Langsam wird alles entspannter

Wir bleiben immer noch zu Hause. Dank diesen Ideen wird die Zeit daheim gemütlicher, schöner und genussvoller.

Versuchen Sie es auf die sanfte Tour

In dieser verunsichernden Zeit lohnt es sich, nicht nur sich selbst, sondern auch die Wohnung zu beruhigen. Das bedeutet, Ruhe, Harmonie und Sanftmut in die Einrichtung zu integrieren. Dazu braucht es vielleicht Farbe an den Wänden, denn oft wirkt das «nackte» Weiss zu hart. Sanfte Töne wie gebrochene helle Blau- oder Grünnuancen helfen enorm dabei, einen Raum einzuhüllen. Das Resultat: Man fühlt sich wohler und geborgener. Dasselbe erreichen Sie auch mit Teppichen. Sie bringen optisch und akustisch mehr Ruhe in einen Raum. Geben Sie Ihren Sofas und Betten auch Kissen, Plaids und Farbe und den Wänden Bilder. Schönheit und Harmonie kreieren Sie auf entspannte Art mit Pflanzen und Blumen. (Bild über: My Scandinavian Home

Ein bisschen altmodisch tut gut

Das Langsame führt uns gedanklich in die Erinnerungswelt. Wir denken jetzt oft an vergangene Erlebnisse, an frühere Ferienreisen und, weil wir Eltern und Grosseltern nicht mehr sehen, an die Kindheit. Gerade wenn die Zukunft unsicher ist, entspannen diese Blicke zurück in die Vergangenheit. Sie helfen, die Gegenwart besser zu verstehen und sind eine Art Rüstung für die Zukunft. Deshalb tut uns Altmodisches gut. Das bedeutet nicht, dass wir nun ganz wie bei Oma oder im kuscheligen Märchenfilm wohnen sollen. Aber Einzelstücke, die aus einer anderen Zeit kommen, wie ein Omasessel, eine behäbige Stehleuchte, ein Kuchen, der nach Kindheit duftet, Bücher, die Geschichten von Menschen aus anderen Epochen erzählen, Stricken oder Sticken bereichern unser Zuhause und das Leben darin. (Bild links über: Turbulences Déco, Bild rechts über: Half Baked Harvest

Rezept für einen Himbeer-Apfel-Kuchen: 

Wenn Kuchenduft durch die Wohnung dringt, dann fühlen wir uns gleich zu Hause und freuen uns auf ein gutes Stück. Dieser Apfelkuchen mit Himbeeren ist supereinfach und dank der vielen Früchte erst noch ein bisschen gesund. 

Zutaten für den Teig:

  • 130 g Mehl
  • 6 EL Butter, kalt
  • 0,6 dl Eiswasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 KL Zucker

Zutaten Füllung:

  • ca. 3 grosse Äpfel wie Boskop oder Granny Smith
  • ein Körbchen Himbeeren
  • 2 EL geschmolzene Butter
  • 3 EL Zucker
  • 1 gute Prise Salz

Zutaten Guss:

  • 1 dl Rahm
  • 100 g Zucker
  • 1 Päckli Vanillezucker
  • 3 Eier

Zubereitung:

Geben Sie Mehl, Salz und Zucker in die Küchenmaschine, und mischen Sie alles gut durch, bis sich eine sandige Konsistenz bildet. Nun geben Sie portionenweise das Eiswasser dazu, bis sich der Teig bindet. In Haushaltsfolie einwickeln und im Kühlschrank eine Stunde kühl stellen. Danach auswallen und eine runde Form (28 cm Durchmesser) damit belegen. Die Form davor gut ausbuttern oder noch besser mit Backpapier auslegen.

Nun schälen und rüsten Sie die Äpfel und schneiden sie in gleich dünne Schnitze. Dann belegen Sie den Kuchenboden mit den stehenden Apfelscheiben und den Himbeeren. Vermischen Sie alle Zutaten für den Guss, und giessen Sie den Guss über den Kuchen. Nun backen Sie den Kuchen im auf 220 Grad vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten. Mit etwas Puderzucker bestreuen und mit Crème fraîche servieren. 

Lernen Sie unkomplizierter einzurichten

Eine Einrichtung dient dem Leben zu Hause – nicht umgekehrt. Wir befinden uns daheim weder im Hotel noch auf Besuch und schon gar nicht in einem Möbel-Showroom. Stellen Sie die Möbel und die Wohnaccessoires so, dass Sie wohnen und leben können, wie Sie es möchten. Wenn Sie auf einmal merken, dass Sie gern auf einen Stuhl sitzen, um Ihre Schuhe an- und auszuziehen, dann gönnen Sie sich diesen Stuhl. Wenn Sie entdecken, dass Ihr Lesesessel nicht an dem Ort steht, an dem Sie momentan gern sitzen würden, dann stellen Sie ihn dorthin. Einrichtungen dürfen so lebendig sein wie das Leben in der Wohnung. Sie sind nicht auf dem Zeichenbrett geplant und unverrückbar. Auch das ist etwas, das uns die genauere Wahrnehmung der Wohnung lehrt. Also entspannen Sie, und rütteln Sie ein bisschen an eingefahrenen Einrichtungsmustern. (Bild über: Katie Considers

Freuen Sie sich an einfachen Dingen

Manchmal pflücke ich nun wieder ein paar Blumen vom Wiesenrand, wenn ich mit Miss C. durch die Natur spaziere. Sie freuen uns und machen die Wohnung viel schöner. Das Beste machen mit dem, was möglich ist. Das lässt uns auch das Beste erkennen – und das ist eben mit grösster Wahrscheinlichkeit nicht das schicke Statussymbol. Wir befinden uns gerade nicht mehr im Rennen und im Wettbewerb mit anderen. Niemand ist an einem coolen Ort, trägt die angesagtesten Klamotten oder zeigt, dass er die heissesten Stücke bei sich zu Hause hat. Wir sind einfach nur wir. Das bedeutet nicht, dass wir uns gehen lassen, sondern dass wir mehr Freude am Einfachen und am Möglichen haben. (Ds Bild links zeigt eine freundliche Vase von Madam Stoltz, Bild rechts über: Food 52

Rezept für einen warmen Orangensalat

Liegen bei Ihnen auch noch ein paar nicht mehr ganz so frische Orangen in der Fruchtschale? Dann kommt die Idee für diesen warmen Orangensalat gerade recht.

Und so gehts:

Schneiden Sie mit einem Messer die Schale von den Orangen, und schneiden Sie sie in Scheiben. Legen Sie sie in eine Backform. Streuen sie ein bisschen Zucker und eine kleine Prise Salz über die Orangen, und backen Sie sie etwa 15 Minuten im 200 Grad heissen Backofen. Bestreuen Sie die warmen Orangen mit gehackten Haselnüssen oder Pistazienkernen. Falls Sie salzige Pistazienkerne haben, dann verzichten Sie auf das Salz bei den Orangen. Garnieren Sie sie mit Pfefferminzblättern und Granatapfelkernen oder Himbeeren, und servieren Sie dazu Crème fraîche. 

 

Langsam schmeckt auch besser

Keine grossen Dinnereinladungen, keine Gäste, keine Restaurantbesuche. Wir kochen und lernen, dass es besser schmeckt, wenn wir uns Zeit dafür nehmen. Jeder, der gern gut isst, merkt, dass auch schnelle und einfache Gerichte besser werden, wenn sie mit Liebe und Geduld zubereitet werden. Das Gemüseschneiden, das Kräuterhacken, das langsame Köcheln, das gekonnte Abschmecken gehören dazu. Und es beruhigt. Wenn man lernt, nicht immer mit der Zeit im Wettkampf zu sein, dann macht dies alles auch Freude. (Das Bild zeigt Mimi Thorrisson in einem Editorial von Zara Home

SWEET HOME

Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Bohnen

Kartoffelsalat ist eine beliebte Beilage an einem Grillabend, kann aber auch allein eine feine Mahlzeit abgeben. (Bild über: She Wears Nany Hats)

Und so gehts:

Schneiden Sie gekochte Kartoffeln in Scheiben, bestreichen Sie sie mit ein wenig Olivenöl, und grillieren Sie sie beidseitig, das geht auch in der Pfanne. Schneiden Sie rote Zwiebeln in Ringe, und mischen Sie die noch warmen Kartoffeln mit den Zwiebelringen und einer Dose abgetropfter weisser Bohnen. Geben Sie Olivenöl, ein wenig Balsamicoessig, Salz, Pfeffer und Chiliflocken darüber. Gut passt auch noch eine Handvoll frisch gehackter Kräuter wie Petersilie oder Kerbel. 

Brechen Sie Konventionen

Langsamkeit zu Hause befreit auch von äusseren Zwängen. Auf einmal merken wir, dass wir es sind, die uns in der Wohnung wohlfühlen müssen, und die Möbel nicht dazu dienen, möglichst Eindruck auf Besucher zu machen. Also brechen Sie vorgegebene Schemen oder solche, die Sie einfach verinnerlicht haben, bloss weil alle das so machen. Stellen Sie das Sofa oder den Sessel an den Tisch, wenn Sie so lieber essen. Rücken Sie das Bett ans Fenster, wenn Sie dadurch den Mond sehen können, oder tauschen Sie ganze Zimmer aus, wenn sie merken, dass Sie eigentlich lieber im Schlafzimmer wohnen würden. (Bild über: Turbulences Déco)

Geben Sie der Liebe Platz

Haben Sie sich bisher immer geschämt, gewisse Dinge, die Sie lieben, wie etwa ihre kitschigen Porzellanhunde oder das komische kleine Väschen aus Ihrer Studentenzeit, aufzustellen? Dann lernen Sie jetzt, dass Sie das nicht müssen. Geben Sie den Dingen, die eine Bedeutung für Sie haben, Platz in der Wohnung. Denn jede Ausstellung, die Sie zu Hause kreieren, ist für Sie selbst, nicht für andere. Es geht nun nicht darum, dass Sie wie wild dekorieren, integrieren Sie einfach Lieblingssachen ins normale Leben, also auf dem Regal, dem Nachttisch, dem Küchenbuffet, zwischen all den anderen Dingen des Alltags. (Bild über: Decoration Event

Machen Sie öfter Pause

Beim Homeoffice fallen die Kaffeepausen mit den Kollegen weg, aber Sie können neue Pausen machen: wie die Queen Tea Time am Nachmittag, eine Siesta nach dem Mittagessen oder einen Feierabenddrink auf dem Balkon. Gewöhnen Sie sich ruhig an solche Pausen, und zelebrieren Sie sie weiterhin in Ihrem Alltag zu Hause. Denn man muss nicht immer geschäftig rumrennen. Man holt die Zeit nicht ein, sondern kann sie nur besser geniessen. (Das Bild links zeigt wunderschön gemusterte Kissen mit farbigen Zotteln von Bungalow, Bild rechts über: Thyme Foodblog

Rezept für einen Teekuchen

Ein schlichter Kuchen passt am besten zu Tee. Hier ein Rezept für einen Zitronenkuchen. Nehmen Sie einen grossen Teemug als Masstasse. Eine Waage brauchen Sie nicht für diesen einfachen Kuchen. 

