Machen Kohlenhydrate am Abend dick?

Soll man auf die späte Pizza verzichten? Die Meinungen gehen auseinander. Foto: Pexels

Ich habe Freundinnen, die nehmen nach 18 Uhr prinzipiell keine Kohlenhydrate mehr zu sich. Essen wir zusammen, dann darf bei ihnen ausschliesslich Proteinreiches wie Fisch, mageres Fleisch oder Huhn auf den Teller kommen. Dies kombiniert mit einem Salat («Aber bitte ohne Sauce!»).

Jedem das Seine: Solange ich meine Pizza trotzdem essen kann, niemand darüber motzt oder höchstens mal ein bisschen gierig rüberschielt, ist mir das egal. Trotzdem macht es mich neugierig, ob Kohlenhydrate abends gegessen wirklich dick machen. Der Verdacht: Wegen mangelnder Bewegung können sie nicht mehr verwertet werden und sollen so das Abnehmen blockieren.

Wahrheit oder Märchen?

Aber was sind Kohlenhydrate überhaupt? Sie gehören neben Fett und Protein zu den drei Makronährstoffen und bestehen aus Zuckermolekülen, die über das Blut in die Zellen gelangen und unserer Muskulatur und dem Gehirn als Treibstoff dienen. «Kohlenhydrate werden je nach ihrer Kettenlänge unterschiedlich schnell vom Körper aufgenommen», sagt die Ernährungspsychologin Sara Barcos. Kurzkettige Kohlenhydrate lassen den Blutzucker rasch ansteigen, die Bauchspeicheldrüse schüttet daraufhin das Hormon Insulin aus, das den Zucker in die Zellen einschleust, was zu einem erneuten Hungergefühl führe. Insofern können proteinhaltige Mahlzeiten durchaus länger sättigen.

Aber spielt es jetzt eine Rolle, ob wir die Carbs morgens, mittags oder abends zu uns nehmen?

Darauf gibt es aus ernährungswissenschaftlicher Sicht keine klare Antwort. So meinen die einen, dass der Körper über eine innere Uhr verfüge. «Zu welcher Uhrzeit man Kohlenhydrate isst, beeinträchtigt die Wirkung der Wachstumshormone und die Ausschüttung von Insulin, die am Abend Einfluss auf das Gewicht haben», sagt Professor Nicolai Worm, Autor der Publikation «Die Flexi-Diät: Abnehmen mit mediterranem Low Carb».

Besser als jede Diät

Doch auch die Liebhaber von Teigwaren, Reis und Brot können genauso gut argumentieren: So wurden an der Hebräischen Universität von Jerusalem in einer Studie über sechs Monate zwei Gruppen verglichen. Die Hälfte der Probanden konsumierte über den Tag verteilt Kohlenhydrate, während die andere Gruppe sie nur am Abend zu sich nahm. Das Resultat: Die Probanden der letzteren Gruppe nahm einiges mehr ab.

Warum also diese unterschiedlichen Ergebnisse?

«Das Problem bei Ernährungsstudien ist, dass es sich dabei um Beobachtungsstudien handelt und nicht, wie in der Medizin, um eine klinische Studie, bei der es um die Erforschung von Ursache und Wirkung (Kausalität) geht», sagt Sara Barcos. Hier wissen weder die Probanden noch die Experten, wer was bekommt. «Bei Ernährungsstudien werden die Teilnehmer meist über eine längere Zeit überwacht. Dies, um möglichst viele unterschiedliche Informationen zu sammeln.» Obwohl sie wertvolle Informationen enthalten, seien Beobachtungsstudien stärker von Befangenheit betroffen, so die Expertin.

Ob Kohlenhydrate am Abend genossen dick machen, bleibt also eine Glaubenssache und ist so individuell wie unser persönlicher Stoffwechsel. Wie in vielen anderen Fällen, scheint es auch hier das beste, auf das eigene Körpergefühl zu achten. Denn dieses sagt mehr aus als jede Diät und jede Studie.

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67 Kommentare zu «Machen Kohlenhydrate am Abend dick?»

