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Spaniens Ära ist noch lange nicht vorbei

Mämä Sykora am Montag den 2. Juli 2012
Sapiens Goalie Iker Casillas stemmt den Pokal in die Höhe.

Mit den Spaniern ist noch lange zu rechnen: Spaniens Goalie Iker Casillas stemmt den Pokal in die Höhe.

Fertig ist sie, die EM 2012. Ein wunderbares Turnier war es! Zwar gab es wie meistens an grossen Turnieren nichts Neues zu entdecken, der Fussball wurde auch in der Ukraine und Polen nicht neu erfunden, aber ich hatte lange nicht mehr solchen Spass, Spiele zu gucken. Was mich besonders gefreut hat: Schwalben, Zeitschinden, Simulieren und Unsportlichkeiten gab es so gut wie gar nicht. Erstaunlich für Partien, in denen es um so viel geht. Auch wurde – mit Ausnahme des nicht gegebenen Treffers der Ukraine gegen England – kaum über umstrittene Schiedsrichterentscheide diskutiert, weil sich die Herren in Schwarz für einmal vornehm zurückhielten bei der Verhängung von Strafstössen und der Verteilung von Karten. Ich hoffe schwer, dass dieser Massstab auch in den kommenden Wettbewerben angewendet wird.

Die Antwort auf die grösste Frage vor der EM – nämlich ob die Spanier ihren Zenit überschritten haben und reif für eine Niederlage seien – gaben sie selber gestern Abend in eindrücklicher Form. Klar, Italien hatte Pech mit den Verletzungen, doch selbst ohne diese Schicksalsschläge wäre die Furia Roja in dieser Verfassung nicht zu bezwingen gewesen. Von keiner Mannschaft dieser Welt. Im Gegensatz zu den vorangegangen Partien konnten sie die Fehlpassquote wieder im Promillebereich halten, setzten beim Ballverlust sofort energisch und konsequent nach, sodass die Italiener nie ins Spiel kamen, wie sie es im Duell in der Gruppenphase noch geschafft hatten. Andrea Pirlo, ihr Denker und Lenker, wurde kein bisschen Raum zur Entfaltung gelassen. Selbst wenn er sich bis zum eigenen Strafraum zurückfallen liess, hatte er stets einen störenden Gegenspieler bei sich. Spanien brillierte nicht nur mit der bekannten Ballsicherheit, auch taktisch war dies gestern eine meisterliche Leistung. Es war die perfekte Antwort für die Kritiker, die nach den mühevollen Auftritten des Weltmeisters namentlich gegen Kroatien und Portugal verkündeten, die Zeit der Spanier sei nun wirklich abgelaufen, zu gut seien die Gegner mittlerweile auf das Tiki-Taka eingestellt, zu wenig durchschlagkräftig der Angriff.

Ein Irrglaube, wie sich herausgestellt hat. Selbst ohne Puyol, ohne einen David Villa, mit dem das Spiel der Spanier deutlich variabler ist, holte man schliesslich verdient den Titel, weil man im Finale die beste Turnierleistung abliefern konnte. Zenit überschritten? Im Gegenteil: Die Ära der Spanier ist noch lange nicht vorbei. Von den Leistungsträgern sind lediglich Xavi und Xabi Alonso schon über 30, dahinter wartet eine ganze Armada an hochtalentierten Spielern, die sich problemlos in dieses Spiel einbinden lassen. Juan Mata (Chelsea, 24), Thiago Alcántara (21, Barcelona) oder Oriol Romeu (20, Chelsea) sind nur einige der kommenden Weltstars, die das Erbe von Xavi und dereinst auch Iniesta antreten können. Auch in den weiteren Mannschaftsteilen hat Spanien die Qual der Wahl. Wer soll diese Spanier in den kommenden 10 Jahren aufhalten können?

Deutschland? Der Herausforderer Nummer 1 der Spanier zeigte einmal mehr erfrischendes Offensivspiel, doch wer solch eklatante Abwehrschwächen offenbart wie im Spiel gegen Italien, der kann kein Turnier gewinnen. Die Schelte, die nach dem Aus über das deutsche Team hereinbrach, war hingegen dennoch völlig übertrieben, wie Arnd Zeigler richtig stellte. Denn Schuld am deutschen Scheitern tragen nämlich weder Jogi Löw noch die Spieler, sondern ein kaum bekannter Stammgast unserer EM-Bar. Die vier Siege der Bundeself verfolgte jener deutsche Fan nämlich jeweils im grünen Deutschland-Trikot mit der Aufschrift «Scholl», stets auf dem gleichen Platz. Doch ausgerechnet fürs Halbfinale erschien er mit Verspätung, die Sitzbank war schon belegt, darüber hinaus trug er nicht sein Glückstrikot, sondern ein stinknormales weisses Shirt. Wer so nachlässig mit Traditionen bricht, muss sich wahrlich nicht wundern, wenn sein Team die Segel streichen muss. Es ist die erste Regel im Handbuch von Fussballfans.

Nach dem beeindruckenden Auftritt der Spanier gestern gegen Italien muss man aber auch anmerken, dass in den nächsten Turnieren auch 100 Scholl-Trikots nichts nützen werden. Spanien ist und bleibt die Nummer Eins. Und das wohl noch für ziemlich lange Zeit.

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106 Kommentare zu “Spaniens Ära ist noch lange nicht vorbei”

  1. Markus sagt:

    Schon lustig: Versucht eine Mannschaft gegen Spanien (oder Barca) mitzuspielen wie die Italiener gestern, endet ein Spiel jeweils wie das Gestrige. Deshalb stellen sich die meisten Gegner von Spanien/Barca hinten rein, versuchen das Spiel mit spielerischer Härte zu zerstören und dies meist an der Grenze des Erlaubten. Dummköpfe (darunter gehören viele FussballreporterInnels an) bezeichnen dann den spanischen “Futbol total” als langweillig… Wieso erkennen die vielen Experten (meist aus Länder stammend, in welchen einen sehr körperbetonten Fussball gespielt wird) nicht endlich die grosse Klasse und Attraktivität dieses spanischen Fussballstils: Der Kollektivismus der vor das vermeintliche Spektakel irgend eines Egomanen gestellt wird, diese schön anzusehende Passmaschinerie (passen, laufen, passen, laufen…), ein Fussballstil der praktisch ohne Fouls auskommt… Barcelona hat den Fussball revolutioniert: Die Spieler müssen nicht mehr Vorzeige Atlethen sein. Die zentralen Figuren im spanischen Fussball sind 1.70m..

    • marcelinho sagt:

      super kommentar markus, trifft den nagel genau auf den kopf. leider gibt es immer so viele neider…

      • Fussballfreund sagt:

        sehr richtig analysiert, markus… endlich einmal jemand, der sieht, was so viele andere offenbar nicht sehen (wollen)! das sich spieler zu 100% in den dienst der mannschaft stellen, obwohl sie über so herausragende qualitäten wie ein iniesta, xavi, silva oder fabregas verfügen, sieht man leider nicht oft und ist einer der wesentlichen schlüssel zum erfolg!! ein cristiano ronaldo wäre deshalb bei spanien aufgrund seiner egomanie nicht einmal im kader… viva espana!!!

      • Nick Schmid sagt:

        @Fussballfreund: War ja nur eine Frage der Zeit, bis der erste mit Ronaldo-Bashing startet. Dabei ist der um Meilen mannschaftsdienlicher und teamfähiger als z.B. ein Ibrahimovic. Aber so ist das mit den Reflexen: Sind sie mal eingeübt bringt man sie kaum mehr weg.

    • Salomon Friedrich sagt:

      … 170 cm, unglaublich gute Läufer, Techniker und dazu noch so “robust”, dass sie die harte Spielweise der Gegner (meist) wegstecken können. Einfach wunderbar. Genau das meine ich auch.

    • Paulo sagt:

      Nicht Spanien sondern ein Holländer hat den Fussball revolutioniert. Das heutige Spanien spielt nicht anders als das Ajax der 70er und das Barcelona unter Johan Cruyff (88-96). Der Grundstein für die hervorragende Arbeit im Juniorenbereich wurde Ende der 80er Jahre gelegt, nachdem Barca zuvor immer nur mit teuren Fehleinkäufen (Maradona) berühnmt wurde. Guardiola selbst hatte mehrmals ausgesagt dass er dem Holländer alles zu verdanken hatte. Umso schlimmer ist es mitanzusehen wie sehr sich die Holländer vom Stil Cruyffs entfernt hatten.

      • Francisco Gómez sagt:

        @Paulo: Ich glaube hier etwas klären zu müssen. Das Kurzpassspiel das die Holländer seit 50 Jahren praktizieren, ohne je ein grosse Turnier gewonnen zu haben, wurde nicht wie von Ihnen behauptet in Holland erfunden. Denn in den 40er und 50er Jahren spielten man in Argentinien und auch in Columbien diesen Styl und später brachte es Di Stefano zu Real Madrid (Pass spielen bis der finale Pass zum Stürmer kam, der dann zum Tor schoss). Der Holländer Styl wird auf spanisch “futbol total” genannt. Dieser besteht darin das die Spieler einer Manschaft keine feste Position behalten z.B. ein Stürmer auch verdeidigt oder ein Verdeidiger auch mit nach vorne kommt und versucht um Tore zu schiessen, auch die Flügelspieler wechseln plötzlich links mit rechts oder umgekehrt, aber die ganze Manschaft als gemeinsamer block, immer mittels passspielen wenn man in Ballbesitz war gings nach vorne und wenn man verdeigite alle gemeinsam zurück. Das war das Spiel der Holländer. Bestes Beispiel war das Endspiel 74 gegen Deutschland, wo die Holländer von Cruyf mit sieben Spieler vors deutsche Tor kammen und so das 1:0 für Holland erzielten. Das spanische “Tiki-Taka” Styl das Spanien und Barça in perfektion abspielen können, aber auch Sevilla, Betis, Málaga und auch Real Madrid ab und zu beherschen, hat viel mehr Taktik. Es beinhaltet eben einiges mehr als das holländische “futbol total”. Hauptgrundlage ist der Ballbesitz. D.h. wenn man in Ballbesitz kommt, wird der Ball in den eigenen Reihen gehalten um den Gegner mittels präzisen kurzpässe aber auch lange Querpässe zum laufen zu bringen und das bis diese ermüde. Man spielt nicht nur nach vorne sondern auch nach hinten und in die Breite. Bis der Gegner Fehler macht und so Lücken entstehen. Welche dann von jedem Spieler (egal ob verteidiger, mittelfeld oder stürmer) ausgenützt werden können. Um diesen Fussball Styl zu spielen muss man nicht gross und kräftig gebaut sein, sondern eher technisch hervorrangend sein. Jeder Spieler der den Ball bekommt, berührt den Ball fasst immer nur einmal (nämlich beim abspielen). Deshalb waren es die Spanier (an der Euro 2008) unter Luis Aragones die ersten welche das “Tiki-Taka” Styl, mit Erfolg als System gespielt haben (ohne Ausnahmen) und so konsequent und erfolgreich waren. Guardiola hat in seiner Ära (2008-2012) mit Barça und seinen Weltstars das System perfektioniert und Del Bosque hat das “Tiki-Taka” System, an dieser EM 12 zum ersten mal ohne typischen Stürmer spielen lassen.

