Logo

Es gibt nichts Besseres als einen echten Strassenköter

Alexander Kühn am Freitag den 29. Juni 2012

Was musste sich Mario Balotelli wegen seines exzentrischen Wesens auf und neben dem Platz nicht schon alles anhören. Die Palette reichte von «untrainierbar» bis «zu dumm für den Fussball». Und gestern Abend kamen auch noch die Bezeichnungen «Pflegefall» und «Strassenköter» dazu, ausgesprochen vom ARD-Moderatoren-Duo Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl. Klar, dass dies nun hohe Wellen schlägt. Die bösen Deutschen mögen dem armen Kerl den Erfolg nicht gönnen, heisst es. Die künstlich geschürte Aufregung über die flapsigen Bemerkungen fällt fast heftiger aus als die Reaktionen, wenn hirnlose Rassisten aus Italien oder Kroatien den Sohn ghanaischer Immigranten wieder einmal mit rassistischen Schmähungen und Bananen eindecken. Dabei ist der Strassenköter-Vergleich unter dem Strich endlich einmal ein Kompliment für den genialen Strassenfussballer Balotelli.

Ein Strassenköter muss schliesslich nichts Schlechtes sein. Erst recht nicht in einer Fussball-Epoche, die von taktischen Zwangsjacken und entsetzlichen Querpass-Orgien geprägt ist, in der perfektionistische Chihuahuas Langeweile verbreiten. Dass auch auf höchster Ebene noch die Genialität eines Einzelnen den Unterschied machen kann, ist ein Sieg für den anderen Fussball, für den schönen, überraschenden, unterhaltsamen und menschlichen Fussball. Für jenen Fussball, den auch der ausgefeilteste Roboter nicht spielen könnte. Kurz und gut: Die Euro 2012 hat endlich einen echten Star bekommen, einen Charakterkopf, der im Gegensatz zum spanischen Weltmeisterschützen Andrés Iniesta oder dem deutschen Captain Philipp Lahm nicht wie ein bleicher Sonntagsschüler daherkommt und ebenso faszinierend ist wie einst Eric Cantona, Paul Gascoigne oder George Best. Selbst als Deutschland-Fan mit Euro-Kater muss ich sagen: Schön, dass es Balotelli gibt.

Ein ganz grosses Kompliment gebührt auch jenem Mann, der aus Balotelli einen echten Super-Mario gemacht hat: Nationaltrainer Cesare Prandelli. Der 54-Jährige, unter dem sich die Italiener vom Defensiv-Fussball verabschiedet haben, zeichnet sich nicht nur durch grossen Sachverstand aus, sondern auch durch Mut und psychologisches Gespür. Er hat es gewagt und geschafft, die schwierigen, aber genialen Pflegefälle Balotelli und Antonio Cassano als Stützpfeiler in die Squadra Azzurra einzubauen. Damit hat er seiner Equipe in der Offensive eine Unberechenbarkeit verliehen, die am Sonntag im Final auch den Spaniern Bauchschmerzen bereiten wird. Wahrscheinlich noch deutlich mehr als beim Aufeinandertreffen in der Vorrunde, das 1:1 endete. Denn Italien ist während des Turniers im Gegensatz zu Spanien als Einheit gewachsen.

«Kommunikation ist immer wichtig», lautet einer von Prandellis Lieblingssätzen. Und dieser Kommunikation ist es auch zu verdanken, dass sich Balotellis kongenialer Partner Cassano schriftlich für seine homophoben Äusserungen entschuldigte, womit der Anstand gewahrt und weitere Unruhe abgewehrt war. Ein anderer Trainer hätte Cassano vielleicht einfach aus der Mannschaft geworfen, nicht aber der Kommunikator Prandelli. Wetten, dass er vor dem Final wieder die richtigen Worte findet?

« Zur Übersicht

169 Kommentare zu “Es gibt nichts Besseres als einen echten Strassenköter”

  1. DAM sagt:

    Ich kann ihnen nicht zustimmen Herr Kühn. Die Begriffe “Pflegefall” und “Strassenköter” sind Beleidigungen und somit klar negativ behaftet. Dass diese Wörter den beiden Moderatoren in der ARD, die sich ihrer medialen Wirkung spätestens seit dem Scholl vs. Gomez-Vorfall bewusst sein sollten, über die Lippen kamen erstaunt und enttäuscht mich gleichermassen. Da sass die Enttäuschung in der ARD wohl sehr tief, nach dem man Deutschland mal wieder sehr voreilig bereits zum Europameister erklärt hatte (Waldi’s EM-Song: “Wir sind die Besten in Europa”).

    Zum Spiel:
    Klar war es Balotelli der die beiden Tore schoss und damit zum grossen Helden des Abends avancierte. Ich denke aber, dass vielmehr die Naivität der deutschen Abwehr (Hummels gegen Cassano vor dem 0:1, Lahms Stellungsspiel beim 0:2) verantwortlich für die Gegentore war, als die Genialität von Balotelli.

    PS. Der Beste auf dem Feld gestern war für mich einmal mehr Pirlo. Unfassbar wieviele Bälle er defensiv (zurück)eroberte und bei praktisch jeder Chance der Italiener hatte er am Ursprung der Aktion die Füsse im Spiel.

    • Boban sagt:

      Hätten Sie bei ARD bis zum Schluss zugehört, hätten Sie gehört wie Herr Scholl dies als kompliment meinte. Er war tief beeindruckt von diesen 2 Spielern, da man nie weiss was sie machen. Strassenköter war gemeint Strassenfussballer immer etwas unvorhersehendes wagen. Er sagte auch, dass diese 2 Stürmer nicht zu kontrollieren seien wenn sie so spielen.

    • Stephan sagt:

      Da hat jemand etwas völlig missverstanden. Die Herren haben fast die gesamte Halbzeitpause mit einer einzigen, und auch berechtigten, Lobhudelei auf Cassano und Balotelli verbracht. Wenn man die Worte im Kontext betrachtet kann es eigentlich fast kein grösseres Kompliment geben. In Balotelli steckt soviel Strassenköter(=Strassenkicker) wie damals in Mehmet Scholl. Der wohl grösste Unterschied ist, dass Balotellis Körper den Anforderungen des Profifussballs besser gewachsen ist….