  • Michael Haenni sagt:

    „Jedem das Seine“ sollte in einem Zeitungsartikel definitiv nicht vorkommen (KZ Buchenwald). Wenn schon dann „suum cuique“.

  • Denogent-Gautschi Ariane sagt:

    Probiert es mit der „Intervalldiät“ (zu Englisch: Intermittent fasting). Dem Körper wird z.B: über ein Zeitfenster von 16 Stunden keine Nahrung zugeführt. Der Körper braucht lange Ruhepausen. In einem Zeitfenster von 8 Stunden darf gegessen werden und zwar von allem. Auch Kohlenhydrate! Damit nimmt man zwar nicht blitzschnell ab – eben, es ist keine Blitzdiät – dafür nachhaltig. Ich habe jahrelang versucht richtig abzunehmen ohne Jojoeffekt. Nichts hat funktioniert. Mit der Intervalldiät habe ich endlich Erfolg. Und dies ohne wirkliche Einschränkung. Ich höre am Abend um 21:00 auf zu essen und esse dann erst wieder am nächsten Tag um 13:00. Weil mir das Abendessen wichtig ist, ist dies meine Hauptsächliche Mahlzeit. Dies kann aber individuell adaptiert werden. Probiert es aus!

  • Kurt Seiler sagt:

    Bei mir ist der Abend das Problem und ich weiss wirklich nicht wie ich da rauskommen soll.
    Ich hab am Abend Hunger und dann ist es mit einem Apfel nicht getan…
    Der Tag ist in Ordnung aber der Abend verhagelt mir übel die Bilanz.

  • Peter Aletsch sagt:

    Die Hauptfrage sollte vielmehr lauten : wie kann man einen physisch arbeitsintensiven Tag durchstehen ohne hohe Kalorienzufuhr am Morgen und Mittag? Es gibt m.
    W. keinen Vélo-Profi, der einen Tag oder eine ganze Tour durchstehen könnte ohne. Ebenfalls Drescher, Holzfäller, Maurer….Für diese Berufsleute ist sogar das Znüni vorgesehen. Als ich bei Bauern arbeitete, gab es noch ein Zvieri. Aber kein grosses Nachtessen mehr. Deshalb scheint mir das grosse Abendessen eine Aberration menschlichen Verhaltens.

    • Jacques sagt:

      Richtig. Ein voller Magen kann sich auch negativ auf den Schlaf auswirken (v.a. schwer Verdauliches). Ich träume dann oft auch schlecht. Grund: Vielleicht Druck via Vagus-Nerv. – Der Druck muss weg …

    • Lenz sagt:

      Wer richtig -körperlich- arbeitet braucht sich kaum sorgen zu machen – der Körper verwertet die Energie. Schmieren Sie sich morgens ausreichend Brote, die haben dann viel mehr Energie als Mittagessen. Krankenschwester sehe ich z.B. als das Gegenteil, insbesondere weil es oft sehr stressig ist. „Klassiker“, die ich sehe, sind die typisch kalorienreduzierte Mittagessen – da hat das Stück Küchen um 16 Uhr dann mehr kcal. Somit ggf. richtig essen und jedwede Nascherei nach 18 Uhr weg lassen. Was hilft ist um 18 Uhr Zähne putzen, hebt die Hemmschwelle und wenn es sein muss: Gegebenenfalls Erdnüsse o.ä., sind zwar sehr kcal haltig, stören aber nicht den Zuckerhaushalt.

  • Sandra Babic sagt:

    Intervall -Fasten ist gut. 8:16

  • Daniel Wigger sagt:

    Es gibt verschiedenste Meinungen zum Thema Kohlenhydrate (KH) am Abend, eines ist Fakt: Das kalorienreiche an einem reichen Abendessen sind nicht die KH, sondern die Fette drauf! Obiges Beispiel Pizza: Der Teig macht nur einen Bruchteil aus, das schwere liegt im Belag. Beispiel Pasta: Die Sauce macht’s aus! Ich schaue immer den „KH-Verzichtern“ zu und erkenne: Sie ernähren sich praktisch nur von KH: Früchte, Gemüse, „Eiweissbrot“, leichte Saucen. Es wäre tödlich, wenn sie sich anders ernähren würden: Zu hohe Eiweissaufnahme verursacht Gicht und andere Krankheiten, zu viel Fett macht fett. Die einzige vernünftige Ernährung ist: KH. – Carb only.

