Für kleine Feste mit Freunden

Geniessen Sie die goldenen Frühlingsabende mit lieben Menschen und einfacher Hausmannskost.

Einfache Mahlzeiten mit Freunden oder der Familie zu geniessen, ist immer ein Fest. Das Schöne bei diesen Rezepten ist, dass man nicht allzu lange in der Küche stehen muss und man alles mit Zutaten zubereiten kann, die einfach erhältlich sind. Beginnen Sie das Fest mit ein paar Antipasti. Diese müssen nicht immer italienisch sein. Entdecken Sie auch einfache Spezialitäten aus Griechenland oder dem Libanon. (Bild der: Camille Styles

Mein Tipp: Auf dem Nachhauseweg kurz zum Traiteur oder an einen Marktstand im Hauptbahnhof und etwas zum Apéro kaufen. Dazu eine gute Flasche Rosé. So haben Sie schnell etwas aufgetischt, wenn die Gäste kommen, und den ersten Hunger gestillt. 

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Pasta alla Norma

Das berühmteste sizilianische Gericht ist die Pasta alla Norma mit Auberginen, Tomaten und Ricotta. (Bild: MKN)

Zutaten:

Zubereitung:

Rigatoni

Auberginen

Olivenöl

1 Knoblauchzehe

Pelati

Ricotta salata (typisch sizilianischer Schafskäse),
in kleine Stücke zerbröckelt; wenn man diesen nicht findet, geht auch Fetakäse 

Basilikum

Die Aubergine in Stücke schneiden und salzen,
30 Minuten ruhen lassen und danach in ein Küchentuch wickeln, um das Wasser aus den Auberginen zu drücken. Die Auberginen in heissem Olivenöl kurz anbraten und danach zur Seite stellen auf einem mit Küchenpapier belegten Teller. Die Knoblauchzehe in Scheiben schneiden, im Olivenöl leicht anbraten. Die Pelati mit der Gabel zerdrücken, beigeben, umrühren, leicht köcheln lassen und dann die leicht angebratenen Auberginen dazugeben. Alles gut vermischen und ein wenig weiterkochen. Salzen, pfeffern und den zerbröckelten Käse dazugeben. Einige Basilikumblätter zerzupfen und beifügen. Danach al dente gekochte Rigatoni in die Sauce geben, alles gut vermischen und in einer grossen Schüssel anrichten. Nochmals ein wenig zerbröckelten Käse beigeben.

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Kartoffeln und Salsiccia 

Während der Mailänder Möbelmesse, die nächste Woche wieder stattfindet, wohne ich immer bei meiner Freundin, von der ich bereits in der Studenten-WG viel über das Kochen gelernt habe. Da wir einfach zu lange warten mussten, um in den überfüllten Restaurants Platz zu finden, machte sie einmal das typisch südländische Ofengericht mit Kartoffeln und Würsten. Die Würste, die in Italien ja alle Salsicce heissen, kamen aus Kalabrien. Der Metzger hatte ihnen eine kleine Delle verpasst und einen Rosmarinzweig hineingelegt. Eine Idee, die man zu Hause auch mit einfachen Luganighe nachmachen kann. (Bild über: Lavender and Lovage)

Und so gehts: 
Sie brauchen Luganighe oder andere Salsicce, wie zum Beispiel die feinen Fenchelsalsicce der Fiechter-Schwestern, die ihren Marktstand am Freitag auf dem Helvetiaplatz und am Samstag in Oerlikon haben. Fantastische italienische Würste hat auch die Metzgerei Altieri in Wettingen. Nehmen Sie die Haut der Würste ab und legen Sie nach Belieben ein Rosmarinzweiglein in eine Delle, die Sie mit einer Holzkelle machen können. Schälen Sie Kartoffeln und Zwiebeln. Geben Sie Olivenöl in eine Gratinform, legen Sie die in Stücke geschnittenen Kartoffeln, die grob geschnittenen Zwiebeln und die Würste hinein. Geben Sie zwei, drei Lorbeerblätter darüber, würzen Sie mit ein wenig Salz und mischen Sie alles gut. Im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 40 Minuten rösten, bis alles golden, knusprig und gar ist. Mit Zitrone servieren. 

Tipp: Sie können auch einige Zitronenschnitze mitbraten!

