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Auf der Piste

Webflaneur am Freitag den 18. Februar 2011

Der Kollege Skifahrer hat die Messlatte hoch gelegt: Schätzungsweise 62 Kilometer bolzte er während eines Skitages. 27-mal bestieg er einen Lift. Insgesamt hat er fast 10 Höhenkilometer zurückgelegt. Der Webflaneur staunt. Um die Fahrt zu überbieten, müsste er die Stöcke unter die Arme klemmen und tief in die Hocke gehen, sagt er sich, als er die Fahrdaten des Kollegen zu Hause studiert. Wobei: Machte er nicht auch eine volle Stunde Mittag, könnte er es schaffen.

Der Webflaneur beschliesst, Skiline – ein System zur Fahrtenerfassung – zumindest auch einmal auszuprobieren. Das Skigebiet, in dem er am häufigsten herumkurvt, macht jedenfalls mit. Und es ist einfach, die Fahrten aufzuzeichnen: Immer wenn man die Tageskarte ans Lesegerät hält, macht dieses einen Eintrag im Logbuch. Wieder zu Hause, gibt man auf der Website die Nummer der Tageskarte ein. Schon sieht man, welche Bahnen man wann bestiegen hat. Auch die Anzahl Höhenmeter blendet der Webdienst ein. Und er errechnet auch gerade, wie viele Kilometer man ungefähr gefahren sein muss. Alle Infos können abgespeichert werden. So hat man selbst Ende Saison noch den Überblick, wann man wo auf der Piste war und wie lange man im Restaurant sass. Zudem kann man sich mit Skikollegen messen und versuchen, mehr Höhenmeter als diese zurückzulegen.

Vorläufig bleibe er aber zu Hause und warte auf neuen Schnee, beschliesst der Webflaneur. Er vertreibt sich die Zeit derweil mit einer kleinen Rechenübung. Kollege Skifahrer hat für seine Tageskarte 59 Franken bezahlt. 27-mal hat er einen Lift genommen. Pro Bergfahrt hat er also Fr. 2.19 bezahlt. Der Pistenkilometer kam ihn dabei auf 95 Rappen zu stehen. «Bei diesem Preis hättest du besser das Auto genommen», schreibt der Webflaneur dem Kollegen Skifahrer.