10 Sandwich-Ideen

Geniessen wir die warmen Spätsommertage mit köstlichen Sandwiches.

1 — Mediterraner Thunfischsalat

Während ich diesen Blogbeitrag am Knabenschiessenmontag schreibe, habe ich beschlossen, danach einen freien Tag mit Miss C. zu geniessen. Wir gehen schwimmen. Ich habe gestern beim Spazieren einen hübschen Ort am See gefunden und mich entschlossen, Buch und Sandwichs mitzunehmen und natürlich etwas Feines für Miss C., mein Hündchen. Sandwichs sind keine einfache Angelegenheit. Wenn sie wirklich gut sind, dann müssen sie mit sehr viel Liebe und natürlich nur den besten Zutaten zubereitet werden. Dieser mediterrane Thunfischsalat, eine Art Salade Niçoise, entführt auf jeden Fall in den Süden. (Bild über: Food 52)

Und so gehts: 
Sie brauchen eine Dose guten und nachhaltig gefischten Thon. Giessen Sie das Öl ab und zerkleinern Sie ihn mit der Gabel. Hacken Sie einige Oliven, schneiden Sie eingelegte Artischockenherzchen in kleine Stücke, hacken Sie eine kleine Schalotte und eine grosse Handvoll Petersilie fein. Nun vermischen Sie alles mit einigen gekochten grünen Bohnen, kleingeschnittenen Sardellenfilets und in Streifen geschnittenen roten Peperoni. Mischen Sie eine Sauce mit zwei KL Dijonsenf, 1 KL Honig, dem Saft einer halben Zitrone, 1½ EL Olivenöl und ein wenig Salz. Halbieren Sie ein halbes, gutes Baguette. Belegen Sie es mit dem Salat und einigen Basilikumblättern.

Shoppingtipp: Momentan finde ich die Baguettes von John Baker und die aus dem Ultimo Bacio bei der Kirche Fluntern die besten!

2 — Die feinen Franzosen

Wenn wir gerade bei den guten Baguettes sind: Es lohnt sich immer, Sandwichs ganz einfach auf die französische Art zu machen. Erst kürzlich hatten wir einen spontanen Ferienbesuch von unseren ehemaligen Nachbarn, die nach Irland ausgewandert sind. (Entdecken Sie dazu die Bloggeschichte, die ich ihnen und dem irischen Essen gewidmet habe.) Ich kaufte einige Baguettes bei John Baker und liess mir auf dem Heimweg in meiner Metzgerei den Hausschinken, gute Salami und Käse superfein schneiden. Dazu kaufte ich feine Paté. Zu Hause bestrich ich die Brothälften mit feiner weicher Butter und belegte sie mit den Zutaten. Gemeinsam feierten wir im Garten und genossen die vier Sorten Sandwichs mit Melonen, Trauben, Pfirsichen und Champagner. Ich mache diese Sandwichs nun regelmässig auch für uns, für kleine Zwischenmahlzeiten oder mit einem guten Salat zum schnellen Znacht! Es ist die gute Qualität der Zutaten und das Puristische, was die klassischen französischen Sandwichs für mich zu den besten macht. (Bild über: Brown dress with white dots)

3 — Das Eiersalat-Dreieck

Natürlich mag ich auch die weichen, leicht pappigen, typisch englischen Sandwichs. Eines, das immer geht, ist das Eiersandwich. (Bild über: Mel’s Kitchen Café)
Und so gehts: 
Kochen Sie Eier hart, lassen Sie sie abkühlen und schneiden Sie sie in Würfel. Mischen Sie eine Sauce mit 2 El Mayonnaise, 1 KL Honig, 1 KL Senf, Salz, Pfeffer, etwas Paprika, 1 EL gehackten Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Dill, 1 EL Weissweinessig und 1 EL Olivenöl. Nun bestreichen Sie gutes Vollkorntoastbrot mit Butter und belegen die Scheiben mit dem Eiersalat. Zudecken und in Dreiecke schneiden. 