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Empanadas 

Dieses einfache Rezept war eines der ersten, das ich je gekocht habe. Es stammt aus einem alten Rezeptbuch. Mittlerweile habe ich es ein wenig adaptiert und koche es immer noch regelmässig. (Bild: MKN)

Zutaten:

Zubereitung:

1 grosser, ausgewallter Kuchenteig

500 g Rindshackfleisch

Mehl

1 EL Olivenöl

2 Schalotten, gehackt

2 Knoblauchzehen, gehackt

1 rote Peperoni, in kleine Würfel geschnitten

1 Selleriestange mit Blättern, gehackt

1 Rüebli, gehackt

1 KL Cayennepfeffer

1 EL Thymianblättchen

1 Lorbeerblatt

2 EL Tomatenmark

1 dl Rotwein

1 dl Bouillon

Salz und Pfeffer

1 Handvoll grüne Oliven, entsteint und gehackt

1 Eigelb mit ein wenig Milch gemischt, zum Bepinseln

Für die Füllung Olivenöl in einer Gusseisenpfanne erhitzen und Schalotten, Sellerie, Rüebli und Peperoni andünsten. Nach etwa 7 Minuten geben Sie den Knoblauch bei, nochmals 2 Minuten dünsten, dann das Hackfleisch beigeben, gut durchbraten, ein wenig Mehl darüberstreuen. Würzen mit Cayennepfeffer, Salz und Pfeffer, das Tomatenmark beigeben, den Wein und die Bouillon dazugiessen, aufkochen und einkochen lassen. Ca. 15 Minuten zugedeckt köcheln, die Oliven beigeben und nochmals 5 Minuten köcheln, zur Seite stellen, abkühlen lassen.

Aus dem Kuchenteig gleichmässige Quadrate ausschneiden. Die Füllung in die Quadrate verteilen, jeweils eine Portion auf die eine Teighälfte legen. Die Teigtaschen zufalten und mit ein wenig Wasser zusammenkleben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit der Eigelbmischung bepinseln, ein wenig Oregano darüber streuen und im auf 200 Grad vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten goldgelb und knusprig backen.

Tipp: Die Empanadas schmecken auch kalt und können gut am nächsten Tag als Büro-Lunch mitgenommen werden.

Farfalle mit Spinat und Haselnüssen

Gemüse und Pasta gemischt ist gesund, unkompliziert und geht schnell. (Bild über: Gourmandiserie)

Und so gehts:
Kochen Sie Spinat. Dafür geben Sie etwas Olivenöl in eine grosse Pfanne, eine zerquetschte Knoblauchzehe und einen halben Peperoncino. Andünsten und dann den Spinat dazugeben. Deckel drauf und gut durchschütteln, damit Knoblauch und Peperoncino nicht anbrennen. Nach einigen Minuten ist der Spinat zusammengefallen. Wasser abgiessen und zur Seite stellen. Nun kochen Sie Farfalle al dente. Rösten Sie in einer Pfanne ohne Butter gehackte Haselnüsse, und stellen Sie sie zur Seite. Nun geben Sie etwa 2 EL Butter in eine Bratpfanne, lassen die Butter ein wenig braun werden und würzen sie mit ein wenig Salz und geriebener Muskatnuss. Dann geben Sie die Farfalle dazu und mischen den Spinat bei. Mit den gehackten Haselnüssen und nach Belieben mit ein wenig geriebenem Pecorino Romano servieren. 

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Gnocchi mit Wurst und Tomaten

Zusammengewürfeltes zu kochen, gibt uns immer ein gutes Gefühl: Wir brauchen Reste auf, sind kreativ und zaubern schnell etwas Gutes auf den Tisch. Dieses einfache Gnocchirezept ist ein solches Gericht. (Bild: The Kitchn)

Und so gehts: 
Sie brauchen Gnocchi aus der «Ich weiss wieder mal nicht was kochen»-Abteilung und eine feine Wurst, am besten eine Salsiccia. Dann geben Sie ein wenig Olivenöl in die Pfanne und braten die in Rädchen geschnittene Wurst rundum gut an. Herausnehmen und auf einem Stück Haushaltspapier das Fett abtropfen lassen. Das Fett aus der Pfanne entfernen und ein Stück Butter beigeben, die Gnocchi in der Butter anbraten, einige halbierte kleine Tomaten beigeben, anbraten und dann die Wurst zurück in die Pfanne geben. Alles gut mischen und wärmen, eine gute Handvoll geschnittenes oder zerrissenes Basilikum darübergeben, mit Salz und Pfeffer würzen und servieren. 

Tipp: Das Rezept schmeckt auch gut mit Spätzli oder Knöpfli. 

