Logo

Ein gescheites Buch

Webflaneur am Mittwoch den 6. April 2005

Der Berner Zeitungsblogger liest ein gescheites Buch. Doch er versteht nur Bahnhof. Und wie immer, wenn er Bahnhof versteht, setzt er sich an den Rechner. «Define:», tippt er ins Suchfeld von Google und ohne Leerschlag gleich dahinter das Wort, bei dem er nur Bahnhof versteht. Und schon eilt ihm die Suchmaschine mit einer ganzen Definitionsliste zu Hilfe – neu in deutscher Sprache. Zuoberst steht der Artikel aus der Wikipedia. Apropos: Die Enzyklopädie, an der alle mitschreiben können, gibts nun auch auf DVD. Das ist praktisch für alle, die nicht permanent am Internet hängen – und mit rund 15 Franken viel günstiger als die kommerziellen Pendants. Ein Schnäppchen, dachte sich nicht nur der Zeitungsblogger: Kaum hatten die Verkäufer die Silberscheiben drapiert, waren diese bereits verkauft. Mitte Monat soll es Nachschub geben. Und wer entsprechend ausgerüstet ist, kann sich die Wikipedia auch selbst auf eine DVD brennen.

Der Zeitungsblogger schmökert gerne in Nachschlagewerken. Meist liest er in der Wikipedia und schreibt bei Gelegenheit daran weiter. Ab und zu schaut er bei der Online-Version von Microsofts Encarta Enzyklopädie vorbei, bei Xipolis, wo mitten in der grossen – weitgehend kostenpflichtigen – Bibliothek auch der Brockhaus steht, oder bei der Encyclopaedia Britannica. Für Fragen zur Geschichte hingegen schlägt er das Historische Lexikon der Schweiz auf, an dem seit Jahren einige Historiker werkeln, und für Lokales Digibern. Will er wissen, was man früher über ein Stichwort wusste, stöbert er in eingescannten Standardwerken wie Meyers Konversationslexikon von 1888 und der englischsprachigen Encyclopædia Britannica von 1911. Und er freut sich ab den detaillierten – um nicht zu schreiben: epischen – Artikeln der guten alten Briten.

Manchmal ringt auch der Zeitungsblogger nach Worten. Weiss er nicht, wie er eines schreiben muss, guckt er online im Duden nach. Fahndet er nach Redewendungen, Synonymen oder Übersetzungen, konsultiert er den Wiktionary. Droht er an einer fremden Sprache zu scheitern, holt er den Babelfish zu Hilfe. Da selbst ein Zeitungsblogger nicht pausenlos online ist, hat er sich zudem das kleine Programm J-Dictionary herunter geladen: Es leistet ihm als Englisch-Deutsch-Diktionär und als englisches Wörterbuch gute Dienste. «Und dann gibt es noch…», will der Berner Zeitungsblogger tippen. Doch dann hält er inne. Denn ungelesen liegt es immer noch vor ihm: das gescheite Buch.

« Zur Übersicht

Ein Kommentar zu “Ein gescheites Buch”

  1. wgynbjm sagt:

    9p9aea wukxdnxluijv, [url=http://vktxxvhtexqt.com/]vktxxvhtexqt[/url], [link=http://sgwhgfmzbmxd.com/]sgwhgfmzbmxd[/link], http://drdyqkzfmokl.com/