    • Ketogenediät sagt:

      Das Stimmt nicht! KH sind nicht zwingend erforderlich für den Körper bzw nicht essenziell. Fette und Eiweisse jedoch sind wichtig für den Körper. Ich habe mir in meiner Diät haufenweise Fett und Eiweiss reingezogen und habe 20kg abgenommen und halte es auch.

      • Leyena sagt:

        Zu viel Eiweiss kann der Körper in Kohlenhydrate umwandeln. Darum sollte bei einer Keotdiät das Eiweiss nur eine geringe Rolle spielen. Siehe Bruce Five (der allwissende über Kokosöl) „Ketontherapie“. Fett ist nicht gleich Fett und das beschreibt er sehr gut! Leider schlägt er immer noch kanzerogenes tierisches Fett in der Ernährung vor, – da ist Rüdiger Dahlke eine gute Informationsquelle oder auch Dr. Micheal Greger.

  • Hans-Rudolf Strickler sagt:

    Dazu gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse die so überzeugend sind dass sie für mich kaum widerlegbare Fakten sind.
    Man lese das Buch „Der Fettschalter“ / „The fat switch“ von Richard Johnson. Auch die Ernährung gemäss Dr. Rohner und einige Low-Carb Diäten funktionieren u.a. nach diesem Prinzip.
    Zwei im Grunde einfache Prinzipien genügen (gratis, ganz ohne Obulus):
    – Kohlenhydrate reduzieren, dafür Eiweiss erhöhen. Fett gleich belassen.
    – wenn man schon unbedingt Kohlenhydrate zu sich nehmen will (Pizza, Brot, Kartoffeln, Reis, Schokolade, Kuchen, you-name-it), dann je später am Tag desto besser. Als „Bettmümpfeli“ im Idealfall.

  • k. miller sagt:

    Womit nach dem Lesen der Kommentare bewiesen wäre: Jeder Mensch is(s)t anders. Der eine kann sich abends um 10 Uhr Kohlenhydrate reinkloppen und hat morgens kein Gramm mehr auf den Rippen, der andere schnuppert nach 16 Uhr an einer Brezel und guckt morgens ungläubig auf die Waage – wieder zugenommen. Wie die Autorin im letzten Abschnitt schreibt: Auf das eigene Körpergefühl achten. Was dem einen gut tut, muss nicht der richtige Weg für den anderen sein. Mit einer gemässigten Form von Low Carb nehme ich zur Zeit 600g/Woche ab. Und wenn ich mit Freunden unterwegs bin, gibt’s auch mal eine Pizza am Abend. Dann sind es halt nur 500g am Ende der Woche, dafür habe ich sowohl Essen als auch die Gesellschaft genossen. Für mich persönlich passt es so.

    • Christian Bänninger sagt:

      Dummes Zeug. Niemand kann „über Nacht“ nur wegen einer wie auch immer gearteten Mahlzeit auch nur wenige Gramme zu- oder abnehmen. Wenn nach der morgendlichen Entleerung eine Gewichtsabweichung festgestellt werden kann, hat das ausschliesslich etwas mit dem Wasserhaushalt zu tun.

      • Lenz sagt:

        Ich messe nun seit Jahren, es schwankt morgens um gut 1 -2 Kg, je nach dem was ich am Tag davor gemacht habe. Viel „All you can eat“ & Sauna knallt –unterschiedlich- rein, ist dann 1-2 Tage später wieder weg. Mehr als rund 100g am Tag abnehmen gehen kaum.

