Der Herbst zieht ein

Heissen wir die neue Jahreszeit auch zu Hause willkommen! Diese Wohnideen helfen dabei.

Dank dem schönen, langen, warmen Sommer, der bis jetzt dem Herbst die Show stahl, hatten wir noch gar nicht richtig Lust, es uns allzu gemütlich zu machen. Wir essen noch draussen, tragen kurze Ärmel oder Kleider ohne Strümpfe. Zwar sind die Tage schon ziemlich kurz – aber immer noch golden und warm. Da ich gerade in einer grossen Fotoproduktion stecke, schaue ich öfters auf die Wetter-App und habe dort tatsächlich ein Schneeflöckchen entdeckt für nächstes Wochenende. Ich kann mir das gar nicht vorstellen, habe ich doch am letzten Freitag, vor meiner Rückkehr aus dem Tessin, noch ein Glas Champagner in der prallen Sonne getrunken.

Aber eines wissen wir alle: In der Nacht auf den kommenden Sonntag stellen wir die Uhren eine Stunde zurück, und es wird daher noch dunkler. In Schaufenstern und Katalogen grüssen uns haufenweise Weihnachtssachen. Langsam ist es Zeit, an häusliche Gemütlichkeit zu denken. Diese zeigt die holländische Firma Rivièra Maison genau auf die Art, die zu schönem und trübem Wetter passt. Drinnen schichten sich edle Teppiche, das Sofa bekommt Kissen und Plaids, und überall stehen Ablagetische für Bücher, Getränke oder ein paar bunte Herbstzweige. Einige Laternen sind auch schon bereit für Kerzenlichtromantik. Zu den neuen Trendstücken im Wohnzimmer gehören Beistelltischchen im Multipack, Tagesliegen und grosse Spiegel.

Eine andere Möglichkeit, auf die Launen der Jahreszeiten einzugehen, ist das Spiel mit den Korbmöbeln. Dieses funktioniert auch, wenn es kühl und dunkel wird. Korbmöbel im Haus sind so was wie Kurzärmelpullis im Winter. Man kann ja immer noch den Cardigan überziehen. Wohnmässig geht das mit Kissen und Plaids auf dem Sofa und dem heissen Tee, der Kerze und dem Zimmerpflänzchen auf dem Korbtisch. Das abgebildete Stück ist von House Doctor.

Herbstfarben und Teppiche, Kissen und Decken auf dem Sofa – das geht auch auf die leichte Art. Dieses Wohnzimmer wirkt leicht, chic, elegant und trotzdem gemütlich. Das ist das Verdienst der filigranen Tische und des kleinen Sessels. Diese wurden, statt schwerer behäbiger Exemplare, zum klassischen Sofa kombiniert. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor)

Echte Gemütlichkeit beginnt in der Küche. Duftet es da nach einem feinen Schmorgericht, Kuchen oder frischen Äpfeln, ist man gleich noch viel lieber zu Hause. Damit auch eine kühle Einbauküche warm und gemütlich wirkt, helfen ein paar Tricks: Offene Regale, Tassen, die wie in englischen Landhausküchen an Haken hängen, Kochbücher voller Inspiration, ein kleiner Blumenstrauss und Obst und Gemüse in Schalen. (Bild über: Daily Dream Decor)

Im Herbstlicht ist alles schöner, es verleiht den Farben der Natur Leuchtkraft und Magie. Holen Sie sich ein wenig davon ins Haus. Wagen Sie frische Anstriche. Der alte Küchentisch wird mit neuer Farbe zum Prachtexemplar. Farbige Wände verwandeln jeden Raum in etwas Besonderes und Wohnaccessoires, Bilder und Blumen vervollkommnen das Ganze. (Bild über: My Scandinavian Home)

Wer nicht zum Pinsel greifen will, der kann auch anders Akzente setzen. Zum Beispiel mit Kissen, wie diesen wunderbaren Exemplaren des dänischen Herstellers Bungalow, die in den schönsten goldenen Herbsttönen das Herz und das Zuhause erwärmen. 

Diese Wärme vermitteln auch Möbel, die von einem langen Leben erzählen. Rustikale Einzelstücke passen übrigens bestens in Stadtwohnungen. Mischen Sie sie geschickt mit Modernem und unterstützen Sie sie mit Dingen aus der Natur. (Bild über: Cocolapine Design)

Im Herbst darf auch der Geschirrschrank unter die Lupe genommen werden. Schliesslich steht die Saison der grossen Einladungen vor der Tür. Haben Sie genügend und hübsches Geschirr für liebe Freunde und Gäste? Ergänzen Sie mit schönem Keramikgeschirr, wie diesem hier von Broste Copenhagen. Wenn der Tisch nämlich ein wenig rustikaler gedeckt wird, ist auch ein Festessen entspannter.  

