichtiger ist doch, dass sie „echt“ ist, Emotionen weckt und zum Denken anregt. Somit haben diese Bilder sogar bei ihnen ihr Ziel erreicht. Irgend etwas daran hat sie offenbar berührt. Sonst würden sie wohl kaum hier einen Kommentar verfassen sondern einfach weiter scrollen.

    • Dominique Kim sagt:

      Ich bin Ihrer Meinung, auf den Punkt gebracht.

Kommentar

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