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Frühlingsmix

Gerichte, bei denen alles zusammengemischt wird, ergeben gute und unkomplizierte Abendessen. (Bild über: Heather Christo)

Und so gehts:
Machen Sie Gschwellti, am besten mit kleinen Frühlingskartoffeln. Schneiden Sie eine Zwiebel in Ringe und grüne Spargeln sowie eine Chorizowurst in Stücke und hacken Sie eine oder zwei Knoblauchzehen fein. Geben Sie ein wenig Olivenöl in eine grosse, tiefe Bratpfanne und braten Sie die Chorizo mit den Zwiebeln an, bis sich das Fett aus der Wurst löst, dann geben Sie den Knoblauch und die Spargeln sowie 1 Kaffeelöffel Paprika bei und dünsten alles sanft, etwa 5 Minuten. Nun kommen die gekochten Kartoffeln in die Pfanne. Vermischen Sie sie gut mit den übrigen Zutaten. Mit Salz und Pfeffer würzen, frische Kräuter wie Petersilie oder Schnittlauch darüberstreuen.

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Poulet mit Zitronen und Estragon

Ein feines Poulet zaubert Festtagsstimmung auf den Tisch, ist schnell gemacht, unkompliziert in der Vorbereitung und gelingt auch Kochanfängern. Servieren Sie ein Poulet zum Beispiel frühlingshaft frisch mit Salaten, Frühlingsgemüse und einem guten Brot. Aber auch Kartoffeln, die im Ofen mitgebacken werden, schmecken fantastisch. Legen Sie einfach einige geschälte, in gleichmässige Stücke geschnittene Kartoffeln auf ein Blech, beträufeln Sie diese mit Olivenöl, würzen mit Salz und streuen ein wenig Rosmarin darüber. (Bild über: What’s Cooking in Chicago)

Zutaten:

Zubereitung:

1 Bio-Poulet

Olivenöl

2 Knoblauchzehen

1 Handvoll Estragon

Abgeriebene Schale von einer Zitrone

1 Zitrone geviertelt

1 Bund Petersilie

Waschen Sie das Poulet und tupfen es mit Küchenpapier ab. Zerstossen Sie die Knoblauchzehen mit ein wenig Meersalz in einem Mörser, geben Sie Olivenöl, den gehackten Estragon und die abgeriebene Zitronenschale bei. Nun reiben Sie das Poulet mit dieser Mischung ein, geben Sie auch was davon unter die Haut. Würzen Sie mit schwarzem Pfeffer. Stossen Sie die geviertelte Zitrone und den Bund Petersilie ins Poulet, und schieben Sie es in den auf 200 Grad vorgeheizten Backofen. Das Poulet wird nun während 1 Stunde goldbraun gebacken. Stecken Sie einen Spiess ins Poulet. Wenn der Saft klar herauskommt, ist das Poulet fertig.

Credits: 

Bilder über Foodblogs und Magazine: What’s Cooking in Chicago, Heather Christo, The KitchnLavender and Lovage, Gourmandiserie, Camille Styles

5 Kommentare zu «Für kleine Feste mit Freunden»

  • tina sagt:

    mnjamm….. ich merke gerade, dass ich noch gar nie empanadas gemacht habe! dankeschön für den guten input, das gibts noch diese woche

  • Yves sagt:

    Danke! Rezept gefunden. Heute gibt es Empanadas! Passt genau.

  • Maike sagt:

    Alles durch die Bank lecker ! Aber muss nicht aufgepasst werden mit dem Begriff – Hausmannskost ? Wird damit nicht die Leistungen der Hausfrau herabgesetzt ? Nicht mal kochen kann sie, da müssen schon wieder die Männer ran, wenn es mal lecker sein soll.
    Erstaunlich, das sich hier noch keiner dieser Genderisierungsfanatiker zu Worte gemeldet haben. Können wahrscheinlich nicht kochen.

    • bohrerin sagt:

      hoi maike, laut einem wikipedia – eintrag bezieht sich das wort hausmann weniger auf den zubereitenden der speise, als auf dessen bevorzugten einverleiber. der hausvorstand, in der bürgerlichen gesellschaft der vergangenen jahrhunderte männlich, wurde bei der essensvergabe bevorzugt, also hausmannskost. die kost für den herrn des hauses. um die kochleistung der ladies zu würdigen gibt es es den schönen ausspruch „futtern wie bei muttern“.

      • tina sagt:

        wikipedia: Als Hausmannskost werden deftige, nahrhafte und traditionell zubereitete Gerichte bezeichnet. Zutaten entsprechen dem klimatisch und geografisch bedingten Nahrungsangebot in der jeweiligen Region, müssen aber nicht zwingend auch dort produziert sein.

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