Willkommen im Paradies

Haben Sie Mut zu Farben, Muster, Drama und viel Fröhlichkeit – bedeutende Interiordesigner schwören darauf!

Die wunderbare Welt des Luke Edward Hall

Der erst 27 Jahre junge Engländer Luke Edward Hall gilt als Wunderkind der Interiorszene seiner Heimat. Farben und Muster bestimmen seine Welt. So überrascht es nicht, dass Halls Studio rosa Wände hat und seine Wohnung in Waldgrün gestrichen ist. Auf unverkrampfte Art bringt er Kunst, Dekoration und Interiordesign zusammen. 

Der junge Designer ist auch Illustrator. Im renommierten Central Saint Martins College of Art and Design in London studierte Hall Männermodedesign und konnte bereits mit Marken wie Burberry zusammenarbeiten. Er kreiert eigene Kollektionen mit Textilien, Möbeln und Keramik. Sein Stil erinnert ein wenig an Cecil Beaton, an Jean Cocteau oder Filmsets von Wes Anderson. Dabei überschreitet Hall nie die Grenze zum Kitsch, auch wenn er ein bisschen damit kokettiert, und er zeigt, dass Klassik und Moderne zu etwas ganz persönlichem Neuen zusammenkommen können.

Diese gesprenkelten bunten Ludo-Kissen in verschiedenen Farben sind im Webshop von Luke Edward Hall zu 85 £ erhältlich. 

Trara – Plüsch!

Mit der üppig plüschigen Welt des Viktorianischen Zeitalters spielt eine bemerkenswerte englische Interiorfirma, das House of Hackney. Javvy M Royle und Frieda Gormley haben es 2011 gegründet. Auf eine typisch englische, ein wenig exzentrische und sehr quirlige Art kreieren Royle und Gormley einen Maximalismus, der ganz einfach Freude macht. Wie Luke Edward Hall spielen sie mit Farben und Mustern – und haben keine Angst vor Kitsch: So findet man im House of Hackney nicht nur herrliche Kissen mit Tigern, persischen Mustern und üppigen Fransen, sondern ganze Stoffkollektionen, Tapeten und Wohnaccessoires, für die es zuweilen Mut braucht. Dabei sind etwa Tischleuchten mit Leopardenfuss oder Kerzenständer in Schlangenform. 

Die wunderbare Kollektion von House of Hackney müssen Sie nicht online bestellen, sondern Sie finden sie im Zürcher Interiorgeschäft Frohsinn

Er machts Kate und William gemütlich

Bevor Luke Edward Hall seine eigene Firma gegründet hat, lernte und arbeitete er beim grössten und bedeutendsten englischen Einrichter: Ben Pentreath betreut die Wohnungen, Landhäuser und Paläste der englischen Aristokratie oder von anderen Berühmtheiten wie Sarah Jessica Parker oder Liv Taylor. So hat er auch geholfen, das Zuhause im Kensington Palace vom Duke und der Duchess of Cambridge wohnlich einzurichten. Sein Geschäft Pentreath & Hall ist im Londoner Viertel Bloomsbury zu finden. 

Natürlich kann man die fantastischen Wohnaccessoires von Pentreath & Hall auch online erstehen. Ein besonders tolles Stück ist das Regency Canning Cushion zu 110 £. Es ist von Hand gestickt im Kreuzstich.

Viel Stil von Down Under

Eine andere Interiordesignerin, die ich sehr bewundere, ist Anna Spiro. Die Australierin entwirft eine eigene Textilkollektion und richtet Wohnhäuser, aber auch Restaurants oder Bars ein. Und das mit einer fröhlich farbigen Entspanntheit und einem Stilmix, der mit dem englischen Landhausstil spielt. 

