Richten Sie günstiger ein

Schöner Wohnen ist auch ohne grosse Ausgaben und neue Möbel möglich. Unsere zwölf Tipps zeigen Ihnen, wie dies geht.

1 — Anbauen statt neue Möbel

Nicht jedes Wohnbedürfnis braucht ein neues Möbel. Manchmal lohnt es sich umzudenken und das, was man bereits hat, zu erweitern. Hier hat ein schlichtes Bett statt eines Nachttischchens einen passenden Anbau bekommen. Dieser unterstützt das Bett optisch, sieht edel aus und bietet genau den Stau- und Ablageplatz, den man braucht. Ähnlich kann man auch Kommoden oder Regale erweitern und so einen Arbeitsplatz oder mehr Ablagefläche bekommen. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor, Quelle: Historiska Hem

2 — Günstige Regale können chic aussehen

Meiner Meinung nach ist das, was auf dem Regal steht, viel wichtiger als das Gestell selbst. Je edler und designiger nämlich ein Regal ist, umso mehr möchte es zeigen, dass es ein Prunkstück ist. Und nicht mehr das, für was man das Regal eigentlich gedacht hat. Deshalb haben günstige Exemplare durchaus ihren Vorteil. Sie sind die Bühne für Ihre schönen Dinge. Ob das nun tolles Geschirr, hübsche Gläser oder Bücher sind – auf schlichten und unscheinbaren Regalen kommen sie meist besser zur Geltung. (Bild über: Planète Déco

3 — Hervorheben statt vertuschen

Ob Sie nun einen Fertigvorhang oder einen selbstgenähten aus einer anderen Wohnung haben: Oft stimmt die Länge nicht. Kein Problem – setzen Sie einfach an. Und das am besten kontrastreich und sichtbar. So entsteht ein einzigartiges Design, das aussieht, als wäre es Haute Couture. Bei allen kleinen Makeln gilt: Hervorheben statt vertuschen. Wenn man nämlich etwas verschämt versteckt, sticht es viel stärker hervor, als wenn man es mit Stolz angeht. (Bild über: Homes to love

4 — Poster statt Kunst

Wir blicken einrichtungsmässig schon länger wieder zurück in die Seventies. Dabei haben sich auch Poster und Plakate in die Schlange an Trends gestellt – und sie sind mehr als eine Überlegung wert. Wenn Sie nämlich tolle Poster, Werbung, Filmplakate oder Zeitschriftencover edel rahmen, dann sind sie eine günstige und attraktive Alternative zu teurer Kunst. (Bild über: Planète Déco, Quelle: Stadshem

5 — Schnäppchen, die Stil bringen

Auch Bilderrahmen können teuer werden. Da sind Bügelrahmen eine sehr günstige und attraktive Alternative. Dieser Bügelrahmen kostet gerade mal 20 Franken. Samt vermittelt Luxus und eignet sich, da er schwer ist, wunderbar als Vorhangstoff. Diesen rosaroten Fertigvorhang (120/250) gibt es in der Zweierpackung für 129 Franken, beides ist von H+M Home.   

6 — Farbe an unerwarteten Orten

Farbe ist ein wichtiges Stilmittel und auch bei Möbeln den Trends unterworfen. Vorbei ist die Zeit, in der man alles abgelaugt und weiss getüncht hat, damit es im edlen, aber aufgesetzten Shabby Chic daherkommt. Hochglanz ist angesagt und starke, überraschende Farben. So lohnt es sich, Lackfarbe an unerwarteten Orten einzusetzen. Etwa auf einer günstigen Fertigtischplatte aus dem Baumarkt oder dem Möbelhaus. Lackieren Sie sie in einer ungewohnten Farbe wie zum Beispiel Rosa. Wie cool sich die Babyfarben Rosarot und Himmelblau im Wohnbereich etablieren, sehen Sie in der Sweet-Home-Geschichte vom Freitag. Diese Tischplatte ist ein weiterer Beweis dafür. Den gleichen Trick können Sie auch bei Regalen – ja, auch den günstigen und einfachen –, bei langweiligen Stühlen, einem unscheinbaren Spiegelrahmen und bei vielem mehr einsetzen. (Bild über: The Edit

