Immer schöner

Fünf mutmassliche physische Defizite und Massnahmen zu ihrer Behebung.
Zusammengebundenes Haar strafft das Gesicht: Der Croydon Facelift ist benannt nach der Heimat von Kate Moss. Foto: Jacques Brinon (Keystone)

Zusammengebundenes Haar strafft das Gesicht: Der Croydon Facelift ist benannt nach der Heimat von Kate Moss. Foto: Jacques Brinon (Keystone)

Neuseeland wird auf immer mehr Weltkarten vergessen, meine Damen und Herren, weshalb die neuseeländische Regierung eine Kampagne gestartet hat, um daran zu erinnern, dass Neuseeland immer noch da ist.

Es gibt auch andere Phänomene, die gelegentlich vergessen werden, wenn auch nicht alle so schön sind wie Neuseeland, zum Beispiel: die drakonischen Verschönerungsprozeduren für Filmstars in den goldenen Tagen Hollywoods. Rita Hayworth und Marilyn Monroe etwa mussten offenbar noch so was Brachiales wie eine Haaransatz-Elektrolyse über sich ergehen lassen.

Und heute? Heute sind die Massnahmen (teilweise) weniger invasiv, aber die Inventarisierung körperlicher Makel ist sehr viel komplexer geworden. Begriffe wie «Cankles» oder «Bingo Wings» gehörten längstens zum Inventar der Populärkultur und veralten schneller als die Betroffenen. Deshalb nun ein kleines Brevier zum Thema: Mutmassliche physische Defizite und Massnahmen zu ihrer Behebung. Damit Sie auf dem neuesten Stand sind: 

  1. Croydon Facelift

    Geht so: Man zieht das Haupthaar zusammen, indem man es beispielsweise zu einem Knoten bindet, und erreicht durch den Zug eine Straffung der Gesichtshaut. Mit dem Croydon Facelift ist ein gewisses soziales Stigma verbunden; er ist benannt nach der Heimat seiner prominentesten Trägerin: Kate Moss. Seit der Popularisierung des «Man Bun» steht der Croydon Facelift grundsätzlich auch Herren offen. Apropos: Haarausfall ist eine mögliche Nebenwirkung.

  2. Ellenbogenstraffung

    Gegen sogenannte Elefantenellenbogen. Ja, das ist ein Fachausdruck.

  3. Bunny-Lines-Korrektur

    Gegen die schrägen Häschenfalten rechts und links der Nase. Verstärktes Naserümpfen als Mimikersatz ist eine mutmassliche Folge der Botoxstirn, worauf die Bunny Lines dann in der Regel selbst mit Botox behandelt werden. Das nennt man Ironie.

  4. Botox-Nosejob

    Im Interesse einer Himmelfahrtsnase lassen sich auch jene Muskeln lähmen, die die Nasenspitze nach unten ziehen.

  5. Haaransatz-Perfektion

    Macht man heute nicht mehr mit Elektrolyse. Sondern mit Lidschatten. Nach dem Vorbild der Kardashians.

Kommentar

Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Die benötigten Felder sind mit * markiert.

800 Zeichen übrig

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.