        • Esteban sagt:

          In der Barça-Jugendabteilung wurde das heutige Tiki-Taka schon vor 2008 (hier die Ausnahme) gespielt.

    • Alex sagt:

      Endlich mal auch jemand der es auf den Punkt bringt. Ich will mir gar nicht mal vorstellen wie ein Match wäre wenn Chelsea gegen Chelsea spielen würden…

      • King sagt:

        Einmal mehr würde Chelsea gewinnen, ist aber nur halb so schön weil all die Barcagrännis nicht wären.

    • Buschbrenner Rudi sagt:

      Bravo! Besser kann man es kaum beschreiben!

  2. Franz sagt:

    Die EM war gut, der EM-“Steilpass” nicht. Schön, dass Mämä das Niveau wieder anhebt.

    • Franz sagt:

      Italien: Vize mit negativem Torverhältnis: 6:7. Frage an Prof. Sykora: Hats das schon mal gegeben?
      Spanien: 12:1. Gleiche Frage 🙂

      • Paulo sagt:

        Natürlich hat es schon Vize mit negativen Torverhältnis gegeben:
        1984 Spanien 3:4 (bei gerade mal einen Sieg)
        1992 Deutschland 7:8

    • marius sagt:

      finde ich auch. wenn man begriffe wie strassenköter in bezug zu personen rechtfertigen will, dann sollte dieses niveau nicht mit dem tagi zu tun haben.

  3. Marco Affolter sagt:

    Und was soll die Schweiz von der EM 2012 mit auf den Weg nehmen? Dass man aufhört, Fussball-Lemminge zu züchten, welche während der gesamten Ausbildung deutsche Tugenden wie «Kampf, der einfache Passe, das Kolllektiv, anti-Dribbling, Technikfeindlichkeit) eingetrichtert kriegen. Das können die deutschen machen. Dort ist das Kollektiv dann immernoch genug stark um mit einfachem Fussball zu überzeugen. Die Schweiz aber sollte sich endlich nach Spanien orientieren und den technischen Fussball, das Dribbling und den egoistischen Mittelstürmer anstreben. Dann wird uns die Nati in 10 Jahren wieder Spass machen (siehe Shakiri)….

    • josé bütler sagt:

      @marco: ich denke wir hätten genügend spieler die offensiv und kreativ spielen könnten, wenn sie vom general nur von der leine gelassen werden! was die deutschen betrifft, ich denke, wenn man die spielweise von dortmund oder gladbach sieht, wenn man sich die spielernamen, özil, götze, reus, schürrle, hummels, schmelzer, etc, auf der zunge zergehen lässt, dann ist dein bild des deutschen fussball definitiv nicht mehr aktuell!!!

    • R. Weber sagt:

      Den Vorschlag sich an Spanien zu orientieren finde ich sehr gut. Als Fussballkenner der Szene in der Schweiz sage ich ihnen, das wird der SFV (Fussball Verband) unter den Leitung von Peter Knebel und Yves Debonnaire niemals passieren. Leute wie Marco Otero (jetzt GC), Carlos Bernegger (FC Basel NW), Herman Kälin (ex-GC) alle spanisch sprechenden Fussballtrainer haben es hier in der Schweiz verdammt schwer.Noch etwas: viele (nicht alle) SFV-Instrukteure mögen die Art und Wiese wie Barca und Spanien spielt gar nicht. Das ist die Realität. Leider!!!!

      • Marco Affolter sagt:

        @R. Weber: Schade, dies zu hören. Vielleicht ist es auch eine Menalitätsangelegenheit. Kreativität ist hierzulande verpönt und gilt als brotlose Kunst. Solide Arbeit (Kampf, Ausdauer, Einsatz) dagegen erhält breiten Zuspruch. Das Konzept des SFV sollte aber längst mal überdacht werden. Dänemark und Schweden bringen viel die grösseren Fussballer hervor. Nur hat Kreativität in Skandinavien viel den grösseren Zuspruch als hier. Das fängt in der Schule an und zieht sich weiter im Arbeitsleben usw. Mag sein, dass Drill und Disziplin für die Rückennummern 1-6 durchaus zum Erfolg führen. Für die Nummern 7-11 aber sind Kreativität und Technik entscheidend. Und wo hat die Schweiz (mit Ausnahme der Zeit wo Sutter, Sforza und Chappi auf dem Platz standen) seit 25 Jahren das selbe Problem? Genau: punkto Kreativität, Technik und Torinstinkt…

  4. Robert Camenzind sagt:

    Das WM – Finale 2014 ist: Brasilien – Spanien = 0 : 3
    Spiel um Platz 3 ist : Deutschland – Portugal 2 : 1

    • Pius Müller sagt:

      Robert Camenzind das neue Menschliche Orakel:)

      • Roberto sagt:

        An diesen Ergebnissen werden Argentinien und Uruguay was dagegen haben. Ich tippe auf drei Südamerikanische Mannschaften im Halbfinale.

        • Hans vom Hübel sagt:

          Sehr gewagter Tip. Seit ich bewusst WM-Endrunden mitverfolge (1986 Mexiko), war nie mehr als eine Südamerikanische Mannschaft unter den letzten vier. Es spricht nichts dafür, dass sich an dieser europäischen Dominanz etwas ändern könnte.

          • Miguel Delgado sagt:

            Deutschland unter den ersten 4? Unmoeglich, die muessten ja zuerst einmal Fussballspielen lernen!
            Fuer mich ist es klar dass der WM Titel ueber Spanien, Argentinien, Brasilien und Portugal geht.

  5. Pius Müller sagt:

    WM 2014 und EM 2016 gehen leider wieder zu 100% an die Spanier. Gegen diese Manschaft ist kein Kraut gewachsen. Das Brutale ist ja dass da noch unglaublich viele Junge nachgezogen werden. Tut mir leid für Brasilien aber mit dem Titel im eigenen Land wirds nicht reichen.

    • Daniel sagt:

      Gegen die Spanier ist wirklich kein Kraut gewachsen. Sie befreien sich spielerisch aus jeder Situation. Sie haben aber auch in der Luft genügend Spieler, welche zumindest in der Defensive überragend sind. (es gibt sie also die spanischen Spieler über 1.70!) Sie sind einfach ein perfektes Team mit perfekten Spielern. Als Fussballfan anerkennt man diese Stärke und Überlegenheit, macht sich aber als Anhänger anderer Teams auch immer Gedanken, was könnte man den gegen ein solches Team machen? Also ich weiss es sowieso nicht und die anderen Trainer eigentlich auch nicht. Das ist richtig frustrierend. Ja es ist Neid, was ich empfinde, weil ich für Deutschland bin und aller technischen Perfektion zum Trotz, ich will das mein Team gewinnt. Da dies eigentlich nicht eintreffen kann, weil diede Spanier so spielend einfach überlegen sind, bin ich etwas konsterniert und eben neidisch.

      Vielleicht müsste man die spanische Mannschaft in zwei gleich starke Teams aufteilen. Wie würde wohl Spanien A – Spanien B sein? Welche Taktik würde man sehen? Würden die sich gegenseitig neutralisieren? Vielleicht würde man dann hinter das Geheimnis dieser technisch und taktischen Perfektion kommen und evtl. ein Gegenmittel sehen.

      • bulivo sagt:

        “Kein Kraut haben” passt meiner Meinung nach nicht wahnsinng gut mit dem glücklichen Halbfinal-Sieg gegen Portugal überein….

        Und wenn dieses System so “unbezwingbar” ist, warum gewann Barca dieses Jahr weder Meisterschaft noch CL?!

        • Juan sagt:

          Super Cup, Eur. Super Cup, Klub WM, Span. CUP … Soll ich Ihnen noch alle Titel aufzählen in den letzten 4 Jahren von Barsa? Bitte zählen Sie mir nur 1 Mannschaft auf welche noch erfolgreicher war und das mit 7-8 Nachwuchsspieler. Danke und AAAAAriverdeci la la la la la la AAAAriverdeci

          • bulivo sagt:

            Unglaublich…Barca-Fans sind wohl einfach nicht dazu geschaffen, Objektiv zu sein…

            Ich bestreite weder, dass Barca/Spanien die letzten 5 Jahre überragend und jeweils die beste Mannschaft waren, noch bestreite ich, dass beide auch in den nächsten 2-3 Jahren die wahrscheinlich besten sein werden…

            Was mich und whs. auch viele andere nervt an der ganzen Sache, ist dieses “die sind unschlagbar”, “niemand hat eine Chance gegen Barca/Spanien”, etc….

            Fussball ist und bleibt nun mal unberechenbar…und das ist gut so…ich darf gerne an das CL-Halbfinale zwischen Chelsea und Barca erinnern:)

      • Joakim Vikskog sagt:

        bin zwar kein spanien-fan, halte die iberer aber auch für das beste team europas. theoretisch. meines errachtens täuscht der 4:0-sieg im finale aber gewaltig. die spanier haben in keinster weise ein überragendes turnier gespielt und waren der gegnerschaft nun wirklich nicht derart überlegen, wie es viele schreiberlinge hier behaupten. wir erinnern uns an die spiele der spanier;

        1. spiel, gegen italien 1:1 – die spanier waren wohl ein klein wenig besser. das remis ging jedoch in ordnung.
        2. spiel, gegen irland 4:0 – die iren waren, mit verlaub, sackschwach. da hätten viele andere teams auch 4:0 gewonnen.
        3. spiel, gegen kroatien 1:0 – die spanier hätten nach diesem spiel gut und gerne nach hause fliegen können. stark war hier nicht die leistung der spanier, es war der name des schiedsrichters.

        viertelfinale, gegen frankreich 2:0 – die desolate vorstellung der blauen machte es den iberer natürlich einfach.
        halbfinale, gegen portugal 4:2 n.p. – portugal war wohl die bessere mannschaft über 120min.

        finale, gegen italien 4:0 – copy/paste: die desolate vorstellung der blauen machte es den iberer natürlich einfach.

        selbstverständlich haben die spanier gut gespielt an diesem turnier. aber sie sind absolut schlagbar und werden mit grosser wahrscheinlichkeit in den nächsten jahren nicht immer im finale stehen.

  6. Paulo sagt:

    Mag sein dass Spanien in Europa in den nächsten Jahren keine Konkurrenz haben wird. Die WM 2014 findet aber in Südamerika statt und dort gab es für die Europäer nie was zu holen. Die klimatischen Bedingungen dürften zumindest im Norden Brasiliens nicht die einfachsten sein. Klar dass alle Europäer in Porto Alegre oder Sao Paulo spielen wollen, aber ein paar werden auch in in den Bundesstaaten Mato Grosso, Amazonas und Ceara spielen müssen. Die Zeit ist für Brasilien gekommen Stern Nummer sechs zu holen.

