Kochen mit den Früchten des Herbstes

In diesen Tagen ist das Angebot an frischem Obst und Beeren reichhaltig und verführerisch. Kochen Sie mit den Früchten des Herbstes. Hier finden Sie Süsses, würzige Gerichte, kleine Häppchen und Kuchen. 

SWEET HOME
BIRNEN – DAS ELEGANTE OBST
Birnen sind die eleganten Verwandten der Äpfel und auf die verschiedensten Arten zubereitbar. Geniessen Sie Birnen einfach so, zu Käse, gekocht oder gebraten, im Kuchen oder als Dessert. Versuchen Sie auch ein wenig mit den schmackhaften Früchten zu experimentieren, kochen Sie sie zum Beispiel mit Kartoffeln im Salzwasser, probieren Sie sie mit ein wenig angebratenem Speck zu Nudeln oder mit Käse in einem Risotto. Foto: Sweet Home
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1 WARME BROTE MIT BIRNEN
Birnen schmecken fantastisch zu würzigem Käse. Diese warmen Brote sind einfach gemacht, geben einen feinen Znacht ab, kombiniert mit Suppe oder/und Salat, und sie eignen sich als Häppchen zu einem Glas Wein. (Bild über: Drizzle and dip)

Und so gehts: Schneiden Sie ein gutes Brot in Scheiben, bestreichen Sie die Scheiben mit ein wenig Senfbutter und belegen sie mit Roquefortkäse. Nun geben Sie feingeschnittene Birnenscheiben darüber und gehackte Walnüsse. Träufeln Sie Honig über die Brote und backen sie im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 10–15 Minuten knusprig.
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2 FOCACCIA MIT BIRNEN, SCHALOTTEN UND GORGONZOLA
Diese etwas andere Focaccia ist ganz einfach gemacht. Sie nehmen guten, fertigen Pizzateig oder machen ihn selber, das Rezept finden Sie hier. Wallen ihn nicht allzu dünn auf Blechgrösse aus und bestreichen ihn mit ein wenig Olivenöl. Nun legen Sie in dünne Streifen geschnittene Schalotten darüber und dünne Birnenscheiben. Zerbröseln Sie Gorgonzola und verteilen ihn über die Focaccia. Im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 20–30 Minuten backen und mit einem guten Glas Wein geniessen. (Bild über: Food and wine)
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3 POULET MIT ZWETSCHGEN
Dieses süss-saure Poulet ist hier zu Reis serviert, schmeckt aber auch gut zu Kartoffeln oder Nudeln. (Quelle: I will not eat oysters)

Zutaten für die Pflaumenmarinade:
  • 100 Gramm getrocknete Zwetschgen oder Pflaumen
  • 3 Esslöffel warmes Wasser
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst oder zerstossen
  • 2 Esslöffel flüssige Butter
  • 1 Esslöffel cremigen Balsamico
  • 1 Esslöffel Thymian
  • 2 Esslöffel Harissa
  • 1 Prise Zimt
  • Salz und Pfeffer
Zutaten für das Poulet:
  • 1 Bio-Poulet in Schmetterlingsform geschnitten (lassen Sie dies von Ihrem Metzger machen)
  • 2 rote Zwiebeln, geviertelt 
  • 2 gelbe Zwiebeln, geviertelt 
  • 300 Gramm Zwetschgen, entsteint und halbiert
  • 200 Gramm Mandelsplitter
  • 2 Esslöffel cremigen Balsamico
  • Salz und Pfeffer
Zubereitung:

Kochen Sie für die Marinade die Dörrpflaumen mit dem Wasser auf und lassen Sie sie 10 Minuten ziehen. Nun zerhacken sie die abgegossenen Pflaumen, mischen sie mit den 3 Esslöffeln warmem Wasser, dem Knoblauch, Thymian, Balsamico, Harissa, Salz, Pfeffer und Zimt in einer Küchenmaschine zu einer Paste. Heizen Sie den Backofen auf 200 Grad vor. Nun reiben Sie das Poulet gut und grosszügig mit der Pflaumenpaste ein. Geben Sie die Zwetschgen, die Mandeln und die Zwiebeln mit Olivenöl auf ein Backblech und mischen alles gut zusammen und würzen ein wenig mit Salz und Pfeffer. Legen Sie das Poulet auf das Blech, nachdem Sie die Früchte und die Zwiebeln zur Seite geschoben haben. Geben Sie eine Alufolie über alles und lassen alles 45 Minuten rösten. Die Folie wegnehmen, die Zwiebeln drehen und nochmals 20 Minuten backen. Servieren. 