  • Sofia Barandunka sagt:

    Wer abnehmen will, soll japanisch essen. Das ist dann nicht nur gesund, sondern die Gewichtsreduktion geht zügig voran: Fisch. Reis. Miso-Suppe. Gemüse. Grüntee. Pro Woche mindestens ein Kilo weniger bei zunehmender Vitalität und bester Gesundheit. Geht auch bei uns in der CH. Lachs, Reis, etwas Karotten. Miso-Suppe. Passt alles in eine Bento-Box.

    • Hans Klein sagt:

      Japanisch essen heisst, mit Stäbchen essen. Glauben Sie, wer mit Stäbchen isst, nimmt schneller ab ?

      • Isa sagt:

        Die Chinesen essen mit Stäbchen
        Ich halte seit beinahe 20 Jahren mein Gewicht, plus/minus 2kg im Winter oder in den Ferien,! Seit über 30 Jahren Gr 36! Regelmässige Bewegung, von jedem etwas; wer hält Japanisch auf die Dauer aus; wenn er/sie nicht in Japan lebt! Und die Krebsrate ist wegen Soja meines Wissens dort auch sehr hoch! Bei mir hat damals die Blutgruppen „Diät“ geholfen! Keine Diät; sondern Lebensstil! Ich fühl mich wohl!

  • lukas sagt:

    warum nicht einfach die kalorienzufuhr reduzieren oder den verbrauch erhöhen, wenn man probleme hat? das würde ein grosses stück ernährungsesoterik erübrigen.

  • Max Bader sagt:

    Das Problem ist doch nicht die Aufnahme von Kohlenhydraten am Abend. Das Problem ist vielmehr, dass man, wenn man zu Übergewicht neigt, am Abend Kalorien aufnimmt, welche der Körper dann aber ab einer gewissen Zeit gar nicht mehr braucht.
    Am frühen Abend (17-19 Uhr) braucht der Körper durchaus noch ein paar Stunden Energie. Aber es macht keinen Sinn, sich um 22 Uhr noch den Bauch vollzustopfen, wenn man in 1-2 Stunden so oder so schlafen geht.

    • wok sagt:

      Der Körper ist kein Kaminfeuer, in das man Holz nachlegt damit es weiterbrennt.
      Relevant sind Kalorienverbrauch und -zufuhr im Durchschnitt über eine längere Zeit (Tag, Woche, Monat). Wenn die Zufuhr über einen längeren Zeitraum höher ist als der Verbrauch, nimmt man zu. Allerdings verbrauchen Muskeln auch in Ruhe Energie, je mehr Muskeln man schon hat, desto mehr darf man auch essen ohne sofort danach aktiv zu werden.
      Abends viel Kohlehydrate zu essen belastet allerdings die Leber, die dann nicht die normalerweise fällige nächtliche Fettverbrennung aktivieren kann.

  • Othmar Riesen sagt:

    Einen Freundeskreis zu haben, bei dem ab einer bestimmten Zeit bestimmte Sachen nicht mehr gegessen werden, muss furchtbar sein. Da verzichte ich gerne auf diese Freunde.
    Beste Grüsse
    O.R.

  • Theobald Stängeli sagt:

    Ich habe seit ich keine Kohlehydrate mehr zu mir nehme (vor allem am Abend) 30 kg abgenommen. Dafür esse ich abends alles was mir unter die Gabel kommt. Vor allem Proteine und Gemüse. Einfach keine KH. Sündige ich mal, weil ich wieder einmal Pasta, Pista, Pane, Patate, Polenta (die 5P) und/oder Reis essen will, so öffnet sich am nächsten Morgen, wenn ich auf die Waage stehe, der Himmel und eine Hand kommt raus, die mir eine schallende Ohrfeige gibt. Bis 0,5 bis 1,5 kg Zunahme sind dann durchaus normal

    • Theobald Stängeli sagt:

      Pasta, Pizza, Pane, Patate, Polenta – jetzt stimmt’s

      • Marcus Ballmer sagt:

        Was Sie machen, nennt sich Mangelernährung. Klar verliert man Gewicht dabei. Gesund ist es nicht. Und schmecken tut es noch weniger. Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen…

      • Theobald Stängeli sagt:

        @Ballmer: Wer so aus dem Nichts heraus, einen solchen Strunz erzählt, leidet wohl an einem anderen Mangel. Weiter oben.