    • John sagt:

      Pflegefall” und “Strassenköter = nicht pflegeleichter stürmer und nicht ein 0815 robotaktik fussballer zum einschlaffen…sondern einer mit tempramet charakter…was ist hier beleidigend? würde lieber mal all die vremden feindlichen kommentare ihrer eidgenossen durchlessen…ev. wissen sie dan was beleidigend ist…bin DE/CH doppelbürger…ich versteh langsam all die secondos etc. die nicht vor all zu langer zeit das gleich wie jetz die deutschen zuhören u. lessen bekommen…nur ein bischen heuchlerisch,und schmarotzer haft die bünzli kommentare…gratuliere italien und ihrm wahnsinnsstrassenköter zum sieg und drück euch dei daumen…

      • Nicolas sagt:

        Ihre Orthographie ist zum schreien. DE/CH Doppelbürger aber erst jetzt verstehen, was Secondos erlebt hatten/haben und immernoch erleben? Entweder haben sie die Doppelbürgerschaft erschlichen, oder Sie verstehen nicht, dass auch Sie überall ausländisch sein werden, was wiederum heisst, Sie hätten schon vor längerer Zeit das erleben sollen, was Sie schildern. Nochwas, die Deutschen in der Opferrolle kommt nicht gut an, Bünzli hin oder her.

        • John sagt:

          nochmals EGAL….sie werden nie verstehen…sehe es an der Antwort…danke…nur oberflächliches gebrabbelt….

          • mark sauter sagt:

            john , kennst du borat ? er ist KAS-OSTTIMOR-doppelbürger und spricht deine sprache, wenn er gerade eins gepfeifft hat. und seine schwester ist nr 4……,of kasachstan……, du kennst das ja! john, meet your other half illuminated and hasarded pink prickers ! ein hoch auf john, den ersten half CH-DE sachkenntner des fussballspiels, mit einer eisenstange im sprachzentrum.

      • rodolfo sagt:

        John: Am besten würdest Du nochmals in die Schule gehen, damit wir Dein “Chuder-Deutsch)
        besser lesen und verstehen könnten.

        • Jörg sagt:

          Ich gehe nicht einig mit Nicolas und Rodolfo. Ist ja hier ein Blog und wenn John nicht gleich einen Duden hervorzaubert um seine doch verständliche Meinung kundzutun, dann ist das doch ok.

          Scholl und Beckmann waren ganz sicher nicht besonders geschickt diese Begriffe zu verwenden. Auch wenn sie es “positiv” und bewundernd gemeint haben, so zeigen die verschiedenen Kommentare hier, dass das nicht eindeutig so rüber kam.
          Auf SFTV haben sie die Deutschen Fans in Warschau vor dem Spiel gezeigt. Laut gröllend, selbstbewusst und gut angetrunken: vielleicht wäre die Wahrnehmung von deutschen Kommentatoren nicht so kritisch, wenn sich die deutschen Fans ein bischen “subtiler” aufführen würden. Die Italiener im Beitrag waren viel angenehmer.

          Zuletzt: Ihr müsst euch ja nicht immer gleich auf die Schnauze geben. Friedfertigkeit ist ein gutes Gut um brücken zu schlagen zwischen Ausländern, Secondos und “Eingeborenen”. Gehen Sie mit Ihrem fremden Nachbarn mal eins trinken und vielleicht gefällt es ja beiden. Fremd gegenüber einander sind nämlich alle beide-der Eingewanderte und der Ansässige. Hallelujah….

          • John sagt:

            danke Jörg…die,die verstehen wollen tun das…die andern……was auch immer. jedenfalls und nochmals danke Jörg

            so und können wir bitte über Fussball reden und nicht über meine ach soooo grotesken Schreibfehler..Nicolas,rodolfo,andrea pirlo….easy nehme es euch nicht übell und schon gar nicht pers. wünsch euch noch ein schönes leben in absoluter Korrrektheit.

        • John sagt:

          okey muss euch ja schwer getroffen haben mit meinem chudeli-tütdch….jedenfalls konntet ihr es lessen…und genau die Antwort auf mein chudeli tusch zeigt mir immer mehr den Charakter der CH…..traurig….sehr sehr traurig…und jetzt bin ich halt Legastheniker…..EGAL….ihr wist was ich meine….ouuuu hab ich euch getroffen ouououou…..

      • andrea pirlo sagt:

        Es ist langweilig, wenn die Einträge kaum verständllich sind…..ein gedankliches Wirrwar mit grotesken Schreibfehlern….Ich verstehe beim besten Willen nicht, was John eigentlich ausdrücken will…ausser Wut über irgendwas oder gegen irgendjemanden…..

    • GCFG sagt:

      Wie sagte es ein guter Freund (und Italiener) zu mir: “Wenn man gewinnen will, braucht man einen echten Hurensohn!” (nun gut, er sprach von einem “filio da puta”) In dem Fall bezogen auf den Anwalt, den man wählen sollte.

      Aber nichtsdestotrotz: Er meinte das positiv, mit Respekt und Bewunderung.

      Genau so ein Hurensohn ist Balotelli – im besten Sinne des Wortes.

      Respekt, der Mann hat riesengrosse, behaarte Eier, könnte man in Spanien sagen.

      Nur Kleingeister lesen – vermutlich aufgrund der Übertragung von sich selbst auf Andere – in solche Ausdrücke eine Beleidigung hinein. Und auch wenn ich für Deutschland war und die teilweise unsportliche Spielweise der Italiener nicht besonders mag: Italien hatte den Sieg verdient. Deutschland war ohne Hurensöhne und auch ohne Eier auf dem Platz grau und obendrein noch durch den Trainer verunsichert.

      Daher: Bravo Italien! Auf zum Titel!

      • Cicciobello sagt:

        Figlio di putana…. heisst das auf italiano. Per favore. Grazie. Flasche leer. Arrivederci 😉

      • Michel Del Tetto, Biel sagt:

        …unsportliche Spielweise? Ist denn das Herumliegen und Jammern der Spanier bis sie im durchschnitt einen oder mehr Penaltys pro Spiel (siehe FC Barcelona) erhalten sportlich? Genau das ist bei den Spanier schade. Ich mag sie eigentlich, gehe auch regelmässig nach Spanien in die Ferien, aber sie reden, wie wenn SIE den Fussball erfunden hätten und NUR SIE Fussball spielen können und NUR SIE siegen können und NUR SIE Fussball-Hanball spielen. SIE SIE SIE. Das kotzt mich immer mehr an. Vor 6 Jahren haben sie ihren ERSTEN TITEL geholt und nun haben SIE das Gefühl über ALLE beurteilen zu können. Aber bitte schön. Zum Schluss noch, wenn schon nachplappern, dann bitte richtig, man sagt nähmlich “FIGLIO DI PUTTANA” und das sage ich meistens auch, wenn ich SIE wieder am Boden wälzen und auf den Schiedsrichter-Pfiff wartend sehe!

        • GCFG sagt:

          Scusa – in der Tat liegt mir das Brasilianische näher als das Italienische.

