Minimalismus mittendrin

Wird Ihnen grad alles ein bisschen zu viel? Dann ist weniger mehr. Wie Sie das schaffen.

Bringen Sie Ruhe in den Wohnbereich

Mit Christbaum, Dekoration und viel Familie wird es im Wohnzimmer schnell unruhig. Schaffen Sie mehr Platz und Harmonie. (Bild über: A Merry Mishap Blog)

  • Trennen Sie sich von unnötigen Möbeln und Wohnaccessoires, die nur im Weg stehen.
  • Reduzieren Sie die Anzahl Kissen und Plaids auf den Sitzmöbeln.
  • Wählen Sie schlichte Vorhänge, am besten in einer hellen, neutralen Farbe.
  • Reduzieren Sie die Anzahl Kerzen, Vasen und Pflanzen.
  • Platzieren Sie Ihre Leuchten da, wo Sie wirklich Licht brauchen.
  • Wählen Sie tiefe Ablagemöbel. 

Räumen Sie besser ein

Unordnung können wir jetzt gerade gar nicht brauchen. Aber Ordnung geht nur, wenn alles auch einen ihm zugehörigen Platz hat. Dafür helfen praktische Möbel mit vielen Schubladen. (Bild über: Harmony and Design

  • Räumen Sie alle Staumöbel auf, und sortieren Sie aus, was Sie nicht mehr brauchen.
  • Bestimmen Sie einen Platz für jede Kategorie Dinge, die Sie haben.
  • Es geht auch ohne Schubladen. Entscheiden Sie sich für ein anderes System, und kaufen Sie eventuell Boxen oder Körbe. 
  • Sortieren Sie Stück für Stück an seinen Platz, und beschriften Sie den Ort mit den Dingen, die drin sind.
  • Verabschieden Sie sich von alten Magazinen, die Sie nie wieder lesen werden, DVDs, die Sie eigentlich doof finden, Kerzen, die krumm und abgebrannt sind und Kissenfüllungen, die echt suspekt sind.
  • Wenn Sie den Wohnbereich aufgeräumt haben, belohnen Sie sich mit einem schönen Blumenstrauss! 

Klären Sie Ihre Homeoffice-Situation

Weihnachtskarten schreiben, Geschenke einpacken, Checklisten für Einladungen durchgehen – ist Ihr Homeoffice für all das tauglich, ist es gut platziert und fügt es sich harmonisch in den Wohnbereich? (Bild über: The Design Files)

  • Schauen Sie sich Ihre Arbeitssituation zu Hause genau an.
  • Wenn Sie nicht wirklich praktisch und schön ist, dann entscheiden Sie sich für mehr Einfachheit.
  • Ziehen Sie Linien: Das geht mit einem langen schmalen Tisch an der Wand und passenden Regalen darüber.
  • Streichen Sie die Wand hinter dem Arbeitstisch in einer dunklen Farbe, das strahlt Ruhe und Eleganz aus.
  • Räumen Sie Ihr Büro nach getaner Arbeit auf, und putzen Sie den Tisch.

Reisen Sie stilmässig nach Japan

Schon lange vor Mary Kondo wussten wir, dass in Japan Ruhe, Ordnung, Organisation und Schönheit harmonisch zusammenkommen. Wer sich also in Minimalismus üben will und dabei stilsicher bleiben möchte, der schaut nach Japan. (Bild über: A Merry Mishap Blog)

  • Wählen Sie bei allem das Schönste und Beste – auch bei Alltagsgegenständen. Dann haben Sie mehr Freude daran und pflegen erst noch Nachhaltigkeit.
  • Ehren Sie, was Sie haben, und geben Sie allem einen gebührenden, sinnvollen Platz.
  • Verbinden Sie Schönheit mit Nützlichkeit.
  • Wählen Sie natürliche Farben und Materialien.
  • Achten Sie auf die Herkunft und das Handwerk.
  • Trennen Sie Nötiges von Unnötigem, und geben Sie dabei auch der Schönheit einen Platz.

 

Kochen Sie Einfaches

Bald stopfen Sie Truthähne, blanchieren Gemüse, marinieren Filetstücke und üben sich in Zuckerbäckerei. Davor und dazwischen tut allen eine einfache Küche gut. (Bild über: The Modern Proper)

  • Reduzieren Sie die Zutaten für ein Gericht.
  • Kochen Sie mit Einfachem wie Kartoffeln, Reis und Gemüse.
  • Bringen Sie Frische dazu mit Salat, Joghurt oder Saucen wie Chimichurri.
  • Kochen Sie Gerichte im Backofen – dazu finden Sie Rezepte hier: Ein ganzes Menu auf dem Blech.
  • Entdecken Sie Teigwaren neu, Rezepte dazu finden Sie in der Geschichte «Wunderbare Winterpasta»
  • Verzichten Sie auf mehrere Gänge.
  • Bauen Sie Ihre Vorräte ab.
  • Organisieren Sie Ihre Lebensmittelschränke und den Kühlschrank übersichtlicher.

