Best of: 10 Dinge, die Ihr Gast nicht sehen will

Ehrlich – ich motze nicht so viel – und auf Sweet Home praktisch nie! Aber manchmal tut ein bisschen motzen gut, verändert die Sicht der Dinge und inspiriert zu Neuem. Heute geht es um Dinge, die auch der schönsten Wohnung oder dem tollsten Haus den Charme nehmen, vor allem wenn man es für andere öffnet. 
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Beruflich komme ich oft in Häuser und Wohnungen von anderen. Der Besuch von fremden Wohnungen ist immer eine sehr persönliche Angelegenheit. Man betritt das Territorium von andern und ist Gast, auch wenn der Besuch beruflich ist. Und das bedeutet viel Rücksicht, Respekt und Zurückhaltung, gegenüber den Bewohnern und gegenüber dem Haus. In gewissen Häusern fühlt man sich sofort wohl, in andern weniger – das gilt übrigens auch für unbewohnte. In diesem Blogbeitrag geht es um kleine Dinge, die einem Zuhause die Freundlichkeit nehmen und es weniger attraktiv machen für Besucher.

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1 — Ein Kühlschrank, der beim Aufmachen stinkt

Kennen Sie den seltsamen Geschmack, der vielen Kühlschränken beim Öffnen entströmt. Man nimmt an, es sei Käse – oder hofft es zumindest. Auf jeden Fall erfüllt er für eine ganze Weile den Raum und man möchte eigentlich nichts aus diesem Kühlschrank angeboten bekommen! Käse lässt sich gut in Folie verpacken oder in luftdichte Boxen verstauen. Damit Kühlschränke appetitlich wirken und Lust machen, die dort gelagerten Lebensmittel auch zu essen, putzt man sie am besten regelmässig und entsorgt Lebensmittel, die das Datum überschritten haben. Es gibt auch Duftneutralisierer, die meistens Kohle beinhalten und die man in den Kühlschrank hängen kann. (Bild über: A beautiful mess)

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2 — Abwaschlappen, die am Wasserhahn baumeln 

Unattraktiv und ziemlich eklig finde ich persönlich Abwaschlappen, die tropfend am Wasserhahn hängen. Grundsätzlich sind die meisten Abwaschlappen keine Schönheiten und man will sie nicht sehen. Dieser hier, handgehäkelt und für das Foto inszeniert, macht da eine Ausnahme. Aber der Wasserhahn ist definitiv kein Ort für Lappen. Man will an einem lappenbesetzten Hahn weder die Hände waschen noch Wasser daraus angeboten bekommen. Abgesehen davon sind nasse Lumpen und Schwämmchen eine Sammelstelle für Bakterien – und ja, auch sie riechen meist nicht besonders gut. Schaffen Sie einen attraktiveren Ort für den Lappen, einen Haken etwa, eine Schale oder eine Putzbox, in der auch gleich das Abwaschmittel mit Platz hat. Und wechseln Sie den Lappen am besten täglich! (Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home)

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3 — Schuhe vor der Tür 

Es gibt da Treppenhäuser, die voll sind mit alten ausgetragenen Sneakers, Schlappen und Schuhen. Nicht besonders chic! Schuhe gehören ins Haus, und am besten in den Schuhschrank. Wohnungen, bei denen man die Schuhe ausziehen muss und in den Socken an den Tisch gebeten wird, werden auch nicht gerade zu Lieblingsorten. Als privater, eingeladener Gast finde ich, dass die Schuhe ein Teil des Outfits sind und empfinde es als Zumutung, wenn Gastgeber erwarten, dass man sie auszieht. Beruflich ist das ein wenig anders – wobei es mir persönlich nie in den Sinn kommen würde, einen Handwerker die Schuhe ausziehen zu lassen. (Bild über: 1924.us)

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4 — Ein billiges Raumparfüm 

Der Duft ist ein wichtiger Faktor und bleibt oft länger in Erinnerung als Gesehenes oder Gehörtes. Und genauso wie zu starke oder falsche Parfüms bei Menschen wirken, verhält es sich mit Raumdüften. Hier kann sehr schnell was danebengehen. Billige Raumparfüms sind nicht nur penetrant, sondern vermitteln auch das Gefühl, dass man irgendwie am falschen Ort ist. Entscheiden Sie sich für eine wirklich feine und luxuriöse Duftkerze, da sind zum Beispiel die von Diptique empfehlenswert. Auch natürliche Öle können angenehme und natürliche Duftnoten verströmen. Öffnen Sie vor dem Besuch alle Fenster und stellen Sie  frische Blumen auf. (Bild über: Fashion squad)

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5 — Bügelbretter, die herumstehen 

Da mein Mann Engländer ist, kennen wir natürlich die Dauerserie «Eastenders», die das Leben, die Lieben und die Dramen der  Menschen im Eastend zeigt. Und weil die Engländer auch immer perfekte Stylisten sind, haben sie das Dekor auch in dieser eher depressiven Fernsehserie perfektioniert. Was nie fehlt, ist ein Bügelbrett in irgendeiner Ecke! Ein sichtbares Bügelbrett ist sozusagen Symbol für einen leicht heruntergekommenen oder nicht besonders stilvollen Haushalt. Also bitte Bügelbretter aus dem Blickfeld verbannen. Wer keinen Extraraum für Wäsche und Haushaltsarbeiten hat, sucht nach einem geeigneten Ort für das ungemütliche Brett. Am besten in einem Schrank! Übrigens, die meisten Bügelbretter könnten eh eine kleine Aufwertung vertragen. Suchen Sie nach einem hübscheren Bezug dafür oder machen Sie einen selbst. Dieser attraktive Brettbezug ist von Westelm.