          Zum Glück wurde ich ja verstanden, vielen Dank für die Korrektur.

          Und ja, die Spanier sind manchmal auch enorm “windanfällig”. Daher bloss nicht husten.

          Aber nur die Italiener bekommen es fertig, einen Gegenspieler zu foulen, sich dann operettenhaft am Boden zu wälzen und der gefoulte Spieler bekommt die gelbe Karte (siehe Mats Hummels) aber zumindest den Freistoss (siehe Ecke der Engländer). Auch immer wieder gerne gesehen: Berührungslos zu Boden gegangen weil über den Verteidiger hinweg gesprungen (aus der Zeitlupe eindeutig zu sehen) und dann minutenlang am Boden wälzen bis klar ist, dass es keinen Freistoss geben wird aber zumindest das andere Team fair den Gegenangriff abbricht und den Ball ins Aus spielt. Dann plötzlich Wunderheilung (liegt vermutlich am Vatikan) und der Spieler läuft wie eh’ und je.

          Deutschland hätte locker in der ersten Hälfte noch einen Penalty holen können als einer der italienischen Spieler mit gestrecktem Bein im Strafraum in den Mann ging. Einfach einhaken und fallen lassen – automatischer Penalty. Hat er aber nicht gemacht, sondern gestrauchelt, sich wieder gefangen und versucht ein spielerisches Tor zu machen, was dann (teils auch aufgrund des Foul) mislang.

          Kann man dumm nennen oder fair…

          …aber sei’s drum. Diese Szenen waren eindeutig nicht spielentscheidend. Deutschland hätte seine Chancen nutzen müssen. Das hat es nicht getan. Italien hat sehr guten Fussball gespielt und verdient gewonnen, auch weil sie mit Leidenschaft dabei waren.

          Daher: Meine Glückwünsche!

          Jetzt hoffe ich, dass Italien auch Spanien besiegt – denn von Tiqui-Taqua habe ich langsam die Nase gestrichen voll.

          Lieber solche Charaktere wie Balotelli, Pirlo, Cassano, denen würde ich den Sieg eher gönnen.

          Insofern: Auf gutes Gelingen!

    • Mat sagt:

      Natürlich gingen den Toren von Balotelli Fehler der Deutschen voraus. Fast jedem Tor gehen Fehler voraus. Diese Fehler dann auszunützen ist die Kunst. Und dies hat Balotelli gestern mit einer gewissen Genialität ausgenutzt. Beim ersten Gegentor ging übrigens ein noch grösserer Fehler voraus, der es Pirlo überhaupt ermöglichte diesen langen Pass zu spielen. Wäre Pirlo dort unter Druck gesetzt worden, hätte er mit seiner ganzen Genialität keinen solchen Pass schlagen können, den er nie hätte schlagen dürfen.

    • Auguste sagt:

      hmm…, dam, der mündliche ausdruck ermöglicht keine anführungszeichen, und das amerikanische wackeln mit zeige- und mittelfinger ist in europa eher zurecht verpönt, weil es aufgesetzt rüberkommt. herr kühn hätte sie im text allerdings verwenden können, wenn er gewollt hätte.

      in halbfinals auf diesem niveau steht ein spiel fast immer auf messersschneide. balotelli war der klassische “tipping point”, also jenes gewicht, das die entscheidung auf die eine oder andere seite zwingt. die fehlerhafte deutsche abwehr hin oder her, die bälle jagte er unhaltbar ins netz und versenkte alle meine hoffnungen schon nach 36 minuten. was soll man da noch anderes sagen als: chapeau!

    • Heinz Kühn sagt:

      Komisch, komisch.
      Ich habe das Spiel auf italienisch gesehen. Dort ist Balotelli vom (italienischen!!) Reporter ebenfalls als Strassenköter bezeichnet worden. Hmmmh. Sprechen sich deutsche und italienische Reporter neuerdiings ab??

  2. Matt sagt:

    Sehe ich auch so, Herr Kühn. Und für’s Finale wünsche ich mir einen Sieg der Italiener, denn das Tiki-Takenaccio der Spanier kann ich mir nicht mehr ansehen. Diese Einfallslosigkeit darf jetzt nicht nochmal mit einem Titel belohnt werden.

  3. Franz sagt:

    Erstaunlich, was EIN Spiel bewirken kann. Wo waren die “genialen” Stürmer gegen England? Wie sieht die Ersatzbank aus? Ausser dem alternden di Natale ist da nichts. Die Verteidigung inkl. Buffon war zu Beginn recht wackelig. Die Squadra ist insgesamt sehr einfach auszurechnen, da Torgefahr nur von den Stürmern ausgeht. Etwas ist aber gut: Balotellis Auftritt war eine Ohrfeige für den latenten Rassismus in Italien selbst.

    • Max sagt:

      Wen interessiert die Ersatzbank? Es können immer nur 11 spielen. Und was mit der dauernden Wechselei erreicht wird, hat man jetzt gesehen. Jede Turniermannschaft muss bis spätestens zum Viertelfinale seine Stammformation gefunden haben, und die wird dann nicht mehr geändert.

      Aber was macht dieser “Ober-Stratege” Löw? Er stellt im Halbfinale eine gut funktionierende Mannschaft auf unsinnigste Weise um. Löw war der Vater der Niederlage gegen Italien. Das war das Dümmste was man machen konnte.

      Und noch etwas: Diese Niederlage ist für D ein gewaltiger Knacks. Die Mannschaft könnte daran zerbrechen.

      • bulivo sagt:

        Zerbrechen? An dieser Niederlage? Und was ist der Grund für diese Aussage?

        Deutschland hat mit einem Alterschnitt von 24 Jahren die klar jüngste Mannschaft des Turniers. Spieler wie Schürrle, Reus, Götze, Özil, Badstuber, Hummels, Neuer werden noch mindestens 8 Jahre auf Topniveau spielen, Spieler wie Gomez, Podolski, Lahm oder Schweinsteiger noch mind. 5 Jahre…

        Also wennschon eine solche Aussage machst, kannst bitte ein wenig mehr begründen? Vielen Dank…

        • Max sagt:

          Weil diese deutsche Mannschaft keinen Charakter hat. Wenns läuft ist alles gut. Aber wenns nicht läuft, dann bricht diese Mannschaft ein und zwar ohne grosse Gegenwehr. Es fehlt also an ECHTEN Führungsspielern, die den Hebel umlegen können, wenns drauf ankommt.

          Jede erfolgreiche Mannschaft M U S S solche Spieler haben, sonst gewinnt sie NIE NIX. Wenn also so eine labile Truppe wie die deutsche Mannschaft als D E R grosse Favorit ins Turnier geht und dann kläglich ausscheidet, dann hinterlässt das einen Knacks von dem sich die Sensibelchen niemals mehr erholen und demzufolge wird die Mannschaft auseinanderbrechen. Das ist ein Naturgesetz, Bulvio.