    • Dickmann sagt:

      So ein Blödsinn…. 200g Pasta und dann 1.5 Kg Gweichtszunahme????

    • Christoph Bögli sagt:

      @Stängeli: Das ist schon alleine physikalisch schlicht unmöglich. Allein der energetische Wert von so viel Fett entspricht mehr als 3kg Kohlehydraten. Berücksichtigt man noch die Ineffizienz des Stoffwechsels dann müssten Sie zusätzlich zur normalen Nahrung wohl locker 5kg Pasta oder mehr in sich hineinstopfen, damit über Nacht (!) Fett in der Masse generiert würden. Und selbst das funktioniert nur theoretisch, weil bei solchen Mengen der Grossteil unverdaut wieder heraus käme.
      Das Ganze ist somit ausgemachter Unsinn. Falls die Werte stimmen liegt das höchstens daran, dass die temporäre Veränderung der Nahrung den Wasserhaushalt beeinflusst. Im Zeitraum von Tagen ist Zu-/Abnahme von Fett eigentlich nur im niedrigen Gramm-Bereich möglich, ausser man rennt gerade einen Ultramarathon.

      • Theobald Stängeli sagt:

        Unqualifiziertes Kindergeplapper! Trotz des Versuches mit pseudowissenschaftlicher Erklärung zu punkten. Sie haben sich offensichtlich noch gar nie mit der Frage der Kohlehydrate auseinandergesetzt, sondern schnorren hier einfach mit

      • Michi sagt:

        @Stängeli: Bögli und Dickmann haben natürlich Recht. Wenn Sie über Nacht 1-2 kg zu- oder abnehmen, ist das fast ausschliesslich Wasser (der Körper besteht ja hauptsächlich daraus:-). Die Energiemenge, die sie benötigen um 1 kg Fett zuzulegen, können Sie unmöglich an einem Abend essen.

  • Ruth sagt:

    Meine Erfahrung besteht darin, dass verschiedene Kriterien zum Abnehmen massgebend sind:
    Wie älter man ist, umso schwieriger wird es, abzunehmen. Aber mit Sicherheit hilft es, wenn man abends möglichst wenig isst, und wenn, dann nur etwas Obst oder Salat. Nach 16.00 h sollte man möglichst nichts mehr essen, wenn man abnehmen will. Keine Hungerkuren! Der Körper schaltet sonst auf Sparflamme und man nimmt kaum ab. Meiden sollte man aber unbedingt jegliche Arten von Brot, Teigwaren, Zuckerhaltiges und Fetthaltiges. Dafür aber viel Gemüse, Fisch, Huhn und Salat. So nimmt man am besten ab. Genug trinken, am besten Mineralwasser oder Tee. Je älter man ist, um so länger dauert die Prozedur und man braucht mehr Geduld.

    • Christian Bänninger sagt:

      Widersprüchliches, was Sie hier so von Sich geben: Einerseits sollte man gemäss Ihnen nach 16.00 h möglichst nichts mehr essen, aber bitte keine Hungerkuren! Wie stellen Sie Sich denn das vor? Was glauben Sie wie man sich um 22:00 Uhr fühlt, wenn man seit 16:00 Uhr nichts mehr zu sich genommen hat??

      • Ruth sagt:

        Ich weiss, wie man sich fühlt! Weil ich selbst in den Abnahmephasen durchgemacht habe. Unter „Hungerkuren“ verstehe ich ganz etwas anderes als Sie! Am Morgen darf man gern essen (nur Brot besser weglassen) Mittags ebenso – wie erwähnt Gemüse, mageres Fleisch und Salat. Dann hat man keinen Hunger! Abends noch einen Apfel oder eine andere Frucht. Sie werden keinen Hunger haben, dafür nach ein paar Wochen ein paar Kilo weniger. Und ich weiss, wie man sich nach 22.00h fühlt! Immerhin bin ich nach 3 Monaten Einschränkung wieder auf meinem Idealgewicht!

