Neuer Toaster und plötzlicher Tod

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Wir haben einen neuen Toaster gekauft, meine Damen und Herren. Und natürlich habe ich die Bedienungsanleitung studiert. Ich lese ganz gern Bedienungsanleitungen, jedenfalls für so ungefähr drei Minuten, genau wie Beipackzettel von Medikamenten. Neulich hatte ich ein Mittel gegen Seekrankheit in der Hand, unter dessen Nebenwirkungen gelistet war: «Sehr selten: Plötzlicher Tod». Well, ich habs trotzdem geschluckt. Wenn einem so richtig übel ist, verliert die Möglichkeit des plötzlichen Todes einiges von ihrem Schrecken.

Anyway, ich lese also die Bedienungsanleitung für den neuen Toaster. Dieselbe enthält jede Menge Schaubilder und ausserdem Entsorgungshinweise und so weiter und fernerhin folgenden Hinweis: «Dieses Gerät darf weder von physisch noch von geistig behinderten oder in ihrer Bewegung eingeschränkten Personen (einschliesslich Kinder) benutzt werden. Auch dürfen Personen, die weder Erfahrung noch Kenntnis im Umgang mit dem Gerät haben, dieses erst nach Anweisungen durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person in Betrieb nehmen. Kinder müssen überwacht werden, damit sie mit dem Gerät nicht spielen.»

Neben Bedenken stilistischer und grammatikalischer Art (und auch solchen der politischen Korrektheit) erhebt sich hier die Frage: Sollten wir so was Gefährliches wie diesen Toaster überhaupt so nah bei leicht entflammbaren Spirituosen betreiben?

Naja. Wir lassen das mal offen. Und jetzt noch was anderes: Wissen Sie, wer sich total gut gehalten hat? Courteney Cox. Cougar Town ist leider eine nur so mittelmässige Serie, aber Courteney Cox sieht super aus. Und nun entschuldigen Sie mich. Ich muss die spielenden Kinder vor unserem Toaster mit Piriton füttern. Bis übermorn.

15 Kommentare zu «Neuer Toaster und plötzlicher Tod»

  • Jacob Tolmeyn sagt:

    Ist der plötzliche Tod eine Nebenwirkung des Medikaments gegen Seekrankheit, so ist er auch eine Nebenwirkung des Lebens überhaupt. Und zwar eine angenehme, weil plötzlich, vorausgesetzt, das Pensionsalter ist bereits erreicht und die seelisch-leibliche Gesundheit noch einigermassen erhalten. Immer, wenn ich auf einer Zigarettenschachtel den kleinstgedruckten Teergehalt von mindestens 10 mg entziffert habe und dann den in grossen, fetten Lettern gedruckten Hinweis „Rauchen ist tödlich“ lese, denke ich zweierlei: Tja, das Leben ist auch tödlich. Und tja, die Tabaksteuer nimmt der Bund trotzdem.

  • Max Steiner sagt:

    Seid in den USA angeblich versucht worden ist Haustiere im Microwellen zu trocknen, schwappt das langsam auch zu uns über. Der Haushalt verursacht auch hierzulande jährlich 400 000 Unfälle, meist durch „überinteligends“, einige eben auch durch gemeingefährliche Toaster, wie zum Beispiel You Tube:“ The Sun-Herald: Ouch“. So geht es, wenn man(n) kleingedruckte, aber wichtige Warnung einfach ignoriert, „Wissen danach eben“ ,-) !

  • marusca sagt:

    Stand in der Bedienungsanweisung nicht auch, dass das Gerät nicht für den Verzehr geeignet ist? Wenn nicht, ist dies eine grobe Unterlassung. Kinder müssen überwacht werden, damit sie mit dem Gerät nicht spielen oder selbiges nicht aufessen…

  • Heinrich von Machwitz sagt:

    Wenn Sie neulich ein Mittel gegen Seekrankheit in der Hand hatten, handelte es sich aber nicht etwa um jenes Mittel in der Medizinalflasche links auf dem Foto – namens Hendrick’s Gin? 😉

  • Ruedi sagt:

    Abgesehen davon gäbe es noch andere Medikamente. Aber wenn man dem Arzt sagt, man hätte einen Job bei dem man Auto fährt und er gibt einem ein Medikament, dass ausser Müdigkeit auch einen Ohnmachtsanfall auslösen kann so ist dem eigentlich nicht zu helfen.

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