4 — Die kleinen Engländer zum Tee

Wenn Sie die englische Sandwichkultur perfektionieren möchten, dann machen Sie die typischen Teesandwichs. (Bild über: Ricardo Cuisine)

Und so gehen:

  • Gurkensandwichs: Toastbrotscheiben mit Butter und etwas Mayonnaise bestreichen und mit feinen Gurkenscheiben belegen, diese salzen und etwas Dill darübergeben. Zudecken, zusammendrücken und die Kruste wegschneiden. In kleine Dreiecke schneiden. 
  • Lachssandwichs: Toastbrotscheiben mit Butter und etwas Meerrettichschaum bestreichen. Mit Rauchlachsscheiben belegen und nach Geschmack mit Dill, Wasserkresse oder Brunnenkresse garnieren. Zudecken, zusammendrücken und die Kruste wegschneiden. In kleine Dreiecke oder Rechtecke schneiden. 
  • Schinkensandwichs: Toastbrotscheiben mit Butter und etwas Senf bestreichen. Schinken- und Käsescheiben sowie eine Apfelscheibe darauflegen. Zudecken, zusammendrücken und die Kruste wegschneiden. In kleine Dreiecke oder Rechtecke schneiden.  
  • Eiersalatsandwichs: Machen Sie die Sandwichs wie im vorherigen Rezept beschrieben, aber schneiden Sie sie in kleine Dreiecke oder Rechtecke. 

5 — Scharfe Vietnamesen

Das Bành-Mì-Sandwich ist ein vietnamesisches Sandwich, das in der Zeit der französischen Kolonialisierung entstanden ist. Es verbindet das scharfe vietnamesische Essen mit dem klassischen Baguette. (Bild über: Gringalicious)

Und so gehts: 
Schneiden Sie Rüebli in feine Streifen und Gurken und Radieschen in feine Scheiben. Mischen Sie 2 EL Reisweinessig mit 2 EL Zucker und einer Prise Salz. Nun legen Sie das Gemüse darin etwa 2 Stunden ein. Schneiden Sie Rindfleisch oder Poulet in Streifen, marinieren Sie es mit 2 EL Fischsauce, 1 feingehackten Knoblauchzehe, 1 TL Honig und 1 KL Sojasauce. Anschliessend ebenfalls 2 Stunden ruhen lassen. 

Nun braten Sie das Fleisch in Erdnussöl gar. Bestreichen Sie halbierte Baguettes mit Mayonnaise und belegen Sie sie mit dem eingelegten Gemüse, in Ringe geschnittenen Chilis und dem Fleisch. Geben Sie gehackte Korianderblätter, in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln und Limonensaft darüber.

6 — Der grüne Turm

Sandwichs brauchen kein Fleisch. Sie können sie auch mit feinsten grünen Zutaten füllen. (Bild über: Eat Good Life)
Und so gehts: 
Bestreichen Sie weiche Vollkornbrotscheiben mit Weichkäse. Belegen Sie sie mit Avocadoscheiben, Gurkenscheiben und Sprossen Ihrer Wahl. Fein sind Rettichsprossen, Zwiebelsprossen, Kresse – oder gleich alle miteinander. 

7 — Schinkensalat-Semmel

Wie wärs mit einer deftigen, prall gefüllten Schinkensemmel? (Bild über: Seriouseats)
Schneiden Sie den gekochten Schinken in Würfel. Hacken Sie eine Schalotte, schneiden Sie Schnittlauchringli und hacken Sie Petersilie fein. Schneiden Sie Radieschen, entkernte Gurken und Selleriestangen in feine Würfel. Mischen Sie 2 EL Mayonnaise mit 1 EL Senf, 2 EL Estragonessig und 1 EL Olivenöl. Mischen Sie die gehackten Kräuter und die Radieschen-, Gurken- und Selleriewürfel unter. Mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen. Die Schinkenwürfeli untermischen und alles gut vermischen. Semmeln mit Butter bestreichen, mit Salatblättern belegen und mit dem Schinkensalat füllen. 