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6 — Ungemachte Betten

Ich habe dies hier schon öfter erwähnt: Ungemachte Betten sind unattraktiv. Ich finde, dass Betten eine Art Überwurf brauchen und Fixleintücher, besonders solche aus farbigem Jersey, ein No-go sind – sorry – es ist heute Motztag! Aber es gibt so viele schöne Textilien für das Bett, dass es eine wahre Freude ist, ihm ab und zu ein neues Outfit zu verpassen. Und betten Sie, besonders wenn Sie Besuch erwarten. Ein ungemachtes Bett, wenn möglich noch mit nicht allzu frischer Bettwäsche, ist so ähnlich wie herumliegende Unterwäsche. (Leinenbettwäsche und Samtüberwurf von Pfister)

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7 — Schmutzige Hand- und Küchentücher 

Als Besucher muss oder möchte man sich auch mal die Hände waschen. Wenn man dafür ein gebrauchtes, wenn möglich schmutziges Handtuch vorfindet, ist das eine kleine Katastrophe. Und wenn wir schon bei den Tüchern sind – Küchentücher sind auch eine Problemzone. Schmutzig, nass oder ungebügelt sind sie keine Augenweide! Schöne Küchentücher wie zum Beispiel dieses von Anthropologie sind übrigens auch hübsche Mitbringsel.

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8 — Herumliegende Medikamente 

Man will nicht wirklich wissen, ob die Bewohner eines Hauses einen Hautausschlag, Augenentzündungen oder sonst was haben. Deshalb gehören Medikamente weg von Nachttischchen, Küchenbuffets oder anderen sichtbaren Orten. Leisten Sie sich eine hübsche Medikamentenbox dafür, wie diese hier von Cox and Cox. Wer Gäste ins Bad lässt, versorgt am besten auch Haarbürsten mit Haaren drin und entledigt sich der Zahnbürsten, deren Borsten sich auffalten und die voller eingetrockneter Zahnpasta sind. 

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9 — Winterjacken und Mützen, die an der Garderobe übersommern 

Immer ein wenig an eine WG denkt man, wenn man beim Eintritt in ein Haus mitten im Juli Strickmützen und Daunenjacken an der Garderobe findet. Meistens strömen diese auch diesen bestimmten WG-Duft aus, nämlich den von ungewaschenen Textilien, die Duftnoten von Rauch bis zu Frittierfett in sich aufgesogen haben. Die tolle Vitra-Garderobe in gebrochenen Farben kann bei Ikarus bestellt werden.

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10 — Fehlende Gastfreundschaft 

Wenn man die Türen für andere öffnet, dann gehört eine kleine Portion Gastfreundschaft ganz einfach dazu. Meiner Erfahrung nach ist das in der Schweiz nicht so verbreitet wie etwa in England. Man muss es ja nicht übertreiben mit der Gastfreundschaft – aber ich finde, sie gehört zu einem Haus und bestimmt das Ambiente und den Stil stark mit. Bei vielen Fotoshootings mussten wir gar um ein Glas Wasser bitten. Das ist zum Beispiel auch das Mindeste, das man einem Handwerker anbietet, besser ist ein Kaffee. (Bild über: Zsa Zsa Bellagio)

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Wieso nicht ...

... einen Komfort-Znacht kochen?

Schneiden Sie gekochte, geschälte Kartoffeln in Würfel, eine Chorizowurst in Scheibchen und hacken Sie eine Zwiebel. Braten Sie alles in Olivenöl an. Salzen und pfeffern, ein wenig getrockneten Oregano darüber und mit einem Spiegelei geniessen. Bild über: Ubiquitous.

97 Kommentare zu «Best of: 10 Dinge, die Ihr Gast nicht sehen will»

  • Nicolas Pesenti sagt:

    Ziemlich „bünzli“, wie schon jemand erwähnte !
    Von unseren Gästen erwarte ich, dass sie die Schuhe ausziehen: ich erinnere mich an ein Weihnachtsfest vor 2 Jahren, da hatte jemand effektiv „Hundekacke“ an seinen schönen Schuhen, sehr unangenehm für alle und peinlich für die Trägerin!
    Uebrigens: in Island ziehen alle ihre Schuhe beim Eingang aus und watscheln in den Socken herum: Gastgeber und Gäste im Guesthouse, auch im Hotel von Breidavik !

    • Doris Erber sagt:

      Also Schuhe ausziehen ….. puh nein, da zieht man sich hübsch an u dann soll man „strumpfsockig“ rumlaufen …… für mich ein no go.
      Ausserdem: ist es Winter-matsch-blablabla dann nehm ich mir ein paar Schuhe entsprechend mit.
      Ich empfinde es als Zumutung meine Schuhe ausziehen zu müssen, will auch auch nicht dass mir Besucher ihre „sockigen-Füsse“ präsentieren!
      Ausserdem ist mir mein eigenes Wohlbefinden wichtig, also ziehe ich mich auch zu Hause so an, dass ich jederzeit die Tür aufmachen kann ….
      Schuhe im Treppenhaus sieht für mich immer etwas unordentlich aus.
      Ungemachtes Bett – entweder Türe zu oder schnell Tagesdecke drüber ….. ganz einfach.

  • helena sagt:

    Bei mir ist das Bett auf lüften eingestellt – ich mag es, wenn ich abends nur reinschlüpfen kann. Brauche keine zusätzliche Tagesdecke. ist mir zuviel… mit vielem bin ich einverstanden. Ich persönlich mag es, wenn meine Gäste meine Wohnung schön finden, eben wie sie zu mir passt. schuhe ausziehen ist für mich bei anderen eine Selbstverständlichkeit, ich frage, ob das ok ist und nehme dann socken mit. So halten es auch meine Gäste. Ich mag es gar nicht, in Räumen Schuhe zu tragen… wäre schön, wenn die Individualität noch sichtbar bleibt… obwohl: in Messie-Wohnungen nehme ich sofort Reissaus… das ist dann Zuviel des Guten.

  • Francesca M. Mettier sagt:

    Das sind noch bei Weitem nicht genug der Scheusslichkeiten! Die Schuhe VOR der Tür gingen ja noch. Viel extremer ist es, wenn die Treter der ganzen Meschpoke stinkend im der Diele stehen, da nützt dann nämlich der teuerste Korkeichenparkett nichts. Sorry! Und: Bei Bild 6 musste ich wieder einmal herzlich lachen. Ungemachte Betten!!!! Dabei werden uns in Ihren Blogs meistens ungemachte Betten grauen Couleurs mit irgendeinem hochtrabenden Kommentar dazu präsentiert. Wagt man dann, dies zu kritisieren, wird man gleich entweder gleich zerfasert, oder der Kommentar wird erst gar nicht publiziert.

