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Auf der Suche

Webflaneur am Dienstag den 16. November 2010

Nun heisst es warten, sagt sich der Webflaneur. Er lehnt sich zurück und nimmt einen Schluck Kaffee. Da trabt eine Kollegin an. Ob er eine Minute Zeit habe, fragt sie. Und ohne seine Antwort abzuwarten, schiesst sie gleich los: Sie sei auf der Suche nach einem Dokument, sagt sie. Irgendwo auf ihrem Computer müsse es noch liegen. Allerdings habe sie keine Ahnung wo. Den Dokumentname habe sie leider längst vergessen. Sie könne sich bloss noch an einige Stichworte aus dem Text erinnern. «Aber das hilft wohl wenig», sagt sie.
«Doch, das kann reichen», sagt der Webflaneur. Was sie brauche, sei eine sogenannte Desktop-Suchmaschine. Damit könne sie den Datenberg auf der Festplatte ihres Computers in kürzester Zeit durchsuchen. Diese Programme fänden auch einzelne Begriffe innerhalb von Dokumenten – in einer Textdatei etwa, in einer E-Mail oder sogar in den Metainformationen von Fotos. Einige der Programme merkten sogar, wenn ein Begriff geringfügig anders geschrieben worden sei.

Damit der Webflaneur nicht allzu lange über technische Spitzfindigkeiten schwärmt, unterbricht sie ihn jetzt: «Wo kriege ich solch eine Desktop-Suche her?», fragt die Kollegin. Sie brauche kein Geld in die Finger zu nehmen, sagt der Webflaneur. Bei vielen aktuellen Betriebssystemen sei eine solche Suchfunktion bereits eingebaut. Und die eingebaute Suche müsse nicht schlecht sein: Jene von Windows 7 etwa schneide in Tests gut ab. Und natürlich liessen sich auch Suchprogramme nachinstallieren. Sie solle doch einfach mal nach «Desktop-Suche» suchen.

«Dann mache ich mich sofort auf die Suche», sagt die Kollegin. «Entschuldige, dass ich dich versäumt habe.» – «Warte», sagt der Webflaneur. Bevor die Datenberge durchkämmt werden können, müsse ihr Rechner einen Dateikatalog erstellen. Und dies könne dauern. Der Webflaneur deutet auf den eigenen PC. «Meiner indexiert noch ein Stündchen. Ich suche uns dann mal einen Kaffee.»