Was denn, hier auch noch?

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Letzte Woche, meine Damen und Herren, haben wir an dieser Stelle zu Ihrer Freude und meinem Vergnügen fünf Zusammenhänge behandelt, in denen man besser nicht gesehen werden sollte, und weil diese Liste so ein phänomenaler Erfolg war, kommt hier der zweite Teil. Das ist wie bei dieser «Hangover»-Serie. Wobei Richie, der beste Ehemann von allen, ja eigentlich wollte, dass ich eine Liste zu den wunderbaren Frisuren von Cristiano Ronaldo mache.

«Das Thema hat doch Sepp Blatter schon abgehandelt», erwiderte ich, «und, davon abgesehen: Gibt es überhaupt fünf verschiedene Frisuren von Cristiano Ronaldo? – Okayokay, ich ziehe die Frage zurück.»

Anyhoo. Hier sind fünf weitere Orte/Kontexte/Positionen, in denen man besser nicht gesehen wird:

  1. Hinter dem Steuer eines Toyota Prius.

    Noch schlimmer: Hinter dem Steuer eines Toyota Prius ... mit Crocs.

  2. Im Bekanntenkreis von Shawne Fielding.

  3. Beim Bikram-Yoga in der Brückenpose. (Es sei denn, man ist Darren McFadden. Aber dann macht man kein Yoga. Leider.)

  4. Im Wartezimmer von Dr. Mang.

    Noch schlimmer: Im Wartezimmer von Dr. Mang bei der Lektüre von «Fifty Shades of Grey».

  5. In der sogenannten Christlichdemokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP). Wenn man ein stolzer Homo ist. Oder wenn man für Gleichberechtigung ist. Oder einfach nur einigermassen aufgeklärt. Die CVP agiert nämlich ungefähr so homofreundlich wie die russische Duma. Sie ist bloss heuchlerischer.

Bild oben: Bob Geldof wird von Shawne Fielding gepackt, 23. Februar 2008. (Keystone/Boris Rössler)

17 Kommentare zu «Was denn, hier auch noch?»

  • Ahn Toan sagt:

    Wenn ich am nächsten morgen beim Rasieren in den Spiegel sehe, und mich vor mir nicht schäme, kann es mir auch egal sein, wer mich gesehen hat.

    Schäme ich mich selber, ist gesehen worden zu sein, nicht das eigentliche Problem, denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. und ein schlechter Ruf ist immer noch besser, als niemand zu sein: Besser ein stadtbekannter Säufer, als ein anonymer Alkoholiker. Lieber alle lachen darüber, dass ich Prius mit Crocks, Shorts und Socken fahre, als keiner kennt mich. Johnny be good or bad, but not indifferent!

  • Orlando Alleyway sagt:

    Lieber Herr DOKTOR Tingler
    Man ist ja ganz schön unaufgeklärt, wenn man gewisse Vorbehalte hat, Homo-Beziehungen mit Ehe-Beziehungen gleichzustellen. Nein, überhaupt: extrem von gestern, gegen Gleichberechtigung, vermutlich auch konservativ und so! – Gälled Sie: Wenn man etwas anders denkt – oder in Ihrem Fall anders tickt – wird man halt schubladisiert. – Finden Sie dies fortschrittlicher?
    Bin übrigens nicht in besagter Partei.

    • Zora Mattis sagt:

      Ja, man kann den Apfel ja auch Birne nennen, aber Sinn macht dies wenig. Mit ihren Vorbehalten schubladisieren Sie gleichgeschlechtliche Beziehungen ja auch, interessant wären auch deren Inhalte.
      P.S.: Den alten Fortschrittsbegriff sollte man sowieso nicht mehr gebrauchen, da er von falschen evolutionären Vorstellungen ausgeht.

  • tststs sagt:

    Situationen, die man besser heimlich macht:
    1) Gesicht/Makeup/Styling-Kontrolle: Man verlasse bitte perfekt das Haus – oder kümmere sich einen Deut darum. Aber Schaufenster, Spiegel in Liften, glänzende Handyhüllen dienen nicht in erster Linie der Narzissmusbefriedigung
    2) Beim Schiessen eines Selfies, weil… come on…
    3) Beim Yoga (weitere Einschränkung nicht nötig)
    4) Beim Hundeyoga (auf keinen Fall, never, nicht mal heimlich)
    5) Beim öffentlichen Zuschaustellen der eigenen Unfähigkeit mit ein bisschen Humor durch das Leben zu gehen, indem man beim BlogMag miesepetrig kommentiert
    😉

  • Erwischter sagt:

    Ein gewichtiger Punkt fehlt:
    Erwischt werden beim Kommentieren von Blogbeiträgen. 🙂

  • Karl Knapp sagt:

    Mal umgekehrt: sollte es jemand schaffen, mit einem Prius in Begleitung von Frau Fielding zu einer Schwulensauna zu fahren und dort, mit Crocs bekleidet, die Brückenstellung vorzuführen, kann ich nur sagen: Chapeau !

    • Darbelait sagt:

      Und CVP-Mitglied!

    • Henry sagt:

      @ K.Knapp, sehr schön! Frau Fielding sah in ihrer berliner Zeit tadellos aus, auf obigem Bild, trotz des einen begehrenden Blicks , hat sie soch doch stark verändert. Man würde sie ob ihres Aussehens eher einer ältern Corvette zuordnen als einem Prius. Aber ich würde ja dann doch die Insassin der Corvette vorziehen……..

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