Neuer Toaster und plötzlicher Tod

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Wir haben einen neuen Toaster gekauft, meine Damen und Herren. Und natürlich habe ich die Bedienungsanleitung studiert. Ich lese ganz gern Bedienungsanleitungen, jedenfalls für so ungefähr drei Minuten, genau wie Beipackzettel von Medikamenten. Neulich hatte ich ein Mittel gegen Seekrankheit in der Hand, unter dessen Nebenwirkungen gelistet war: «Sehr selten: Plötzlicher Tod». Well, ich habs trotzdem geschluckt. Wenn einem so richtig übel ist, verliert die Möglichkeit des plötzlichen Todes einiges von ihrem Schrecken.

Anyway, ich lese also die Bedienungsanleitung für den neuen Toaster. Dieselbe enthält jede Menge Schaubilder und ausserdem Entsorgungshinweise und so weiter und fernerhin folgenden Hinweis: «Dieses Gerät darf weder von physisch noch von geistig behinderten oder in ihrer Bewegung eingeschränkten Personen (einschliesslich Kinder) benutzt werden. Auch dürfen Personen, die weder Erfahrung noch Kenntnis im Umgang mit dem Gerät haben, dieses erst nach Anweisungen durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person in Betrieb nehmen. Kinder müssen überwacht werden, damit sie mit dem Gerät nicht spielen.»

Neben Bedenken stilistischer und grammatikalischer Art (und auch solchen der politischen Korrektheit) erhebt sich hier die Frage: Sollten wir so was Gefährliches wie diesen Toaster überhaupt so nah bei leicht entflammbaren Spirituosen betreiben?

Naja. Wir lassen das mal offen. Und jetzt noch was anderes: Wissen Sie, wer sich total gut gehalten hat? Courteney Cox. Cougar Town ist leider eine nur so mittelmässige Serie, aber Courteney Cox sieht super aus. Und nun entschuldigen Sie mich. Ich muss die spielenden Kinder vor unserem Toaster mit Piriton füttern. Bis übermorn.

15 Kommentare zu «Neuer Toaster und plötzlicher Tod»

  • MariaDelaO sagt:

    Die Gefahr lauert überall, Obacht!! 😉

  • Henry sagt:

    O, keinen Dualit aus Edelstahl ? What a pity ! Diese Toaster sind wunderbar, wenn man sie nicht benutzt. Kein Toastbrot hat je diesen Toaster so verlassen, wie es hätte sein sollen. Schwarz oder weiss- tertium non datur. Die sehen ganz fabelhaft aus in der Küche,fürs toasten haben wir natürlich noch einen alten, billigen aus der Aussteuer meiner Frau. Wahrscheinlich japanischer Provenienz, da er nicht kaputt geht.
    Aber wenn’s dann mal soweit ist-und das würde ich jedem Moribunden empfehlen-steige ich nur mit dem Dualit in die volle Wanne. Hoffentlich funktioniert er dann da wenigstens richtig

  • Carlotta sagt:

    Wer isst denn heute noch Toast?

  • Peter(TOO) sagt:

    Das Problem liegt bei der Produkthaftung des Herstellers. Früher musste der Kunde dem Hersteller nachweisen, dass er einen Fehler gemacht hat und es gab den gesunden Menschenverstand. Vor etwa 20 Jahren fand man dies auf EU-Ebene als konsumentenfeindlich und kehrte die Beweislast um, nun muss der Hersteller beweisen, dass der Kunde etwas falsch gemacht hat und der gesunde Menschenverstand wurde abgeschafft. Dafür gibt es jetzt den „bestimmungsgemässen Gebrauch“, was dort nicht aufgeführt ist, ist von der Produktehaftung ausgeschlossen und man muss darauf hinweisen, dass Toaster nix für Kinder.

  • oliver sagt:

    interessant! der grosse, immertrendige zeitgeistsurfer dr. tingler kauft sich einen kleinen, hässlichen plattenbau-toaster!

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