Schlafen Sie ruhiger

Zur Ruhe kommt man im Schlaf. Und dieser ist besser, wenn das Umfeld stimmt. (Bild über: Coco Lapine Design)

Dazu fragen Sie sich Folgendes: 

  • Steht Ihr Bett wirklich am richtigen Ort?
  • Ist Ihr Schlafzimmer ordentlich? 
  • Verstauen Sie Dinge unter dem Bett?
  • Fällt auf Ihrem Nachttisch jeweils etwas herunter, wenn Sie den Lichtschalter suchen?
  • Haben Sie schöne Bettwäsche, und wechseln Sie sie auch regelmässig einmal in der Woche?
  • Haben Sie elektronische Geräte im Schlafzimmer?
  • Lesen Sie im Bett vor dem Einschlafen, oder tippen Sie auf Ihrem Smartphone herum?
  • Ist das Licht angenehm?

Setzen Sie auf Tradition

Minimalismus bedeutet nicht zwingend Moderne und Design. Reduktion im Wohnbereich finden wir auch im einfachen bäuerlichen Leben oder in Haushalten von früher bei Menschen, die ein einfaches Leben führten. Vieles können wir davon lernen. (Bild über: Get Cottage)

  • Pflegen Sie alles, was Sie haben, flicken Sie es bei Bedarf.
  • Ordnen Sie Ihre Dinge auf eine schöne und praktische Art.
  • Bügeln Sie alle Wäsche, und stapeln Sie sie in einer Weise, dass sie einfach Platz findet auf dem Regal.
  • Wählen Sie Einfaches und Klassisches, Solides und Natürliches.
  • Setzen Sie eher auf Bistrogläser statt auf Kristall und auf schwere Bistroteller statt delikates Porzellan.
  • Nehmen Sie die Böden öfter bloss feucht auf.
  • Setzen Sie auf wenige natürliche Hausmittel statt auf viele verschiedene Putzmittel.
  • Werden Sie eine bessere Hausfrau oder ein besserer Hausmann.
  • Verrichten Sie Hausarbeiten mit Liebe und mehr Würdigung.

 

Kümmern Sie sich um Ihre Bilder

Minimalismus ist nicht der Verzicht auf Schönheit und Dekoration, sondern bloss deren Reduktion und Einsatz. Bilder etwa brauchen vielleicht eine ruhigere Wirkung, dafür helfen einfache Tricks. (Bild über: SF Girl)

  • Rahmen Sie Ihre Bilder alle im gleichen System.
  • Wählen Sie schichte Rahmen.
  • Rahmen Sie mit weissen Passepartouts.
  • Hängen Sie die Bilder in harmonischen Gruppen auf, statt sie überall einzeln einzusetzen.
  • Suchen Sie nach Bildern, die Ihnen Schönheit und ein gutes Gefühl vermitteln.
  • Fragen Sie sich, weshalb Sie gewisse Kunstwerke besitzen – gefallen sie Ihnen wirklich, oder sind sie bloss ein Statement?
  • Setzen Sie auf Echtes und nicht auf billige Drucke aus dem Einrichtungshaus. Das können auch mal Kinderzeichnungen sein oder eigene Fotos, die Sie vergrössern lassen.

Verzichten Sie nicht auf Dekoration

Bei der Dekoration verhält es sich ähnlich wie mit den Bildern. Sie darf und muss sogar einen Platz in der Wohnung haben – allerdings auch auf eine minimalistischere Art. (Bild: MKN)

  • Dekorieren Sie nicht, sondern stylen Sie.
  • Das bedeutet, dass Sie Bestehendes hübscher zueinander stellen und ihm so Leben einhauchen.
  • Legen Sie Früchte, Gemüse und auch mal Gewürze oder Steine in Schalen. Auf meinem Beispiel sind es Artischocken und rosa Pfeffer.
  • Kombinieren Sie Alltagsgegenstände mit Büchern, Pflanzen und Blumen.
  • Vergessen Sie nie, etwas Persönliches zu integrieren; ein Fundstück, ein Familienfoto, eine Einladung …

 

Denken Sie um

Brechen Sie eine traditionelle Vorstellung vom Einrichten, und wohnen Sie lebendiger. Denn auch Flexibilität ist eine Art von Minimalismus. (Dieses Bild und die Wandfarbe ist von Jotun Lady)

  • Machen Sie nicht den Fernseher zum Mittelpunkt einer Wohnsituation.
  • Rücken Sie Sitzmöbel auch mal ans Fenster.
  • Streichen Sie Ihre Wände in einer sinnlichen Farbe.
  • Stellen Sie Möbel an einen «fremden» Ort, etwa einen Schrank ins Wohnzimmer, ein Sideboard ins Schlafzimmer oder einen Sessel in die Küche.
  • Legen Sie Teppiche aus, denn sie bringen Wärme und dämpfen die Geräusche. Ein Raum ohne Textilien wirkt zwar offener, dafür aber voll von Geräuschen.

Credits: 

Blogs und Magazine: SF Girl, Get Cottage, Coco Lapine Design, The Modern Proper, The Design Files, Harmony and Design, A Merry Mishap Blog
Farben: Jotun Lady