    • Francisco sagt:

      @Herr Paulo… Die Spanier wurden vor der WM in Südafrica auch nie Weltmeister. Der Wind hat sich gedreht, nun ist Europa die Nr. 1 des Weltfussball. Egal ob Spanien, Portugal, Italien oder Deutschland. Alle vier hätten gute Karten gegen egal welche Südamerikanische Auswahl zu gewinnen.

  7. Stefan sagt:

    Ich weiss nicht, ob ich der einzige bin, aber mir hat diese EM nicht wirklich gefallen. Klar, alles was geschrieben wird bezüglich Fairness, Fehlentscheidungen etc… stimmt. Aber sonst: In der Vorrunde einige gute und einige weniger gute Spiele, soweit okay. Von den Viertelfinals war keines spannend, der Halbfinal Portugal-Spanien zum Einschlafen. Okay, DE-IT war ziemlich gut, der Final halt auch einseitig, aber wenigstens gab es Tore.
    Ich glaube, ausser Balotelli fiel niemand Spieler wirklich auf, es gab ausser des Finals wahrscheinlich kein Spiel, an das man sich noch lange erinnern wird.

    • Markus Benz sagt:

      Sehe ich auch so Stefan. Die meisten Spiele waren grottenschlecht, von Taktik geprägt, langweilig, zum einschlafen, Ball geschiebe, emotionslos. Ja sogar die Feier von Spanien gestern Abend wirkte irgendwie müde. Natürlich ist es nach der langen Saison der Top Ligen schwierig muntere Stars an der Endrunde zu sehen. Vielleicht müsste man da wohl auch mal was ändern. An der WM dachte ich ein paar mal oje wer sich den Grottenkick der Schweizer als nicht Schweizerfan ansehen muss ist auch bedient aber an dieser EM Endrunde habe ich viele schlechte Spiele gesehen. Wäre ich nicht von hupenden Autofahrern geweckt worden ich hätte die EM verschlafen 🙂

  8. Thomas sagt:

    Das einzige Land, dass den Spaniern den Rang ablaufen könnte ist Brasilien. Die Mächtigen, die bei der Brasilianischen Seleção den Ton angeben müssten aber erst mal ihre Arroganz ablegen und eingestehen, dass das Tikitaka unschlagbar ist. Die Brasilianer könnten mit ihrer herausragenden Technik das spanische System kopieren und unter besten Voraussetzungen (Führungsstab) evtl. sogar übertreffen. Leider wird dies in 2014 noch nicht geschehen, zu verbohrt und stolz halten sie an ihren Fussballweisheiten fest.

  9. Dustin Peters sagt:

    Na ja, jetzt gelten die Spanier wieder als unschlagbar. Aber die Penalty-Lotterie geg. Portugal hätte ja genausogut auch anders ausgehen können. Und dann würden die Kommentare allenthalben in die Richtung gehen, dass Spaniens Fussball vorbei sei. Wie meist liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte: Natürlich werden die Spanier auch in den nächsten Jahren zu den absoluten Top-Mannschaften gehören. Aber auch sie sind verwundbar: Italien hat’s in den Gruppenspielen vorgemacht, Portugal im HF. Und die Kroaten sahen auch nicht soooo schlecht aus. Und Xavi und Iniesta werden nicht so einfach zu ersetzen sein. Die beiden passen einfach sensationell zusammen. So ein Duo muss man erst wieder finden.

    • manu sagt:

      Schön, dass das auch noch jemandem aufgefallen ist. Öffentliche Meinungen (und Loyalitäten im Fussball) sind momentan Fähnchen im Wind.
      Dass die Spanier ein sehr starkes Team haben stellt aber niemand in Frage…

    • Francisco sagt:

      Wäre, hätte, würde…. irgendwann wird es sicher nicht mehr so sein. Aber Fakt ist nun mal dass Spaniens Fussball, zur Zeit das Mass aller Dinge ist. Zumindest für noch weitere 2 Jahre und wenn Sie im Brasilien nochmals Weltmeister werden sollten…. Na dann würden Leute wie Sie (vielleicht) auch davon überzeugt werden.

      • Dustin Peters sagt:

        Weiss jetzt nicht, ob sie mit “Leute wie Sie” mich gemeint haben. Falls ja: Habe nirgends bestritten, dass Spanien eine absolute Top-Mannschaft ist. Eigentlich kritisiere ich hier nur die Medien wie sie immer von einem extrem ins andere Fallen. Ein Elfmeter-Schiessen kann jeder verlieren, dann wäre hier der spanische Fussball beerdigt worden. Nun, sie haben den HF gewonnen und im Finale Italien besiegt. Jetzt sind sie und Unbesiegbaren. Ob unbsiegbar oder beerdigt hängt hier also von einem Glückspiel ab. Das ist es was mich an vielen Medien nervt. (Mämä gehört aber in der Regel nicht zu denen…)
        Im übrigen gehöre auch ich der Fraktion an, die den Fussball der Spanier (und Barca) liebt.

      • bulivo sagt:

        Eben nicht!! Es kann nicht sein, dass ein Spielsystem aufgrund von 10 Penaltys als “noch immer praktisch unschlagbar und das Mass aller Dinge” oder als als “vorbei” beurteilt wird…!

        Schön, dass das wenigstens ein paar noch erkennen….

        • Athaulf sagt:

          Ja, ja … Das ist so langweilig wenn diese Spanier man fasst immer in Ballbesitz sind und angreifen müssen, und dann auch noch fasst immer gewinnen…Einfach grauenhaft langweilig wenn sie dann auch im Penalty schiessen gewinnen….
          Übrigens, vergessen wir nicht dass Spanien im Halbfinal gegen Portugal zwei Tage weniger Erholungszeit hatte. Aber gar keine Frage die Portuguiesen haben ein tolles Spiel gezeigt und hätten es sicherlich auch verdient ins Finale zu kommen.

        • Jorge Lopez sagt:

          @Bulivo: 10 Penalties? Welche Mätche haben Sie denn geguckt?. Gestern im Finale haben der portugiesische Schiri Proença und sein Team grosszügig ein glasklares Hand im 16er überguckt. Sonst wäre es schon zur Pause vermutlich 3:0 gestanden. Schlussendlich geht es beim Fussball darum ein Tor mehr zu schiessen als der Gegner. Wer also während einer ganzen EM nur eine Kiste kassiert (von ITA), macht wohl Einiges richtig.

          Wieviele Male bezwang ITA in der Vergangenheit seine Gegner mit viel Glück und wenig Fussball? WM 1982: Drei Unentschieden und doch Weltmeister geworden. Vom Auftritt 2006 wollen wir lieber gar nicht reden. Und die Finalteilnahme an der EM2012 lässt einige wohl vergessen, dass der Wettskandal um die ITA-Nati noch nicht gegessen ist. Nur aufgeschoben. Dann lieber die “grosse Langeweile” mit Spanien, wo am Schluss auch noch die Kiddies mit auf den Platz zur Feier dürfen. Das ist eher das Vorbild, dass ich im Fussball sehen will.

          Übrigens, wer das Gefühl hat, nach dieser Generation sei’s dann Schluss mit Spanien, der sollte mal sehen was da hinten nach kommt. Während Olympia mal einschalten und einen Vorgeschmack auf die Nachfolger Xavi’s & Co. geniessen. Das hat nämlich System. Suerte, amigos.

          • Dustin Peters sagt:

            Mit der WM 1982 gebe ich Ihnen vorbehaltslos recht. Aber WM 2006? Nach meinem Empfinden war das eine WM in der allgemein Saftey first herrschte, war Italien neben Deutschland die einzige Mannschaft die vorwärts spielte

          • bulivo sagt:

            ähh..meinte das Elfmeterschiessen im HF gegen Portugal;)

    • Jakob Sperling sagt:

      Sehr guter Kommentar.
      Journalisten interpretieren meist vom Ergebnis her, ohne zu berücksichtigen, wie oft Entscheide auf der Kippe standen.
      Zum Final noch: Für den Ausgang des Spiels war primär die 1. Halbzeit massgeblich. Das war ein phantastischer und weitgehend ausgeglichener Zweikampf, bei dem auch Italien absolut seine Chancen hatte. Die genialen Pässe von Iniesta und Xavi haben dann die Sache entschieden.
      Zu Spanien noch: So wie Iniesta spielt, kann er noch einige Jahre weiter spielen und er allein kann den Unterschied zwischen einer sehr guten und einer unschlagbaren Mannschaft machen.

  10. Fabio Bonina sagt:

    Ich verstehe das ganze nicht! Ich meine klar Spanien ist ein Weltklasse Team und hat zurecht gewonnen. Trotzdem ist 4:0 einfach zu hoch! Italien wird in den Medien und von den “Modefans” auseinander genommen und verhöhnt. Klar Sprüche muss man über sich ergehen lassen wenn sein Team verliert. Trotzdem finde ich es nicht wirklich gerecht wie man mit Italien ins Gericht geht. Ich meine niemand hat damit gerechnet dass Italien ins Finale einzieht vor dieser EM und sie sind zu recht im Finale gestanden! Kein Catenacio oder sonst irgend wie “dreckig” zum Sieg gekommen. Offensiver, toller Fussball haben sie gezeigt! Und wer dass abstreitet hat keinen Schimmer vom Sport! Auch schlug noch das Pech zu auf seiten der Italiener! Ich meine nach der Einwechslung von Motta der nach 4 Minuten verletzt vom Feld musste und die Italiener nur noch zu 10 gegen ein Super Team spielen mussten nach dem schon 2:0 gegen sie stand ist einfach Pech und das Resultat noch zu drehen so gut wie Unmöglich! Da hätten auch andere Teams in die Wäsche gekuckt! Auch die 2 Super chancen von Di Natale die nicht zum Erfolg führten war Pech! Auch darf man nicht vergessen dass die Regenarations Zeit einfach Goldwert ist im Spitzenfussball. In einem Profi Sport wo alle so nahe beieinander sind Leistungstechnisch und Fussballerisch gesehen. Jedes Team dass an der EM dabei war kann Fussballspielen, sonst hätten sie sich auch nicht Qualifiziert für diese Endrunde! Und nach dem sehr schweren und Kräfteraubenden Halbfinal gegen Deutschland war klar dass die Italiener nicht zu 100% auf der Höhe waren wie zu beginn des Turniers wo sie Sensationell gespielt hatten gegen Spanien und so ein 1:1 rausholten! Spanien war Top, italien leider ein Schatten von sich selber auch bedingt durch die erwähnten einflüsse…

    • Roberto sagt:

      Dies ist vielleicht eine Reaktion darauf, dass Italiener selber immer wieder den Mund sehr voll genommen haben, wie Sie sicher wissen.
      Nichtsdestotrotz hat Italien super gespielt, es gibt nichts zu verhöhnen.
      Italien war und bleibt eines der Länder, die es zu schlagen gibt, wenn man Europameister oder Weltmeister werden will, und sie spielen attraktiven und offensiven Fussball.
      Also Kopf hoch, freuen wir uns auf die WM mit neu gemischten Karten!