  • Norbert Örgler sagt:

    Schlecht gewählter Titel:
    Punkte 1, 4 und 10 kann man nicht sehen…

  • Kurt Schwob sagt:

    Nach meiner Meinung gibt es da zwischen Punkt 2 (Abwaschlappen als Sammelstellen für Bakterien) und Punkt 3 (Schuhe ausziehen als no-go) einen massiven Widerspruch: An Schuhen, die auf der Strasse getragen wurden, haften mit grosser Wahrscheinlichkeit mindestens ebenso viele Bakterien wie an Abwaschlappen. (Ja, in den meisten Fällen wird der Hundekot entsorgt.)
    Wie lösen wir diesen Widerspruch? Und nein: Stinkende Socken sind natürlich keine Alternative. Die wären dann wohl Punkt 11 der Liste, obwohl sie auf das Konto der Gäste gehen, nicht auf jenes der Gastgeber. Möglich ist ja auch, dass die höfliche Bitte, die Schuhe auszuziehen, die (mit der Situation vertrauten) Gäste prophylaktisch dazu bewegt, frische Socken anzuziehen. Dann wäre allen gedient. Bei uns werden die Schuhe ausgezogen, auch von uns selber.

  • Ammann Hugo sagt:

    Die Eigenverantwortung des Gastes wird ausgeblendet. Wer sich von einem Abwaschlappen stören lässt, ist nun mal selber schuld.
    Zum Glück habe ich nur Gäste, die herkommen um mir als Mensch zu begegnen und mit mir eine gute Zeit zu verbringen. Und nicht um herauszufinden, ob in meinem Haushalt irgendein Detail verbesserungswürdig sei. Sie lieben meinen Espresso, auch dann, wenn der Kaffeelöffel zwei Millimeter zu lang ist oder die Kaffeemaschine am selbigen Tag noch nicht gereinigt worden ist. Sie freuen sich sogar über meine Unbekümmertheit. Denn die ist ein Zeichen von Lebendigkeit – im Gegensatz zum Perfektionismus.

  • Pete sagt:

    Also Das mein kommentar es nicht geschafft hat, durch die Kontrolle zu kommen sagt vieles. Es war eine simple Begründung, warum die angeführten 1o „No goes“ spiessig sind. ich nehme an, dass dies nun auch nicht publiziert wird. Für mich Nicht wichtig

  • Martin Tschuemperlin sagt:

    Kommt schon, wir haben doch auch andere und echte Probleme.
    Entweder man mag die Gastgeber und somit auch ihre Wohnung
    oder man mag diese Menschen nicht und geht auch nicht dorthin.
    Easy as that!

  • Hefti sagt:

    Da ernte ich genau Null Punkte, zweitens haben nicht alle das nötige Kleingeld für begehbare Schränke, und wo mein Bügelbrett rumliegen mag, das wissen vielleicht die Götter! Immerhin, Medikamente brauch ich noch nicht und wo meine Kettensäge und die Gartenmöbel zu finden sind, weiß ich immer noch. Man erfreut sich also auch so, bester Gesundheit! Mit oder ohne Style!

  • Seaside sagt:

    Ich vermiss jetzt noch das: die klobürste im geschirrspüler reinigen ;-)

  • Jack Stoffel sagt:

    Punkt 1: Warum läuft die Dame freiwillig mit solchen entsetzlichen Kothurnen auf einem geschliffenen, gewachsten und polierten antiken Holzboden herum? Etwa aus Sehnsucht nach spektakulären Stürzen? Oder will sie den spiegelglatten, gefährlichen Untergrund mittels tausender Absatzspuren nach und nach etwas aufrauen? Und wer hat eine Küche mit einem solchen Boden? – Mein Verdacht: jemand, der weder kocht noch putzt.

  • Famonisa sagt:

    Schade, Frau Kohler, dass sie kritische Kommentare teils „zensurieren“. Ich mag Ihren Blog! Er ist manchmal sehr inspirierend. Deshalb wage ich auch sachliche Kritik. Wenn nun ein Beitrag innerhalb von drei Monaten wieder gepostet wird, finde ich das nun halt nicht toll. Zudem finde ich tatsächlich, dass ein Zeigefinger-Beitrag ist. Sorry!
    Trotzdem: Ein grosses Merci für Ihre Arbeit.

  • Henrik sagt:

    Anscheinend halten die Kommentatoren das „Schuhabziehen“ doch für relevant hoch…aber es sei bünzlihaft…wie jemand vermerkte! Millionen von Menschen können sich also anderswo nicht irren, gell… ganz anders der Umstand, ob „Flüchten“ auch als ein NO-GO anzusehen ist… steht ja ganz hoch im Kurs, denn wie sich Frau Kohler die Mühe gibt, uns das Heim heimisch gedeihlich werden zu lassen…upps.

  • Schmidt sagt:

    Unsere Gäste können die Schuhe ausziehen oder auch anbehalten, so wie es ihnen Wohl ist. Manchmal ist es auch mühsam nach einigen Stunden am Tisch wieder die Schuhe anzuziehen, da meistens die Füsse nach dieser Zeit aufgeschwollen sind. Uebrigens komme ich nicht mit dreckigen Schuhsolen in eine Wohnung.

  • Simon Zak sagt:

    Ich stimme mehrheitlich zu. Jedoch die Schuhe nicht auszuziehen ist einfach ekelhaft. Ich möchte schliesslich nicht die „Urinsohlen“ auf meinem Fussboden, mit denen mein Gast das öffentliche WC betreten hat. Dass wären ja sonst Zustände wie in den UK, wo Gäste selbstverständlich ihre alten Latschen über die Spannteppiche ihrere Gastgeber schleifen.

    • Marcus Ballmer sagt:

      Müssen Ihre Gäste vor dem Besuch bei Ihnen immer erst aufs öffentliche WC? Haben Sie kein eigenes? Und ich hoffe doch sehr, dass Sie jedesmal die Hände waschen und desinfizieren, wenn Sie einem Gast die Hand geschüttelt haben (sofern Sie das überhaupt tun – ist ja sowas von unhygienisch). Auch den Mundschutz nicht vergessen, der Bakterien wegen.
      In der UK hat man zudem Stil und Anstand: ich finde es einfach ekelhaft, wenn Gäste die Schuhe ausziehen und mit ihren Schweissfüssen und Fusspilzsohlen meine Böden kontaminieren.

