Wie belieben?

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Es gab einmal ein Theaterstück, meine Damen und Herren, mit dem Titel «Shoppen & Ficken» (original: «Shopping & Fucking»). Das heisst, das Stück gibt es selbstverständlich immer noch, es wird bloss nicht mehr oft aufgeführt; nicht etwa, weil es nicht viel taugte (das war bisher im sogenannten modernen Regie-Theater selten ein Grund, von einer Aufführung abzusehen), sondern weil es aus einer Ära stammt, nämlich den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, die den meisten Leuten heute endlos lang her und völlig obsolet vorkommt: man sprach über Ecstasy und Meg Ryan war ein Star. Können Sie sich noch erinnern? Nun aber findet sich das Leitmotiv aus Shopping & Fucking (der Titel ist ja ziemlich selbsterklärend) in der Variante Cum & Shopping ausgerechnet auf der Migrol-Karte wieder. Wenngleich wir vermuten, dass dies nicht intendiert war, sondern einfach einer stets unglücklichen Mischung zu verdanken ist, nämlich jener aus PR-Neologismen («Cumulus» als Titel für ein Kundenbindungsprogramm) und dem spezifischen Code der Neuen Mittelklasse, die nur noch von «Wellness» und «Shopping» redet. Und dann kommt schliesslich sowas dabei raus. Thanks for adding that to my day. Ich schliesse heute mit Robert Hughes: The human extension of the glut of images is celebrity which replaces the Renaissance idea of fame.

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