Decken Sie ruhig üppig auf. Die schönste Tischdekoration entsteht nämlich mit Früchten und Gemüse. Denken Sie auch über Ihren Esstisch nach. Vielleicht ist jetzt der Zeitpunkt, sich endlich den langen Holztisch zu leisten, von dem Sie schon so lange träumen. Damit die Gäste und Sie gerne länger sitzen bleiben, helfen sesselartige Esszimmerstühle, diese gehören – wie auch Vitrinenschränke und Teppiche – zu den neuen Trendstücken im Essbereich. Alle Möbel und Accessoires sind vom Schweizer Einrichtungshaus Interio.

Die einfachste und schönste Geste, den Herbst ins Haus zu holen, ist ein grosser herbstlicher Blumenstrauss. (Bild über: Katie considers)

Die Farben der Blumen und Herbstfrüchte hat die englische Firma Farrow & Ball geschickt in Wohnfarben umgesetzt. Ein neues, tiefes, dunkles Rot heisst Preference Red und verwandelt einen Raum in ein sinnliches Wohnparadies. Blumen sind übrigens gerade überall zu sehen. Vornehmlich auf dunklem Hintergrund wie hier auf dem Lampenschirm. Sie lassen als Kissen oder auf Wohnaccessoires wie Wäsche oder Geschirr die Wohnung auch in der kalten Zeit blühen.

Wärme und Ambiente werden jetzt besonders wichtig. Dabei spielt das Licht eine entscheidende Rolle. Mit kleinen hübschen Leuchten klappt das. Und wenn wir gerade beim Klappen sind: Diese raffinierten Stühle bieten den kleinen praktischen Extrasitzplatz und coole, kleine Ablagetische. Alles vom Zürcher Einrichtungshaus Artiana.

Viel Stimmung machen auch Bilder und Accessoires. Spielen Sie beim Styling Ihrer Wohnung ein bisschen mit der Nostalgie. Ferienerinnerungen oder persönliche Momente, auf Fotos eingefangen, machen sich zum Beispiel sehr schön in kleinen feinen Glasrahmen – wie diesen hier von meinem Lieblings-Onlineshop aus England: Rockett St. George.

Und nochmals zurück in die Küche! Der nächste Sonntag, der winterliche Dunkelheit zurückbringt, ist ein guter Tag für ein Schmorgericht, das langsam und liebevoll vor sich hinkocht. Und schneit es dann tatsächlich, wie meine Schneeflocke auf der Wetter-App angezeigt hat, dann haben Sie vielleicht auch Lust, Früchte einzukochen oder ein Chutney zuzubereiten und in Einmachgläser abzufüllen. Edle Töpfe, Pfannen und Zubehör finden Sie in der neuen Küchenkollektion des Schweizer Einrichtungshauses Pfister.

Andere Prachtstücke für die Küche leuchten in Smaragdgrün. Auf diesem Regal mischen sich klassisches grünes «Blättergeschirr» mit rustikalen Töpfen, gemusterter Keramik und weissem Geschirr. Ich finde, dieses Bild, entdeckt im Sabon Home Blog, macht grosse Lust, auf die Suche nach solchen tollen Stücken zu gehen. 

Credits: 

Shops und Kollektionen: PfisterRockett St. GeorgeArtiana, Interio, Broste, Bungalow, House DoctorRivièra Maison
Blogs und Magazine: Sabon Home Blog, Katie considersCocolapine Design, My Scandinavian Home, Daily Dream Decor, Découvrir l’endroit du décor
Farben: Farrow & Ball 

 

6 Kommentare zu «Der Herbst zieht ein»

  • Christina sagt:

    Schöne Bilder, sicher. Nur: Die schönen Dinge auf offenen Tablaren bis auf 2 .5 m Höhe sind offensichtlich nur Dekoration und nicht zum täglichen Gebrauch bestimmt. Lebensgefährlich, abgesehen vom Staub-Dampfbelag, den es trotz Dampfabzug unweigerlich gibt. Und ja, der Dalienstrauss ist wunderbar. Nur sind Mitte Oktober die Dalien längst verblüht.

  • Katharina I sagt:

    Ich muss Came beipflichten! Wunderschöne Inspirationen – auch schon in den beiden vorherigen Beiträgen. Ich bin ganz entzückt. Und wie diese Blumen vor dem schwarzen Hintergrund leuchten! Vielleicht streiche ich wirklich mal die Wand eines meiner Regale schwarz. Die Pastelltöne an den Wänden fand ich auch so schön, schön und nochmals schön!

  • adam gretener sagt:

    Diese Teller! Das Abstauben! ;-)

    Ich möchte nur kurz zum ersten Bild was sagen. Das ist ein perfektes Beispiel eines Showcases für Gestalter wie auch Fotografen. Da wohnt niemand, der Raum ist sieben Meter hoch und unbewohnt, eine altes Fabrikhalle mit zerbrochenen Fenstern. Der Stil des Innendesigners wurde hier nur gerade in den Blickwinkel der Kamera gestellt um Bilder zu haben für die Akquise. Und darum suchte man eine Location. Bevor man wieder über drapierte Bücher motzt.

    Implenia zeigt ja auch nicht bei einer Präsentation der Idee von den Financiers einen Bauarbeiter, der sich sein -ähm- Dekolleté kratzt.

  • Came sagt:

    Schön, schön, und nochmals schön finde ich diese inspirierenden Bilder!

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