  • Hanna sagt:

    Ich muss ehrich gestanden sagen, dass ich solchen Quatsche einfach nicht mehr hören mag. Jeder kann und soll das essen, was ihm oder ihr schmeckt und was bekommt oder worauf einem gerade der Sinn steht. Der Rest ist eigentlich egal.

  • Diego sagt:

    Ich esse jeden Abend um ca. 20 Uhr tellerweise Kohlenhydrate, davon 4 mal in der Woche Pasta. Ich ernähre mich vegetarisch, habe regelmässig Bewegung (kein Sport) und bin gertenschlank (1,86 m 78 kg).
    Was lehrt mich das? Jeder Körper ist individuell und all diese wissenschaftlichen Untersuchungen sind Humbug.

    • High Carb sagt:

      Genau. Und das Zauberwort heisst Bewegung.
      Keine ernährungstechnische „Untersuchung“ der Welt hilft etwas, wenn frau nur faul auf dem Sofa rumliegt..

  • Roland K. Moser sagt:

    Das macht dick: Mehr essen, als man verbraucht.

    • Rudi Koller sagt:

      Da liegt ja das Problem. Woher weiss Frau beim Abendessen wieviele Kalorien sie durch die Nacht noch verbraucht.

      • Jacques sagt:

        @Rudi Koller: Lieber zuviel, als zuwenig. „Love me two times“; sang Jim Morrison mit seinen Doors. Und der Letzte macht die Türe noch zu. Das wäre dann ein Langhöckler, wie etwa ich …

      • Roland K. Moser sagt:

        Wegen 1 mal die Schläuche am Abend füllen, wird wohl niemand dick.
        Dick wird man wegen regelmässigem UND übermässigem Essen. (Stoffwechselstörungen nicht berücksichtigt).

    • Jacques sagt:

      Friss die Hälfte (FdH) funktioniert. Muss aber schwer sein, nicht mehr so schwer zu werden 😉
      p.s.: Gute Ablenkung wichtig. Und viel trinken auch.

      • Roland K. Moser sagt:

        Viel Wasser trinken ist gut. „Andere“ interpretieren ihre Aussage so, dass man abnimmt, wenn man sich tagtäglich die Lampe füllt.

      • Jacques sagt:

        @Roland K. Moser: Da wurde ich wohl (wissentlich) missverstanden. Alkohol enthält auch Kalorien. bereits Brennspiritus brennt gut. Nur nicht soviel Alk trinken, dass es auf den Appetit schlägt. So würde man zwar dünner, hätte aber ein grösseres Problem.

      • Roland K. Moser sagt:

        Es war als Witz gemeint 🙂

        Das Problem beim Alkohol ist nicht der Kaloriengehalt des Getränks, sondern dass der Alkohol eine perverse Droge ist, welche sämtliche Stoffwechselvorgänge verlangsamt oder blockiert.

  • Bruno Domb sagt:

    Die Originalstudie stammt von 2006 und wurde 2011 veröffentlicht. Die Probanden assen zwar am Abend Kohlenhydrate dafür den ganzen Tag über fast keine (Obesity (2011) 19, 2006–2014. doi:10.1038/oby.2011.48). Die Kalorienzufuhr wurde limitiert. Wahrscheinlich spielt es keine Rolle ob, man nur am Abend Kohlenhydrate zu sich nimmt und den ganzen Tag keine oder umgekehrt. Wichtig, dass man die Kalorienzahl limitiert und wenn möglich wie in einem Kommentar schon erwähnt, auf „schnelle Kohlenhydrate“ verzichtet (z.B. Patisserie, Schokolade etc.)

  • zweistein sagt:

    Die Dicken unter sich: Megadosen Junk Food am Abend ist gesuuuund !!!

    • Rolf Hefti sagt:

      Ich Dicker = Der neue Jude 2018 = Dummheit, Doofheit und Idiotie dürften auch noch etwas abnehmen, JETZT !

