12 Einrichtungstipps für ein perfektes Wohnzimmer

Ob Hitze oder Regen, Grillabend oder Arbeitstag – am Ende kehren wir zurück ins Wohnzimmer. Diese Ideen helfen, dass wir es da noch schöner haben.

1 — Kreieren Sie gute Gruppen

Sitzmöbel sind keine Kinositze für den Fernseher. Sie sind dafür da, dass man mit anderen zusammensitzen kann und es sich auch alleine gemütlich machen kann. Also werden sie in Gruppen zueinander gestellt. Das geht mit mehreren Sofas so gut wie mit Sesseln, die zum Sofa kombiniert werden. Auch Poufs und Stühle können Gruppenmitglieder werden. Achten Sie auch darauf, dass die Sitzmöbel Ablagefläche bekommen und das Licht stimmt. Also Tischleuchten und Stehleuchten dazu stellen. (Bild über: The Nordroom

2 — Schaffen Sie Leichtigkeit

Bei wenig Platz helfen Stühle oder leichte Sessel, die zu den Sofas gestellt werden. Wer gerne Leichtigkeit in den Wohnraum bringt, der schafft das mit Sesseln oder Stühlen ohne Polster. Andere Leichtmacher sind Korbmöbel. Da hat es momentan nicht nur schöne geflochtene Sessel, auch Schränke und andere Möbel zeigen vermehrt Geflechte. (Bild über: Etre mieux

Statt überladenem Bücherregal oder konventionellem Sideboard kann ein solcher Schrank, wie das elegante Modell von HK Living, für Leichtigkeit im Wohnbereich sorgen. 

3 — Integrieren Sie Kultur

Bücher und Bilder gehören in einen Wohnraum. Ich war schon in vielen Wohnungen, da fehlten Bücher komplett. Und meiner Meinung tut das der Wohnlichkeit nicht gut. Ein Haus, ein Raum, ein Leben brauchen Kultur. Bücher und Bilder regen an zu verweilen. Sie erweitern den Horizont und öffnen so die Wohnung und das Alltagsleben in eine andere Dimension. (Bild über: Caroline Flindt

4 — Machen Sie das Beste aus dem gegebenen Platz

Lassen Sie sich nie entmutigen. Auch in kleinen Zimmern kann viel Wohnlichkeit entstehen. Es ist sogar einfacher als in riesigen Räumen. Das Gefühl, zusammenzurücken, vermittelt bereits Wohnlichkeit. Das kennen Sie bestimmt auch von Hotelzimmern oder kleinen Bistros. Denken Sie beim Einrichten eines kleinen Wohnzimmers gleich wie bei einem grossen. Entscheiden Sie sich einfach für kleinere Möbel und stellen Sie Minisessel und Stühle zum Sofa. (Bild über: The Nordroom

5 — Spielen Sie mit Höhen und Tiefen

Oft findet in Räumen alles auf einer ähnlichen Ebene statt. Das Sofa, das Sideboard, die Beistelltische und gar Esstisch und Stühle sind alle fast gleich hoch. Dazu kommt, dass viele Menschen auf Vorhänge, Teppiche und Farben verzichten. Als Resultat nimmt man einfach einen Raum mit Möbeln wahr – ohne Wohnlichkeit, ohne Persönlichkeit und meist ohne Charme. Spielen Sie mit unterschiedlichen Dimensionen und Höhen. Lowboards, Wandregale und Schränke sind da gute Ideen. (Bild über: Useful Homedecor

6 — Mischen Sie Farbe unter

Wecken Sie allzu Beiges, Graues und Monotones mit Farbakzenten auf. Farben machen nicht nur alles freundlicher, sie strahlen gar Lebensfreude aus. (Bild über: Apartment Modelle Club

7 — Finden Sie Platz für den Rückzug

Wohnen bedeutet nicht, dass man immer alles zusammen machen möchte. Rückzugsgebiete sind in jedem Raum wichtige Orte, auch im Wohnzimmer. Selbst wenn Sie alleine leben, haben Sie Gäste oder möchten nicht immer auf dem gleichen Sofa lesen, ruhen und verweilen. Lesesessel, Tagesliegen, Récamieren, aber auch kleine Tischchen mit Stühlen sind perfekte Orte, die einem Wohnzimmer und dem Wohnverhalten darin guttun. (Bild über: Domino

