Bunte Rezepte für eine ganze Woche

Gelb wie Curry, grün wie Erbsli oder blau wie Heidelbeeren: Mit diesen sinnlichen Rezepten kochen Sie genussvoll, abwechslungsreich und frisch.

Farben verschönern nicht nur die Wohnung und das Leben, sondern auch unsere Teller. Zudem haben sie eine wichtige Bedeutung in der Ernährung. Je mehr verschiedenfarbige Zutaten wir essen, umso gesünder ernähren wir uns. Mit diesen Rezepten kochen Sie sich eine ganze Woche fein, freundlich und unkompliziert durch den ganzen Regenbogen und sorgen erst noch für mehr Abwechslung im Menüplan. (Bild über: Crowded Kitchen

Gelb wie Curryreis am Montag

Dieses Reisgericht ist eine Art «Risi e Bisi» auf die orientalische Art und gibt einen feinen, einfachen Znacht ab. Sie können dazu gerösteten Blumenkohl oder ein Spiegelei servieren. (Bild über: Veganricha

Zutaten:

Zubereitung:

300 g Basmatireis

2–3 EL Butter

1 Schalotte, fein gehackt

2 Rüebli, in feinste Würfeli geschnitten

1 EL Ingwer, geraffelt

1 Knoblauchzehe, geraffelt

1/2 Peperoncino, fein gehackt

1 EL Madras Curry

1 KL Kreuzkümmel, gemahlen

1 KL Koriander, gemahlen

5 dl Bouillon

300 g Erbsli (frisch oder gefroren) 

 

Waschen Sie den Basmatireis unter kaltem Wasser, bis dieses klar durchfliesst. Geben Sie die Butter in eine Pfanne, und erhitzen Sie sie. Geben Sie die Rüebli und die Schalotten bei. Nach etwa 2 bis 3 Minuten kommen der Knoblauch, der Ingwer und der Peperoncino dazu. Wenn diese duften, geben Sie den Reis dazu. Gut mischen und dann die Gewürze unterrühren. Etwa 2 Minuten dünsten und dann die Bouillon und die Erbsli beigeben. Alles schön vermischen. Wenn der Reis kocht, die Temperatur auf die kleinste Stufe reduzieren, den Deckel auf die Pfanne setzen und alles 15 Minuten ruhen lassen. Danach die Pfanne vom Herd nehmen und nochmals etwa 5 bis 10 Minuten stehen lassen. Mit einer Kelle umrühren und mit gehacktem Koriander servieren. 

 

Tipp: Sehr fein schmeckt Naturjoghurt dazu.

Orange wie geröstete Rüebli am Dienstag

Rüebli sind in diesen Tagen ein dankbares Gemüse. Sie halten lange und lassen sich vielseitig zubereiten. (Bild über: Closet Cooking
Und so gehts:
Schälen Sie die Rüebli, und schneiden Sie sie, wenn sie dick sind, in Stäbchen. Nun mischen Sie sie mit Olivenöl, Salz, etwas Harissa und ein bisschen Honig. Kein Problem, wenn Sie keine Harissa haben. Sie können die Rüebli auch anders würzen, ganz nach Ihrem Geschmack. Sehr fein ist auch geraffelter Ingwer, ein bisschen Garam Massala oder Chilipulver. Dann rösten Sie die Rüebli etwa 20 Minuten im 200 Grad heissen Backofen. Servieren Sie sie mit einer Joghurtsauce. Dafür mischen Sie Joghurt mit etwas Salz und gehackten Kräutern wie Pfefferminze und/oder Petersilie. Dazu passt einfacher Basmatireis.

Rot wie Tomatensauce aus dem Backofen am Mittwoch

Rot sind nicht nur Tomaten, sondern auch Peperoni oder Beeren. Doch Tomaten sind die Lieblinge der Alltagsküche, weshalb es hier ein einfaches Rezept für eine etwas andere Tomatensauce gibt. Sie wird ganz unkompliziert im Backofen geröstet und caramelisiert und bietet dadurch einen besonders feinen Geschmack. (Bild über: Simply Delicious Food

Und so geht die Tomatensauce: 
Legen Sie Tomaten auf ein Backblech. Geben Sie Olivenöl darüber. Nun geben Sie Salz dazu, etwas Zucker oder Honig sowie Kräuter nach Ihrer Wahl. Rosmarin passt, aber auch Salbei, Thymian, Petersilie oder Basilikum. Legen Sie einige Knoblauchzehen dazwischen. Natürlich sind auch hier einige Sardellenfilets fein. Rösten Sie alles im Backofen bei 200 Grad etwa 30 bis 40 Minuten. Dann geben Sie alles zusammen in eine Küchenmaschine und pürieren die Sauce. Sie schmeckt fein zu Pasta, aber Sie können sie auch zu Bratkartoffeln servieren, zusammen mit Fisch oder Fleisch. 