    • Claude Fontana sagt:

      Das Beef Patty, „bestes fleisch der welt“. Dazu karamelisiertes Weissbrot, wenns geht mit einer Sauce aus Fett, zucker, essig und salz und etwas tomatenmark. Dazu 1/10 Essiggurke und 1/10 Zwiebel.
      Das ganze bitte 3 mal, Und runter mit 0.5L Zuckerwasser. Mann bin ich schwer ich glaub nicht dass ich es noch bis zur Tür schaffe, um die Bestellung Abzuholen. Siri? SIRI!!!

  • Peter Aletsch sagt:

    Dürfte veraltet sein, denn eine neue Studie, ich denke, aus Spanien, deren Bewohner ja ganz gerne erst um 10h nachts ihre Paella machen, hat doch gezeigt, dass reichliches Abendessen auf Gewicht und Gesundheit schlägt. Mir scheint folgende Ueberlegung richtig: erstens: wir brauchen Energie, wenn wir wach sind und arbeiten/Sport treiben. Deshalb morgens reichlich und spätestens ab 18h fertig; zweitens: eine 12-stündige Pause ist der Gesundheit förderlich. Das bedeutet zumindest leichtes Hungergefühl, das wird aber am besten während dem Schlafen ertragen. Also zwei Gründe für ‚Esse am Morgen wie ein König, am Abend wie ein Bettler‘.

    • Werner Staub sagt:

      Herr Aletsch, die Spanier essen am Abend keine Paella. Das tun höchstens Touristen. Paella ist ein Mittagessen! Klar? Gruss aus Spanien.

      • Peter Aletsch sagt:

        Ich machte Spanischkurse dort, logierte in Apparmenthäusern. Regelmässig stieg um 10 nachts der entsprechende Geruch durch den Innenhof.

      • Michael sagt:

        Das kenne ich aber anders ! Mittags fängt man mit der Zubereitung der Paella an und wenn’s gut werden soll braucht das eine ganze Weile. Und ist dann fertig, wenn die Sonne untergeht ! Mittags lieber Herr Staub, in der bruttigen spanischen Hitze wird höchstens ein Salatblatt gemümmelt, aber nie ein so mächtiges Gericht.

  • Clara Müller sagt:

    Ich habe das so berstanden, dass zum Abnehmen Kohlrhydratpausen gut sind. Sprich: Es ist egal, wann ich Kohlrhydrate esse, solange ich auch grosse Pausen habe, was angeblich auch Diabetes vorbeugt. wenn ich also nur zum Abendessen Kohlehydrate zu mir nehme, danach einne 23h-Kh-Pause bis zum nächsten Abend habe, ist das sehr gut. Ich kann aber auch ab 15 Uhr keine Kh mehr essen bis zum nächsten Frühstück um 7 und habe auch eine 16h-Kh-Pause. Ein kohlehydratfreies Abendessen bietet sich insofern an, als dass man danach eh eine nachtschlafbedingte grosse Essenspause hat.

  • Claude Fontana sagt:

    Zudem ist, wie bei Jedem mensch alles sehr unterschiedlich, Metabolismus, etc. Und wenn jemand eine Nacht durchtanzt. oder Arbeitet. Ist der Teller voll Pasta zum znacht schon gerechtfertigt.

    • Mona sagt:

      Genau so ist es. Jeder Mensch ist verschieden. Wenn ich Kohlenhydrate abends vermeide, zeigt sich das auch positiv (also keine Zunahme) auf der Waage, bei andern Menschen gar nicht. Zuhause achte ich darauf, aber bei Einladungen oder auswärtigen Essen geniesse ich den Abend mit oder ohne Kohlenhydrate.

  • Jacques sagt:

    Dick macht immer nur die Menge. Egal Teigwaren, Reis, Karoffeln. Bei fast allem, ausser Wasser oder Gurkensalat. Viele Ernährungsstudien sind blinder Habakuk. Heisst, mehr Eso als med. Wissenschaft (oder Erfahrung). Der Körper verdaut wie in einem biochemischen Labor, zerlegt alles in Basiusstoffe (Metabolismus).
    p.s.: Darum gibt es auch so viele Schlankheitsdiäten/ Bücher/ Methoden. Weil sie nicht wirken, aber gutes Geld bringen.