    • Flo sagt:

      Zick Zack! Teppichfusboden sind sowas von out und unhygienisch – selbst ohne Besuch, da kommt es auf die vom „vorher auf’s öffentliche WC gehen versifften Schusohl auch nicht mehr an.
      Scheue Frage; weshalb gehen ihre Gäste vor einem Besuch bei ihnen auf’s öffentliche WC?

  • Louisa S. sagt:

    Ich frage mich, wer heutzutage noch gehäkelte Abwaschlappen benutzt. Das ist doch so was von gestern. Es gibt eine Menge von schnelltrocknenden Materialien die auch nicht zu müffeln anfangen. Schöne Schuhe beim Besuch gehören zum passenden Outfit, sind geputzt und oftmals sauberer als die alten Schlapfen der Gastgeber. Da ich bei mir zuhause rauche riecht man das halt, ich tue nichts dagegen (parfümieren), Rauch ist wenigstens definierbar…

  • Mario Heller sagt:

    Ist das die Anleitung, wie man zum langweiligen Superspiesser wird?

  • déjà-vu sagt:

    ‚best of‘ ist ok. aber alte kommentare neu datieren ist ein no go! sorry!

  • Jean Marc sagt:

    Das sind ja pingelige Ansichten.

  • Widerspenstige sagt:

    Beim zweiten Durchlauf dieses aufwühlenden Blogs sind Fotos ausgetauscht worden, die beim ersten Durchlauf anschaulicher das Übel gezeigt haben wie z.B. eine Armada von Schuhen vor der Eingangstüre im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses. Das ist ein No-Go, doch! Auch mit Kindern kann das ordentlich auf einem kleinen Schuhgestell versorgt werden. Da regt sich doch auch der Hausabwart fürchterlich jedes Mal auf, wenn er das Treppenhaus zu reinigen hat. Alle 10 Punkte sind doch Selbstverständlichkeiten in einem gutbürgerlichen Haushalt oder was sollte daran nicht bemängelt werden dürfen von unserer Lieblingsstylistin? Sie will ja nur darauf aufmerksam machen und wir sollten doch darüber dankbar sein, wenn wir es nicht mehr selber bemerken. Lieber Frau Kohler macht es hier publik, als wenn Freunde sich nicht mehr blicken lassen, weil es ihnen einfach zu chaotisch rüberkommt irgendwann. Nein, das hat mit Dekadenz weniger zu tun als mit Anstand und auch die besten Freunde sehen nicht immer über alles hinweg. Es dürfen Spielsachen rumliegen, Zeitschriften auf dem Clubtisch, Nippsachen allüberall (auch leicht angestaubt…), in der Küche darf es ruhig etwas chaotisch aussehen, denn hier wird frisch gekocht, nur schmutziges Geschirr, Lappen und Küchentücher sind einfach wähhh, das auf bessere Zeiten wartet etc. Es sind Kleinigkeiten, die einen gepflegten Haushalt ausmachen und da kann ich ruhig von uns sagen, dass wir es zeitweise chaotisch hatten mit drei Kindern, aber solche Dinge wie hier erwähnt waren und sind einfach simpel zu handhaben. Jetzt darf man über mein Statement herfallen und mich ins Pfefferland (hihi….passt zum Essensblog) verbannen hier ;)))

  • Carola sagt:

    Sehr amüsant, was doch jeder für Eigenheiten zeigt… Lebt die Autorin in einem Museum? Nicht zu diskutieren: Schlafzimmer ist sehr privat und für Besucher tabu, so kann es aussehen, wie ich es mag. Und dass Besucher die Schuhe ausziehen, ist nicht zu diskutieren. Ob es nun um Outfit geht? Wer will den ganzen „Strassendreck“, der an Schuhen anhaftet, in der Wohnung haben? Eine Selbstverständlichkeit, sie auszuziehen.

  • charlotte sagt:

    Also mir gefaellt Nr 10 – jetzt moechte man doch gerne verraten haben wo ein Schluck Wasser so dekorativ gereicht wird.

  • Paolo Martinoni sagt:

    Ich habe Freunde, darunter auch Akademiker, die den jeweiligen Gast zum Ausziehen der Schuhe einladen, ihm dafür ein paar schöne Hausschuhe überreichen. Mich stört das nicht, habe vielmehr Verständnis dafür. Der Autor dieses Beitrags hingegen findet so was mehr oder weniger daneben: Nun bin ich verunsichert … ist es eine Zumutung, einen Gast zum Ausziehen der Schuhe einzuladen?

    • Zora sagt:

      … ich mach das immer, bzw. meine Gäste ziehen ihre Schuhe von alleine aus; auch ich ziehe in fremden Wohnungen meine Schuhe ungefragt aus. Das gab überhaupt noch nie Probleme. Meine 3 Kids, nun erwachsen, machen das sogar in ihren Studi-WGs so.

  • Philipp Meyer sagt:

    Irgendwie wurde mir beim Lesen von diesem Artikel klar, wir falsch unsere Welt tickt. Auf einer Welt, in der es u.a. viel Armut und Krieg gibt, befassen sich manche Menschen mit solchen bünzligen „No-Go’s“, um sich selber wohl mit einer Art Lebenssinn zu erfüllen. Eine ganz schön traurige Welt ist das in der wir leben. Wenn etwas bei uns fehlt dann: Wärme, Nähe, Unordnung, Menschlichkeit usw. Solche Artikel werden aber von den Oberbünzli’s sicher sehr goutiert werden, nehme ich mal an. Auf jeden Fall empfinde ich fast jedes dieser angeblichen „No-Go’s“ als eine peinliche Spiegelung unseres viel zu reichen und miserablen Lebens.

    • Zimi sagt:

      Sehe ich genau so. Vor allem auch, weil sich die jeweiligen Autoren dieser sogenannten „No-Go“s mal eben selbst in die Position hieven, in dieser Hinsicht genau zu wissen, was man gefälligst zu tun und zu lassen habe.

  • Otto sagt:

    „Kennen Sie den seltsamen Geschmack, der vielen Kühlschränken beim Öffnen entströmt. “ Also Sie werden ja kaum die Kühlschrank Tür belecken. Sonst wäre es ja der Geruch, der entströmt nicht?
    Das mit den Schuhen ist kontrovers. z.B. in Japan muss man für die Wohnung die Schuhe mit Slippers tauschen, für den Ess-/Wohnraum ein anderes Paar Slipper und für die Toilette nochmals ein anderes Paar.