    • Patrick sagt:

      Fabio, Du hast recht, wer schreibt dass Italien schlecht war hat keine Ahnung. Italien war bis zur Verletzung Mottas auf Augenhöhe mit Spanien. Die beiden Tore waren absolute Geniestreiche, ansonsten hatte Italien Gelegenheiten wieder heranzukommen. Mit 10 Mann und der Müdigkeit in den Beinen sind sie am Schluss untergegangen, es sah aber eine Stunde lang anders aus.

      Italien hat in diesem Turnier streckenweise den besten Fussball gezeigt und hier ist wirklich etwas neues, gutes am Entstehen. Italien kann diese EM erhobenen Hauptes verlassen. Wer hier was anderes behauptet kann nur ein frustrierter Deutschland-Fan mit eingebautem Anti-Südländer Reflex sein. Alle anderen haben das schon richtig gesehen und es wird überall auch so kommentiert.

      Bin übrigens (halb-) Spanier!

    • Luis Molina sagt:

      Italien mag einen Tag weniger Pause gehabt haben, Spanien musste aber im Halbfinal 120 Minuten zzgl. Penaltyschiessen antreten. Das gleicht sich aus. Zudem haben die Spanier eine härtere Saison hinter sich. Praktisch alle Stammspieler waren mindestens im Halbfinale der Champions League zzgl. Klub-WM für Barca.
      Aber mal ehrlich und objektiv betrachtet, sofern Sie das können, glauben Sie tatsächlich, dass Italien dieses Spiel auch zu elft und fit noch drehen konnte? Gestern hätte jeder gegen Spanien verloren.

    • Claudio sagt:

      in der ganzen Demütigung hat niemand wahrgenommen, dass Italien nach der ersten Halbzeit 52:48% Ballbesitz (nota bene gegen ein superaufgelegtes Spanien) hatte. Dies liebe Freunde hat es seit ca. 6 Jahren nicht mehr gegeben. Beim ersten Tor (Fabregas läuft dem Chiellini davon und bringt den Ball kanllhart in die Mitte) war der Chiellini NICHT DER CHIELLINI (einer der zwei Fehler von Prandelli, Chiellini nicht zu bringen wegen zu stark angeschlagen und dafür Balzaretti). Chiellini wurde 5min. mit Krämpfen ausgetauscht. Das Spiel war nach dem Ausscheiden von Motta, der ca. 4 Minuten auf dem Feld stand und dann mit Zerrung das Spielfeld verlies für Italien beendet. (zweiter Fehler von Prandelli, den an un fürsich noch taugliche Montolivo rauszunehmen). Der “Santo” Casillas hatte einen seiner besten Tage indem er 2-3 100% irgendwie noch mit irgend einem Körperteil abwehrte, und und und. Fazit: Fussball ist deshalb so toll, weil die Meinungen weit auseinander gehen können. Spanien hat ein perfektes Spiel gezeigt, Italien wäre meines erachtens auch in der Lage gewesen, es zu tun. Nun war der Terminkalender für 1/4 Final und für 1/2 Final und 2 Tage später das Finale so ausgerichtet, dass alles zu ungunsten von Italien lief. Dazu kommt noch die Superleistung von Spanien, die Hochform von “Santo” Casillas und der Ausfall von Tiago Motta nach 5 Minuten (10:11) für die letzen 30min. Wäre Prandelli “vernünftig oder superfarrükt” gewesen, hätte er 8 neue Spieler bringen müssen, um physisch zumindest ebenbürtig zu sein. Aber, eben bei einer Niederlage wäre lieber nicht nach Italien geflogen. Somit, liebe Fussballfreunde, gibts nur eine Formel, gegen Spanien zu gewinnen. Hoffen, dass bald Xavi und Iniesta pensioniert werden, sonst sind sie kaum schlagbar.

  11. Max sagt:

    Im Nachhinein muss ich wohl eingestehen, dass ich Italien nach ihrem Sieg gegen Deutschland bei weitem überschätzt habe. Nachdem was ich von Italien gestern gesehen habe, glaube ich, dass Italien Deutschland nur deshalb schlagen konnte, weil der „Yogi-Bär“ in massloser Selbstüberschätzung plötzlich glaubte, dass er über Wasser gehen könne. Dass das nicht funktioniert hat Löw erst dann begriffen, als er und seine Mannschaft kläglich abgesoffen ist.

    Nach dem gestrigen Finalspiel, welches nicht mit einem Sieg sondern mit einer Hinrichtung für Italien endete, kann man nun folgende Frage stellen:

    Ist diese spanische Mannschaft überhaupt zu besiegen? Wie hätte sich Deutschland gegen Spanien aus er Affäre gezogen? Meine Antwort lautet: Es wäre genauso wie Italien untergegangen.

    Denn beiden Mannschaften fehlte etwas ganz entscheidendes und das war DER UNBEDINGTE WILLE, DAS UNMÖGLICHE WAHR ZU MACHEN.

    Dass aber auch Mannschaften wie Spanien besiegt werden können, dafür gibt es ein berühmtes Beispiel. Bei der WM 1974 war Holland das alles überragende Team. Dem Finalgegner Deutschland gab man deshalb KEINERLEI Sieg-Chance. Aber Deutschland gewann trotzdem und darüber wurde Jahre später folgende Anekdote veröffentlicht:

    Als die Deutsche Mannschaft auf den Platz ging, fragte der Sepp Maier den Beckenbaue:.

    „Na, Franz, was moanst, gwinner mer heut?“ Darauf antwortete Beckenbauer: „Ja logisch. Schau sie Dir doch an, die Käsköpf. Die sind heut fällig!!!“

    Und so war es dann auch. Und was ich damit sagen will ist folgendes:

    Jede Mannschaft kann besiegt werden, wenn beim Gegner Spieler vorhanden sind, die neben ihrer fussballerischen Bravour auch den UNBEDINGTEN SIEGESWILLEN mitbringen, dass man so ein Spiel gewinnen kann.

    Italien und Deutschland hatten diese Spieler bei dieser EM nicht.

    • Massimo sagt:

      “Es kann nicht sein, was nicht sein darf. In Spanien wurden vor ein paar Tagen 14 Menschen in der “Operación Galgo” (Operation Windhund) vorläufig festgenommen, unter ihnen auch der Dopingarzt Eufemiano Fuentes. Er ist seit 2006 bekannt, aus der bisher größten und trotz vieler Beweise weitgehend folgenlosen Affäre “Operación Puerto” (Operation Bergpass). Er soll im Gefängnis laut seinen kurzzeitigen Zellengenossen damit geprahlt haben, dass Spanien “vielleicht weder den EM- noch den WM-Titel” im Fußball hätte, wenn er auspacke.” (Fuentes-Affäre: Gedopte Fußball-Weltmeister? | Sport | ZEIT ONLINE9

      • Athaulf sagt:

        @Massimo: weiter heisst es im Artikel : “(Sein Anwalt bezeichnete diese Darstellung als frei erfunden, trotzdem sorgte sie für großes Aufsehen. Schon bei der “Operación Puerto” hatten nicht nur die vielen Radprofis wie Jan Ullrich zu Fuentes’ Kunden gehört, sondern auch andere Sportler. Fuentes zog damals erste Äußerungen über involvierte Fußballer zurück, dem Journalisten Stéphane Mondard soll er gesagt haben, er könne vor Gericht einen Medikationsplan für Barcelona nicht bestätigen.)” Sollten Sie aber Beweise haben dass irgend ein Spanier an dieser EM gedoppt war. Bitte ich Sie die Beweise zu veröffentlichen oder zu schweigen. Es ist von schlechten verlierern diese Spanier ohne Beweise mit Dopping in Verbindung zu bringen. (So viel ich weiss hatte im Speil gegen Italien nur ein Spanier ein wenig gedoppt. Es war Casillas, der musste zwei Espressos drinken damit er in der zweiten Halbzeit nicht einschläft)

    • enzo sagt:

      Hallo Max

      Die Schweizer hingegen haben Siegeswillen, nur haben bis jetzt nie etwas gewonnen!

    • Claudio sagt:

      Ich wollte es nicht auf das Thema bringen lassen, nur deshalb weil ich Fussball liebe und was die der spanische Fussball seit ca. 6 Jahren zeigt, sollte nicht von solchen Themen angetastet werden. Auf der anderen Seite, wäre eine pharmazeutische Prüfung angebracht, um zumindest zu wissen, warum die spanischen Sportler im allgemeinen mehr Luft haben. Es ist objektiv schwierig nachvollziehbar, wie ein Land mit ca. 40mio Einwohner in vielen Sportarten anderen weit mehr bevölkerten Nationen überlegen ist. Was klar ist, dass solange die nationalen Ligen oder Verbändedie Hoheit über die Doping- und Buchführungregeln haben, keine wirkliche “Fairnes” zu haben ist. Gewissen Ländern ist der Ruhm und die Medallien wichtiger als das “in die Schranken Führen” der eigenen Sportler. In diesem Sinne, kann ich als Italiener gehobenen Hauptes weiter Sport verfolgen, da unsere Justitz die schärfste ist. Medallien hin oder her..

  12. Patrick sagt:

    Klar ist derzeit keine Mannschaft besser als die spanische. In der Vergangenheit war das auch gut so, weil endlich eine Mannschaft technisch perfekt spielte.
    Aber nun ist genug Querpassspiel und es täte dem Sport gut, wenn eine neue Taktik die spanische schlagen könnte.
    Ich mag es einfach nicht, wenn die Spanier ohne einen gelernten Stürmer aufbauen. Klar sind sie überlegen und schiessen auch so ihre Tore, dennoch….

    • Tom Müller sagt:

      Haben Sie beim EM-Final genau hingeguckt? Die Spanier haben weiss gott nicht nur Querpässe gespielt, sondern ihre absolute fussballerische Überlegenheit demonstriert. Derzeit gibt es wirklich keine bessere Mannschaft auf diesem Kontinent. Und genau diese krasse Überlegenheit finden die Suporter/innen der anderen Teams natürlich ziemlich frustrierend. Logische Konsequenz: unsportliches Peiffkonzert bei fast jedem spanischen Querpass. Also ob die eigene Mannschaft nicht genau die gleichen Querpässe spielen würde…Solange Spanien derart schönen Fussball wie im Final spielt, können sie von mir aus noch 10 Titel holen. Es ist und bleibt ein Genuss zuzuschauen!