8 — Lassen Sie Wärme einziehen

Ich habe bereits erwähnt, dass ich in vielen Wohnungen einfach nur Möbel antreffe. Möbel alleine machen keine Einrichtung aus und schaffen es nicht, dass die Wohnung zum echten Zuhause wird. Vorhänge, Textilien allgemein sind wichtige Warmmacher, vermitteln Gefühl und Sinnlichkeit. Auch die Wahl von unterschiedlichen Materialien, Einzelstücken mit interessanten Formen und die Freude an der Schönheit helfen zum Wohnglück. Vergessen Sie auch nie, der Natur im Wohnzimmer Platz zu geben – gemeint sind Pflanzen und Blumen, aber auch Holz, Steine, Zweige, Fruchtschalen, Muscheln und so weiter. Hier auf diesem Beispiel des Blogs Lobster and Swan ist die Gruppe von Riesenpflanze, Hocker, Beistelltisch und Keramik wunderschön. Auch die eleganten Leinenvorhänge zeigen, dass Textilien einem Raum die Strenge nehmen. Felle auf dem Boden hingegen sind nicht chic! Wählen Sie lieber edle Teppiche.

9 — Geben Sie Ihren Möbeln eine Bühne

Teppiche geben den Möbeln eine Bühne, halten sie zusammen und sorgen für Farbe und Sinnlichkeit. Sie dämpfen auch die Geräusche. In teppichlosen Wohnzimmern ist es oft schwierig, Unterhaltungen zu führen, da es hallt. Und eben, ohne Teppiche stehen die Möbel meist einfach nur da, ein wenig verloren, nach praktischen Bedürfnissen platziert und meist eher lieblos, wie in einem Showroom. (Bild über: Home FTH)

10 — Versuchen Sie es mit Nebensächlichkeit

Unterhaltung gehört zum Wohnleben. Und dafür haben wir viele Dinge, die einen Platz im Raum brauchen. Dazu gehören Bildschirme, eine kleine Bar oder Anrichte oder Musik. Denken Sie dabei an meinen Cinderella-Trick: Das Schöne zeigen und das weniger attraktive verschwinden lassen – zumindest optisch. Bildschirme tarnen Sie zum Beispiel gut mit Bildern, Musikanlagen haben am besten ein für Sie zugeschnittenes Regal oder Kleinmöbel, bei dem man die Kabel diskret durch Rückwände ziehen kann. Eine Hausbar bekommt einen zufällige Platz und steht nie im Zentrum. (Bild über: Coco Lapine Design

11 — Sorgen Sie für eine angenehme Umgebung

Ich erwähne es immer wieder: Sitzmöbel brauchen Begleiter. Denken Sie dabei einfach an Ihre Bedürfnisse. Am besten setzen Sie sich einfach mal mit einem Buch, einem Getränk und etwas zum Knabbern aufs Sofa. Dabei merken Sie genau, wo Sie am liebsten die Dinge abstellen und wo genau Sie Licht brauchen. Das ist dann Ihr Plan, um Beistelltische und Leuchten zu platzieren. Damit ist es aber noch nicht getan. Sorgen Sie auch für Sinnlichkeit mit der Wahl der Materialen. Teppiche, Kissen und Decken sind dabei von grosser Bedeutung. Dann kommt noch die optische Wohnlichkeit. Treten Sie einige Schritte zurück und schauen Sie sich Ihr Wohnzimmer an. Dabei entdecken Sie vielleicht leere, unfreundliche Ecken oder Wände, langweilige Dimensionen, wie etwa, dass alles auf der gleichen Höhe ist, oder Farblosigkeit, die Sie stören. (Bild über: Découvrir l’endroit du décor

