5 Tipps gegen trockene Haut

Gut und sorgfältig pflegen, aber nicht überpflegen, lautet die Devise. Foto: Flickr

Gut und sorgfältig pflegen, aber nicht überpflegen, lautet die Devise. Foto: Flickr

Kaum werden die Tage wieder kälter, spüren viele ein Spannen der Haut: Sie rötet sich und kann sogar schuppen. Weil zu wenig Talg und Feuchtigkeit produziert werden, wird die oberste Hautschicht, die Epidermis, porös und rissig und kann das körpereigene Fett, das die Haut vor Ausseneinwirkungen schützen soll, nicht mehr speichern. Die Ursachen sind vielfältig: Neben überheizten Räumen oder hartem Wasser kann auch Stress ein Auslöser sein.

Ausserdem verliert reifere Haut mit der Zeit nicht nur an Spannkraft, sondern auch die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu speichern. Die Hautbeschaffenheit verändert sich abhängig vom Hormonspiegel und dem Gesundheitszustand. Trockene Haut wirkt oft müde und fahl, an machen Stellen weist sie auch gerötete Stellen auf. Nicht nur im Gesicht, auch an den Knien, Ellbogen, Schienbeinen und Händen zeigen sich häufig Symptome. Menschen mit trockener Haut reagieren oft empfindlicher und anfälliger auf Reize und Berührungen.

Weitere Gründe für trockene Haut – und was man dagegen tun kann:

1. Zu trockene Luft im Schlafzimmer

Ein Luftbefeuchter schafft Abhilfe, oder man stellt eine oder zwei Wasserschalen auf. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei mehr als 40 Prozent liegen, allerdings auch nicht viel über 60 Prozent. Sie lässt sich übrigens mit einem Hygrometer bestimmen.

2. Zu heisses Baden oder Duschen

Nicht länger als 15 Minuten und nicht zu heiss baden. Ölbäder machen die Haut wieder geschmeidiger. Wichtig: Die Haut nicht trocken rubbeln und immer eincremen, pH-neutrale Pflegeprodukte verwenden. Natürliche Öle sind besonders gut bei trockener Haut: Sie umschliessen sie mit einem Schutzfilm und verhindern, dass sie Feuchtigkeit verliert. Ausserdem geben sie auch Fett an die Haut zurück, denn natürliche Pflanzenöle ähneln in ihrer Zusammensetzung den Hautfetten und geben der Haut so genau das, was sie braucht. Jojobaöl, Olivenöl, Mandelöl, Argan- oder Traubenkernöl sind ideal gegen trockene Haut. Anders Duftstoffe wie Eukalyptus oder Minze: Sie reizen die Haut eher. Überhaupt sind in Bodylotions oft Duft- oder Konservierungsstoffe enthalten, die zu Juckreiz führen können. Auf solche Inhaltsstoffe sollte man bei trockener Haut unbedingt achten und besser Mittel verwenden, die natürlich und besonders hautschonend sind. Für exponierte Hautstellen, wie zum Beispiel für die Ellbogen, ist Melkfett ideal.

3. Anti-Aging-Mittel

Pflegeprodukte mit Retinol, Glykol- oder Salicylsäure können die Haut austrocknen. Was bei einer fettigen Haut einen normalisierenden Effekt haben kann, kann das Hautbild bei trockener Haut verschlechtern. Wichtig ist bei der Pflege, auf alkoholhaltige Produkte zu verzichten. Gesichtscremen mit Vitamin A und E und Zink helfen, die natürliche Hautschicht zu erhalten.

4. Überpflege

Ein Zuviel an Pflegeprodukten kann zu Hautproblemen führen. Die ersten Anzeichen von Perioraler Dermatitis sind meist um die Mundpartie zu erkennen, die Haut schuppt oder bildet Pickel. Produkte mit wenig Inhalts- und Duftstoffen können Reizungen entgegenwirken.

5. Alkohol, Rauchen, Mangelernährung

Was helfen kann? Verzicht auf Zigaretten, wenig Alkohol, viel Wasser trinken, ausgewogene Ernährung: Vor allem Vitamin E ist ein natürlicher Hautbefeuchter. Es kommt hauptsächlich in Olivenöl, Avocado, Fisch, Nüssen und Samen vor. Diese Nahrungsmittel machen nicht nur die Haut geschmeidig, sie sind auch ein wirksamer Schutzschild gegen UV-Strahlung.

Und was tut sich in der Kosmetik bezüglich trockener Haut? Liquid Care ist ein neuer Trend, wenn es um trockene Gesichtshaut geht, und kommt, wie viel Innovatives, aus Asien. Nach der Reinigung angewendet, neutralisieren diese Produkte Kalkrückstände aus dem Wasser. Diese Pflege ist eine Mischung aus Toner und Serum mit mikrofeinen, hoch konzentrierten Wirkstoffen, die sofort in die Haut eindringen und auch tiefere Hautschichten erreichen. Die Produkte kann man über oder unter dem Make-up, allein oder in Kombination mit anderen Pflegeprodukten verwenden (neue Produkte gibt es von Lancôme, Shiseido, Sensai oder La Prairie).

Besonders gut sind Produkte aus der Apotheke, vor allem dann, wenn die Haut sehr gereizt ist und auf andere Cremen mit Rötungen und Juckreiz reagiert. Hier kann man sich beraten lassen, um eine Pflege zu finden, die zur Haut passt und sie schonend mit Feuchtigkeit und Fett ausstattet. Beliebte Marken aus der Apotheke sind zum Beispiel Avène, La Roche Posay, Eucerin oder Dr. Hauschka. Trockene Haut kann mehr als ein kosmetisches Problem sein, das sich selber lösen lässt: Neurodermitis oder Psoriasis müssen ärztlich behandelt werden.