    • Geni Meier sagt:

      Italien hat effektiv nicht viele erstklassige Stürmer. Deutschland dafür viele zweitklassige. Und drittklassige Verteidiger.
      Aber einen “smarten” Trainer. Italien hat alles gegeben und alles erreicht. Gegen Spanien werden die Batterien wohl leer sein. Aber dies tut der hervorragenden Leistung von Trainer und Team an dieser EM keinen Abruch. Besonders Pirlo gönne ich diesen Erfolg zu seinem wohl letzten Turnier mit der Scuadra Azzurra. Er ist mit Ronaldo und Balotelli wohl die schillerndste Figur des Turniers.

    • Realo60 sagt:

      Bravo!!!

    • Gianni sagt:

      Auf der Bank sitzt neben Di Natale ein gewisser Sebastian Giovinco. Aber den kennen Sie sicherlich nicht, da Ihre Kenntnisse in Sachen Fussball offensichtlich sehr in Grenzen liegen.

      • bulivo sagt:

        Das ist halt oft das Problem…

        Habe gestern auch wieder von Leuten gehört, wie komplett überrascht sie waren von der offensiveren Ausrichtung der Italiener im Gegensatz zur WM 2010 und frühreren Turnieren…

        Dass Italien seit 2 Jahren offensiv spielt und sich von der alten Spielweise gelöst hat, hatten die wenigsten bemerkt…Hauptsache nun den grossen Italien-Fan raushängen…

    • de Philippe sagt:

      Vergessen Sie nicht, dass mit Giuseppe Rossi der nominell beste Stürmer der Italiener verletzungsbedingt gar nicht am Turnier dabei ist. Von wegen “da ist nichts…”

      • Cicciobello sagt:

        Bravi! Und Pazzini? Leider ausser Form und fehlt auch. Und Matri, Quagliarella? Dasselbe…
        Mit dabei sind aber noch Schmuckstuecke wie Diamanti und Borini. Wartet und seht selbst…
        und ausserdem gehoert auch eine Portion Glueck dazu.

        • Daniele sagt:

          Die Liste der abwesenden Stürmer ist noch nicht einmal vollständig: Wegen Formschwäche mussten auch noch Osvaldo (Roma) und Boriello (Juve) zuhause bleiben. Und wenn ich in die Pipeline schaue, entdecke ich so hochtalentierte Nachwuchsstürmer wie Destro, Insigne oder Paloschi. Die Aussichten (WM 14) sind also mehr als gut, forza italia!

    • Max sagt:

      Wen interessiert die Ersatzbank? Es können immer nur 11 spielen. Und was mit der dauernden Wechselei erreicht wird, hat man jetzt gesehen. Jede Turniermannschaft muss bis spätestens zum Viertelfinale seine Stammformation gefunden haben, und die wird dann nicht mehr geändert.

      Aber was macht dieser “Ober-Stratege” Löw? Er stellt im Halbfinale eine gut funktionierende Mannschaft auf unsinnigste Weise um. Löw war der Vater der Niederlage gegen Italien. Das war das Dümmste was man machen konnte.

      Und noch etwas: Diese Niederlage ist für D ein gewaltiger Knacks. Die Mannschaft könnte daran zerbrechen.

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      In Italien gibt es natürlich wie überall auch Rassismus. Er kann sein, dass er sogar latent ist. In der Schweiz ist der Rassismus aber systematisch und offen wie bei Ihnen Franz. Zusammengefasst: Idioten gibt es überall. Vorurteile auch, das haben Sie mit Ihrem Kommentar bewiesen.

    • Freud sagt:

      Tja wenn die Squadra so einfach auszurechnen ist wie Franz schreibt, hätte doch die groooooooosse Deutsche Mannschaft ein einfaches Spiel haben müssen. Ist aber wie wir wissen anders herausgekommen. Daraus müsste man also schliessen das die Deutsche 11 in Europa eher zum Mittelmass gezählt werden muss.

    • Boris sagt:

      Sehr einfach auszurechnen – doch bis jetzt sind die Gegner an dieser Einfachheit gescheitert (in mehr als nur einem Spiel). Was zum Schluss führt, dass sie noch einfacher auszurechnen waren. Bist wohl ziemlich frustriert – erstaunlich was bei dir dabei alles herauskommt! Da Rossi verletzt ist und di Natale viele Tore in der Serie A geschossen hat – ist er nun dabei und hat es sich auch verdient. Im Gegensatz zu dir weiss Prandelli, dass ein guter Spieler ruhig alt sein darf. Fussball-Italien hat Balotelli schon lange akzeptiert und er darf ruhig noch ein paar fussballerische “Ohrfeigen” verteilen…Italien würde sich darüber freuen.

  4. Schneeberger Jürg sagt:

    Man stelle sich mal vor, dass jemand von der SVP dieses verachtende Wort (Strassenköter) in den Mund genommen hätte. Die TA Journalisten würden sich mit höchst anzunehmender Sicherheit in einem Blutrausch der Rache befinden. Nein, hier finden Die TA Journalisten noch lobende Worte für diese unsägliche Verunglimpfung.

  5. lo sagt:

    «strassenköter» unpassend!
    wieviele «strassenköter» sind an dieser EM nochmals draufgegangen? lässt also den sarkastischen vergleich!

    • John sagt:

      einer hats überlebt und schiesst ITA ins EM Finale…………………GRATULATION ITA. weiter so…..ein DE Fan

  6. Gianni sagt:

    Jajaja…Heuchlerei!

  7. Alex Bötschi sagt:

    Zitat: Ein Strassenköter muss schliesslich nichts Schlechtes sein. Erst recht nicht in einer Fussball-Epoche, die von taktischen Zwangsjacken und entsetzlichen Querpass-Orgien geprägt ist, in der perfektionistische Chihuahuas Langeweile verbreiten. Dass auch auf höchster Ebene noch die Genialität eines Einzelnen den Unterschied machen kann, ist ein Sieg für den anderen Fussball, für den schönen, überraschenden, unterhaltsamen und menschlichen Fussball.

    Nun gemäss dieser Definition eines Strassenfussballers wäre aber auch CR7 ein Strassenköter.
    Denn würde ich allerdings eher bei den Chihuahuas versorgen.
    Somit bleibt die Frage hier offen was einen Strassenköter ausmacht.

    • John sagt:

      er ist nicht so ein 0815 bubi chopf fussballer…wo sich halt nur unter ortnen und tikitaka langeweille spielen…sorry nix gegen spanien….lieber ein balotelli als de chrigu…wo bei…na ja ist halt sone hassliebe mit de m Mario

  8. Der Boss sagt:

    Ich bin eigentlich kein Italienfan, aber dem Mario Balotelli mag ich es herzlich gönnen! Toll, wie er die Deutschen mit einem Doppelpack eliminiert hat. Da kommt pure Schadenfreude auf. Nicht wegen den deutschen Spielern oder wegen Jogi. Nein, die deutschen Kommentatoren sind einfach unerträglich und oberpeinlich “Wir werden Europameister” – jetzt sind sie es eben nicht geworden – geschieht ihnen recht!! Einen Spieler als “Pflegefall” und “Strassenköter” zu bezeichnen ist tiefste Schublade, und ein Gipfel der Arroganz! (Es muss ja einfach doch einen Grund geben, warum wir die Deutschen doch nicht so lieben, oder? Wer so austeilt, muss dann halt auch einstecken können).

    • Pierre Wyss sagt:

      Ach Sie leben aber in einer kleinen Welt meine Güte… Die Deutschen hatten grossen Respekt vor Italien. Von den Medien wurde natürlich alles aufgebauscht von wegen “Wir werden Europameister”. Abgsehen kann man sich das doch auch mal zutrauen, oder? Natürlich nicht wenn man (wie ich auch) Schweizer ist…. Ich mag diese ewigen Anti-Deutschen Kommentare nicht mehr sehen. Übrigens, ich glaube mit Ihnen hätte ich mehr Mühe wie mit vielen Deutschen. Schönes Wochenende!

      • carrera sagt:

        Herr Wyss, es geht hier nicht im pro oder contra DE ,sondern um die ewige und seit den 60er Jahren fortdauernde Arroganz von Fussball-Deutschland – eine Arroganz, wie sie teilweise auch in England vorkommt. Egal welches Land, ARROGANZ muss immer vom Leben bzw. der Realität bestraft werden!

    • Boban sagt:

      Schadenfreude für was? Ich gönne es den Italos aber missgönne es nicht den Deutschen. Jeder der an der EM mitmacht will gewinnen und denkt es auch, ansonsten können sie trost zu Hause bleiben. Wenn ich in ein Spiel gehe mit dem Gedanken hauptsache wir verlieren nicht zu hoch, dann bin ich falsch am Platz. Und soviel wie ich weiss habe ich die Deutsche NM oder Löw nie sagen hören wir werden Europameister. Das waren die Medien, aber he auch die hölländischen, die portugisischen oder Spanischen Medien sagen oder erwarten das gleiche, nicht?

    • Sportkrücke sagt:

      100% Zustimmung. Beim 1:0 habe ich sofort auf ARD gewechselt, und das Katzengejammer zuzuhören.

      Die Mannschaft (D) hätte es verdient, sehr viel sympatischer als die italienische Nationalmannschaft mit bekennenden Faschisten….

      • Michel Del Tetto, Biel sagt:

        …bekennenden Faschisten….woher die Scheisse! Ihr könnt nun diesen Kommentar zensurieren, dafür den Kommentar einer Sportkrücke, wie er sich selbst definiert publizieren. Leben wir in der CH noch in einer Demokratie? Sind die Schweizer Demokraten keine Rechtsextremen, ist die SVP nicht fremdenfeindlich und und und. Denkt zuerst über die Vorurteile der Schweizer nach, bevor ihr Sachen nachplappert, die gar nicht stimmen, liebe Neidgenossen!

        • marko sagt:

          Gigi Buffon ist ein bekennender Anhänger von Mussolini. Das stimmt so. Hättest du die Gazzetta in den letzten paar Jahren ab un an gelesen wüsstest du das auch..

    • Michael Bader sagt:

      Naja, wer sich selbst Der Boss nennt muss es ja wissen. Aber dann Zitate aus dem Kontext reissen um dann damit heuchlerisch die Moralkeule zu schwingen ist definitiv daneben. Der Pflegefall war so gemeint (und so kommt es auch im Kontext vor) das dieser Spieler brandgefaehrlich ist und permanent von 2 eigenen Spielern gedeckt werden muss, nichts weiter. Gleiches fuer den Strassenkoeter, resp. Strassenkicker, also jemand der eben nicht nach Plan A oder B spielt sondern sich von seinen Instinkten leiten laesst und damit meist richtig liegt. Was sie da reininterpretieren laesst sich nur mit ihrer Schadenfreude begruenden, mit Logik leider nicht.

      • Peter Schmid sagt:

        @Bader. Wenn er Strassenkicker gemeint hat, dann hätte er das auch so sagen können. “Köter” läst sich durch nichts schönreden. Dies auch ganz ohne Schadenfreude.

    • John sagt:

      eh ja darum schauen sie die spiele auf ard/zdf….wir müssen ja demfall die soooo viel besseren kommentatoren beim SF haben ahahaha lach mich tot.

  9. Peter Bachmann sagt:

    Danke Herr Kühn das Sie mich darüber aufklären, dass der “flapsige” Kommentar über den Strassenköter ein Kompliment war. Leider ist es so das die “grossmauligen Teutonen” (flapsiges Kompliment meinerseits) nun merken wie voll sie ihr überaus grosses Maul genommen haben, und nun nach dem ersten Spiel in dem sie richtig gefordert wurden kläglich versagt haben. Schon nach den ersten Minuten war klar dass das nichts wird. Da hilft es auch nichts wenn Sie am Schluss Ihres Kommentars das alles ins rechte Licht rücken wollen.

    • Tim Weser sagt:

      Ich habe gestern die Worte von Mehmet Scholl als Kompliment aufgefasst. Für mich steht Strassenfussball für Durchsetzungsvermögen, Kreativität, Unvorhergesehenes.
      Aber man kann es natürlich auch falsch verstehen, wenn man es unbedingt möchte und sich dann darüber echauffieren, die grossmäulig doch die Deutschen sein sollen.

    • John sagt:

      ach herr Bachmann die DE wurden ja in 15 spielen nie wirklich gefordert…neeee…ach ja genau das spiel gegen dei CH war das ein chrampf…..uiuiui haben die die DE gefordert…und es ging auch um soooo fiel in dem spiel

      • Peter Schmid sagt:

        Was sollt den nun dieser Kommentar wieder? Hat irgendjemand hier auch nur etwas ähnliches behauptet? Get a life!

    • Deutscher sagt:

      Die Schweiz ist diesmal gegen den Fussballgiganten Montenegro gescheitert, oder? Und wer erinnert sich noch an das Penaltyschiessen gegen die Ukraine 2006? Wer nimmt hier den Mund voll? Massen Sie sich doch bitte nicht an, grosse Fussballnationen zu beurteilen.

  10. Di Falco sagt:

    Strassenköter?

    Dass sich Moderatoren diesen Patzer leisten wundert mich nicht mal. Im Zusammenhang mit den Massentötungen der Strassenstreuner in der Ukraine wegen der Euro 2012 ist dieser Vergleich wohl die Ironie in Reinkultur. Entweder weiss Herr Kühn nicht was auf den Strassen in den Städten der Austragungsorte vorgängig und heute noch abgeht, oder er macht sich darüber lustig. Mit keinem Wort wird die Parallele aufgeschlüsselt oder nur im geringsten erwähnt. Das ist einfach nur peinlich. Igitt.

    «Kommunikation ist immer wichtig».
    Vielleicht nehmen sie sich Prandellis Satz einfach mal zur Brust.

  11. Mike sagt:

    Trotzdem sie das hier schön zu schreiben versuchen, bleibt ein fahler Nachgeschmack. Dazu sage ich nur pfui und grazie Italia!

  12. kurt abächerli sagt:

    ist das jetzt eine rechtfertigung aus dem grossen kanton, für das blöde rumgeschwätz der moderatoren von gestern. seien wir mal ehrlich. gestern standen männer gegen jungs auf dem platz – und das hat nichts mit dem alter zu tun. die selbstüberschätzung der deutschen ist ja seit 16 jahren auch kein geringer hemmschuh. dieses jahr: scheisse spielen in vorbereitung. schwache vorrunde (holland war ja völlig indisponiert, gegen portugal und dänemark auch mit glück), dann die starken griechen ausgekugelt – aber dauernd hochjubeln. gestern offensichtlich: deutschland hat keine sturmspitze wie ronaldo, ibrahimovic oder baltoelli, die sich mann gegen mann durchtanken können. wenn man ohne brecher-techniker antritt müsste man das rasenschach der spanier beherrschen…

  13. Marius sagt:

    eine person wird als strassenköter bezeichnet.
    muss das wirklich noch verteidigt werden? ich gehe davon aus, dass sie auch gerne als strassenköter bezeichnet wollen, hr. kühn.

  14. Yves M. sagt:

    Nun dem Balotelli wird das egal sein. Der hat schon schlimmeres über sicher ergehen lassen müssen und steht jetzt als Grosser da. Wenn er jetzt im Final nochmals so super drauf ist, wird diese EM als die Balotelli-Meisterschaft in die Bücher eingehen.

  15. Marcel sagt:

    Super Bericht! Ich habe Balotelli letzte Saison bei Manchester City beobachtet und die Art und Weise wie er sich da verhalten hat, kann man nur mit widerlich umschreiben (Tätlichkeiten etc.)! Der ManCity Trainer (Mancini) hat dann gesagt, dass er nie mehr unter ihm spielen werde…und da hatte Mancini zu 1000% richtig reagiert! Aber anscheinend ist ein Ruck durch den Herrn Balotelli gegangen oder die Trainer Mancini und jetzt Prandelli haben ihn zum Guten umerzogen, denn nicht einmal an dieser EM sah ich solche widerlichen Sachen von Balotelli wie letzte Saison bei Manchester City! Wenn er so weiter an sich arbeitet, kann aus ihm ein wirklicher Star werden! Ich bin übrigens gar kein Fan von Italien, aber gestern haben die, und im speziellen der “Strassenköter” Balotelli, superclever gespielt! Übrigens auch bei den Hunden sind die Strassenköter mehrheitlich besser als die Rassenhunde…!!

  16. Buschbrenner Rudi sagt:

    Ach Herr Kühn, mit Ihrem Blog die idiotischen Aussagen von Beckmann und Scholl zu rechtfertigen und “schönreden” zu versuchen, macht die Sache auch nicht besser. Die Deutschen sind einfach schlechte Verlierer! Fakt, Punkt aus! Mit grossem Maul gewinnt man keine Spiele. Oder wo findet nun die Titel-Feier des DFB statt? Wer sich dermassen selbst überschätzt, muss sich nicht wundern wenn dahergelaufene Strassenkicker einem die Limiten aufzeigen!

  17. Keelo sagt:

    Es muss hier erwähnt werden, dass die Herren Scholl und Beckmann den Begriff Strassenköter nutzten, um aufzuzeigen, dass die beiden Stürmer Italiens sich in der deutschen Defensive “wild” verhalten. Das heisst, sie sollten sich wohl taktisch nicht auf ihren vorgegeben Seiten aufhalten, sondern wild durcheinander laufen und wirbeln. Dies ist den beiden offensichtlich gut gelungen. Es reicht halt nicht, einfach ein Wort aus dem Zusammenhang zu reissen, und dieses dann als Bezeichnung gelten zu lassen! Strassenköter war gestern definitiv NICHT negativ gemeint!

    • hosch sagt:

      es gibt wahrscheinlich einige menschen einen beschränkten wortschatz haben und man dann menschenverachtende ausdrücke bringen muss, damit auch der dümmste versteht dass man mit dem wort strassenköter einen menschen loben wollte. eigenartige welt.

  18. marcel meier sagt:

    danke balotelli.

    ich finde den vergleich mit dem strassenköter eigentlich treffend. eine ungezogene, gefährliche, und unberechenbare spielweise ohne taktische fesseln, ohne dem herrchen gefallen zu müssen. so scheint es mindestens auf den ersten blick. erfrischender zug aufs tor auch wenn er ein paar bälle verstolppert (bei diesem tempo nicht verwunderlich), so macht sich in jeder abwehrreihe pure angst breit, wenn der ball sich diesseits der mittellinie diesem muskelbepackten ungeheuer nähert.

    apropos peinliche kommemtare: diese zusammenfassung auf dem schweizer fernsehen über deutschland nach dem spiel,
    etwas peinlicheres (sie haben nur schweini und statt kaiser lahm etc etc) ist mir noch nie zu ohren gekommen… peinlich peinlich peinlich. zum fremdschämen…

    ja jetzt hat das moment wohl ein blaues leibchen an…

  19. Thomas Müller sagt:

    “Dass auch auf höchster Ebene noch die Genialität eines Einzelnen den Unterschied machen kann..” Messi, Ronaldo, Pirlo, Iniesta, Kaka, Zidane die können das alle auch oder haben das auch gekonnt, Genialität eines Einzelnen sind gar nicht so selten, wie es Herr Kühn behauptet und wird es immer geben!