    • bruno menzi sagt:

      „Das mit den Schuhen ist kontrovers.“ Finde ich auch: Mit Bergschuhen (mal irgendwo spontan reingeschneit) würde ich als Gast kein frisch geöltes Parkett betreten wollen. Einer attraktiven Dame mit passendem Schuhwerk würde ich aber für einen unkomplizierten Boden die Schuhe nicht ausziehen wollen. Das gesammelte Schuhwerk einer Familie vor der Wohnungstür macht für mich keinen sehr gastfreundlichen Eindruck: 8tung, Klinisch reiner Haushalt; ein bisschen gelebt werden darf schon noch. Und Handtücher kann man auch schnell wechseln, bevor der Besuch eintrifft, besonders wenn sie noch feucht vom letzten Eigengebrauch sind.

  • Irene sagt:

    Warum sind farbige Jersey Leintücher ein absolutes no go? Ich liebe farbige Leintücher und finde sie schöner als steriles Spitalweiss.

  • Franz Hose sagt:

    Häh? Den selben Artikel, in anderem Layout hatten wir vor einigen Monaten schon mal. Die gleichen Punkte und gleichen Bilder. Ist das jetzt schlecht kopiert oder einfach nur recycled?

  • Stefan sagt:

    Ich wohne in einer WG. Aus Punkt 9 schliesse ich: Gemäss Marianne Kohler bin ich daher ganz und gar unqualifiziert, Gäste zu empfangen – es sei denn, es gelänge mir irgendwie, zu verhüllen, dass es sich bei meiner Wohnung um eine WG handelt. Am besten, indem ich mit einer luxuriösen Duftkerze – siehe Punkt 4 – den Gestank von ungewaschenen Kleidern bekämpfe, der durch meine Räumlichkeiten wabert (wie a priori durch alle WGs).

  • Tom sagt:

    also wenn ich eingeladen werde und in der Wohnung herrscht Unordnung (nicht unhygienisch) dann empfinde ich das als Kompliment, weil die Person mir soweit vertraut, dass sie sich nicht verstellt. Ich glaube das nennt man Ehrlichkeit. In einer „perfekt“ eingerichteten und aufgeräumten Wohnung traue ich mich fast nicht irgendwo hinzusetzen und fühle mich unwohl.

  • El sabio sagt:

    Ich lasse in meinen 4 Wänden den Abwaschlappen baumeln wo ich will. Und WZT machen Sie überhaupt in meiner Küche?

    • Veronica sagt:

      Frau Kohler wird eingeladen für Foto-shoots. Dass kann in der ganzen Wohnung sein – auch im Schlafzimmer und im WC.
      Von alle diesen unterschiedliche Wohnungen ist sie etwas überempfindlich geworden für wiederhohlte „Wohnsünden“. Nicht alle Klagen sind berechtigt und mancher bleiben einen grossen Krach erregen, wie die Schuhe die man ausziehen muss.

      • Flo sagt:

        dann ist sie aber auch keine „Besucherin“, sondern kommt um einen Auftrag – für den sie bezahlt wird- zu erledigen. Wird mit diesem Wissen auch „eingeladen“ und wird dabei kaum auf stinkenden Lappen in der Küche oder einen nach Verwesung stinkenden Kühlschrank treffen!
        Alles ein bisschen überspitzt!

  • Kurt Stauffer sagt:

    Es gibt noch viel Schlimmeres,so eine unappetitliche Küche in der Speiseresten und halbverdorbene Früchte oder Obst herumliegen!Oder wen Hunde oder Katzen, sich während des Kochens für die Gäste, in der Küche herumtreiben!Sehr störend wirken alte herumliegende Zeitungen und Zeitschriften sowie anderen unnötigen Plunder,sowie kurz vor dem absterbende Zimmerpflanzen!!!

  • Thomas sagt:

    Sie wissen schon, dass nicht gemachte Betten hygienischer sind? Das ist wissenschaftlich bewiesen. Die, die die Betten machen lüften, wenn überhaupt, viel zu kurz (keiner hängt mehr genügend lang die Bettecke über den Balkon oder zum Fenster raus). Bei nicht gemachten betten, wenn die Bettdecke zurückgeworfen bleibt, kann das Bett ‚atmen‘. Andererseits ist es ein Paradies für allerlei Mikroben, etc…

  • Rolando sagt:

    Ich finde die „no go’s“ und das darüber ein Artikel erscheint, einfach nur dekadent. Wie es Zuhause aussieht, wie man es sich einrichtet, ist Sache und des Inhabers. Er/Sie muss sich wohlfühlen und nicht der Gast. Schliesslich lebt man nicht für die Gäste!

    • Benni Aschwanden sagt:

      Man lebt nicht für die Gäste, aber es ist weit verbreitet, seine Wohnung für den Fall von Gästebesuchs einzurichten. Ich denke die Mehrheit, v.a. Frauen, überlegt sich beim Einrichten sehr wohl, welchen Eindruck ihre Wohnung auf Besucher haben könnte.

      • Flo sagt:

        also sorry – ich habe meine Wohnung in erster Linie für mich eingerichtet – wer als Besucher damit nicht leben kann, auf dessen „Besuche“ kann ich gelinde gesagt, gerne verzichten!

  • Hansmeister sagt:

    Mit Schuhen in eine fremde Wohnung zu gehen finde ich absolut unzivilisiert.

  • Hanswerner sagt:

    Mit 2-4 und 7 wäre ich einverstanden. Die Nummer 10 mag angehen bei eingeladenen Gästen. Bei Handwerkern hängt es von der Tageszeit ab.

  • Mige Paoli sagt:

    Nr. 3 hat einen Denkfehler. Der Hut müsste man dann auch anbehalten sowie den Schal und den Mantel. Schuhe für draussen haben in einer Wohnung nichts verloren. Schin garnicht im Winter oder wenns regnet. Falls sich jemand wirklich nur über seine Schuhe definiert, soll er oder sie ein paar saubere passende Hausschuhe mitbringen.