Zutaten: 

  • 3 Tassen Mehl
  • 2 KL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 Tassen Zucker
  • 8 Eier
  • die abgeriebene Schale von 4 Zitronen
  • 1/4 Tasse Zitronensaft
  • 2 Tassen Butter, geschmolzen
  • 1/2 Tasse Sauerrahm (Zimmertemperatur)
  • 1 Päckli Vanillezucker

Zubereitung:

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, eine Backform mit Backpapier auslegen, Mehl, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. In einer Küchenmaschine Zucker, Vanillezucker, Eier, Zitronenschale, Zitronensaft vermischen, die Butter und den Sauerrahm langsam beigeben, in eine Schüssel geben, die Mehlmischung langsam einfalten, jeweils ein Drittel auf einmal. Nicht zu fest rühren. In die Backform geben und ca. 40 Minuten goldbraun backen. Der Kuchen ist fertig, wenn beim Einstechen mit einem Spiess nichts mehr kleben bleibt. Bestäuben Sie den fertigen Kuchen mit Puderzucker. 

 

Weniger ist nicht immer mehr

Meine Wohnung ist voller Dinge, Bücher, Stoffe und geplanter Projekte. Nicht, dass ich minimalistische Wohnkonzepte nicht bewundere, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, was man in leeren Wohnungen so macht. So bin ich der Überzeugung, dass weniger nicht immer mehr ist. Schöne Dinge regen an, lassen die Gedanken wandern und machen das Zuhausesein vielfältiger. (Bild über: La Dolce Vita Blog

Gönnen Sie sich eine Auswahl 

Veränderungen tun der Wohnung und dem Leben darin gut. So ist es schön, bei vielen Dingen eine Auswahl zu haben. Verschiedene Bettüberwürfe etwa, neue Decken und Kissen für die Sitzmöbel und unterschiedliches Geschirr im Küchenschrank. Wenn Sie den Tisch immer wieder ein bisschen anders decken, ein neues Tischtuch, neue Farben bei den Servietten und neue Geschirrkombinationen wählen, dann machen auch einfache Mahlzeiten mehr Freude. Das Gleiche gilt für das Bett: anders beziehen und neue Farbkombinationen zeigen auch optisch, dass das Bett frisch bezogen ist und eine neue Woche beginnt. Meine Mutter hatte gar zwei unterschiedliche Garnituren Vorhänge und Stuhlkissen für das Esszimmer: Eine für den Sommer und eine für die Wintermonate rund um Weihnachten. Sich und der Wohnung Abwechslung zu gönnen, tut gut. (Das Bild links zeigt das Schlafzimmer von Barbara Gehri, Foto: Rita Palanikumar für Sweet Home, das Bild rechts zeigt Kissen aus der Kollektion von Bloomingville

Credits: 

Blogs und Magazine: La Dolce Vita Blog, Decoration Event, Turbulences Déco, Katie Considers, My Scandinavian Home
Shops und Kollektionen: Bloomingville, Bungalow, Zara Home, Madam Stoltz
Foodblogs: Thyme Foodblog, She Wears Nany Hats, Mimi Thorrisson, Food 52, Half Baked Harvest,Bagvrk,
Galerien: The Apartment

 

6 Kommentare zu «Langsam wird alles entspannter»

  • Petra sagt:

    She wears MANY hats, not nany hats.

  • Katharina sagt:

    Toller Blog und wunderschöne Fotos!

  • Zora sagt:

    Die Blumen-Focaccia – welch eine Augenweide! Und sicher lecker! Werd ich nachbacken in irgend einer Variation.

  • maja sagt:

    Ich finde, die Entspannung setzt schon ein beim Betrachten der Bilder. Vielen Dank und einen erholsamen Sonntag allen!

  • Sophie sagt:

    Wunderbar. Nur frage ich mich die ganze Zeit, wer das schafft.
    Ich würde gerne, aber zwischen HomeOffice, Kinderbetreuung, Haushalt, Einkauf (auch für Nachbarn) … bleibt nur Zeit, den Blog anzuschauen.

    • Claudia sagt:

      hahaha… jetzt haben sie mich gerade zum lachen gebracht. mit kindern, homeoffice und eltern die man unterstützen muss, geht es mir nicht anders. aber ich tröste mich damit, dass in ein paar jahren, wenn die kinder selbständig sind, ich dann irgendwann wieder eine perfekt aufgeräumte, durchsortierte wohnung habe und mit freuden eine focaccia mit blumen kreiere.

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