  20. sonja mettler sagt:

    A propos peinlich…wie bis gestern auch nahezu die gesamte Schweizer Fussball-Liga der Schweiz, ohne Zweifel für Deutschland war, ist oberpeinlich. Man traute sich sogar hier nicht mehr, irgendetwas gegen den “100% sicheren EM-Sieger Deutschland” zu sagen. Bezeichnend für unser Verhältnis mit unseren Nachbarn. Wir lassen uns sogar noch hier den Mund verbieten, und trauen uns ja nicht unsere wahre Meinung gegenüber Deutschen auszusprechen. Merke, wer am lautesten schreit hat eben nicht immer recht. In diesem Sinn, KANN man sich nur einfach für das krisengeschüttelte Italien freuen -Basta!

  21. Heinz Kistler sagt:

    Vollkommene taktische Fehlleistung von Löw. Gomez hätte nie von Anfang an spielen dürfen, genausowenig wie Podolski (totalausfall) und Kroos; welcher Idiot nimmt einen defensiven Mittelfeldspieler in Manndeckung? (fehlt nur noch, dass man nächste mal einen Verteitiger in Manndeckung nimmt, weil er ja so genial Pässe spielt). Italien ist über die Seiten zu knacken, da braucht es Wirbler auf den Aussenbahnen, wie es ein Reuss oder Müller ist (dann würde auch ein Gomez Sinn machen). Alle ziehen spätestens auf 16er Höhe in die Mitte, wo die meisten Beine stehen. Das Flügelspiel ist tot, die Quittung hat Deutschland bekommen.

    Italien dagegen spielt konsequent mit 442, was eine moderne Abwehr, die meist nur mit einem Vollblutstürmer zu kämpfen hat, vollständig aus dem Konzept bringt. Die Aussenbahnen mit Lahm und Boateng sind sehr anfällig.

    Die Tore zeigen auf, was ich meine. Beim 1-0 macht Hummels (schade das es gerade den besten deutschen Spieler erwischen musste) einen Anfängerfehler. Er vermutete Hilfe im Rücken…aber da war keine, weil Boateng nicht absicherte, als Hummels Cassano übernommen hatte, obwohl ein weiterer Deutsch Chielini bereits abgedeckt hat. Fehler Boateng, Hummels sieht deswegen nur schlecht aus.

    Beim 2-0 wurde die schwache Abwehrleistung von Lahm offensichtlich. Er stand eigentlich gar nicht so schlecht, dreht sich aber fälschlicherweise zum Ball hin, als der Pass kam, wobei klar war, dass er nicht hin kommt. Statt einer 90° Drehung in die richtige Richtung musste er sich 270° drehen, und hatte keine Chance mehr, zu Balotelli aufzuschliessen (obwohl dieser den Ball alles andere als perfekt angenommen hat, da er sich selbst ein wenig ausbremste).

    Dazu kommt noch der Charakter der Mannschaft. Lahm als Kapitän ist symbolisch. Taktisch unglaublich diszipliniert, macht alles was der Trainer sagt; aber keine Kreativität und keine Leitfigur. Das ist leider der moderne Fussball, der in Spaniens Variante seinen traurigen Höhepunkt gefunden hat. Alles gute Handwerker mit wenig Esprit. Taktische Disziplin ist alles.

  22. giuri sagt:

    Hmmm, vielleicht hätten Sie lieber zweimal über die Niederlage Ihres Lieblingsteams geschlafen, Herr Kühn. Finde ich persönlich. Ich sehe hier eine seltsame Apologie von ganz sicher nicht als Kompliment gemeinten doofen Kommentaren der jäh aus ihrem Übermut gerissenen Deutschen, plus möglichst viele Seitenhiebe gegen die Spanier.

    Als (auch etwas enttäuschter, gleichzeitig vom neuen Anti-Hype genervter) Spanien-Fan mag ich es diesen Italienern und auch Balotelli durchaus gönnen, wenn sie das Finale gewinnen. Aber ich habe das Gefühl, es werden im Moment etwas zu gezielt Spieler und Mannschaften zur Antithese zum leicht schläfrigen spanischen Tiqui-Taca hochgeschrieben – zuerst wochenlang die Deutschen, die von Anfang an defensive Schwächen offenbarten und mich persönlich nur in 2 von 5 Spielen überzeugten. Jetzt plötzlich der vorher mit Stirnrunzeln betrachtete Balotelli, der ein brillanter Fussballer ist aber ungemein abhängig von der Tagesform und Laune. Und plötzlich müssen tolle Spieler wie Lahm und Iniesta herhalten, weil sie halt bleich, schmächtig und nicht solche “mavericks” sind wie Balotelli.

    In einem Punkt gebe ich Ihnen recht: Es braucht solche Spieler. Aber es braucht auch andere. Stellen Sie sich mal ein Spiel mit 22 Balotellis vor.

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      …ich könnte mir aber auch kein Turnier mit 16 Teams wie Spanien vorstellen. Dann wäre es nämlich nicht eine Fussball-EM sonder eine Handball-EM, d.h. stink langweilig und ermüdend wie Valium.

  23. Ernst sagt:

    Im Ernst jetzt ? Pflegefall und Strassenköter muss nichts schlechtes sein ? Ich frage mich gerade, ob Sie einen Kommentar veröffentlichen würden, in dem ich die ganze Belegschaft des TA, als Pflegefälle oder Strassenköter bezeichnen würde.

    • Bernd S. sagt:

      Naja, Balotelli hat sich den Strassenköter gestern mit einer genialen Leistung verdient. Aber ich sehe gerade keinen Schreiberling vom Tagi der sich so eine Bezeichnung mit einem sensationell, genialen, aufsehenerregenden Text verdient hätte. Somit stellt sich die Frage nach dem veröffentlich gar nicht. Aber was nicht ist kann ja noch werden…..

  24. Jorge Lopez sagt:

    Und weil “Strassenköter” es ein so schönes deutsches Kompliment ist, setzt Herr Kühn noch einen drauf und bezeichnet die Spanier als “perfektionistische Chihuahuas”. Wenn Sie lustig sein wollten, Herr Kühn, ist Ihnen das misslungen. Und ich bevorzuge jederzeit einen “blassen Sonntagsschüler” wie Iniesta als eitle Gockel wie CR7. Wissen Sie, in Spanien haben wir genügend Prolos und Protzer, auch in der Regierung. Haben Sie schon eine negative Schlagzeile von irgendeinem spanischen Spieler gelesen. Ausfälle neben dem Platz? Fehlanzeige. Diese Spieler sind Vorbilder auf und nebem dem Platz.

