Das tut der Winterhaut gut!

Foto:

Auch wenn uns Beauty-Gurus dies weismachen möchten – es ist nicht nötig, dass wir in der kalten Jahreszeit unsere ganze Hautpflege umstellen. Aber: Etwas mehr braucht unsere Haut schon, um gesund zu bleiben.

Die grösste Schwierigkeit sind einerseits die Temperaturschwankungen und die trockene Luft drinnen und draussen. Ist die Haut noch Wind und Feuchtigkeit ausgesetzt, muckt sie gerne mal auf. Sinkt die Temperatur unter 8 Grad wird ihre natürliche Schutzbarriere durchlässiger. Die Folge: trockene, schuppige Hautstellen, Rötungen. Fältchen vertiefen sich.

Das Gesicht: Möglichst sanft behandeln

Wenn Sie eine Seife benutzen, dann eine mit einem neutralen pH-Wert. Keine Lotionen mit Alkohol und keine agressiven Peelings! Beim Peelen unbedingt ein natürliches Produkt verwenden und keines, dessen Granulat aus Mikrokunststoffen hergestellt wurde. Denn dieses Plastik gelangt in die Gewässer und schädigt so die Umwelt. Alternative: eine elektronische Gesichtsbürste mit einem möglichst weichen Bürstchen benutzen. Auch wenn Sie sonst kein Serum unter der Hautpflege brauchen,  jetzt wäre es ein guter Zeitpunkt, um auf ein Produkt mit feuchtigkeitsbildendem Hyaluron zu setzen. Hyaluronsäure ist einer der wirksamsten feuchtigkeitsspendenen Inhaltsstoffe und in der Lage, das 1000-Fache ihres Eigengewichtes an Wasser zu binden und wieder an die Haut abzugeben.

Hyaluron sorgt auch dafür, dass das Hautbild wieder glatter und ebenmässiger erscheint. Kleine Fältchen werden oberflächlich aufgefüllt, die Haut erscheint praller und jugendlicher. Ich kann die Produkte von Skinceuticals empfehlen, oder bei besonders empfindlicher Haut, das La Roche-Posay Hydraphase Serum.

Die ideale Wintercreme zeichnet sich durch einen höheren Fettgehalt aus. Aber Achtung: Zu viel des Guten schadet. Ungewohnte Inhaltsstoffe können eine zusätzliche Herausforderung für die Haut darstellen. Wer sie also «zupappt», kann eine Periorale Dermatitis entwickeln. Tipp: Bei Fachleuten nachfragen, ob es die gewohnte Creme auch in einer reichhaltigeren Ausführung gibt, mit den gleichen Inhaltsstoffen, aber in höherer Konzentration. Auch die Augenpartie sollte speziell gepflegt werden. Gel-Texturen und solche auf Wasserbasis, die man im Sommer gerne zum Kühlen verwendet, eignen sich nicht. Sie verdunsten auf der Haut und können in der Kälte Erfrierungen verursachen.

Der Körper: Es muss gefettet werden

Auch wenn das heisse Bad an kalten Tagen lockt, zu warmes Wasser trocknet die Haut aus und ist auch nicht für den Kreislauf förderlich. Ideal ist eine Wassertemperatur von 25 Grad und eine Badedauer, die nicht über eine halbe Stunde geht. Ein rückfettender Badezusatz ist ideal. Wer noch mehr Pflege möchte und an trockenen Stellen zum Beispiel an Schienbeinen oder Ellbogen leidet, dem kann Jojoba-, Mandel-, Granatapfel- oder Olivenöl helfen. Diese Öle sind reich an Linolsäure, wie sie auch in der Haut vorkommt. Wem diese Pflege zu reichhaltig ist, könnte ein Pflegeprodukt mit Urea versuchen. Der synthetisch hergestellte Harnstoff wirkt als Feuchtigkeitsbinder. Zudem ist Ureacreme gut verträglich, das Allergiepotenzial ist gering.

Auch wenn viele Männer es überflüssig finden: Auch ihre Haut braucht im Winter eine besondere Pflege. Mehr dazu in meinem nächsten Beitrag am Mittwoch.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken