Märchenhafte Wohninspirationen

Die Weihnachtszeit beginnt – und mit ihr die Sehnsucht nach Märchen und verspielten Wohnwelten.
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Wohnen im Märchenschloss 

Vor ein paar Jahren haben wir dieses zauberhafte Schloss im Internet gefunden und erlebt, dass das Elsass auch in der kalten, farblosen Jahreszeit eine Reise wert ist. Es ist ein wenig melancholisch, sehr bildstark und verträumt. Das Schloss Osthoffen ist seit mehr als 200 Jahren im Besitz derselben Familie. 1817 wurde es von General François Grouvel gekauft, Militärgouverneur von Strassburg unter Napoleon Bonapartes Herrschaft. Das Schloss, dessen Geschichte bis in 12. Jahrhundert zurückreicht, wurde erst im 18. Jahrhundert zum eigentlichen Wohnhaus und bald darauf, während der Französischen Revolution, stark zerstört. Die langwierigen Renovationen, die General Grouvel in Auftrag gab, formten das Schloss zum Familiensitz, der es heute noch ist. Die jetzigen Bewohner, der Baron und die Baronin Grouvel, vermieten einige Zimmer als Bed and Breakfast. Das Schloss ist aber auch eine beliebte Location für Hochzeiten, Filmaufnahmen oder Fotoshootings. (Bild: MKN)

Schlafen wie eine Prinzessin

Wir reisten um die Neujahrszeit in das Schloss und schliefen königlich in einem stilgerechten romantischen Zimmer, in dem auch Miss C. sich wohlfühlte. (Bild: MKN)

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Französische Betten

Die romantischsten Betten sind die französischen, und die hat man in England besonders gern. Dieses hier gehört der englischen Stylistin Marianne Cotterill. Sie hat bei sich zu Hause einen romantischen, eklektischen Wohnstil umgesetzt. Sie vermietet ihr fantastisches Londoner Haus auch als Fotolocation. Als eine der Ersten hat sie die glamourösen Tapeten von Florence Broadhurst bekannt gemacht, diese zieren auch viele ihrer Wände. Antike Betten sind mit edlen Satinstoffen bezogen, dazu werden verspiegelte Möbel und bunte Blumenstoffe kombiniert. Bild von Oliver Perrot für Mapesbury Road Location.

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Glamour gibts auch im Brockenhaus

In einer anderen tollen Ecke in Marianne Cotterills Haus steht ein einfaches, weisses Sofa, welches mit bunten, edlen Samtkissen geschmückt ist. Darüber hängen hübsche, romantische Bilder vom Flohmarkt. Eine Idee, die Schlossfeeling auch in eine einfache Mietwohnung bringen kann und erst noch einem bescheidenen Sofa Farbe und Glamour verleiht.

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Wie wärs mit einem Tapetenbild?

Wenn es nicht reicht oder nicht passt, einen ganzen Raum oder eine Wand zu tapezieren, dann entscheiden Sie sich doch für ein riesiges Tapetenbild. Sie können eine Tapete auf Holz aufziehen und rahmen. Dafür eignen sich Stuckaturleisten, die Sie im Baumarkt bekommen. Geben Sie diesen ein antikes Finish, und sie sehen aus wie aus dem Schloss. (Bild: Mapesbury Road)

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Shabby Chic mit Allüre

Eine andere tolle Fotolocation in London ist The House, ein Wohnhaus, das mit fantastischen Wänden besticht, denen man ihr Alter ansieht. Edle Möbel, aber auch moderne Designerstücke sehen vor solchen Wänden aus wie grosse Stars. Ein Trick, den übrigens auch viele Möbelhersteller zur Präsentation ihrer Kreationen einsetzen. Zu Hause bedeutet das, eine Wand mit verschiedenen Lasuren streichen und eine elegantes antikes Sofa davor platzieren.

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Mit Farben Grandezza kreieren

Ein schöner Einrichtungstrick aus dem Haus von Marianne Cotterill, den man einfach nachmachen kann. Sie hat Stuckaturen, Fussleisten und Radiatoren in einer starken, auffälligen Farbe gestrichen und die Wand in einem dunklen Ton. So bekommt der Raum Grösse, Glamour und Eleganz. Alles erinnert an vergangene Zeiten und strahlt dabei auch Moderne und Mut aus.

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Dezente Eleganz

Feine Farben und edle Materialien geben diesem Raum Charakter. Es stehen zwar ganz unterschiedliche Möbelstücke zusammen, aber die schlichte Art, mit der sie inszeniert wurden, und die diskrete Farbigkeit halten sie zusammen und geben ihnen eine Modernität. Auf diese Art lassen sich in modernen Wohnungen Antiquitäten stilvoll einsetzen. Der Raum ist von einer anderen Londoner Fotolocation, dem Lordship Park.

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Königlich ruhen

Im Lordship Park ist klar, wer der Lord des Hauses ist. Gekonnt sind hier verschiedene Muster, Farben und Stoffe kombiniert, die eine Üppigkeit vermitteln und edel und interessant wirken. 

5 Kommentare zu «Märchenhafte Wohninspirationen»

  • Thomas Maurer sagt:

    Frau Kohler, Sie scheinen absolut nicht die geringste Ahnung vom Mietrecht in der Schweiz zu haben. Seine Mietwohnung mit den von ihnen geschilderten Massnahmen zu verschönern (das fängt schon beim Wandstreichen an) dürfte in praktisch allen Mietverträgen verboten sein. Bünzli-Schweiz eben.

  • Marusca sagt:

    Einfach ein Traum schlechthin. Mehr zu sagen erübrigt sich.

  • M. Cesna sagt:

    Jungchen, äh Mädchen, das Ding muss man beheizen, will man nicht die „malerischen“ Feuchtigkeitsschäden an der Wand haben.
    Das bedeutet, erst renovieren, isolieren (meist nichts davon im Originalzustand vorhanden) und dann fleissig all die Kachelöfen befeuern, damit es warm wird und warm bleibt.
    … Alles, nicht nur einzelne Zimmer, sonst gammelt es nämlich im unbeheizten Teil weiter!
    Die alten Fensterläden waren der Ersatz für die heutigen Doppel- und Dreifachglas-Isolierfenster.
    Wem das allerdings liegt, der kann sich so ein Kleinod wieder zum Paradies umbauen, – – benötigt aber ordentlich Zeit (und etwas Geld). Der grosse Garten ist dann im Sommer ein Paradies!

    • Peter Ringger sagt:

      Was es bedeutet, ein französisches Schloss zu renovieren, zeigt gerade die Englische Serie „Escape to the Château“ auf Channel 4. Sehr unterhaltsam und interessant.

  • Urs Schumacher sagt:

    Sogar der Hund passt farblich in die Ausstattung des Schloesschens.

Kommentar

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