  • Hermann Winter sagt:

    Hmm – ich bin grundsätzlich mit den meisten Punkten einverstanden und kann mich doch des Eindrucks nicht erwehren, dass hier jemand schreibt, der jenseits des sterilen Single-Daseins das (Wohnungs-)Leben nicht kennt. Vielleicht täusche ich mich, dann bitte ich direkt um Entschuldigung. Aber wer in einer Familie mit z.B. 2 oder 3 (kleinen) Kindern lebt, der weiss, dass für viele der o.g. Oberflächlichkeiten schlicht keine Zeit bleibt, weil Wichtigeres im Vordergrund steht. Hier stellt sich häufig die Frage, wo schnell ein Lappen herzukriegen ist und nicht, wo man ihn akurat versorgt. Dass die Schuhe – z.B. im Herbst und Winter – vor der Türe wesentlich besser aufgehoben sind als anderswo, ist nur ein weiteres Beispiel. Man könnte die Liste endlos fortsetzen…

  • Markus Sutter sagt:

    Naja. Teilweise muss ich den Kopf schütteln. Ein nasser und gebrauchter Abwaschlappen soll ich in eine Box tun? Schimmel willkommen. Und Küchentücher werden halt tagtäglich gebraucht – die können nicht wie aus dem Ei gepellt und gebügelt irgendwo zu Showzwecken aufgehängt sein.
    Andere Dinge teile ich. Insbesondere das mit den Schuhen. In meinem Bekanntenkreis ist es schon fast normal, dass man dort die Schuhe ausziehen muss. Ich dachte immer, ich sei eine seltsame Ausnahme, da ich das in meiner Wohnung von niemandem verlange. Gut zu wissen, dass es noch andere Leute gibt, die das gleich empfinden.

  • Uli sagt:

    Ein Ding das ich als Gastgeber sehen will: Gäste denen meine Art zu wohnen nicht passt.

  • Martin sagt:

    Nr. 3. Schuhe ausziehen. Finde ich persönlich etwas schräg. Gut, im Winter, wenn es draussen Schnee hat, ok, aber ansonsten? Medikamente verstaut man im Spiegelschrank im Bad. Aber was haben Sie gegen die Bettwäsche? Erstens: Als Besucher geht man nicht in fremde Schlafzimmer und zweitens kann man die Bettwäsche gut waschen. Stinkender Kühlschrank geht gar nicht, nicht nur als Gast. Und was ihr „gehäkelter“ Waschlappen angeht: Das ist dann ein Bakterienmagnet! Wer benutzt schon so was?

    • Zimi sagt:

      Welcher Spiegelschrank? Ich habe drei Bäder im Haus und kann keinen finden.

      • Martin sagt:

        Was ist das denn für ein Haus? In jeder Mietwohnung hat es einen Spiegelschrank. Hinter dem Spiegel über dem Lavabo, da ist normalerweise ein kleines Schränklein. Da Du ja in einem Haus wohnst, hat es ansonsten bestimmt genug andere Staumöglichkeiten im Bad.

  • Mara sagt:

    Schuhe ausziehen eine Zumutung? Eine Wohnung in Schuhen zu betreten ist für mich respektlos gegenüber dem Gastgeber…

    • Dieter Neth sagt:

      Wann hat man denn hier mit diesem Schuhauszieh-Schwachsinn angefangen? Vor 26 Jahren gabs das jedenfalls noch nicht und es gab auch viiieeell weniger Asthmatiker und Allergiekranke. Ist jetzt der nächste Schritt dass jeder sein Geschirr selber abwäscht? Deshalb gehe ich am liebsten gar nicht mehr zu Besuch und lade lieber ein. Oder am besten alle in eine Waldhütte einladen. Und wenn alle wieder weg sind kann man ja den Boden schnell feucht aufnehmen.

      • Thomas Jobs sagt:

        @ Dieter Neth:
        Allergien wegen dem Schuhe ausziehen? Ich hoffe sie glauben den Mist nicht auch noch selber, den sie da erzählen, oder?

      • Vera Bieland sagt:

        @Dieter Neth: dass man die Schuhe auszieht, wenn die Gastgeber das wünschen, gibt es schon seit mehr als 60 Jahren. Ich jedenfalls habe das bereits als Kleinkind so gelernt, als ich zu „Gspänli“ zum Spielen ging, und habe es mein Leben lang so erlebt und „gelebt“. Asthma oder Allergien habe ich deswegen aber keine bekommen ;-).

  • Philipp Suter sagt:

    Ob die Käsegerüche aus dem Kühlschrank kommen bei diesen zwei Nummern zu grossen Latschen der Dame am Kühlschrank? Empfehle auch hier Klarsichtfolie.

  • Markus sagt:

    Sehr gute Punkte aufgezählt. Meiner Meinung nach happerts bei uns in der Schweiz besonders mit Punkt 10. Handwerker oder Nachbarn sind immer ganz überrascht, wenn sie von uns Kaffee oder Mineralwasser angeboten bekommmen. (Nicht Leitungswasser bitte). Aber ich erlebe auch schweizer Freunde, die ihre eigenen Finken mitnehmen! Wer macht denn so was?!?

    • Natalie sagt:

      Wieso denn kein Leitungswasser? Bei mir gibt’s nur das – ich schleppe doch nicht Wasser in den 3. Stock, wenn da wunderbares aus dem Hahn kommt… Und das kann man erst noch sehr gut aromatisieren mit Limetten, Pfefferminzblättern und Granatapfelkernen…

  • beat sagt:

    Es passt nicht ganz zusammen:
    Man betritt das Territorium von andern und ist Gast, ….
    …empfinde es als Zumutung, wenn Gastgeber erwarten, dass man die Schuhe auszieht
    Ich bleibe bei der ersten Aussage, man ist Gast und passt sich als Gast gewissen Verhaltensregeln an.
    Vielleicht liegt es etwas in unserer Zeit, dass man selbst als Gast findet, man hat alle Rechte, jede Einschränkung ist eine Zumutung.
    Ich denke es sollte auf beide Seiten stimmen, auch wenn ich als Gast ins Ausland reise und was erwarte ich wenn Gäste sich in der Schweiz aufhalten. Musste doch auch beide Seiten irgendwie zusammenpassen.

