Die ersten Herbstgerichte

Diese fünf einfachen aber herrlichen Herbstgerichte machen Lust auf die gemütlichste Jahreszeit.
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Kartoffelstock und Sauce
Das allergemütlichste Herbstgericht ist wohl der Kartoffelstock. Er tröstet, weckt Kindheitserinnerungen und schmeckt ganz einfach fantastisch! Klassisch und typisch schweizerisch wird er mit einem kleinen Seeli von Sauce serviert. (Bild über: Food 52)

So geht Kartoffelstock ganz einfach:
Kochen Sie geschälte Kartoffeln mit ein wenig guter Gemüsebouillon weich. In der Zwischenzeit kochen Sie ein wenig Milch mit Butter auf und würzen mit Pfeffer und Muskatnuss. Giessen Sie die Bouillon ab (ich lasse immer noch ein bisschen drin), zerstampfen Sie die Kartoffeln und giessen dann die Milchmischung dazu. Alles gut zu einem Brei verrühren. Sehr gut schmeckt ein Kartoffelstock mit gehackten Kräutern, traditionell mit Schnittlauch und sehr schmackhaft mit Estragon. 

So gelingt die perfekte Sauce dazu: 
Schneiden Sie 2 Rüebli, 1 Selleriestange, 1 Stück Knollensellerie, 1 Zwiebel und 1 kleine Kartoffel in Stücke. Braten Sie das Gemüse langsam in Butter an, bis es leicht bräunlich wird. Nun geben Sie einen guten Esslöffel Tomatenmark dazu und dünsten alles weiter, sodass auch das Tomatenmark leicht bräunlich, aber auf keinen Fall angebrannt wird. Löschen Sie mit Rotwein ab, geben Sie etwas Gemüsebouillon bei, 1 Lorbeerblatt, je 1 Zweiglein Thymian und Majoran, etwas Salz und Pfeffer, und köcheln Sie alles zugedeckt 1-2 Stunden. Pürieren Sie die Sauce und drücken Sie sie wenn nötig noch durch ein Sieb.

Mein Tipp: 
Machen Sie eine grosse Portion Sauce und lagern Sie sie in Portionen im Tiefkühlfach für ein schnelles Upgrading eines einfachen Znachts.

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Fleischtopf mit Trauben
Harmonisch verbinden sich in diesem Gericht die verschiedenen Geschmacksrichtungen des Fleisches, der Trauben und der Kräuter. Die Trauben verleihen ihm das kleine bisschen Süsse, das ein Schmorgericht noch gemütlicher macht. (Bild über: Cygnet kitchen)

Zutaten:

Zubereitung:

1 kg gutes Rindsvoressen vom Metzger, am besten biologisch und auf jeden Fall aus tiergerechter Haltung

2 Zwiebeln, gehackt

3 Knoblauchzehen, gehackt

4 Tomaten, in Stücken

2 Selleriestangen, gehackt

1 Rüebli, gehackt

1 Handvoll Majoranblättchen

2 Lorbeerblätter

Salz, Pfeffer

2 dl Rotwein

2 dl Fleischbouillon

Olivenöl

200 g blaue Traubenbeeren ohne Kerne oder halbiert und entkernt 

Erhitzen Sie das Öl in einer Gusseisenpfanne und braten Sie die Fleischstücke in Portionen an, herausnehmen und zur Seite stellen. Dann die Zwiebeln, den Sellerie, das Rüebli und den Majoran einige Minuten dünsten, den Knoblauch beigeben und, wenn er zu duften beginnt,  die Tomaten beigeben und weiterkochen, bis sie weich sind. Dann das Fleisch wieder hinzugeben, Lorbeerblätter beigeben, würzen, aufkochen, den Wein und die Bouillon dazugiessen und ein wenig einkochen lassen, die Hitze reduzieren und auf kleiner Hitze 1,5 Stunden köcheln, die Trauben beigeben und nochmals 30-40 Minuten weiterköcheln. 