  13. Patrick sagt:

    Treffend analysiert, Mämä. Diese EM hat tatsächlich guten Fussball geboten, Höhepunkte waren ganz klar die Vorrundenpartie Italien gegen Spanien und dann dieses grandiose Finale gestern. Ich fand Italien war sehr gut, hat sehr gut reagiert auf den Spanischen Führungstreffer, die Spanier zurückgedrängt und als erste Mannschaft überhaupt mehr Ballbesitz als Spanien gehabt. Aber dann kam dieser Geniestreich Xavis, ein unglaublicher Pass, genau im richtigen Moment gespielt, genau in den Lauf Albas, und wie der das Tor macht, 2 Ballberührungen und drin ist er, wie aus dem Lehrbuch. Trotzdem kam Italien nochmal zurück, und wenn da nicht San Iker im Tor gestanden hätte (2 Grosschancen von Di Natale nach der Pause), wer weiss was noch alles passiert wäre. Das war eine Stunde lang das beste Finalspiel, an das ich mich erinnern kann. Die Verletzung Mottas war dann die Entscheidung, schade, aber bis dahin war das ein absolut packendes Fussballspiel mit 2 hervorragenden Mannschaften.

    Vor vielen Jahren wurde ich durch Heirat zum halben Spanier und habe viel durchlitten mit der “Roja”. Umso schöner dieser Sieg, diese Spieler haben sich unsterblich gemacht mit der historischen triple corona nach einem derart hochklassigen Finale. Que viva España! Que viva la roja!

  14. Gianni sagt:

    Mein Fazit: Prandelli hat Spanien diesen Triumph auf einem silbernen Tablett serviert. Einen Final mit zwei-drei angeschlagenen Spielern angetreten (Chiellini sah beim ersten Tor ganz alt aus), dann noch diese unverständliche Einwechslung von Motta als letzter Schachzug für eine (unerhoffte) Aufholjagd. Chancenauswertung auch schlecht. Zudem kam noch eine ganze Menge Pech hinzu mit zwei Verletzungen. Der Sieg absolut verdient, das Resultat in dieser Höhe eine Demütigung. Klar, mit einer 0:2-Niederlage hätte es sich leichter schlafen lassen…

    • Franz sagt:

      Schlechtes Coaching von Prandelli, einverstanden: Nach dem verletzungsbedingten Wechsel in der 1. HZ hat er viel zu früh gewechselt in der 2. HZ, was zur Unterzahl führte. Die Italiener waren zwar physisch nicht auf der Höhe von Spanien (Balotelli ausgenommen), aber es hätte vielleicht doch noch knapp werden können. Die Erholungszeit zwischen Halbfinal und Final war für Italien zu kurz. Auch die Spanier spürten das im Halbfinal, wo sie sogar zwei Tage weniger Ruhe hatten als die Portugiesen. Italiens Spiel hatte noch andere Schwächen: Ausser Balotelli (mit Abstrichen) ist kein Spieler wirklich torgefährlich, auch die Torausbeute blieb sehr bescheiden (nur ein Tor im Schnitt). Vom Mittelfeld geht praktisch keine Torgefahr aus, alles ist auf die beiden Stürmer ausgerichtet. Auch die Verteidigung, sonst die Stärke der Italiener, ist eher schwach besetzt, teilweise hüftsteif. Alles in allem sicher eine sympathischere Mannschaft als auch schon, aber mit dem 2. Platz ist sie sehr gut bedient. Die Deutschen müssen sich Lippen und Fingernägel beissen, dass sie so untergingen gegen sie. Total unverzeihlich, dieses Halbfinaldebakel.

      • Gianni sagt:

        Torgefährlich waren sie eigentlich zu jedem Zeitpunkt, nur war die Chancenauswertung jämmerlich. So wie Di Natale, der gestern kläglich zweimal an Casillas scheiterte. Zur Info: Italien ist das Team, das am meisten aufs Tor schoss. Und ich würde dieses Spiel nun mal nicht als Massstab für den wahren Wert dieser Mannschaft nehmen. Italiens Stärke zeigte sich gegen England und vor allem Deutschland, wo beide Mannschaften vorgeführt wurden. Man sollte die Leistungen dieser Mannschaft nicht kleinreden, nur weil gestern einfach alles schief lief. Es zeugt ein wenig an deutschem Grössenwahn, wenn man daher von “Halbfinaldebakel” spricht…immerhin hat man gegen Italien verloren – mit einem Tor Unterschied.

      • Claudio sagt:

        weder schlechtes Coaching von Prandelli noch “zu gut bedient” für Italien. Franz hast Du den Ballbesitz nach der ersten Halbzeit noch in Erinnerung ? 52% italien (und bis auf 100 fehlen noch 48% von Spanien). Dies hat es seit 6 Jahren nicht mehr gegeben. Trotz Unterzahl der Italiener für 30min. war am Schluss nur 52%:48% für Spanien. Vom Kalender hin über die “Episoden” hat in diesem Spiel alles gegen Italien gesprochen, selbst das perfekte Auftreten der spanischen Fussballmannschaft. Gewonnen hätten sie vielleicht trotzdem, aber gerne h ätte ich eine physisch ebenbürdige Italien Mannschaft gegen Spanien gesehen, wie in der Vorrunde. Zu Deutschland muss ich langsam das Gefühl haben, dass sie seit nunmehr seit 16Jahren immer wieder als Favoriten gelten und sie sich selbst als die besten auf der Welt sehen, sobald sie irgend welche Mannschaften schlagen. Die war lange Zeit auch mit England der Fall, was inzwischen nicht mehr so ist. Dass für Deutschland in 2 Jahren (WM 2014) inzwischen 18 Jahren vergangen sein werden, das kann auch der “chauvistischste der Deutschen” nicht verbergen und werden vermutlich wieder als Favoriten gelten, bis zur nächsten EM und dann bis zur nächsten WM und dann wie die Engländer werden sie langsam vergessen werden.

  15. Franz Melliger sagt:

    Naja, ein Grossteil der Exerten glaubte ja, die Spanier wären dieses Mal fällig. Zu einfach schien es, Spanier als EM-Sieger vorauszusehen. Das kann ja jeder Laie. Da muss sich der Fachmann schon etwas mehr einfallen lassen.

    Resultat: Höchster EM-Final-Sieg aller Zeiten.

  16. Patrick sagt:

    Und hier noch das Dream Team dieser EM:

    Casillas; Alba, Ramos, Hummels, Perreira; Alonso, Pirlo, Meireles; Iniesta, Balotelli, Ronaldo

  17. Ben sagt:

    Italien war gut, Spanien hatte Xavi und Iniesta die mit ihren Steilpässen den resultatmässigen Unterschied herbeiführten. Die Italiener waren die Überraschung im Turnier und können erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Es war eine gute EM, das Finalspiel sowie der Halbfinal ITA-DE werden mir noch länger in Erinnerung bleiben. Und Spanien ist letztlich ein absolut verdienter Europameister.
    Eine Frage hätte ich noch: kann mir jemand sagen, weshalb Prandelli den aus meiner Sicht immer besser werdende Montelivo ausgewechselt hat? Für mich eine unverständliche Aktion.

  18. Thomas B. sagt:

    Danke Mämä, Danke Spanien! Was hätte das wohl ausgelöst, wenn Spanien das Penaltyschiessen gegen Portugal oder den Final verloren hätte. Ein Grossteil der Journalisten und Fussballfans hätten Tiki-Taka wohl für abgeschrieben erklärt. Nicht Wenige haben es ja bereits gemacht. Ich sage: Keine Mannschaft dieser Welt hat diese Raumaufteilung, Technik, Spielintelligenz, Uebersicht, Ballbehandlung, Qualität in den Zuspielen, Timing. Diese Spielanlage, ein Traum, kein Zufall, einfach nur Qualität. Pure Dominanz. Wenn ich sehe, wie sich die Spanier in der Nähe der eigenen Cornerfahne mit 7 Pässen – 5 davon direkt – aus der Umklammerung lösen, dann ist dies für mich nicht langweilig, sondern hohe Kunst.

  19. Auguste sagt:

    hmm…, keine frage, spanien spielte tollen fussball in diesem euro-finale und gewann verdient und diskussionslos. mit projektionen auf zehn jahre hinaus wäre ich trotzdem vorsichtig, da irrten sich schon kaiserliche instanzen gehörig, wenn es darum ging, die fussballerische zukunft eines landes richtig abzuschätzen. gewiss werden in spanien weiterhin gute spieler nachrücken, aber ob die wieder so dominant werden, wie die jetzige generation, das steht noch in den sternen und wäre eher die ausnahme als die regel.

    absolut verblüffend war für mich auch die überlegene fitness der spanier gegenüber all ihren gegnern. ein entscheidender wettbewerbsvorteil, besonders in grossen turnieren. dagegen sahen engländer, franzosen und gestern die italiener ziemlich alt aus.

    • Daniel sagt:

      Ja woher kommt den diese überlegene Fitness nach so einer langen Saison in der Primera Division + Championsleague. Ein Schelm wer was böses denkt.

      • Jorge Lopez sagt:

        Überlegene Fitness? Na ja, gegen Portugal war von “überlegener Fitness” wohl kaum etwas zu sehen. Selbst ein Xavi wirkte müde und ideenlos und sagte er wolle mehr Einfluss ausüben können. Spanien hatte auch etwas weniger Erholungszeit als Portugal.

        Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Spanien vor allem den Ball und damit die Gegner laufen lässt. Habe mir sagen lassen, dass wenn der Gegner immer dem Ball nachlaufen muss, irgendwann die Beine und der Kopf nicht mehr so mitmögen. Ich glaube einer der Franzosen war’s, der sagte: “Die machen dich so einfach nur fertig.”

        Aber klar, die Spanier sind alle gedopt, deshalb rennen sie wie die Hasen. Komisch, dass noch keiner beim Doping erwischt wurde. Weder von UEFA noch FIFA.

        • Daniel sagt:

          Wer hat da was von Doping gesagt? Natürlich macht das Nachrennen des Balles müde. Dieses Phänomen beobachte ich auch schon bei den E Junioren.

  20. Roberto sagt:

    Euphorie in Ehren, bin aber auch vorsichtig.
    Praktisch ausnahmslos enttäuschen in den Himmel gelobte Mannschaften bei Erwartungshaltung.
    Ich freue mich über die Leistung und bin auf die Entwicklung aller Mannschaften gespannt.

  21. kurt abächerli sagt:

    …und wenn’s so weitergeht kommt noch vor dem chip im ball eine regel wie im basketball: wenn eine mannschaft 15 pässe schlägt ohne erkennbare absicht einen raumgewinn zu vollziehen geht der ball an den gegner, dann ist der fussball im handballkreis vorbei…
    auch wenn sich drei spanier gegen fünf gegenspieler an der seitenlinie freispielen können und zwei passes im final auf (unerklärlich schnelle) spanische torschützen genial waren, mich hat der final gelangweilt (ich hör’ sie schon nach luft schnappen, die anhänger der feinen technik). das spiel eng – swe war beispielsweise viel emotionaler und spannender zum zuschauen.

    • Klaus Kinski sagt:

      Eine absolut vertretbare Meinung. Ich habe auch schon wahnsinnig spannende 3.-Liga-Aufstiegsspiele gesehen, gespickt mit Toren, Spannung, Emotionen und allem was das Herz begehrt – ausser halt Spielern auf dem höchsten technischen Niveau.