    • Peter Aletsch sagt:

      „Egal Teigwaren, Reis, Karoffeln.“ Stimmt eben nicht, gemäss der Trophologie. Es kommt auf die Absorptionsgeschwindigkeit an. Je schneller, umso mehr werden als Fettdepot angelegt. Deshalb wähle ich jeweils eher Härdöpfel und Reis.

      • Jacques sagt:

        Egal, der Brennstoff ist am Schluss immer ein Monosaccharid. (C6H12O6). Unterschied: Kurz- oder lang wirkend (auf-cracken). Dazu kommen noch Oele (Schutzstoffe) und Proteine (Aufbaustoffe). Ganz klassisch. Was aber stimmt, es gibt verschiedene Konstitutionstypen. Ev. auch indiv. verschiedene Metabolismen (in den Details). Es ist auch nicht gleich, ob jemand eine Durchschnitts-temperatur von 36.5 oder 36.8 hat. (wie Thermostat; Verbrennung). Das wusste bereits die klassische Ernährungswissenschaft. Heute tummeln sich allerlei Leute (bis Eso) dort herum.

      • Hotel Papa sagt:

        Die Monosaccharide sind eben keineswegs gleich. Glukose verwertet jede Zelle. Fructose (die Hälfte von Zucker), muss die Leber metabolisieren.

      • Peter Aletsch sagt:

        „Egal, der Brennstoff…“. Egal, ob Kerosin, Benzin hoch- oder nieder-oktanisch, Dieselöl, Kohle,..

      • wok sagt:

        „Je schneller, umso mehr werden als Fettdepot angelegt“
        Nicht, wenn die Kalorien auch verbraucht werden – ggf. durch die schon vorhandene Muskelmasse, die auch in Ruhe Energie verbraucht, oder eben Bewegung.
        „Schnelle“ Kalorien wie Zucker oder weißes Mehl haben lediglich den Nachteil, dass man durch die schnellere Absorption schneller wieder Hunger bekommt. Gibt man dem nicht nach (und nimmt somit nicht mehr Kalorien als benötigt zu sich) wird man auch nicht dick.

      • Jacques sagt:

        @Hotel Papa: „Monosaccharide sind eben keineswegs gleich“; klar sind sie gleich. Habe ja die Formel des Moleküls (Mono eben) angegeben. Sie meinten wohl Di- oder polysaccharide.
        @Peter Aletsch: Richtig. Betriebsstoffe sind Brennstoffe. Verbrennung ergibt Energie, und CO2 und Wasser. Die Brennwerte differieren. Bei Diesel etwas höher als bei Benzin. Bei Brennsprit tiefer.

    • Marek sagt:

      Genau, die Menge ist fast Matchentscheidend und das erste Verdauungsorgan wird von den meisten Menschen kaum genutzt. Die Zähne… kauen sie die Speisen vor dem Runterschlucken ca. 30 bis 40 mal, tönt komisch, ist aber so. Der Magen hat eine Ewigkeit, wenn er unzerkautes zuerst auflösen muss, kommt jedoch schon alles als Brei in den Magen, verdaut er alles viel schneller. Und vom langen kauen, weiss der Magen auch schon, da kommt was und sie sind schneller satt und essen weniger. Ps. 150 Gramm bis 200Gramm vier mal am Tag essen, genügt, mehr braucht es nicht.

    • Roland K. Moser sagt:

      Schreiben wir doch ein Buch!
      „FDH – So funktioniert es bestimmt. Einfach und erfolgreich abnehmen im 21. Jh.“
      Das Buch muss einfach dick sein. Dann wird Ihnen geglaubt. Der Wahrheitsgehalt spielt keine Rolle.

      • Jacques sagt:

        Und die vielen Querverweise auf andere Bücher nicht vergessen. -> Detailsstudien, Erfahrungs-berichte, Freuden und Leiden eines Abnehmenden, Auswirkungen auf das Sexualleben mit Mengenangaben und aphrodisierenden Gewürzen.
        p.s. Bücher von den gleichen Autoren. So füllte sich die Diät-Bibliothek wenigstens.

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