Tipp: Das Poulet ist auf dem Foto mit Dörrpflaumen gekocht, schmeckt aber auch gut mit frischen Zwetschgen.
gnocchi

4 GNOCCHI MIT ZWETSCHGEN
Braten Sie 500 Gramm geviertelte Zwetschgen in ein wenig Olivenöl an, träufeln Sie Honig darüber und 1 Esslöffel cremigen Balsamico. Nach einigen Minuten 1 Glas guten Rotwein darübergiessen und ein wenig Gemüsebouillon, würzen Sie mit Salz und Pfeffer. 500 Gramm gute Gnocchi kochen, abtropfen, 50 Gramm Butter in einer Bratpfanne heiss werden lassen, eine Handvoll geschnittene Salbeiblätter beigeben, mit ein wenig Salz und Muskatnuss würzen und die Gnocchi darin gut wenden. Nun die Gnocchi servieren und die würzigen Rotweinzwetschgen darübergeben. 

Tipp: Das Gericht schmeckt auch gut mit Spätzli oder Knöpfli. 

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5 KUCHEN MIT APFELMUS
Backen Sie einen Apfelkuchen ein wenig anders, nämlich mit feinem Apfelmus, das Sie entweder selbst gemacht haben oder in einem guten Delikatessgeschäft gekauft haben. (Quelle: Alexandra cooks)

Zutaten: 
  • 2 Eier
  • 200 Gramm Rohzucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 70 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 400 Gramm Mehl
  • 1 Kaffeelöffel Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Zimt
  • 150 Gramm Apfelmus
  • 50 Gramm griechischer Joghurt
Zubereitung: 
Schlagen Sie die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zu einer cremigen Masse, geben Sie die Eier bei. Vermengen Sie nun das Apfelmus und das Joghurt gut mit der Masse. Vermischen Sie das Mehl mit dem Backpulver, dem Zimt und dem Salz und anschliessend mit der flüssigen Masse. Buttern Sie eine Kuchenform aus oder belegen sie mit Backpapier. Geben Sie den Kuchen in den auf 180 Grad vorgeheizten Backofen und backen ihn für ca. 60 Minuten. Kommt beim Einstechen ein Spiess sauber wieder heraus, ist der Kuchen fertig. Ein wenig abkühlen lassen, aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
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6 PAIN PERDU MIT BROMBEEREN
Geniessen Sie dieses Gericht als einen süssen Znacht oder zum Frühstück. Kochen Sie dafür 600 Gramm Brombeeren mit einer aufgeschlitzten und ausgekratzten Vanilleschote, 1 Kaffeelöffel Zitronensaft und 2 Esslöffeln Rohzucker oder Honig auf, warmstellen. Verrühren Sie 6 Eier mit 2 dl Rahm und 2 dl Milch, einem Päckli Vanillezucker und 2 Esslöffeln Rohzucker. Weichen Sie 12 Brotscheiben in der Eiermischung ein, am besten in Portionen, und braten Sie diese – ebenfalls portionenweise – in Butter beidseitig goldbraun. Servieren Sie pro Portion 2 Brotscheiben, in die Hälfte geschnitten, und geben grosszügig Brombeerkompott darüber. Nach Wunsch ein wenig Butter darüber zerlassen oder einen Löffel Crème fraîche dazugeben. (Bild über: Daily dose)

Tipp: Sie können für dieses Gericht auch normales Weiss- oder Ruchbrot nehmen.
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7 HASELNUSS-BIRNEN-TÖRTCHEN
Diese kleinen Törtchen geben ein feines Dessert ab, servieren Sie sie ein wenig warm, zum Beispiel mit Crème fraîche. (Bild über: Fraise-basilic)

Zutaten für den Teig:
  • 75 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 15 Gramm Haselnüsse, gemahlen
  • 150 Gramm Mehl
  • 50 Gramm Rohzucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
Zubereitung: 

Verrühren Sie die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker zu einer cremigen Konsistenz, geben Sie das Ei bei, dann das Mehl und die Prise Salz. Verarbeiten Sie das Ganze zu einer Teigkugel. 

Zutaten für die Haselnusscreme: 
  • 140 Gramm Butter, Zimmertemperatur
  • 160 Gramm Puderzucker
  • 150 Gramm gehackte Haselnüsse
  • 3 Eier
  • 4 Birnen
Zubereitung: 
Heizen Sie den Backofen auf 180 Grad vor. Verrühren Sie die Butter mit dem Zucker zu einer cremigen Masse, geben Sie die Haselnüsse bei und dann die Eier. Schälen und entkernen Sie die Birnen. Nun wallen Sie den Teig aus, schneiden ihn in Kreise und füllen damit 4 kleine Förmchen aus. Geben Sie eine Birne in die Mitte eines jeden Törtchens und anschliessend die Haselnussfüllung rundum, sodass die Birnen eingebettet sind. Nun geben Sie die Törtchen in den warmen Backofen und backen alles 40 Minuten.