  • Peter Meier sagt:

    Persönlich empfinde ich Gäste, welche nicht zumindest offerieren ihre Strassenschuhe auszuziehen als unanständig. Der Handwerkevergleich hinkt aus meiner Sicht und auch befinden wir uns nicht bei unseren nördlichen Nachbarn…

  • Frank Rutishauser sagt:

    First World Problems – finden Sie nicht?

    • Cervelat-Runde sagt:

      Ganz genau!
      Und ich hab diese „First-World-Probleme“ auch noch bis hierhin gelesen, ärgere mich glatt etwas über mich selbst und schätze mich glücklich, dass ich scheinbar keine grösseren Probleme habe und auch noch einen Kommentar dazu verfasse!

      In meinem Kollegenkreis nannten wir das, was hier gerade so läuft, Cervelat-Runde.
      Eine Meinung wird geäussert und jeder schmeisst dazu sofort seinen eigenen Standpunkt in die Runde.
      „Ich esse meinen Cervelat am liebsten gut durch.“
      „Also ICH mag Cervelat am liebsten als Chräbsli, wie früher.“
      „Ich hab ihn gern in Rädli geschnitten und angebraten.“
      „Nein, ich mag ihn am liebsten am Stecken über dem Feuer gebrutzelt und mit Senf.“
      „….neiiiin, Cervelat ist gruusig, ich esse lieber Bratwurst.“

  • Henrik sagt:

    Die weitgereiste Kolumnistin darf ruhig schreiben wie sie es gerne hätte… Fakt ist allerdings, dass es Länder gibt, da läuft es ein wenig anders…und die sind ja nicht eben unterentwickelt: in allen nordischen Staaten gehören auch die Schuhe der Handwerker VOR die Tür! Und noch wo anderswo bleiben die Schuhe ausserhalb: beim Gang in die Moschee – auch ein Lebensraum!

    Die Besucherknigge ist zwar hübsch formuliert – die meisten Zeitgenossen leben nicht in durchstylten und mega designten Wohnungen… deshalb ein wenig mehr Kulanz…

  • Benni Aschwanden sagt:

    Sehr gut, mal auf solche Fauxpas aufmerksam zu machen. Einige sind ja wirklich weit verbreitet, insbesondere die unsäglichen Schuhe im Treppenhaus und die Abwaschlappen. Ich hätte allerdings auch ein paar Einwände. Wenn Sie Besucher nie, auch nicht bei Regen, die Schuhe ausziehen lassen, dann haben Sie wohl eine Putzfrau on demand? Schlafzimmer und Bett sind eher intime Bereiche der Wohnung ohne Zugang für jeden Besucher (vgl. Kommentar von Flo). Lüften und Ordnen ist sicher gut, aber jeden Tag noch Dekorieren und Überwurf? Sehr zeitintensiv, eher nur für Vollzeit-Hausfrauen. Und bevor die verschwitzte Bettwäsche mit Überwurf „gedeckelt“ wird wäre lüften und ausschütteln jedes Mal obligatorisch. Sonst ist das auch nicht sehr hygienisch.

  • lexy sagt:

    Sind sie per zufall in Deutschland aufgewachsen?

    Seine eigenen dreckigen Schuhe auszuziehen ist hierzulande eigentlich üblich.

    Gruss

    • Hebeisen sagt:

      Noch nie was davon gehört, dass es auch Menschen mit sauberen Schuhen gibt?

      • Hugo Knüsel sagt:

        Es soll ja auch saubere Trottoirs geben. Lecken Sie doch einfach mal die Sohlen Ihrer „sauberen“ Schuhe ab, dann reden wir von mir aus nochmals über dieses offenbar ungemein wichtige Thema …

    • footpad sagt:

      „Hierzulande“ ist es allerdings nicht üblich, mit dreckigen Schuhen auf Besuch zu gehen. Da muss man sie auch nicht ausziehen.

    • ClBr sagt:

      lexy: Nein, bitte! Ich ziehe sogar Schuhe AN, wenn Besuch kommt. Wie geschrieben: Schuhe gehören zum Outfit… Es ist wirklich eine bünzlige Angewohnheit, zu erwarten, dass Besucher die Schuhe ausziehen. Ausser in Japan oder Korea natürlich.

    • tolita sagt:

      Hierzulande ist wohl falsch ausgedrückt: in der Westschweiz ist es gar nicht üblich!

  • Zora sagt:

    Ja, und jetzt können wir wie letztes Mal auch wieder loswettern wegen der Schuhfrei-Pflicht, die Sie stört. Ich bevorzuge sie. Bei mir und bei andern. Vermutlich sehen das HundehalterInnen anders – da wird frau wohl zwangsweise toleranter.

  • Ganz ehrlich sagt:

    Ihre Probleme möcht ich haben…
    Da soll es tatsächlich Leute geben, die anderes zu tun haben als Ihre Wohnung bis aufs letzte Eckchen vorzubereiten wenn Gäste kommen.

    Ich empfinde mich nicht als Mittelpunkt der Welt und erwarte auch nicht, dass ich von meinen Gastgebern so behandelt werde.
    Daher ist mir persönlich die Stimmung und Herzlichkeit meiner Gastgeber tausend Mal wichtiger, als ob ihr Bett gemacht ist oder nicht.

    • Marie sagt:

      @ Ganz Ehrlich: Sie sprechen mir aus dem Herzen!

    • Flo sagt:

      sie sprechen genau das Problem vieler SchweuzerInnen an.
      Auf Besuch muss man sich mental und in Sachen Ordnung tagelang vorbeiten können. süpontan bei jemandem vorbei schauen – nein das geht auf keinen Fall.
      Da lobe ich mir andere Länder, andere Sitten, da bist Du in jedem Fall und zu (fast) jeder Zeit willkommen, ohne das vorher Grossreinemachen und Küchentücher gebügelt worden ist.
      Und ich habe die „Pflicht“ als Gast vor Kleinigkeiten die nicht meinem Massstab entsprechen zu akzeptieren. Mancmal könnte man, gerade bei älteren/alten Menschen die noch in ihrer wohnung leben, auch seine Hilfe anbieten.