  22. Stephan B. sagt:

    Während der letzten 5 Jahre haben Spanien und Barcelona die Früchte ihrer seit 20 Jahren überlegenen Spielphilosophie geerntet. Raumaufteilung – Intelligenz – Technik – Schnelligkeit. Kurze Quer- und Rückpasse sind in manchen Fällen halt die offensivere Variante, sie erlauben oft die optimale Spielfortsetzung. Die anfängliche Kritik an den Spanieren war masslos übertrieben, dabei wurde der eine oder andere Journalist oder TV-Kommentator auf dem falschen Fuss erwischt. Den Tiki-Taka kann man zwar lesen und erkennen, aber er lässt sich nicht bekämpfen. Top-Clubmannschaften werden im Nou Camp zu Barcelona regelmässig zu Schülerauswahlen degradiert. Aehnlich sah es phasenweise gestern aus, und zwar nicht erst, als die Italiener nur noch zu zehnt da standen.

  23. Carlo sagt:

    Lieber Mämä, ganz einverstanden mit Deinem Komentar zur grandiosen spanischen Mannschaft. Ganz und gar nicht einverstanden mit Deiner Kommentar zum Niveau der EM. Hast Du denn das ständige Simulieren und die Schwalben nicht gesehen ? Allein im Finale mit wenigen Unsportlichkeiten hat sich Balotelli mindestens 5x fallen lassen. Von Ronaldo wollen wir gar nicht reden, er war meistens am Boden ohne dass ihn jemand berührt hatte, wenn er nicht gerade einen Freistoss ins All beförderte. Es haben total nur 3 Mannschaften (Spanien, Italien und Deutschland) guten Fussball geboten, alle anderen waren enttäuschend. Also eher eine schwache EM für mich mit viel zuvielen Simulanten. Leider inspirieren sich die meisten Mannschaften eher an Chelsea also an Barça.
    Eviva Espana.

  24. Hans vom Hübel sagt:

    Es stimmt schon, Spanien überzeugt als Mannschaft. Irgendwer hat mal gesagt, dass man mit der Offensive Spiele gewinnt und mit der Defensive die Tourniere. Und genau dies trifft auf die Spanier ganz beispielhaft zu: Ihre Defensive ist mit Abstand die beste im Vergleich mit allen anderen Teams. Dies ist eine ausgezeichnete Leistung der gesamten Mannschaft, sowohl taktisch als auch läuferisch.

    Um allerdings auch offensiv Glanzpunkte zu setzen, bedarf es nicht nur eines technisch starken Ensembles, welches Ballbesitz und Ballkontrolle zur Perfektion zelebriert, sondern es muss ab und an auch jemand etwas Geniales vollbringen. Die Zuckerpässe kamen auch gestern wieder von Xavi (3x) und Iniesta (1x). Entgegen der Meinung von Mämä Sykora denke ich nicht, dass ein absoluter Ausnahmekönner und momentan bester Mittelfeldspieler der Welt, Xavi, ohne Weiteres ersetzt werden kann. Für die kommende WM sind die Spanier sicherlich nach wie vor der Topfavorit, aber darüber hinaus schon jetzt Prognosen abzugeben, halte ich für Sternendeuterei.

    Ja, Fussball ist ein Teamsport, aber einige Spieler sind mehr Team als andere…

    • Gianni sagt:

      Pirlo ist besser als Xavi.

      • Juan sagt:

        Genau, seine Pässe im Final einfach genial!! 😀

        • Gianni sagt:

          90% Prozent Xavis Pässe betragen eine perkurrierte Länge von maximal 7-8 Metern. Also bitte…

          Tolles Spiel im Final, aber wo war er bis dahin?

          Pirlo ist die personifizierte Intelligenz des Fussballs. Wahrscheinlich der beste Regisseur aller Zeiten.

  25. res sagt:

    so und jetzt weg mit dieser EM. übernächstes wochenende wird wieder fussball gespielt!

  26. Reto sagt:

    Für mich bleibt einfach der fade Nachgeschmack, dass Spanien nur dank des Schiedsrichters
    nicht gegen Kroatien rausgefallen ist ( wenn die Kroaten nur einen Penalty bekommen hätten
    würde heute niemand mehr von Spanien sprechen )

    • Mämä Sykora sagt:

      Steht wirklich fest, dass die Spanier dann rausgefallen wären und niemand mehr von ihnen sprechen würde? Der Zweikampf Ramos/Mandzukic war in der 27. Minute, und ganz abgesehen davon, dass der Elfer erst mal hätte sitzen müssen, wären den Spaniern noch mehr als 60 Minuten geblieben, um ein Tor zu erzielen.

      • Patrick sagt:

        Danke Mämä. Genauso ist es. Kann das Gesülz von dem Penalty nicht mehr hören…..

      • bulivo sagt:

        Gab da noch eine 2. Szene, welche fast noch klarer war; als Ramos (glaub) einen Kroatischen Stürmer im Anschluss an einen Eckball resolut zu Boden zog…diese Szene war um die 80. Minute….

  27. René Altorfer sagt:

    Bin einverstanden, was die Qualität der Spanier an diesem und an den vergangnene Turnieren betrifft. Mit Prognosen über die kommenden 10 Jahren wäre ich hingegen vorsichtig. Wer erinnert sich noch an 2000, als es hiess dass Frankreich den Fussball über Jahre hinweg dominieren wird? Bekanntlich haben sie seit 2000 nie mehr an ihre einstigen Leistungen anknüpfen können. Es kann eben schnell gehen im Fussball und das ist ja auch gut so…

  28. Hubert Roth sagt:

    Wie schnell doch ein einziges gutes Spiel die Wahrnehmung verzerrt! Insgesamt gesehen hat bei dieser EM leider das Team mit dem langweiligsten und scheusslichsten Fussball gewonnen. Ich darf erinnern? Nur mit tatkräftiger Unterstützung des Schiedsrichters die Vorrunde überstanden. Im Halbfinale 120 Minuten lang die klar schlechtere Mannschaft. Oder die WM vor zwei Jahren: vier öde 1:0 in der KO-Runde. Der armseligste Weltmeister aller Zeiten. Ich hoffe doch, dass diese Ära jetzt zu Ende ist. Allein in Europa spielen inzwischen mindestens ein halbes Dutzend Teams einen attraktiveren Fussball. Ebenso mindestens drei Mannschaften aus Südamerika. WM 2014? Alles, bitte nur nicht ein weiterer Triumph dieses unsäglichen Tiki-Taka. Dagegen waren selbst Catenaccio und Rumpelfussball die reinsten Augenweiden.

    • roberto sagt:

      Ihr Dutzend Teams und alle Nicht-armseligen Fussballnationen sind seit 2008 herzlich eingeladen, mit Ihnen genehmen Fussball die Spanier zu schlagen.
      Bis dahin – und solange ihre subjektive Ästhetik keine Punkte gibt – müssen Sie wohl damit leben, dass der spanische Fussball den Ton angibt.
      Im übrigen gebe ich ihnen teilweise recht, es gab schon schönere EMs.
      Allerdings hat dies meiner Ansicht nach viel mit der Taktik der Gegner zu tun, die gegen Spanien gewählt wird.
      Denn alle Teams wissen inzwischen: Lasst die Spanier ins Spiel kommen, und der unterhaltene Hubert Roth kostet dem anderen Team die Heimreise.

    • Marco S. sagt:

      sehr interessante Schlussfolgerung… das Team mit dem langweiligsten Fussball? Da verwechseln Sie wohl die Ursache des langweiligen Spiels… Spiele mit Spanien können langweilig sein, sind vielleicht häufig sogar langweilig, da vorhersehbar. Aber nicht wegen Spanien, sondern trotz Spanien! Warum werden die Gegner, welche sich hinten reinstellen und mauern nicht für das langweilige Spiel verantwortlich gemacht? Weil sie nicht Italiener sind, welche man dann gleich des Catenaccios bezichtigen kann? Der Grund für die langweiligen Spiele sind einzig die Gegner, die jedwelches Spiel verhindern und sich kaum über die Mittellinie wagen. Dies, obwohl sie auch Weltstars sind und sonst nicht geizen mit Selbstvertrauen….Das ist nicht nur langweilig, sondern armselig!

      • Javier sagt:

        Lieber Herr Roth

        Für mich sind Sie ebenfalls Europa- und Weltmeister.

        Sie haben sich den Titel verdient für den peinlichsten, laienhaftesten, dümmsten und respektlosesten Beitrag.

        Ich würden Ihnen gerne dafür gratulieren.

        Gruss, ein Europawelteuropameister

    • Patrick sagt:

      Ach, der Herr Roth ist halt frustriert, weil es seine Deutschen wieder nicht geschafft haben. Die Wahrheit liegt auf dem Platz, und da gewinnen seit 6 Jahren Spanier und Italiener, und dies nach Meinung aller nicht-Deutschlandfans hochverdient. Also versuchen Sie es in 2 Jahren wieder und bis dahin gilt: Klappe halten!

  29. Hans Klemm sagt:

    Mit dem Ende der diesjährigen EM im Fußball wird sich das „EM-Steilpass-Team“ in dieser geballten Zusammensetzung mit sehr unterschiedlich ausgesuchten Themenkomplexen bestimmt auch verabschieden. Die Kommentare, die mal so und mal so waren, erzielten bei den eifrigen Lesern eine gewisse Sogwirkung, die eine rege Beteiligung in Form von qualitativ weit gefächerten Beitragsinhalten zur Folge hatte. Danke für Eure Mühe,liebe Organisatoren!

    Für mich als Interessierter aus Deutschland gab es natürlich hier oder da auch die Gelegenheit, zu einem gewissen Gedankenaustausch mit beizutragen, wobei allerdings die „Schweizer Bewertungskommission“ etwas versteckte Späßchen nicht immer erkannte, wie bei der letzten Geschichte, als sich im Badezimmer die hübsche Claudia Lässer mit ihrer Freundin austauschte, wer wohl Europameister werden könnte……

    Wie es immer so ist, haben sich mit fachspezifischer Ausduckweise Leute gemeldet, die eigentlich eine Anwartschaft haben, bei verschiedenen Mannschaften in Zukunft in einer verantwortlichen Funktion angestellt zu werden. Es war jedenfalls eine gute Idee Eurer Redaktion, etwas Leben in die Bude zu bringen, das eigentlich oftmals sogar etwas aufregender war, als manche Spiele in den Stadien beider Veranstaltungsländer.

    Es ist eigentlich schade, dass die trotz des Schweizer Debakels im Vorfeld mitfavorisierte
    Truppe aus Deutschland mit ihren Gedanken eigentlich schon ein Spiel weiter war, ehe
    das Kommando vom Trainerstab kam, die sofortige Heimreise anzutreten, statt in Kiew das „große Finale“ erleben zu dürfen. Die Ursachenforschung, warum man plötzlich im Regen stand, wird noch lange anhalten. Ein wichtiger Grund scheint das eher einschlafend gewirkte Intonieren der Nationalhymne gewesen zu sein, das aber im Nachhinein vordergründig mit dem Fehlen der Bundeskanzlerin Merkel zu begründen ist. Besonders einige Spieler der Abwehr hatten sich von dem Nachdenken vor Beginn des Spieles am Mittelkreis noch nicht erholt bzw. waren vom Schreien (es ging inhaltlich übersetzt um den Tod) und zum Teil schon da zermürbenden und tätowierten Aussehen (Balotelli) der gegnerischen Spieler zu sehr beeindruckt.

    Die Erfindung der Ausdrücke wie die Position des „Doppelsechsers“, (die scheinbar die Nr. 5 wegrationalisierte) oder das Spielen an der „Schnittstelle“ haben eher die aufgeregten Journalisten begeistert, statt den Gegner Italien. Auf der anderen Seite ist den Deutschen (als schon Fast-Europameister) wahrscheinlich eine Blamage erspart geblieben , wenn man an das wilde Treiben der ohne Stürmer angetretenen Spanier im Endspiel denkt……

    Wie immer nach solchen verpassten Möglichkeiten blicken wir in Deutschland bereits wieder optimistisch in das Jahr 2014, wo der nächste Titel erneut anvisiert wird.

    Abschließend noch etwas zur neuesten Meldung:
    Weil auch die international nicht ganz unbekannten Bayern aus München in der kommenden Saison mindestens einen großen Titel ansteuern wollen, verabschiedete sich der Vorstand, eigentlich für viele völlig überraschend, heute vom „Hoeneß-Nachzögling“, Christian Nerlinger , der gleich in seinem ersten Jahr 2009 alle drei angestrebten Titel gewann und tauschte diesen mit dem bisher beim DFB-Angestellten M.Sammer.

    Da auch meinerseits schon längst einige Eigenschaften dieses Ex-Dresdeners bekannt sind, erlaube ich mir bereits heute hier an dieser Stelle zu schreiben, dass damit keine „Vernunfts-Ehe „ entstanden ist, die nur eine relativ kurze Lebensdauer haben sollte und deshalb auch so enden wird, wie die mit van Gaal….

    Kritisch betrachtet, scheint in diesem Club wirklich viel Geld vorhanden zu sein, denn, wie bei van Gaal, schätzten die dortigen Verantwortlichen auch die Arbeit von Nehrlinger scheinbar völlig falsch ein. Denn auch ihm wurde der Vertrag erst Ende des letzten Jahres bis 2014 (!) vorzeitig verlängert, mit dem Grund einer gemeinsamen völliger Zufriedenheit!
    So schnell ändern sich heute die die Zeiten, man sollte auch mal darüber nachdenken…..

  30. Massimo sagt:

    (Im Internet gefunden)
    Kiew (dpo) – Es ist eine herbe Enttäuschung für Casillas, Xavi, Iniesta & Co. Nach nur sechs Spielen schied die spanische Nationalmannschaft am Sonntagabend überraschend aus der EM aus und muss nun heute den Heimflug antreten. Dass auch der beim gestrigen Spiel deutlich unterlegene Kontrahent Italien raus ist, dürfte den zuletzt hoch favorisierten Stars aus Spanien nur schwachen Trost bieten.
    Das Aus kommt vor allem deshalb überraschend, weil Spanien in Kiew gegen Italien deutlich mit 4:0 siegte – und das obwohl kein einziger Spieler die Nationalhymne sang.
    Schwacher Trost: Hässliche Vase
    “Wir können alle nicht begreifen, warum wir nach so einem deutlichen Sieg nicht mehr dabei sind”, beklagte sich der spanische Kapitän und viermalige Welttorhüter Iker Casillas gegenüber Sport-Postillon. “Wir sind in Topform und hätten so gerne noch mehr gezeigt.” Stattdessen wurden die Spanier mit einer hässlichen Vase und einem feuchten Händedruck von UEFA-Präsident Michel Platini abgespeist.
    Ob sich Nationaltrainer Vicente del Bosque angesichts des überraschenden Ausscheidens seiner Mannschaft noch lange im Amt halten kann, ist indes fraglich. Schon bei der EM 2008 mussten die Spanier nach nur sechs Spielen die Heimreise antreten, bei der WM 2010 war nach sieben Spielen Schluss.

  31. Karl Eigenmann sagt:

    Wer soll die Spanier aufhalten? 2014? 1. Argentinien (bitte gucken: youtube.com/watch?v=LGxK0sf4ah4 zwar spielten weder Ramos, Puyol, noch Casillas – diese müssten ja aber adäquat vertreten worden sein und niemand nimmt ein “Freundschaftsspiel” im Monumental auf die leichte Schulter, schon gar nicht der frisch gebackene Weltmeister!), dank Sabella, der seit knapp einem Jahr die Albiceleste coacht, haben sie endlich ein Spiel für Messi entwickeln können und dieser wird einfach alles für den Titel geben. 2. Uruguay, die können aktuell jeden besiegen und mit der Copa im Sack, mangelt es bestimmt auch nicht an gesundem Selbstvertrauen! Tabárez macht dort seit Jahren einen riesen Job! 3. Brasilien, “spanische Ära” hin oder her, bleibt Brasilien! Wir werden an den olympischen Spielen sehen, was URU und BRA in ihrer Queue haben 4. Italien, Deutschland, Frankreich, Portugal – haben trotzdem alle das Potential, um die Spanier besiegen zu können. Portugal war schon ganz nahe dran – die beschworene Ära benötigt eben auch Glück – welches sich die Spanier sicher auch verdienten. Der spanische Fussball ist nicht mehr nur auf Clubebene eine feste Grösse, sondern nun auch als Nationalteam. Glück kann dann eben aber auch ganz plötzlich zu einer ganz üblen Schlampe werden!

  32. spinotti sagt:

    Natürlich ist die spanische Ära noch nicht vorbei, Argumente finden sich auf dieser Seite genug. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass die Spanier so angeschlagen waren, wie ich es in den letzten beiden Turnieren nicht gesehen hatte. Bemerkbar wurde das im Finale in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit durch eine ungewöhnlich tief stehende Abwehr, relativ viel Raum im Mittelfeld, geradzu schüchternes Pressing und – vor allem – der offensichtlichen taktischen Anpassung, das Spiel schnell und riskant zu machen und viele vertikale Pässe zu schlagen. Obwohl die Fehlpassquote gerade in der Anfangsviertelstunde gemessen an spanischen Verhältnissen absurd hoch war, ging die Taktik auf. Zwei spanische Geniestreiche (mit einem endlich zur Normalform findenden Xavi) genügten, einer naiv hoch stehenden italienischen Abwehr (den Fehler hatte Portugal trotz intensiven Pressings nicht gemacht) zwei Buden einzuschenken. Bis dahin war es ein normales Fussballspiel.
    Dann erst kam die Sicherheit zurück, dasTiki-Taka wieder aufzuziehen, und das normale Fussballspiel zu einem Spanien-Fussballspiel zu machen Aber der Grundstein des Finalerfolges wurde eben damit gesetzt, von der absoluten Strategie zumindest ein Stück weit abzurücken und der fussballerischen Klasse der Spanier zu vertrauen. Das spricht einerseits für die Qualität der Spanier und eine gewisse Weiterentwicklung. Andererseits aber zeigt es, dass ihr System auch ins Wanken geraten kann, wenn sich ein Schuss Unsicherheit breit macht. Und wenn dann ein taktisch reiferer und fussballerisch besserer Gegner bereit steht, als letztlich biedere Italiener, ist Spanien fällig. 2014…?

  33. Charlie sagt:

    Liebe Fussballfreunde in dieser Kommentatoren -und Expertenrunde, lieber Herr Hubert Roth

    Seit mittlerweile 28 Jahren befasse ich mich mit Fussball, spielte und trainierte. Was lehrt man in so einem Fussballtraining, respektive in einem Fussballteam?

    1. Das Team ist die Nr. 1, das non plus ultra, die Basis zum Erfolg. Spanien hatte an dieser EM, ander letzten WM, und ach ja an der letzten EM (3x in Folge gewonnen) das homogenste, bodenständigste Team an den Turnieren. Einer für alle, alle für einen! Hat das Portugal mit Ronaldo, Frankreich mit Nasri und Riberry, Holland mit Robben und weiteren oder Deutschland mi ihren Grossmäulern verinnerlicht, NEIN.
    2. Man soll versuchen den Ball flach zu halten auf dem Rasen. Das ist der einfachste, zugleich der schönste Fussball. Wer hat das besser getan als Spanien? Welches Team konnte was dagegen tun? Portugal Herr Hubert?? Portugal gab keine. schuss auf Casillas ab! KEINEN! Alle nebens Tor! Ist das Qualität? Ausserdem hat Portugal auch wie vie andere die Zerstörungstaktik angewendet, ist das der Fussball den Sie mögen, Herr Hubert?? Forza Italia, die haben versucht mitzuspielen, und es hätte auch anders rauskommen können falls es ein wenig mehr für Italien gelaufen wäre.
    3. Tore schiessen! Sehr wichtig im Fussball! Wer hat mehr geschossen als Spanien?
    4. Keine Tore kriegen! Gehört auch zu den wichtigeren Dingen im Fussball. Spanien hat 1 Tor kassiert!
    5. Um Turniere zu gewinnen braucht es einen super Torhüter. Spanien hat den besten, vorallem auch den bodenständigsten. Sogar das Büebli Neuer hat ab und zu schon ne ziemlich grosse Fresse! Und jetzt ist er nicht mal Zweiter an der EM. Da war das Leben bei Bayern direkt erfolgreicher!
    6. Der Schiedsrichter macht Fehler! Ja bei Spanien Kroatien lag er falsch. Was hat Spanien dafür? Und wäre der Penalty rein? Also bitte Herr Hubert, erzählen sie nicht so einen Mist. Bei 1:1 wäre Italien draussen gewesen, nicht Spanien.

    Herr Hubert, wenn Ihnen Fussball nur Spass macht wenn der Ball meistens in der Luft statt am Boden ist, gefoult, gegrätscht wird, 6 Tore geschossen werden, Torhüter kuriose Tore erhalten und Schiedsrichter zu Hauf Elfmeter und Freistösse pfeiffen, dann besuchen sie öfters 5. Liga Spiele, da ist Action. “Fussballkenner” wie Sie kommen da total auf Ihre Kosten! Richtige Fussball Liebhaber schwärmen aber von der Ästethik des spanischen Teams. Deutschland und Italien sind nahe dran, freuen wir uns auf eine tolle WM.

    Eviva España, es lebe der Fussball
    Charlie

  34. Joakim Vikskog sagt:

    bin zwar kein spanien-fan, halte die iberer aber auch für das beste team europas. theoretisch. meines errachtens täuscht der 4:0-sieg im finale aber gewaltig. die spanier haben in keinster weise ein überragendes turnier gespielt und waren der gegnerschaft nun wirklich nicht derart überlegen, wie es viele schreiberlinge hier behaupten. wir erinnern uns an die spiele der spanier…

    1. spiel, gegen italien 1:1 – die spanier waren wohl ein klein wenig besser. das remis ging jedoch in ordnung.
    2. spiel, gegen irland 4:0 – die iren waren, mit verlaub, sackschwach. da hätten viele andere teams auch 4:0 gewonnen.
    3. spiel, gegen kroatien 1:0 – die spanier hätten nach diesem spiel gut und gerne nach hause fliegen können. stark war hier nicht die leistung der spanier, es war der name des schiedsrichters.

    viertelfinale, gegen frankreich 2:0 – die desolate vorstellung der blauen machte es den iberer natürlich einfach.
    halbfinale, gegen portugal 4:2 n.p. – portugal war wohl die bessere mannschaft über 120min.

    finale, gegen italien 4:0 – copy/paste: die desolate vorstellung der blauen machte es den iberer natürlich einfach.

    selbstverständlich haben die spanier gut gespielt an diesem turnier. aber sie sind absolut schlagbar und werden mit grosser wahrscheinlichkeit in den nächsten jahren nicht immer im finale stehen.

  35. Javier sagt:

    Lieber Joakim Vikskog: Wenn das Wörtchen “wenn” nicht wär, wäre ich jetzt Millionär…

    Wenn nicht.. falls doch.. stellt Euch vor was.. wäre nicht, dann…bla bla bla

    Philisophie ist nicht gerade bekannt als genaue Wissenschaft.

    Genau sind nur Fakten: 3 Titel in 4 Jahren. Diese EM: meiste Tore geschossen, am wenigsten erhalten, kein Niederlage, bester Spieler, Torschütenkönig, höchster Sieg in einem EM Finale, höchster Ballbesitz, am meisten Pässe, 10 Spieler in der Topmannschaft des Turniers, kein einziger Flop.

    Italien war super! Die einzige Mannschaft, die beide Spiele gegen Spanien Fussball gespielt und nicht Fussball zerstört hat und darum auch logischer, würdiger und verdienter Finalist. Darum wurd ITA-ESP auch zum besten Spiel der Vorrunde gewählt. Und im Final haben sie eben gegen eine überragende Mannschaft verloren, die an diesem Abend jeden an die Wand gespielt hätte, die eben wie die Italiener mitgespielt hätten.

    Der Rest der spanischen Gegner hat zwei Autobusse vor den 16er gestellt, kräftig Beton gerührt und absolut NIX gemacht, weder für den Fussball, noch für ein positives Resultat, noch für Unterhaltung der Zuschauer. Diese Tatsache – liebe Leute – ist nicht Problem der Spanier. Kein Gegner – ausser Italien – hat gespielt und ausschliesslich nur auf Glück gehofft. Für ein attraktives Spiel braucht es zwei initaitive Mannschaften.

    Es wird der Tag kommen, an welchen Spanien verliert und ausscheidet. Aber z.Zt. ist das nicht der Fall und war auch nicht in den 4 letzten Jahren der Fall. Italien (2x), Russland, Deutschland (2x), Portugal (2x), Paraguay, Holland und Frankreich haben versucht, ein Mittel zu finden, diese Mannschaft aus dem Turnier zu werfen und/oder den Titel zu schnappen… Und keiner hats geschafft und kein einziges Tor erzielt, Null, Zero, Nada!!!. Und es wurden x verschiedene Taktiken gewählt…Leider hat keine den gewünschten Erfolg gebracht.

    Spanien hat dabei mal gut, mal durschnittlich, mal überragend, mal glücklich gespielt… Aber nie ausgeschieden und dabei 3 Titel geholt. Und das macht eine Spitzenmannschaft aus, dass man auch mal schlecht spielen kann (sind ja keine Maschinen, sondern Menschen), aber trotzdem gewinnt.

    Kein Arroganz, keine Skandale, keine Alüren, keine grossen Sprüche, keine Unfairness. Ein absolutes Vorbild einer Mannschaft, trotz unzähligen Weltstars.

    Man merkt, dass sie kein Spanien-Fan sind… Das hätten Sie nicht erwähnen müssen, das liest man heraus. Was man herausliest ist nur die Tatsache, dass der siamesische Zwilling des Erfolgs…der Neid ist.

    Viva España! Equipo leyenda! Tricampeones! Los mejores de toda la historia!

  36. Hans Klemm sagt:

    Lieber Sportfreund “Charly”!

    Eigentlich wollte ich mich nicht mehr zu dieser der bereits der Vergangenheit angehörenden Europameisterschaft äußern.. Da aber auch ich von Ihnen angesprochen wurde (als einer der Fußballfreunde in dieser Kommentatorenrunde), erhalten Sie folgende Antwort zurück:

    Wahrscheinlich hat unser Fußballfreund Hubert Roth, den Sie mal (sicherlich aus Ultramotivationsgründen) mal Herrn Hubert, dann wieder Herrn Roth nannten, mit seiner Meinung nicht ganz Ihre gleiche Wellenlänge getroffen. Mussten Sie aber deshalb gleich so abfälligige Bemerkungen loswerden?

    Auch meine Wenigkeit, die vielleicht ein paar Jahre mehr als Sie Fußballluft schnupperte, freute sich nicht immer über die unattraktive, doch sehr erfolgreiche Spielweise der Spanier. Natürlich wurde es zwischenzeitlich auch etwas knapp. Das ist das Risiko dabei ! Das Auftreten im Endspiel, das Ihre Hauptansprechperson wohl meinte, entschädigte aber alle vorher unzufriedene Beobachter, weil sie eben an ihrem System festhielten
    .
    Der Unterschied zu Deutschland war allerdings, dass die eigenen Landsleute des späteren Siegers auf die komische Spielart ihrer Akteure nach den ersten Spielen böse schimpften, wärend es in Deutschland umgekehrt war. Dort dachte man nach einer eigentlich nur zahlenmäßig tollen Vorrunde und dem wirklich guten Spiel gegen die in der letzten halben Stunde einbrechenden Griechen bei der beginnenden Endrunde scheinbar nur noch an den (schon sicher geglaubten )Europameistertitel.

    Dass das erneut ein verherender Trugschluss war, zeigte bereits die letzte Damenweltmeisterschaft 2011 in Deutschland, als die eigenen Spielerinnen mit dem Transparent 0mit der Aufschrift: “Nie wieder Dritter!” in die Stadien geschickt wurden. Es traf tatsächlich zu, doch Weltmeister wurde Japan….. Dadurch werden die hochfavorisiert gewesenen Damen auch nur Fernsehzuschauer bei den in ein paar Wochen beginnenden Olympischen Spielen sein. Das schmerzlich noch einmal !

    Meine abschließende Vermutung, Spfrd. Charly, an der Wandtafel haben Sie bestimmt nicht so gern die Texte für Ihre Schützlinge geschrieben…..

    • Claudio sagt:

      Zum Glück manifestieren sich hier nur diejenigen, die sich der deutschen Sprache mächtig sind. Dass, dies jedoch im Einklang mit der “Aussage” – der spanische Fussball sei unattraktiv – geht, lässt auch gleichzeitig mein Kopf schütteln. Jeder, der irgendwann im Leben gegen den Ball getreten hat, weiss doch, dass der Traum, dem Ball mit einer feinen Technik die Richtung zu geben, die man will, immernoch “und bei den meisten (Deutschen)” halt nur ein Traum ist und bleibt. Ich bin Italiener UND NICHT SPANIER, muss allerdings offen und “contre coeur” zugestehen, dass die sublime Ballberührung eines Iniesta, Xavi und Silva nur noch von einem gewissen Messi und Maradona zu übertreffen ist und war. Und erachte es schon eine Frechheit, sich als Fussballexperten zu schimpfen, ohne zuzugeben, dass diese Technik nicht annähernd von einem deutschen Fussballer zu erreichen ist. Dazu nur noch folgendes: zum Glück gibt es noch ein paar andere Milliarden Leute, die halt nicht deutsch sprechen und vor allem denken, die zumindest fussballerische Augen haben und sehen, was jeweils auf dem Feld von den Spaniern geboten wird.

  37. bulivo sagt:

    “Kein Arroganz, keine Skandale, keine Alüren, keine grossen Sprüche, keine Unfairness. Ein absolutes Vorbild einer Mannschaft, trotz unzähligen Weltstars.”

    Ich wünsche viel Spass beim Fussball-schauen, wenn alle so sind/so spielen wie die Spanier…laaaangweilig…!

    • Athaulf sagt:

      @bulivo: Sie machen mir den Eindruck dass Sie entweder ein schlechter Verlierer sind, oder unter Katagelophobie (Angst vor Spott) und eine leichte Hispanophobie neurose erleiden! Lassen Sie sich helfen, versuchen SIe es mal beim Seelendoc, bei dem können Sie in Ruhe auf der Couch liegend über alles sprechen…

  38. Daniele sagt:

    bulivo

    Auch ich hätte natürlich viel lieber Italien als Sieger gesehen. Aber als Fussballliebhaber müssen wir sportlich und objektiv bleiben: Am Sonntagabend spielten die Spanier wie von einem anderen Stern. Ob ein frischeres Italien ohne angeschlagene Spieler hätte mithalten können, ist fraglich. Sicherlich hätte es keine 0:4-Klatsche gegeben, aber ein Sieg? Egal, die Spanier haben die “partita perfetta” geboten und sind verdient Europameister geworden.

    Dass das Spiel der Spanier mitunter langweilig anmutet, ist den meisten Gegnern geschuldet, denen nichts Besseres einfällt, als mit einer Doppel-Mauer die Spielentfaltung zu stören und das Tor zu verrammeln.

    So gesehen glaube ich auch, dass der CL-Sieg von Chelsea lediglich ein Betriebsunfall war.

  39. Hubert Roth sagt:

    Schon interessant, wie eine abweichende Meinung und Argumentation gleich reihenweise persönliche Angriffe und Beleidigungen nach sich zieht. Insbesondere Javier kann ich sein Kompliment nur zurückgeben: Sie sind – mit grossem Abstand – der peinlichste, laienhafteste, dümmste und respektloseste Kommentator in diesem Forum! Liebe Tagi-Redaktion, müssen Sie uns solche Diskussionsteilnehmer wirklich zumuten?
    Ausdrücklich bedanken möchte ich mich für die bei der Sache bleibende Replik von Marco S. Davon hätte ich gerne mehr gelesen.
    Im übrigen sei angemerkt, dass mein Kommentar keinen einzigen Vorwurf an das spanische Team enthält. Solange sie sich an die Regeln halten, steht es ihnen – wie auch jeder anderen Mannschaft – frei, so zu spielen, wie es ihnen beliebt. Nur schön finden muss ich es nun mal nicht.

    • Roberto sagt:

      “Langweiligsten und scheusslichsten Fussball”?
      Naja, kann man durchaus als Vorwurf nehmen… 🙂

      Aber ich gebe Ihnen recht, persönliche Beleidigungen haben in einer Diskussion um ein SPIEL – und Fussball ist nicht mehr als das – nichts verloren.
      Ich jedenfalks wollte Sie nicht verletzen, wie ich die ganzen Diskussionen sowieso mit Humor nehme.