 

 

18 Kommentare zu «Kochen mit den Früchten des Herbstes»

  • Corinne sagt:

    Alles tolle Rezepte. Allerdings: Habe den Apfelmus-Kuchen gestern ausprobiert und war enttäuscht. Er ist eher schwer und eher trocken, der Geschmack lädt zum Rätselraten da nur eine minime Apfelmus-Note vorhanden ist, wenn überhaupt.
    Schade :-((

  • Veronica sagt:

    Wie sind die Rezepten für Kuchen und Torten zu ändern wenn Kokosöl benutzt wird statt Butter?
    Zücker und Öl lassen sich warscheinlich nicht zusammen schlagen und die alternatieven glutenfreie Mehlsorten kleben zu wenig.

  • Erwin sagt:

    Die Rezepte tönen gut.
    Nur:
    Meine Zwetschgen sind schon lange alle gepflückt. Die meiner Nachbarn waren noch frühere Sorten.
    Meine Brombeeren sind schon lange alle gepflückt.
    Das war schon so bei den Erdbeerrezepten.
    Fast alle Rezeptzeitungen BettyBossi, VOLG, u.a. kommen mit ihren Rezepten hinterher wie die alte Fasnacht.

    Vorschlag: Rezepte nächstes Jahr spätestens bei Saisonbeginn publizieren.

  • jennycallaghan sagt:

    yum

  • Hans sagt:

    Feine Rezepte, danke. Aber ein notwendiger Hinweis: Bei Imperativ in der Höflichkeitsform muss das Personalpronomen jeweils wiederholt werden, und zwar zwingend. Es heisst also nicht: Zerbröseln Sie Gorgonzola und verteilen ihn über die Focaccia – sondern: . Zerbröseln Sie Gorgonzola und verteilen Sie ihn über die Focaccia. Dieser Fehler zieht sich durch alle Rezepte. Weiteres hier: http://www.canoo.net/services/OnlineGrammar/InflectionRules/FRegeln-V/Texte/Imper1.html – und die Bestätigung: Das „Sie“ darf auch bei Wiederholung nicht weggelassen werden.

    • adam gretener sagt:

      Zerbröseln Sie sich nicht ihr Gehirn und geniessen Sie einfach diese tollen Rezepte.

      Richtig so?

      • Melanie sagt:

        Guter und korrekter Schreibstil ist eine Form der Kultur, der Erziehung und der Intelligenz und deshalb besonders wichtig. Ich finde es daher nicht angebracht, sich über den Hinweis von Hans lustig zu machen.

        • déjà-vu sagt:

          (schreib)kultur im wandel der zeit, verehrte melanie! und ohne ein gesundes mass an intelligenz geht heute wohl gar nichts mehr. seit der letzten schreibreform ist ja schon fast alles erlaubt. und wer will denn noch beim jungen werther verweilen (wobei ich den lieben herrn von goethe durchaus verehre)? ist es nicht vielmehr eine frage der légèreté?
          viel simpler ausgedrückt; ich freue mich immer sehr über die tollen beiträge von sweet home. sie sind hervorragend aufbereitet, liebevoll recherchiert, kreativ u. inspirierend und manchmal ein klitzeklein locker provozierend. da hat der gestrenge zeigefinger des grammatiklehrers doch nichts verloren, oder irre ich mich?

        • adam gretener sagt:

          Von Intelligenz in keinster Weise. Aber sonst gebe ich Ihnen Recht.

          Aber bitte im Forum des Dudens. Übrigens, eine gute Freundin ist Germanistin aus Hamburg. Sie nennt unsere Schriftsprache Kinderdeutsch.

    • déjà-vu sagt:

      lieber herr hans! um himmels willen, wie schreiben sie denn in ihr tagebuch oder in ihr notizbuch? alles immer ‚ausgedeutscht‘? googeln sie ‚blog‘, danach geniessen sie den feierabend und machen sich vielleicht genau so eine feine focaccia. mit oder ohne personalpronomen… en guete! ;-)

  • Anna sagt:

    Wow! Wunderbar!

  • Bei der Foccacia läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen!
    Für das Verwenden der saisonalen Produkte, gebe ich gerne einen „Daumen Hoch!“ :) sieht toll aus

  • Hebeisen sagt:

    vielen dank für die gluschtigen rezepte! Ich möchte den kuchen mit apfelmus backen, nur: braucht es wirklich 200g rohzucker und noch 200g zucker wie beschrieben?

    • Marianne Kohler sagt:

      Da haben Sie natürlich recht – es tut mir leid, 200 Gramm Zucker oder Rohzucker genügen natürlich…herzlichen Dank für den Hinweis

  • Gabriela sagt:

    Ich nehme an, die gemahlenen Haselnüsse gibt man mit dem Mehl zum Teig der Haselnuss-Birnen-Törtchen?

  • lieberlecker sagt:

    Das tue ich ja fleissig, kochen mit saisonalen Früchten. Mein aktueller Favorit sind Zwetschgen vom Markt. Aber oben hat es auch ein paar Rezepte, die meinen Speichelfluss aktivieren :-) – vor allem Nr. 7 gefällt mir sehr. Danke.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

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