Telefonieren im Flugzeug?

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Obiges Foto illustriert eine kulturgeschichtliche Stufe, meine Damen und Herren: Früher wurde durch das Zigarettensymbol neben dem Anschnallzeichen an Bord eines Flugzeuges signalisiert, wann das Rauchen gestattet war und wann nicht. Inzwischen ist es (zumindest in der westlichen Welt) dermassen selbstverständlich, dass an Bord von Passagierflugzeugen zu keiner Zeit geraucht wird, dass das Zigarettensignal ersetzt werden kann durch ein Mobiltelefonzeichen, das signalisiert, wann das Telefonieren gestattet ist und wann nicht. Denn die Telefonbenutzung an Bord ist ja inzwischen bei einigen Airlines erlaubt.

Der walisische Philosoph, Mathematiker und Literaturnobelpreisträger Bertrand Russell äusserte einst die Einschätzung: «Für mein Empfinden wird auf der Welt zu viel gearbeitet.» Da bin ich nicht so sicher. Auf jeden Fall aber wird zu viel gequasselt. Ausser von mir, natürlich. Wenn man der Auffassung zuneigt, dass zu viel gequasselt wird, kann man nicht überhören, dass sich seit der massenhaften Verbreitung des Mobiltelefons dieses Problem nur verschärft hat. Deshalb bin ich auch dafür, dass man das Telefonverbot an Bord von Flugzeugen aufrechterhält, selbst wenn die Zulassung von Mobiltelefonen technisch möglich ist. Viele Fluggesellschaften sind bisher auch dabei geblieben. Ich bin, darüber hinaus, der Auffassung, dass das Verbot von irgendwelchen Quatsch-dich-leer-Flatrates und stattdessen die Einführung einer drastischen Steuer auf Mobiltelefonate, deren Ertrag zur Abwendung der Klimakatastrophe eingesetzt würde, eine viel effektivere Lenkungsabgabe wären als irgendeine CO2-Abgabe auf Flugbenzin. Denken Sie mal darüber nach. Bis übermorn.

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Auf Empfang: Im Zeitalter der Quatsch-dich-leer-Flatrates. (iStock)