Was macht Alain de Botton mit Ferienhäusern?

Während der Philosoph und Schriftsteller Alain de Botton ein Architekturbuch schrieb kam ihm die Idee gute Architektur und Design einem breiteren Publikum zu ermöglichen. Normalerweise erleben wir grossartige Architektur vor allem in öffentlichen Gebäuden. Die Gesellschaft Living Architecture hat sich gefragt, wie es wäre, wenn man in Häusern wohnen könnte, die von grossartigen Architekten konzipiert wurden. Sie beauftragte zeitgenössische Architekten, Häuser in verschiedenen Gegenden Englands zu bauen. Und diese aussergewöhnlichen Häuser, wie die hier gezeigte schwebende Scheune, kann man als Ferienhaus mieten.

Architektur:  MVRDV

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Die schwebende Scheune wurde vom renommierten Rotterdamer Architekturstudio MVRDV erbaut und steht in der Nähe der Küste von Suffolk in England. Dank der Gesellschaft Living Architecture, kann man in diesem aussergewöhnlichen Haus ganz einfach Ferien machen.
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Das schmale, scheunenartige Haus balanciert auf einem kleinen Hügel. Winy Maas, einer der Architekten von MVRDV, wollte ein bescheidenes Haus bauen, ein Haus, in dem man unkompliziert wohnen kann. So kam er auf die Scheune und stellte diese auf den Hügel. Da aber eine Scheune auf dem Hügel einfach nur eine Scheune auf einem Hügel ist, hat er sie so weit über einen Abhang geschoben, dass sie in der Luft hängt und so ein einzigartiges Wohngefühl ermöglicht.
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Beim Eintritt in das Ferienhaus kommt man gleich in eine grosse Küche. Das ermöglicht, nach Ansicht des Architekten, einen warmen, gemütlichen Empfang. Danach erreicht man über einen Gang die verschiedenen Schlafzimmer. Jedes ist anders. Für die Einrichtung ist der bekannte niederländische Designer Jurgen Bey verantwortlich, dessen Studio übrigens auch die Villa Vals eingerichtet hat.
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Jedes der Schlafzimmer ist anders eingerichtet. Einige der Möbel hat Jurgen Bey selber entworfen, andere sind von bekannten holländischen Designern. Die Wände und einige Böden sind mit Collagen versehen. Die Bilder sind von Constable und Gainsborough, zwei bekannten, englischen Künstlern. Beide haben in der Gegend gelebt.
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Am Ende des langgezogenen Hauses befindet sich der grosse Wohnraum, der über der Landschaft schwebt. So kann man sowohl die Aussicht aus den Fenstern wie auch durch den «Teppich» aus Glas geniessen.
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Der schwebende Teil des Hauses ragt über einen kleinen Abhang in die offene Landschaft. Genau unterhalb des Glasbodens im Wohnzimmer baumelt eine Schaukel.

Hier können Sie Ferien in der schwebenden Scheune buchen: Living Architecture.

Keine Kommentare zu «Was macht Alain de Botton mit Ferienhäusern?»

  • Charlotte sagt:

    „Winy Maas, einer der Architekten von MVRDV, wollte ein bescheidenes Haus bauen…“ Unter bescheiden verstehe ich etwas anderes! Aber toll ist es trotzdem!

  • Christel sagt:

    Das ist doch wahnsinnig toll! Endlich mal freche Architektur die man auch mieten kann. Das Objekt ist ja eher kunst und wer will denn nur dauernd die langweiligen Einfamilienhäuser sehen, ist doch toll dass es auch solche Häuser gibt!

  • imi sagt:

    Sehr schöner Beitrag und spannendes Gebäude. Kennen Sie den beliebtesten Schweizer Architektur-Blog? ;-)

  • Veronica sagt:

    Warum wird nur einer der ungleichen Schlafzimmer gezeigt, nachdem wir neugierig gemacht worden sind mit betönung des anderes seins?
    Den schrägen Balken irrititieren.

  • Albert Regez sagt:

    Da gibts nix zu meckern.
    Das ist einfach eine tolle Hütte. Ich würde mich vor Freude überschlagen, wenn sie mir gehören würde.
    Aber eben, no money no fun.

  • Tanja Baumann sagt:

    Toll! Ich bin froh, dass es immer mal wieder Aussergewoehnliches zu bestaunen gibt.

  • So ein Unsinn – Das ist ein Design-Objekt, kein Haus. Als ginge es nun darum, möglichst die Tugenden der Moderne zur Sachlichkeit und Funktionalität zu negieren – mit grossem Geld- und Energieaufwand.

  • Bernhard Vontobel sagt:

    damit auch richtig schön kühlt von unten…. wieder mal so ein Gebäude mehr, mit welchem unsinnig viel Energie zusätzlich verbraucht wird, nur damit es „originell“ aussieht.
    Und ein Glasboden im Wohnzimmer?? Ja das freut doch des Spanners Herz! Und erst noch schön geschützt gegen Regen.

    • Peter sagt:

      Böden sind genau so gut zu isolieren wie Wände, sicher überhaupt kein Problem. Es gibt kein Mehrverbrauch an Energie. Und wenn ein Spanner in ein Privatgrundstück eindringt, dann kann er auch durchs Fenster schauen, das lässt sich genau so gut zudecken wie eine Bodenluke. Ich denke aber, dass das diese Architektur einfach Effekthascherei ist. Wenn die Balken irgendwann dann einmal etwas morsch werden, bricht die ganze Konstruktion auseinander.

    • Mario Metzler sagt:

      Ausserdem ist dieser Neubau vermutlich besser isoliert als die meisten Häuser in UK…

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