Breiten Sie sich ungeniert aus

Möbel, die viel Platz einnehmen, wirken elegant und grandios – auch in kleinen Wohnungen.

Kokett!

Kleine Möbelgruppen haben ihren Charme. Wenn Sie aber Platz haben und eine grossartige Wirkung wünschen, dann sind ausladende Stücke eine gute Idee. Wie viel Chic das einer Wohnung bringen kann, zeigt dieses Beispiel von Skeppsholmen. Ein grosses Sofa zieht sich lang um die Ecke, und die Wand hat ein einzelnes Regal bekommen in der Länge der ganzen Wand. Die kokette Farbigkeit unterstützt die elegante Gesamtwirkung. Und wer jetzt gleich aufgeben will bei der Nachahmung dieser Wohnidee, weil sie in einer Altbauwohnung gezeigt wird, schaut sich am besten den Sweet-Home-Beitrag über Holzpaneele an. Mit Handwerkszeug, Pinsel und Talent kann man diese Anmutung auch in modernen Räumen umsetzen.  

Einfach so

In diesem Wohnzimmer ist die gleiche Idee umgekehrt umgesetzt. Hier läuft ein langes Regal um die Ecke, und ein langes Einzelsofa steht daneben. Schön wird hier ersichtlich, dass lang gezogene Einrichtungen auch ohne grosses Trara wie Farbe und Styling eine grosszügige, luftige Eleganz vermitteln. (Bild über: Italian Bark

Bunt gemischt

Solche Einrichtungen brauchen weder Massarbeit noch riesige Räume. Wie immer benötigen alle Wohnideen, die ich hier zeige, Offenheit und Umdenken. Auch wenn viele Interiorbilder in grossen und zum Teil ausserordentlich schönen Räumen fotografiert werden, bedeutet das nicht, dass sie nicht auch in ganz normalen Wohnungen umsetzbar sind. Inspirationen regen dazu an umzudenken, etwas anderes auszuprobieren und keine Rezepte identisch nachzumachen. Dieses Wohnzimmer befindet sich zwar in einer loftähnlichen Wohnung, die Idee aber, verschiedene, ähnlich hohe beziehungsweise tiefe Möbel aneinanderzureihen, kann man überall umsetzen. Sie bringt trotz dem unkomplizierten Mix Ruhe und Luftigkeit in einen Raum. Charmant ist auch das Zusammenstellen von unterschiedlichen Sofas, die mit einem kunterbunten Teppich verbunden werden. (Bild über: Aphro Chic)

Das grosse Stück

Sitzgruppen können schnell etwas bieder wirken. Das extralange Sofa Lune von Fritz Hansen, das man nach eigenen Wünschen in verschiedenen Grössen, Farben und Ausführungen wählen kann, wirkt aber auf jeden Fall elegant und macht Lust, damit eine ganze Wand auszufüllen. Lange, breite Möbel passen gut an die Wand, während Sitzmöbel in normaler Grösse eleganter aussehen, wenn sie nicht direkt an der Wand stehen. Möbel von Fritz Hansen finden Sie zum Beispiel bei Wohnbedarf.

Grosses Theater

Wenn schon gross, dann kann man dies gleich noch mit einer entsprechenden Inszenierung unterstützen. Grün ist eine wunderbare Wohnfarbe und eignet sich fantastisch für grosse Flächen. Sie wirkt immer warm und harmonisch – auch vor einem dramatischen, schwarzen Hintergrund. Dieses lange Sofa hat gleich noch lange schmale Kissen bekommen, was seine Eleganz verdoppelt. (Bild über: A part ça)

Alles in einem

Drama und Coolness spielen bei diesem multifunktionalen Möbel in Hermès-Orange die Hauptrollen. Und natürlich der schwarze Hintergrund. Eine geniale Idee, die zeigt, dass auch Studiowohnungen mit etwas Chic und Mut zum Umdenken glamourös und grossartig wirken können. (Bild über: Archispace)

Der Kissentrick

Die Idee von lang gezogenen Elementen funktioniert auch im Kleinen. Ein grosses, schmales, sehr langes Kissen macht dieses Bett eleganter und lässt es ruhig und harmonisch wirken. Alles von Zara Home

Ausladend einladend

Bei diesem Bett wird ein langes Kissen noch konsequenter eingesetzt und unterstützt von einem horizontalen Bild, das oberhalb des Bettes die Wand schmückt. Damit das Bett optisch zum Mittelpunkt wird, sind alle Beistellmöbel filigran und leicht. (Bild über: The Nordroom

Willkommen an der langen Tafel

Nach dem gleichen Prinzip wird hier ein starker, langer, modern rustikaler Holztisch mit filigranen, runden Sesseln kombiniert. Die Sessel heissen Catilina und sind von Luigi Caccia Dominioni aus dem Jahre 1958, für Azucena. (Das Bild zeigt das Zuhause von David Chipperfield, über: Azucena

Lange Anrichte 

Diese lange Tafel hat ebenfalls Stühle, und Hocker, welche es schaffen, den Tisch atmen zu lassen. Nachgedoppelt wird mit einer superlangen, tiefen, offenen Anrichte. (Bild über: Copenhagen Depictions)

Es geht auch im Doppel

Für solch lange Tafeln braucht man keinen teuren Designertisch. Es geht auch mit zwei ganz normalen Esstischen. Diese kann man zudem auch wieder anders stellen, wenn man die Einrichtung ändern möchte. (Das Bild kommt aus meinem Stylingportfolio und ist für einen Interio-Katalog entstanden) 

Sitzen Sie auf die lange Bank

Klar, hier ist die Aussicht betörend und weckt die Lust auf Ferien am Meer. Strandhüttencharme lässt sich aber auch zu Hause zaubern. Eine Bank entlang des Fensters, Matratzenkissen und viele, viele Kissen mit Seemanns-Flair. Wunderbar zum Beispiel für ein Kinderzimmer, eine Studentenbude oder für alle, die gerne improvisieren und eine Wohnlösung für ein kleines Budget suchen. (Bild über: The Nordroom

Ein ganz anderes Sofa

Inspirationen für ungewohnte, andere Wohnideen findet man zum Beispiel in Cafés, Clubs oder Büros. Dieses Supersofa mit den kleinen Tischchen und den Sesseln dazu macht Lust, umzudenken und umzustellen. (Bild über: Turbulence)

Aneinandergereiht

Die Idee, Möbel aneinanderzureihen, habe ich schon sehr früh auf dem Sweet-Home-Blog vorgestellt. Dieses Beispiel mit den vielen Ikea-Schränken, die zu einem riesengrossen und praktischen Sideboard werden, habe ich ganz zu Beginn des Blogs in der Geschichte Heisse Männerräume vorgestellt. (Bild über: Style at Home)

Ein Beispiel aus dem echten Leben

Die obige Idee hat den Sweet-Home-Leser Jürg Müller aus Frauenfeld so begeistert, dass er sie gleich nachgemacht und mir ein Foto davon geschickt hat. Lesen Sie seinen Brief dazu in dem Beitrag Fanpost an den Sweet-Home-Blog. Sweet Home inspiriert zum Nachmachen, Interpretieren, Träumen und Schöner-Wohnen. Wenn Sie Einrichtungsideen haben, die Sie gerne mit den Lesern teilen möchten, schicken Sie sie mir doch per Mail, mit einem kleinen Kommentar dazu. Gerne zeige ich sie hier auf dem Blog.

Credits: 

Blogs und Magazine: Style at Home, Turbulence, The Nordroom, Copenhagen Depictions, Archispace, A part ça, Aphro Chic, Italian Bark
Immobilienportale: Skeppsholmen
Shops und Kollektionen: Azucena, Zara Home, Fritz Hansen

7 Kommentare zu «Breiten Sie sich ungeniert aus»

  • Paul Schaub sagt:

    Oh auch mein Problem. Überdimensionale Möbel in einem Zeitpunkt wo wir älteren Leute unsere geräumigen Häuser verkaufen un entweder in Eigentumswohnungen oder Mietwohnungen umziehen.Viele unserer alten Möbel passen nicht mehr rein und die Idee minimal zu leben ist attraktiver geworden.Jeder Besuch von Möbelgeschäften erstaunt einem wie gross die Möbelstücke geworden sind,nicht nur das auch die Tiefe der Sitzflächen der Möbel ist vergrössert worden.Für kurz gewachsene Leute ist es nicht mehr möglich die Beine und Füsse dem Boden berühren ausser zwei grosse Kissen hinter den Rücken dass nicht bequem ist.“Normale „ Möbel müssen bestellt werden was Monate dauern kann.Es ist Tatsache dass Wohnungen verkleinert gebaut werden,doch die Einrichtungen werden grösser.

  • Lichtblau sagt:

    Bild Nr. 1 könnte aus meiner Altbauwohnung stammen. Allerdings erst, wenn ich die Idee mit den Holzpaneelen umgesetzt habe. Eine der besten Sweet-Home-Anregungen ever, die auch bei handwerklich begabten Bekannten grossen Anklang fand — danke! Die sind wahrscheinlich schon am Werken, bei mir dauert‘s noch.

  • Sandra sagt:

    Ach, ich wohnte bis vor kurzem in einer kleinen 2-Zimmer-Wohnung. Das Schlafzimmer mit 15m2 nicht zu klein und die Breitseite reichte gerade für 3 Ikea-Holzkisten, der Länge nach aufgereiht – Sitzkissen, abgedeckt durch ein farbiges Tuch, und fertig ist die schöne „Sitzkommode“. In jeder Wohnung kann man Ideen umsetzen.

  • Werner sagt:

    Und welche dieser Ideen passt auch in eine kleine Wohnung, wie im ersten Satz erwähnt?

  • Cornelia Keller sagt:

    Klar doch, heutige Ein- und Zweipersonen-Haushalte (die absolute Mehrheit!) brauchen meterlange Esstische und Sofas für 10 Personen . . . Ich sage da: Lebe frei und frei von unnötigem Zeug!

  • marianne pomeroy sagt:

    Ausbreiten kann man sich nur wenn man über grösser Räume verfügt. In Ihrem Blog zeigen Sie meist Einrichtungsideen wo ausreichen Platz vorhanden ist. In einer durchschnittlichen Wohnung, wo etwa 80% der Bevölkerung lebt, ist das meist nicht möglich. Man kann natürlich das Selbe auch in kleineren Dimensionen umsetzen. Auch ich habe viele Bücher (nicht gestapelt) und viel Kunst (z.B Bilder und Statuen) in allen Zimmer meiner Wohnung. Aber beim Mobiliar bin räumlich beschränkt. Wie dem auch sei, ich schätze diesen Blog sehr.

    • Danny sagt:

      Das ist wohl wahr. Es geht mir ähnlich wobei man sagen muss das seit etwa seit den 2010er Jahren vermehrt offen gebaut wird und zwar auch in „normalo“ Wohnungen. Abgetrennte Zimmerchen in 1,5 und 2,5 Zu. Wohnungen fallen so meist weg. Das ergibt dann wieder neue Möglichkeiten. Ich bin 2016 aus einen Neubau raus und musste die Einrichtung im neuen Zuhause von Grund auf neu gestalten weil die neue Wohnung BJ 2006 viel verwinkelter ist.

Kommentar

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