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Poulet mit Feigen
Das Süss-Saure eines Gerichts, das ihm eine gekonnte Mischung von Früchten und Gewürzen verleiht, macht es besonders verführerisch und köstlich. Hier bekommt ein Poulet mit Feigen einen fantastischen Herbstgeschmack. (Bild über: Basil Genovese)

Zutaten:

Zubereitung:

8 Feigen

1 gutes, biologisches Poulet

2 Zweiglein Rosmarin

5 Zweiglein Majoran

5 Zweiglein Estragon

4 Knoblauchzehen

2 EL Balsamicoessig

1 EL Dijonsenf

1 Bund Petersilie

Olivenöl

Salz und Pfeffer

Zerstossen Sie in einem Mörser die Kräuter mit Salz und den geschälten Knoblauchzehen. Schneiden Sie die Feigen in Viertel und kochen Sie sie mit dem Balsamicoessig und 1 EL Zucker zu einer schnellen Konfitüre. Nun mischen Sie die Kräutermischung mit dem Senf und ein wenig Olivenöl und reiben damit das Poulet zwischen Haut und Fleisch ein. Dann bestreichen Sie das Poulet mit ein wenig Feigenmarmelade, stopfen einen Bund Petersilie ins Innere und rösten es zuerst mit der Flügelseite nach oben 15 Minuten im 200 Grad heissen Backofen. Drehen Sie das Poulet um, bestreichen Sie es nochmals und rösten Sie es weitere 15 Minuten. Dann platzieren Sie das Poulet wieder mit der Flügelseite nach oben, bestreichen es mit der restlichen Feigenkonfitüre und rösten es bei 160 Grad etwa 1 Stunde, bis der Saft beim Einstechen klar herausfliesst. 

Mein Tipp: Platzieren Sie unter dem Poulet ein Backblech und rösten Sie darauf in den letzten 40 Minuten Kartoffeln und Gemüse wie Rüebli, Randen oder Knollensellerie. So tropft der Saft sicher auf das Blech und gibt gleich noch einen fantastischen Geschmack für die Beilagen.

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Gratin mit Kartoffeln und Käse
Einfache Kartoffelgerichte können zu kleinen Festessen werden. Ein Gratin zum Beispiel ist viel zu schade als blosse Beilage. Machen Sie ihn zum Hauptgericht und geniessen ihn mit einem Salat. (Bild: La petite grenouille)

Zutaten:

Zubereitung:

1,5 kg Kartoffeln

5 dl Rahm

1 dl Milch

2 Knoblauchzehen, fein gehackt

1 El Thymianblättchen

1 EL Estragon, fein gehackt

Salz, Pfeffer und Muskatnuss

300 g Käse, am besten eine Mischung von verschiedenen Lieblingssorten, die Sie gerade im Kühlschrank haben.

1 EL Dijonsenf

Butter

Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Eine hübsche Gratinform ausbuttern (diese hier ist übrigens von Greengate und erhältlich im 2er-Set zu 60 Fr. bei Mamsell.ch) und die Kartoffeln darin platzieren. Den Rahm mit der Milch, den Kräutern, dem Senf und dem Käse mischen (stellen Sie ein wenig vom Käse zur Seite), würzen und über die Kartoffeln verteilen. Den restlichen Käse darüber verteilen und einige Butterflocken daraufgeben. Im 180 Grad warmen Ofen etwa 40 Minuten backen.

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Schokoladenkuchen mit Brombeeren
Nichts geht über einen selbstgemachten Kuchen. Versuchen Sie diesen Schokoladenkuchen mit Nüssen und Brombeeren. (Bild über: Clutter and Chaos)

Zutaten:

Zubereitung:

200 g Butter

5 Eier

400 g Mehl

1 EL Backpulver

300 g Rohzucker

1 Päckli Vanillezucker

1 Prise Salz

2 EL Kakaopulver

100 g dunkle Schokolade

1 dl Milch

500 g Brombeeren

2 EL Brombeerkonfitüre

Mischen Sie die weiche Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und den Eiern. Geben Sie die Brombeerkonfitüre dazu. Schmelzen Sie die Schokolade über heissem Wasser. Mischen Sie in einer anderen Schüssel das Mehl mit dem Backpulver, dem Salz und dem Kakaopulver. Nun mischen Sie alle Zutaten zusammen, geben die Schokolade und die Milch dazu und mischen die Brombeeren unter. Sparen Sie einige Brombeeren für die Dekoration. Geben Sie den Teig in eine gut ausgemusterte Gugelhopfform und backen Sie den Kuchen: 10 Minuten bei 200 Grad und dann weitere 35 Minuten bei 180 Grad. Der Kuchen ist gut gebacken, wenn beim Einstechen eines Spiesses dieser sauber, ohne Teigspuren herauskommt. In der Zwischenzeit schmelzen Sie eine weitere Tafel dunkle Schokolade und giessen diese über den abgekühlten Kuchen. Mit Brombeeren garnieren.

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Küchentuch mit Herbstgefühl

Sweet-Home-Shoppingtipps: Von Küchentüchern bekommt man nie genug. Dank Digitaldruck können Fotos einfach und dekorativ auf Stoff gedruckt werden. Dieses hübsche und herbstliche Küchentuch ist von der Concious-Linie bei H+M Home, zu 15 Fr. und bringt auf eine fröhliche und dekorative Art ein Stückchen Herbstgefühl in die Küche. 

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Indische Teller

Ich liebe solche indischen Teller mit dekorativen Reliefmustern und habe selber welche vor langer Zeit in dunklem Violettrot gekauft. Nun habe ich diese wunderschönen Exemplare in zartem Mintgrün bei der dänischen Firma Bungalow entdeckt. Wie schön dunkle, sinnliche Herbstgerichte darauf aussehen, verspricht diese Darstellung mit den rohen Randen.

14 Kommentare zu «Die ersten Herbstgerichte»

  • miss_x sagt:

    der schokoladenkuchen… wo im rezept sind die nüsse? ich bin verwirrt.

  • Viviane sagt:

    Mein Lieblingsgeschirr mit Reliefdruck ist „Lace“ von der schwedischen Firma Mateus – noch viel schöner als von Bungalow.

  • Zeier sagt:

    Wie viel Butter benötige ich für den Schokoladenkuchen? Leider kann ich keine Mengenangabe in dem Rezept finden.

  • britta sagt:

    Ganz im Ernst: Beim dritten Bild (dem Huhn) dachte ich zuerst, ich sähe ein Kriegsbild. Ein verkohltes Opfer eines Angriffs oder so etwas. Aber das liegt ja nahe – das IST ja ein verkohltes Opfer eines Angriffs!

  • maja sagt:

    Feine Rezepte bis auf den Kartoffelstock. Kartoffeln in Bouillon garen geht gar nicht. Lieber nur im Salzwasser. Die Sauce hat ja schon Bouillon, da darf der Stock schon nach Stock schmecken.

  • Jürg sagt:

    Den Fleischtopf mit Trauben insgesamt rund 2 Stunden köcheln lassen, praktisch ohne Flüssigkeit ?????

    • Francis Gigon sagt:

      Fleischtopf mit Trauben schmeckt sehr lecker, wenn jedoch nach Anleitung im obigen Rezept gekocht, hat man am Schluss noch einen Viertel der angegebenen Zutaten nicht gebraucht…sorgfältig und exakt geschriebene Rezepte wären definitiv hilfreich…ich hab übrigens die doppelte Menge an Fleischbouillon zugegeben und die Sauce war am Schluss mit noch ein bisschen einkochen perfekt…

  • maurena salzmann sagt:

    Bungalow hat wunderbare Sachen, verlangt aber von Erstkunden aus dem Ausland eine Bestellung von mind. EUR 500.-. Nüd schlächt.

  • Sabina sagt:

    Schade. Hätte mir gerne etwas bei Bungalow bestellt. Man kann die Ware ansehen, aber nicht bestellen? Wie geht das Frau Kohler?

    • Marcus Ballmer sagt:

      Oben rechts auf der Homepage von Bungalow steht „Store Locator“: dort draufklicken und „Switzerland“ auswählen, dann erscheinen alle Geschäfte in der Schweiz, die Bungalow-Produkte führen.

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