8 — Das klassische Clubsandwich

 

Das Clubsandwich ist ein schickes, elegantes Sandwich, das auch einen guten Znacht abgibt. (Bild über: Tesco)
Und so gehts:
Schneiden Sie Pouletbrüstchen in grosse, bisstaugliche Stücke und braten Sie sie mit ein wenig Öl rundum knusprig an. Würzen Sie die Stücke mit einer Gewürzmischung nach Ihrer Wahl oder ganz einfach mit Salz und Pfeffer. Geben Sie ein wenig Zitronensaft darüber. Mischen Sie Mayonnaise mit ein wenig Ketchup, Salz und Pfeffer. Braten Sie Specktranchen langsam knusprig an. Schneiden Sie Tomaten und Avocado in Scheiben. Nun toasten Sie die Sandwichtoastscheiben und bestreichen sie mit Butter, danach mit ein wenig Mayonnaisemischung. Belegen Sie die Hälfte der Brotscheiben mit Salatblättern, Poulet, Speck, Tomaten, Avocado und decken Sie sie mit der zweiten Hälfte der Brotscheiben zu. Sie können auch einfach mehrstöckige Sandwichs zubereiten, indem Sie dazwischen doppelseitig gebutterte Toastscheiben legen. Die Sandwichs mit Zahnstocher oder Holzspiesschen stabilisieren und diagonal vierteln. Anschliessend mit Chips servieren.

9 — Käse und Gemüse

Füllen Sie ein gutes Brot mit viel feinem Gemüse. (Bild über: Half baked harvest)
Und so gehts:
Schneiden Sie Zucchetti und Auberginen in feine Scheiben und Peperoni in Streifen. Legen Sie das Gemüse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und beträufeln alles mit Olivenöl. Ein wenig Salz darübergeben. Im 200 Grad heissen Backofen etwa 20 Minuten rösten. Nun schneiden Sie ein gutes Brot in Scheiben oder halbieren Baguettestücke. Üppig mit feinen Käsescheiben, dem Gemüse und etwas Basilikum belegen. Zudecken und gut zusammendrücken. 

10 — Das Znacht-Sandwich

Manchmal möchte man einen einfachen Znacht, der was hermacht. Dafür ist ein Sandwich mit Spiegelei perfekt. (Bild über: The Modern Proper)
Und so gehts: 
Brotscheiben mit etwas Olivenöl beträufeln und mit einer Knoblauchzehe einreiben. Im Backofen einige Minuten knusprig toasten. Mit Avocadoscheiben, Tomatenscheiben, Rucola und einem Spiegelei belegen. Wer Lust hat, kann noch Specktranchen knusprig braten und diese dazwischenlegen. 
Credits: 

Bilder über Blogs, Foodblogs und Magazine: Food 52Brown dress with white dotsRicardo Cuisine, Mel’s Kitchen CaféGringaliciousThe Modern Proper, Half baked harvestSeriouseatsEat Good Life
Food Shops und Produzenten: Tesco

 

20 Kommentare zu «10 Sandwich-Ideen»

  • Doris Aerne sagt:

    Wunderbar gluschtige Rezepte, schöne Fotos. Turmhohe Sandwiches setzen vermutlich ein paar kleinakrobatische Verrenkungen während des Essens voraus und viele griffbereite Servietten in Reichweite wären der Sache auf jeden Fall dienlich.

    Eine „Brotzeit“ ist bei uns in der Schweiz so viel ich weiss ein „Zvieri“ und „die Semmel“ wäre demnach ein Semmeli.

  • Niklas Meier sagt:

    Das wichtigste wurde weggelassen: das Steaksandwitch :(

  • Susan Meier sagt:

    Sogar im „gruenen Turm“ musste noch schnell ein Streichkaese rein. Man haette z.B. Humus oder eine Pilzpate nehmen koennen. Es gibt Leute, die sind laktoseintolerant oder allergisch auf Eier. Wenigstens ein veganes Sandwich von 10 waere schoen gewesen.