7 — Deko, die man brauchen kann

Dekorieren geht auch mit Dingen, die man eh braucht. Wählen Sie also Gebrauchsgegenstände wie Vasen oder Leuchten, die anders, hübsch, auffällig und einzigartig wirken. So haben Sie gleich zwei Bedürfnisse auf einmal befriedigt. Diese beiden Beispiele von Made.com gehören in diese Kategorie und kosten erst noch kein Vermögen: Die Vase Rupa für 40 Franken und die Tischleuchte Opa, die 109 Franken kostet.

8 — Den Möbeln Rückendeckung geben

Grossartigkeit kann auch mit wenig entstehen. Statt riesengrosse, elegante Möbel bieten auch kleine, unscheinbare Plätze genügend Möglichkeiten für Grandezza. Dazu gehört der Platz hinter einem Sofa. Egal, ob es nun an der Wand steht oder im Raum. Geben Sie ihm eine schmale Konsole als Rückendeckung. Auf dieser haben dann Tischleuchten, Blumen oder Pflanzen Platz. (Bild über: La Dolce Vita Blog)

9 — Eleganz aus dem Netz

Wenn Sie aber trotzdem Lust auf grossartige Möbel haben, dann lohnt es sich, ein wenig im Netz zu surfen. Es gibt nämlich Möbelfirmen, die antik wirkende Kommoden zu durchaus erschwinglichen Preisen anbieten. Dazu gehört das französische Möbelhaus Maisons du Monde. Anders als bei den immer weniger werdenden grossen Schweizer Möbelhäusern findet man dort sehr viele verschiedene Möbelstile. Und eben auch vieles im eleganten, aber gut gemachten Antikstil. Dazu gehört diese schwarze Holzkommode Versailles, die für 600 Franken angeboten wird. Dazu passt eine Leuchte, die ein bisschen Seventies-Glamour bringt, wie die Keramikleuchte Ocania. Am besten setzen Sie solche Lämpchen gleich paarweise ein. 

10 — Alleskönner einsetzen

Auch Kleinmöbel können Schmuckstücke sein. Sie helfen erst noch für ganz vieles. So können kleine Möbel gezielte Ablagen und Stauraum bieten. Nicht nur im Wohnzimmer, sondern auch im Entree, im Bad, in der Küche oder neben dem Bett. Diese kleinen, feinen Metallregale sind wie moderne Körbe, die gekippt auf Beinen stehen. Sie sind von der dänischen Firma Nordal. Anbieter finden Sie über die Website des Herstellers. 

11 — Geben Sie den Möbeln einen Aufbau

Statt anbauen wie im ersten Beispiel oder ansetzen wie bei den Vorhängen im dritten Beispiel kann man auch aufbauen. Ein gekonnter Aufbau auf einem Schrank, einer Vitrine oder einem Regal bietet viel zusätzlichen Platz und kostet weniger Geld und Raum als ein zusätzliches Möbel. (Bild über: The Kitchn

12 — Legen Sie selbst Hand an

Kreativität entsteht meist dort, wo man sich mangels Möglichkeiten oder unermesslichem Budget etwas einfallen lassen muss. Wie viel man mit einfachen Ikea-Möbeln machen kann, zeigen viele Blogs mit den sogenannten Ikea Hacks. Nun gibt es aber auch ein Buch: 99 Hacks von Monica Karlstein. (Bilder über: Ikea)

Credits: 

Blogs und Magazine: Découvrir l’endroit du décor, La Dolce Vita Blog, The Kitchn, The Edit, Planète Déco, Homes to love 
Shops und Kollektionen: Ikea, Nordal, Maisons du Monde, H+M HomeMade.com  
Immobilienagenturen: Historiska Hem, Stadshem