  • Lucius Bachmann sagt:

    gebügelte Küchen(!)tücher, täglich einen Lappen (der wird am Morgen einmal gebraucht, einmal oder zweimal am Abend) wechseln: jetzt weiss ich, warum sich einige Leute über zu viel Hausarbeit beklagen…

  • Danielle sagt:

    Mit allem einverstanden, ausser dem Bett – im Schlafzimmer hat der Besucher nichts verloren. Ganz übel die schweizweite Unsitte, als Besucher die Schuhe ausziehen zu müssen – der Gipfel der Bünzlikeit. Auch grauslich: die Schuhe, die neuerdings querbeet in den Treppenhäusern herumliegen statt in der Wohnung. Das Treppenhaus ist öffentlicher Raum, da hat so etwas Persönliches (und oftmals Stinkendes) wie ein Schuh nix zu suchen.

    • Sepp Manser sagt:

      Diese „schweizweite Unsitte“ ist in anderen Ländern durchaus auch üblich und ein Zeichen von Respekt dem Gastgeber gegenüber. Wer offenbar nicht selber auf die Idee kommt, den Gastgeber könnte es stören, ob man mit seinen Drecklatschen aus der Hundekacke in die Wohnung tritt, ist, pardon, ein egoistischer Sauhund. Aber wer weiss, vielleicht hat Madame ja einen Empfangssalon für „Gäste“ und Personal?

    • Christoph Zellweger sagt:

      In unserer Wohnung gibt’s noch Spannteppiche und wir laufen normalerweise ohne Pantoffeln zu Hause herum. Wir wollen zu Hause keinen Strassenschmutz, deshalb gehören die Schuhe nach der Türe ausgezogen, dies gilt auch für Gäste. Meinetwegen können die Gäste auch barfuss herumlaufen oder in löchrigen Socken, nur Schuhe von der Strasse müssen weg!

    • Fackel sagt:

      Schuhe ausziehen müssen ist grauenhaft. Was muss als nächstes ausgezogen werden, die Hose? Wer Gästen solche Vorschriften macht, der zeigt Ihnen doch nur an, dass sie stören (siehe Punkt 10)! Unfreundlicher geht es kaum.

      • Phil sagt:

        Schuhe ausziehen ist ein freiwilliger Beweis von Anstand und Respekt. Man kann aber sehr wohl z.B. ein paar leichte und passende…und vor allem saubere Schuhe mitnehmen und diese dann anziehen. Geht auch. Aber mit Strassenschuhen direkt in eine Wohnung/Haus? DAS ist ein No-Go! Übrigens: In vielen asiatischen Ländern und meines Wissens generell in allen muslimischen Kulturen ist das Schuhe ausziehen vor der Haustüre völlig normal.

  • Hotel Papa sagt:

    Was ist das Problem an einem Yoghurt, das übers Datum ist? Um zu beurteilen, ob es nicht gut ist, habe ich Augen und Nase.

    Die Manie mit dem Haltbarkeitsdatum gehört endlich korrigiert.

    • Dieter Neth sagt:

      Hab ich auch gedacht. Wenn der Kühlschrank stinkt ist meist irgendwas verschüttet worden, das wochenlang nicht geputzt wurde. Also Kühlschrank regelmässig mit feuchtem Lappen auswischen und immer nach Havarien. Den Lappen kann man dann mit heissem Wasser und etwas Javel auswaschen und hält dann nonatelang

      • WildeHenne sagt:

        Ein Spüllappen gehört täglich oder zumindest alle zwei Tage gewechselt. Der hält – auch wenn er ab und an mit Javel ausgewaschen wird – nie und nimmer monatelang *schüttel*.

  • Ralf Schrader sagt:

    Am meisten stört Besuch. Aber wenn man den einlädt, ist man erstens selbst dran schuld, kann das aber zweitens abmildern, indem bereits an der Aussentür ein Schild mit der Aufschrift prangt:

    Kritik an unserem Haushalt, sei die noch so nett formuliert, wird mit lebenslangem Hausverbot geahndet.

    • Famonisa sagt:

      Herr Schrader: Suuuper! ;-)) Wenn dieses Schild nicht reicht ein zweites aufhängen: „Achtung! Bissige Gastgeber! Eintreten auf eigene Verantwortung.“

  • Nathi sagt:

    Mit 4. und 10. absolut einverstanden. Der Rest ist doch eher bünzli und spiessig.

  • Flo sagt:

    in den meisten der aufgeführten No Go?s bin ich mit ihnen einverstanden – aber ob mein Bett „gemacht“ ist oder nicht, geht niemanden etwas an. Ich bevorzuge ein gut durch gelüftetes Bett; deshalb; Fixleintuch stramm ziehen, Decke zurückschlagen und so ist mein BVett für mich gemacht!
    Uebrigens was haben s i e als BesucherIn im meinem Schlafzimmer zu suchen? Wenn sie beruflich (was für ein Beruf?) dort hin müssen wird sicherlich jedermann/-frau sein Bett auf s e i n e Weise machen

    • Zora sagt:

      …ich mag das Bett auch lieber gelüftet als gleich am Morgen wieder zugedeckt. Bei Besuch würd ichs zudecken – falls der das Bett überhaupt zu Gesicht bekommt.

      • Maria sagt:

        Mit den Kommentaren von Flo und Zora bin ich absolut einverstanden! Das Bett gehört gelüftet und nicht zugedeckt. Sonst riecht es dann bald übler als der Kühlschrank und der Putzlappen. Und was gar nicht geht – äxgüsi – ist die Leinenbettwäsche von Pfister. Der grösste Fehlkauf in langen Zeiten. Leinen kann so wunderbar weich und angenehm sein, die von Pfister ist einfach nur rau und kratzig.

        • Hallo Maria

          Wir bedauern sehr, dass Du schlechte Erfahrungen mit unserer Leinenbettwäsche gemacht hast. Gerne würden wir die Angelegenheit persönlich mit Dir besprechen – kannst Du uns hierzu eine kurze Mail mit Deinen Kontaktdaten an socialmedia@pfister.ch schicken? Wir melden uns dann bei Dir.

          Viele Grüsse
          Dein Social Media-Team von Pfister

    • tolita sagt:

      Ich finde zum Beispiel auch, das Gäste nichts in meinem Kühlschrank zu suchen haben! Auch wenn es nie schlecht riecht – das kann ich selber nicht aushalten – aber Kühlschrank ist etwas privates. Chic ist natürlich wenn man ein separates Getränke-Kühlschrank hat, wo sich jeder auf Einladung bedienen kann. Doch wer hat schon soviel Platz?

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