 

Tipp: Wenn Sie einen sanften Knoblauchgeschmack wünschen, dann lassen Sie die Zehen in der Haut. Am Schluss des Prozesses können Sie eine oder mehrere Knoblauchzehen enthäuten und in die Sauce integrieren. Knoblauch schmeckt milder und leicht süsslich, wenn er in der Haut geröstet wird. 

Pink wie Randenrisotto am Donnerstag

Ein feines Risotto tut der Seele gut und gibt eine wundervolle, gesunde Mahlzeit ab. Versuchen Sie es mit Randen, und geniessen Sie eine schmackhafte pinkfarbene Version. (Bild über: Platings and Parings

Zutaten:

Zubereitung:

3 EL Butter

1 Schalotte, gehackt

300 g Risottoreis

8 dl Bouillon

2 dl Rotwein

3 kleine rohe Randen, geschält und geraffelt

200 g Ziegenfrischkäse

schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Erhitzen Sie die Butter, und geben Sie die gehackte Schalotte bei. Fügen Sie den Reis hinzu, und dünsten Sie ihn gut an, bis jedes Reiskorn durchsichtig ist und nur noch einen weissen Punkt in der Mitte zeigt. Giessen Sie den Wein in die Pfanne, und lassen Sie ihn einkochen. Bedecken Sie den Reis mit Bouillon, und lassen Sie diese einkochen. Giessen Sie im Anschluss erneut warme Bouillon dazu, und lassen Sie diese wiederum einkochen. Wiederholen Sie das, bis das Risotto fast fertig gekocht und cremig ist. Nun geben Sie die geraffelten Randen und die Hälfte des Ziegenkäses bei und kochen alles mit, bis es warm ist. Das dauert nur 2 bis 3 Minuten. Würzen Sie mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle, und servieren Sie das Risotto mit dem restlichen frischen Ziegenkäse und gehackten Kräutern wie Petersilie oder Dill.

Violett wie Coleslaw aus Rotkabis am Freitagmittag

Coleslaw ist die amerikanische Version eines Kabissalats. Er wird klassisch mit Weisskabis und einer Mayonnaise-Ketchup-Sauce gemacht. Er schmeckt aber auch fantastisch mit Rotkabis und sieht erst noch schöner aus. (Bild über: Crowded Kitchen)
Und so geht ein knackig frischer Coleslaw mit asiatischem Flair: 
Raffeln Sie Rüebli und Rotkabis, schneiden Sie Gurken und Peperoni in feine Stäbchen, und mischen Sie alles zusammen. Mischen Sie eine Sauce mit 2 EL Reisweinessig, 2 KL Erdnussbutter, 6 EL Sesamöl, 1 KL Sojasauce und dem Saft einer halben Limone. Mischen Sie den Salat mit der Sauce, und geben Sie geröstete Erdnüsse, Basilikum oder Koriander darüber.

Blau wie Blueberry-Muffins am Samstagmorgen

Das Einzige, was ich wirklich gut backen kann, sind Muffins. Ich mache sie nach einem alten Rezept, das ich vor vielen Jahren aus einer Zeitschrift ausgeschnitten und in mein Koch-Scrapbook eingeklebt habe. Ich brauche dafür keine Waage, und Beeren kaufe ich gefroren. Als Tasse benutze ich einen Teemug. (Bild über: Sweet C

Zutaten:

Zubereitung:

2 Tassen Mehl

2 KL Backpulver

1 Tasse Rohzucker (1 EL Zucker zum Bestreuen zur Seite legen)

1 Packung Vanillezucker

1 Prise Salz

125 g weiche Butter

2 Eier

1/3 Tasse Milch

2 Tassen gefrorene Heidelbeeren

Papier-Muffinförmchen

Muffinblech (gibt es beides in Haushaltsabteilungen)

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen, Papierförmchen in die Muffinblechmulden legen. Mehl, Backpulver und Salz mischen, sieben. In einer anderen Schüssel Butter, Zucker und Vanillezucker verrühren, Eier dazugeben und gut vermengen, danach die Mehlmischung beigeben und gut verrühren, bis der Teig weich ist. Die gefrorenen Beeren einrühren und den Teig mit einem Löffel in die Muffinformen verteilen. Mit Zucker bestreuen, 5 Minuten backen, danach die Hitze auf 180 Grad senken und 30 bis 35 Minuten backen. Die Muffins sind fertig, wenn sie bei leichter Berührung zurück in die Form gehen. Warm oder kalt servieren. 

