7 Gründe, Baumnüsse zu essen

Von Anti-Aging bis Hirnstimulanz: Warum es sich lohnt, die Supernuss in den Speiseplan einzubauen.

Supergesund: Die positive Wirkung von Baumnüssen wurde mehrfach nachgewiesen. Foto: iStock

Herbst und Winter sind die Saison der Baumnüsse. Zwar ist heute China der grösste Baumnussproduzent der Welt, doch die Walnuss, wie sie ausserhalb der Schweiz genannt wird, wächst traditionell auch bei uns. Einer oder mehrere der mächtigen Nussbäume gehören zu jedem klassischen Bauernhof, und einheimische Nüsse können denn oft auch direkt bei Bauern gekauft werden. Dass Nüsse, in moderaten Mengen genossen, sehr gesund sind, ist allgemein bekannt. Aber die Baumnuss ist eine wahre Supernuss. Vor allem ist sie einer der besten Omega-3-Fettsäuren-Lieferanten, und kein anderes Lebensmittel hat ein so optimales Verhältnis zwischen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ausserdem stecken in der Nuss mehrere Vitamine (A, B1, B2, B3, C, E), Lecithin, Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Magnesium, Phosphat und Schwefel, dazu sekundäre Pflanzenstoffe, sogenannte Antioxidantien. Und in den letzten Jahren hat man entdeckt, dass die Supernuss auch Polyphenole enthält, wie sie auch in Schokolade, Rotwein oder Grüntee vorkommen.

Hier eine Übersicht über die wichtigsten Gründe dafür, diese Nuss in unseren täglichen Speiseplan einzubauen.

1. Baumnüsse machen schlau

Sie sehen schon aus wie Miniatur-Hirne, und sie sind auch tatsächlich gut fürs Gehirn. Dass Baumnüsse das Hirn stimulieren können, wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Die Leistungsfähigkeit des Hirns wird unter anderem durch Inhaltsstoffe wie Vitamin A, Vitamin C, mehrere B-Vitamine und Lecithin gefördert. Baumnüsse sollen zudem die Konzentrationsfähigkeit fördern und Stress mindern.

2. Baumnüsse schützen vor Diabetes

Baumnüsse haben einen günstigen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und können damit vor Diabetes schützen. Bei der Analyse der Daten von mehr als 34’000 Personen stellten Forscher aus Los Angeles fest, dass diejenigen Personen, die regelmässig Baumnüsse assen, ein niedrigeres Diabetesrisiko hatten. Dabei zeigte sich dieser Effekt bei Frauen noch deutlicher als bei Männern.

3. Baumnüsse sind gut fürs Herz

Nicht nur wegen der gesunden Polyphenole sind Baumnüsse gut fürs Herz, wie Studien zeigen. Die wertvollen Omega-3-Fettsäuren und vor allem ihr optimales Verhältnis zu den Omega-6-Fettsäuren tragen nachweislich auch zu einer Senkung des Cholesterinspiegels bei, wodurch die Blutgefässe weniger geschädigt werden. Auch zur Senkung des Blutdrucks und zur Hemmung von Entzündungen der Arterien tragen die Inhaltsstoffe von Baumnüssen bei.

4. Baumnüsse haben einen Anti-Aging-Effekt

Baumnüsse halten in verschiedener Hinsicht jung. Omega-3-Fettsäuren halten Haut und Haare schön. Vitamin E verschönert die Haut und verlangsamt die Fältchenbildung. Zudem mindern die zahlreichen Wirkungen auf die Gesundheit generell körperliche Beeinträchtigungen, wie sie mit zunehmendem Alter häufiger vorkommen. Schliesslich sollen Baumnüsse auch helfen, das Fortschreiten von Alzheimer und Demenz zu bremsen.

5. Baumnüsse senken das Krebsrisiko

Vor allem den Polyphenolen, die in Baumnüssen in höherer Konzentration als beispielsweise in Apfelsaft und in Rotwein vorkommen, wird die Fähigkeit zugeschrieben, die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken und die Regenerationsfähigkeit des Körpers zu fördern. Dadurch sollen Baumnüsse auch das Krebsrisiko senken. Eine amerikanische Wissenschaftlerin wies nach, dass sich bei mit Baumnüssen gefütterten Mäusen Brustkrebs erheblich langsamer entwickelte als bei der Vergleichsgruppe. Auch bei Prostatakrebs wurden positive Effekte festgestellt.

6. Baumnüsse machen nicht dick

«Achtung, Nüsse machen dick!», hört man immer wieder. Das stimmt so aber gerade bei Baumnüssen nicht. Natürlich ist das auch eine Frage der Menge. Empfohlen werden 30 bis 50 Gramm. Die nachhaltige Sättigung von Baumnüssen hat den Nebeneffekt, dass die Lust auf fettig-süsse Sachen wie zum Beispiel Milchschokolade gebremst wird. In einer Studie zeigte sich, dass schon nach fünf Tagen mit je 50 Gramm Baumnüssen die Heisshungerattacken der Probanden deutlich zurückgingen.

7. Baumnüsse schmecken fein

Da sie klein, leicht und «sauber» sind, können Baumnusskerne überallhin mitgenommen werden und eignen sich so zum Naschen zwischendurch, etwa während der Arbeit. Aber auch in Nussbrot und anderen Backwaren schmecken Baumnüsse fein. Sie setzen in Salaten, Gemüse- und Fischgerichten nicht nur einen gesunden, sondern auch einen knusprigen Akzent, passen zu Joghurts und Müesli, zu Käse und vielem mehr.

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4 Kommentare zu «7 Gründe, Baumnüsse zu essen»

  • PERFEKTION IN EXISTENZ sagt:

    Am liebsten würde ich jeden Tag 200 Gramm Wallnüsse im Mixer mit Wasser zubereiten. Dann kaufe ich noch andere Natürlich wachsende Ernährung, alles Natürlich ohne Zucker, ohne weiterverarbeitung und dann bin ich schnell bei 1000 fr.- für Essen im Monat!

    Ich überlege mir mein Wohnzimmer aufzugeben um ganz viel Essen zu züchten mit einer Plasma und Natriumdampflampe Vertikal im kreis drehend.

    ICH BIN WACHER UND HELLER ALS DIE ANDEREN MENSCHEN!
    》》》GEHIRNGESUNDHEIT《《《

  • Lia sagt:

    Aussagen wie „senken das Risiko“ oder „erhöhen die Wahrscheinlichkeit“ sind absolut wertlos. Es muss eine statistische Signifikanz innerhalb einer genügend grossen, homogenen Gruppe nachgewiesen sein, und anscheinend wurde hier keine korrekte Studie durchgeführt.

  • Luisa Pfiffner sagt:

    Liebe Silvia Aeschbach
    Ich fand den Artikel spannend und wollte mich bei Punkt „1. Baumnüsse machen schlau“ unter dem Link *Studien* näher darüber informieren.
    Aber bei der von Ihnen verlinkten Studie aus dem Jahre 2011 steht :“The study was funded by a grant from the California Walnut Commission.“ Weitere Studien dazu zeigt es mir nicht an. Persönlich würde ich es sehr zu schätzen wissen, wenn Sie dies noch mit weiteren Studien ergänzen. Die Glaubwürdigkeit entsteht durch die Unabhängigkeit!

  • Uli Floro sagt:

    Besten Dank für die Erklärungen. Leider wird beim Diabetes immer wieder vergessen zu erläutern, ob es sich um einen Typ 1 oder 2 Diabetes handelt. Nicht ganz unwichtig und vermindert somit leider die Glaubwürdigkeit der Korrektheit des Inhaltes.

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