  • Nina sagt:

    Zum Thema Sandwich sage ich nur Smörgåstårta, der Schwedische Sandwichkuchen. Ein Traum. Bitte bildgoogeln.

  • Bierfuerme sagt:

    Wo um Himmels Willen, erlaubt sich der Provinzheini und „Bund“-Leser zu fragen, ist die Kirche Fluntern?

  • Barbara Grohé sagt:

    Optisch eine Augenweide. Leider glaube ich dass, isst man die Sachen mit Messer und Gabel sieht es auf dem Teller aus wie auf einem Schlachtfeld. Und isst man es mit der Hand, erkennt man ggf. seine Kleidung nicht wieder:))

  • Kathrin sagt:

    Liebe Frau Kohler
    Ich lese Ihren Foodblog sehr gerne und freue mich immer auf neue Rezepte. Was ich etwas bemühend finde (wenn auch gut gemeint), sind Ihre (oft unspezifischen) Hinweise, man soll GUTES Vollkorntoastbrot, GUTES Olivenöl, GUTES Baguette etc. etc. verwenden: Ich denke erstens, dass Ihre Leserschaft selber entscheiden sollte, was sie kauft, und zudem stört das den Lesefluss unnötig. Dass Sie – wie bestimmt auch die meisten Leserinnen und Leser – Wert auf Qualität legen, ist inzwischen bestimmt durchgesickert ;-).
    Also nichts für Ungut und ansonsten machen Sie bitte weiter so!

    • Heidi Arn sagt:

      „Gutes“ Oel gehört zu Frau Kohlers Schreibstil, den ich sehr mag, und ich finde überhaupt nicht, dass das Wort den Lesefluss stört. Es erinnert mich daran, wie meine Mutter „gute Butter“ sagte, es wirkt auf mich geniesserisch (und nicht befehlend).

      • Katharina I sagt:

        Liebe Kathrin,

        wenn Frau Kohler diese Hinweise mal weglässt, fühlen sich viele Saisoniers, Veganer, Vegetarier, Fructitarier und was es sonst noch alles so gibt… Jedenfalls, die fühlen sich dann berufen, darauf hinzuweisen, dass es GUTE SACHEN sein müssen! Bei Fleischvorschlägen bemängelt man das fehlende Gemüse, beim Gemüse die fehlende Saiosonanbindung, ist auch die Saisonanbindung erfüllt, fehlt der Hinweis auf Bio. Und beim Hinweis auf Bio fühlen sich vielleicht die Demeteranhänger vernachlässigt. Manchmal möchte man einfach nur noch mit Eiern um sich schmeissen. (Ich meinte natürlich keine echten Eier! Nur solche aus Pingpong-Bällen!) Aber ich glaube auch, dass Frau Kohler gute Sachen wichtig sind. Und gute Sachen sind ja auch gut. :-)

  • Zora sagt:

    …mit Messer und Gabel oder von Hand essen? Sehe bei beiden Varianten kleinere Schwierigkeiten bei so opulenten Füllungen. Diese kommen zwar völlig gluschtig daher – aber wie öffentlich sowas verzehren?

    • Luigi sagt:

      Mit Frischhaltefolie einwickeln, dann beim Essen nach und nach abwickeln.

      Ich habe immer einen Vorrat Sandwichsäckli vom orangen M, die gehen auch, wenn es bis zum Verzehr nicht zu lange dauert.

  • lieberlecker Foodblog sagt:

    Selbstgemachte, kreative Sandwiches mit den besten Zutaten werden unterschätzt. Denn sie schmecken wirklich grossartig und haben mit den Fertigprodukten aus der Massenproduktion gar nichts gemeinsam (ausser dem Namen). Danke für die schönen Anregungen.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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