Einer der ersten, der Mode und Interiordesign wie aus einem Guss kreierte, war Matthew Williamson. Sein Stern am Modehimmel ging gleich mit seiner ersten Modeschau in den 90er-Jahren auf, an der seine Freundinnen Kate Moss und Jade Jagger für ihn über den Laufsteg gingen. War das eine Farbexplosion! Bald schon war auch Williamsons Wohnung im Londoner Primrose-Hill-Quartier in allen Interiorzeitschriften zu sehen. Mit den leuchtend pinken Wänden, viel Knallgrün, Violett und indischen Elementen erinnert man sich heute noch daran. Mittlerweile kreiert das Multitalent unter anderem Stoff- und Tapetenkollektionen für Osborne & Little, richtet Häuser, Restaurants und Bars ein (im Bild die Nama Bar auf Mallorca) und zeichnet auch eine günstige Homekollektion für das englische Warenhaus Debenhams.  

Lieb, aber nicht teuer

Die wunderschönen Wohnaccessoires, die Matthew Williamson für Debenhams entworfen hat, können Sie online kaufen. Schöne Beispiele sind diese Kissen, daneben gibt es Bettwäsche, Strandtücher oder einen zauberhaften Spiegel. Debenhams liefert die günstige Butterfly-Kollektion in die Schweiz, die Preisangaben sind in Schweizer Franken. 

Wenn wir schon bei günstigen Dingen angelangt sind, gehört auch die H&M-Home-Kollektion erwähnt. Auch hier ist vieles im üppigen Paradies-Stil zu finden. Ich habe mich in diese tropische Bettwäsche verliebt und sie auf einem meiner kürzlichen Spaziergänge mit Miss C. durch die Bahnhofstrasse spontan erstanden. Dazu habe ich gleich eine schwarz-weiss getupfte und eine mit Zebramuster gekauft, die ich nun alle miteinander mische! 

Bettwäsche mit Blumendruck von H&M Home, das Set mit einem Duvetbezug 160/210 und einem Kissenbezug 65/65 kostet etwa 40 Fr. 

Shoppingideen zum Thema

Zauberhafte kleine Geschenke geben zum Beispiel diese indischen Kartonboxen von Bungalow ab. 

 

Diese sechs hübschen und besonderen Wohnaccessoires eignen sich auch als persönliches Ostergeschenk:

  • Seidenkissen von H&M Home zu 20 Fr. 
  • Keramikplatte von Globus zu 60 Fr.
  • Tasse mit Passionsfruchtblume und Goldrand von Manor zu 38 Fr.
  • Handgemachte Keramiktaube von Babette Mäder zu 340 Fr. 
  • Cabbage-Krug von Artiana zu 58 Fr. 
  • Spiegel mit Korbgeflecht von La Redoute zu 64 Fr.

4 Kommentare zu «Willkommen im Paradies»

  • andrea brüschweiler sagt:

    Danke fuer den Tip von Debenhams! Echt coole Kissen zu tollen Preisen!

  • Anita sagt:

    Eine Explpsion an Kreativität!
    Wie immer: Anregungen für Details, welche man übernehmen kann.
    Diese Farben! Sie kommen aus dem Inneren eines Künstlers mit einer Quelle an Lebensfreude. In der Schweiz ist man an Dezenteres gewohnt, leider fehlt oft der Mut etwas Positives, farbiges in öde Wohnungen einzubringen.
    Ein herrlicher Beitrag Frau Köhler, vielen Dank.

  • Zora sagt:

    Für mich ists ein Augenschreck, eine völlige Überreizung der Sinne, was hier gezeigt wird. Solche Einrichtungen würden mich nervös machen. Aber frau ist ja frei :-).

  • filosof sagt:

    Die einen haben kahle Sichtbetonwände und halbleere Räume, die anderen überladen Wände und Tische mit Bildern, Blumentöpfen, Bücher und allerlei Krimskrams. Über Geschmack lässt sich da so herrlich streiten. Nur: wenn liebe Besucher kommen, möchte ich auf den Tischen schon noch viel Platz für Kaffee, Kuchen und Geschirr haben.

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