12 — Kombinieren Sie alt und neu

Jeder Wohnung und Einrichtung tun persönliche Stücke und das Mischen von Stilen und Elementen gut. Besonders im Wohnzimmer, wo man sich am meisten aufhält und auch Gäste empfängt. Geben Sie Altem einen Platz zwischen neuen Möbeln. Wenn Sie sich vorwiegend antik einrichten, frischen Sie mit modernen, klaren Einzelstücken auf. Denken Sie immer daran, dass es beim Einrichten darum geht, ein Zuhause zu schaffen, keinen Prestige-Showraum für andere, aber auch kein Museum, dem das echte Leben fehlt. (Bild über: The Nordroom

Credits: 

Bilder über Blogs und Magazine: The Nordroom, Découvrir l’endroit du décor, Coco Lapine Design, Home FTH, Lobster and Swan, Domino, Apartment Modelle Club, Useful HomedecorEtre mieux, Caroline Flindt 
Shops und Kollektionen: HK Living

10 Kommentare zu «12 Einrichtungstipps für ein perfektes Wohnzimmer»

  • Anna sagt:

    @Mario Monaro
    ich habe ein großes braunweißes Kuh-Fell im Wohnzimmer, das sich mit einem farbig passenden Orient-Läufer überschneidet. – Was ist daran „Staubfänger“? es wird ebenso gesaugt wie der Teppich.

  • Karl sagt:

    Felle sind nicht chic (!), schreiben Sie. Warum?

  • marianne pomeroy sagt:

    Sie sagen Bücher und Bilder gehören in eine Wohnung. Das mit den Bildern kann ich ja nachvollziehen. Meine Wände sind sind reichlich bestückt mit solchen. Es sind Bilder zu denen ich eine Beziehung habe weil ich viele der Künstler persönlich kennengelernt habe, ausser sie sind schon in früheren Zeiten verstorben. Das mit den Büchern finde ich problematisch. Ich habe sehr viele, habe sie aber auch alle gelesen. Bücher dürfen nie zu Einrichtungsgegenstände verkommen! Erfüllen sie nur diesen Zweck kann man ja gleich Attrappen hinstellen. Der einzige Bezug den man hat ist wenn man sie ab und zu mal abstauben muss. Es ist mir aufgefallen dass bei den meisten ihrer Einrichtung Blogs sich Bücher nur so stapeln. Und damit eben einzig und allein als Dekorationsobjekte dienen.

    • Nein, liebe Marianne Pomeroy, gerade Stapel bedeuten, dass man gewisse Bücher zusammengestellt hat, die man braucht. Zum Beispiel zur Inspiration oder zum Abtauchen. Und es gibt viele Menschen, die gerne gewisse Bücher immer und immer wieder lesen. Aber wie vieles oder eigentlich alles im Wohnbereich, ist auch dies schlussendlich sehr persönlich. Die Individualität und das Glück daheim sind die wichtigsten Wohnzutaten. Viel Spass am Sweet Home Blog und einen schönen Sonntag, Marianne Kohler Nizamuddin

    • lukas sagt:

      @marianne pomeroy: warum dürfen bücher nicht zu einrichtungsgegenständen „verkommen“? wenns einem gefällt, warum nicht? – mir gefallen sie nicht, schliesslich ist mein zuhause keine bibliothek und mit belesenheit möchte ich nicht prahlen.

      • Mario Monaro sagt:

        Bücher waren und sind für mich schon immer ein Anknüpfungspunkt für Gespräche gewesen. Meine Bildbände werden manchmal auch mitten im Gespräch aus dem Gestell gezogen um zu illustrieren, über welches Bild, welche Skulptur oder welche Gegend ich spreche. Umgekehrt kann ich ausgehend von den Büchern, die ich bei anderen erblicke, selber Themen aufgreifen. Ich liebe Bücher einfach, für mich gehören sie in den Wohnraum. Meine Fachbücher dagegen sind in einem separaten Gestell im ersten Stock oder gleich ganz auf dem iPad.

  • Bufi sagt:

    Ich kann jeden Tip unterschreiben!
    Aber bis auf Bild 6 ist mir farblich alles viel zu fad. Nur beige/grau das passt gar nicht so recht zu Ihnen liebe Frau Kohler, ich hoffe es geht Ihnen gut!

Kommentar

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