 

Tipp: Sie können auch Backpapier zuschneiden und anstelle von Papiermuffinförmchen benutzen. Ich finde die Muffins schmecken am besten warm und mit salziger Butter serviert. 

Grün wie Erbsli und Couscous am Sonntagmittag auf dem Balkon

So wie der amerikanische Coleslaw auch auf die asiatische Art fein schmeckt, lohnt es sich, orientalischen Couscous europäisch mit Erbsli zu versuchen. (Bild über: Little Spice Jar

Und so gehts: 
Geben Sie Butter in eine Pfanne, und erhitzen Sie sie. Geben Sie gefrorene oder frische Erbsen bei. Fügen Sie Basilikum und ein kleines bisschen Bouillon dazu, und kochen Sie die Erbsli gar. Wenn das geschehen ist, dann geben Sie Zitronensaft dazu und schmecken mit Salz und Pfeffer ab.

Bereiten Sie Couscous nach Packungsangaben zu. Das ist ganz einfach: Sie müssen bloss den Couscous mit heissem Wasser übergiessen und quellen lassen.

Dann mischen Sie Erbsli mit dem Couscous und geben frisch gehackte Petersilie und etwas Pfefferminze dazu. Sie können noch Fetakäse in Würfelchen geschnitten, Gurken in Würfel geschnitten und geröstete Pinienkerne untermischen. Sofort servieren. 

Hellgelb wie Frozen Margarita am Feierabend

Na ja, wir können nicht in die Bar – und wollen das jetzt natürlich auch nicht. Auch ist der Swimmingpool bei den meisten nicht direkt vor der Tür, und Palmen sehen wir bloss als Zimmerpflanzenversion oder auf Bildern. Also wird ein feiner Frozen Margarita uns nicht allzu sehr schaden, sondern einfach einen guten Aperitif an einem lauen Frühlingsabend abgeben. Er ist erst noch voller Früchte, und jeder kann ihn einfach machen, auch wenn einem jegliche Bartender-Talente fehlen. (Bild über: Fool Proof Living

Zutaten:

Zubereitung:

200 g Ananasstücke, gefroren

4 cl Tequila

2 cl Grand Marnier 

Saft von 2 Limonen

2 cl Zuckersirup

10 Eiswürfel

Am besten schneiden Sie eine Ananas in Stücke und gefrieren diese am Vortag. Zur gewünschten Cocktailstunde mischen Sie alle Zutaten in einem Blender oder in einer Küchenmaschine zusammen. 

Zutaten für die Garnitur:

Fertigstellung:

Meersalz in Flocken wie Maldon Sea Salt

die abgeriebene Schale von einer Limone

Limonenschnitze

Mischen Sie die Limonenschale mit dem flockigen Meersalz. Befeuchten Sie die Gläserränder mit einem Limonenschnitz, und tunken Sie sie dann in die Salzmischung. Den Drink vorsichtig in die Gläser giessen und mit einem Limonenschnitz garnieren. 

5 Kommentare zu «Bunte Rezepte für eine ganze Woche»

  • Calabrone sagt:

    Wie finde ich alte Rezepte Frau Kohler, in ihren wunderbaren Kolumnen. Manchmal weiss man den Namen des Gerichtes noch, gibt es ein Verzeichnis?

    Grad dieses One-Pot-Weinnudelrezept meiner ‚Vorschreiberin’ oder die Wodka-Nudeln, die letzthin mal erwähnt wurden.

    Vuelen Dank

    • Liebe Calabrone,
      Sie müssten in die Kategorie Food gehen und dort ein bisschen stöbern. Die Rezepte kann man nicht einzeln abrufen, da sie zusammen jeweils eine Geschichte abgeben. Wenn Sie aber Rezepte sehen, die Sie mögen, dann können Sie sie dank dem Print Button einzeln speichern, viel Freude bei Kochen und Geniessen, herzlich, Marianne Kohler Nizamuddin

  • Esi sagt:

    Habe den „Montag“ nach gekocht – zwar schon am Samstag aber geschmeckt hat es trotzdem :)
    Betreffend der Menge: Es gibt eine ziemlich grosse Portion aber es schmeckt auch am nächsten Tag noch super!

  • Zora sagt:

    WOW! Alles schön bunt hier!! Danke!

  • Heidi Arn sagt:

    Herrlich! Und rot wie die One-Pot-Weinnudeln aus einem Ihrer früheren Beiträge. Immer noch ein Hit bei mir!

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