    Aber Ihre Spanienphobie haben Sie hier ja schon genügend zur Schau gestellt. Muss irgendwie ein kosmischer Unfall sein, dass Spanien im dritten Final hinter einnander steht. Über den Stil lässt sich diskutieren, die Ergebnisse sprechen für sich. Bisher ein Tor kassiert im Turnier, die Nerven behalten in den entscheidenden Situationen und im Final. Wenn ich mir die deutschen Pressestimmen der letzten Tage anschaue, ist von Respekt und Achtung des Gegners keine Spur zu finden. Liegt wohl in den Genen oder an der politischen Macht Deutschlands in Europa zurzeit, dass man allen Anstand vergisst. Schade. Auf jeden Fall, Spanien vs Italien ist ein Traumfinal. Ihnen, viel Spass dabei.

    • Kudi Kowalski sagt:

      Ist zwar nicht wirklich mein Traumfinal, aber trotzdem: Äusserst treffender und guter Kommentar!

    • carrera sagt:

      Super Antwort Jorge!

    • Erich sagt:

      Jorge Lopes, geht es noch primitiver?

      Stammtischslang und auch nur die rosarote Brille als Spanier!
      Ich kenne viele Deutsche und KEIN EINZIGER hat mir gesagt, dass sie Europameister würden.
      Nur Jorge Lopes, Deutschehasser und Boulevard Jorunalisten behaupten das! PFUI!

      • Jorge Lopez sagt:

        Erich, wer lesen kann, ist klar im Vorteil:

        Ich bin der Meinung, dass mein Kommentar sehr sachlich ist. Mit keinem Wort beleidige ich hier irgendjemanden und schon gar keine Deutsche, da ich selber einige gute deutsche Freunde habe.

        Ich habe geschrieben: “Wenn ich mir die deutschen Pressestimmen der letzten Tage anschaue, ist von Respekt und Achtung des Gegners keine Spur zu finden”. Betonung auf Pressestimmen. Und wie Sie auf Stammtischslang in meinem Kommentar kommen ist mir schleierhaft. Ausfällig ist hier eigentlich nur einer.

        • Jack Stoffel sagt:

          Sie halten Ihren Kommentar für “sehr sachlich”? Und “mit keinem Wort” beleidigen Sie “hier irgendjemanden und schon gar keine Deutschen”? Und das, obwohl Sie die Ihrer Meinung nach fehlenden Eigenschaften “Respekt und Achtung des Gegners” z.T. in den Genen der Deutschen orten?
          Ich möchte Sie daran erinnern, dass vor ca. 70 Jahren in Europa solche vulgärgenetische Charakterisierungen als Vorwand für einen Völkermord dienten. Und so ganz nebenbei frage ich mich, was denn für Sie Wörter wie “sachlich” und “beleidigen” überhaupt noch bedeuten könnten.

    • Deutscher sagt:

      Lieber Herr Lopez, ich habe die deutsche Presse ganz anders gelesen (und auch die Pressekonferenzen des deutschen Trainerstabs). Es herrscht allgemein grosser Respekt vor, man betrachtet die Spanier (zu Recht) momentan als das Mass aller Dinge im Fussball. Genau daran ist die deutsche Elf diesmal auch gescheitert, man wollte zu sehr wie Spanien sei, ironischerweise haben die Italiener mit “deutschem Fussball” gewonnen.

      Genau deshalb würde ich mich sehr freuen, wenn am Sonntag Italien gewinnt, mit zwei Toren des Strassenkickers Balotelli. Weil Abwechslung dem Fussball gut tut.

      • Mario Deutschmann sagt:

        Jaja, genau, den deutscher Fussball ist ja das Beste, nicht wahr?
        Nix von deutschem Übermenschenhabitus, was?

  25. Ion sagt:

    Ein sicher gut gemeinter Versuch, diesen Ausrutscher der Herren Scholl und Beckmann schönzureden, Herr Kühn – aber leider fehlgeschlagen. Erinnern Sie sich an die Affäre Augsburg-Thurk? Der FCA-Präsident hatte letztes Jahr den eigenen Stürmer Thurk ebenfalls als “Strassenköter” bezeichnet – und musste sich dafür öffentlich entschuldigen. Seine Rechtfertigung klang übrigens sehr ähnlich wie die Erklärungsversuche Ihres Blogs.
    Seltsam ist nur, dass sich damals die deutschen Medien über diese Bezeichnung heftig aufregten, während jetzt im deutschen Blätterwald kaum ein Wort über diese Entgleisungen zu lesen ist. Es bewahrheitet sich halt einmal mehr: Erst in der Niederlage zeigt sich die wahre Grösse. Oder eben nicht.

  26. M. Bättiger sagt:

    Das sind nicht “flapsige Bemerkungen”, sondern die üblichen Beleidigungen und Überheblichkeiten aus Deutschland, die in einer erschreckenden Konstanz immer wieder kommen – nicht nur im Fussball. So wollte Steinbrück schon “flapsig” die Indianer mit der Kavallerie erschrecken. “Flapsig” bedauerte Müntefering, dass man nicht mehr wie früher die Armee schicken könne. Ein anderer Politiker meinte “flapsig”, die CH sein “parasitär”. “Flapsig” auch Waldemar Hartmann auf SF, als er nach dem Hollandspiel unter eigenem Gelächter meinte, das Holland-Trickot könne man nicht einmal mehr auf dem Flohmarkt verkaufen. “Flapsig” auch die Reaktionen nach dem Sieg der CH gegen D – natürlich war nicht die Leistung der Schweiz hervorragend, sondern D hatte eine harte Vorbereitung und keine Bayern im Kader. Was sie als “flapsig” hinstellen, ist die viel beschriebene Überheblichkeit. So war auch schon wor dem Tournier für die D klar, dass man die EM gewinnt. Die Frage war höchstens noch, gegen wen.

  27. Altenburger Daniel sagt:

    Mich stört generell, wie man Einzelspieler zu Stars macht. Nicht Balotelli hat Deutschland geschlagen, Italien hat Deutschland geschlagen, die Mannschaft. Die Pässe auf Balotelli waren mindestens soviel Wert wie das Tor, ohne Pässe keine Tore von Balotelli. Der Grösste Star ist nichts Wert ohne seine Mitspieler.

    Zu Deutschland: Ich will nicht rechthaberisch tönen. Jedoch habe ich die ganze WM hindurch immer wieder betont, dass man Deuschland erst beurteilen kann, wenn sie auf einen “richtigen” Gegner treffen. Holland war ein Totalausfall, gegen Holland gewann dieses Jahr jeder. Portugal hat gegen Deutschland schlecht gespielt. Und die Dänen sowie Griechen sind nun einmal fussballerisch begrenzt. Und prompt kam es so, der erste ernsthafte Gegner wirft die Deutschen raus. Interessant fand ich vor allem, dass den Deutschen fast die selben Fehler unterliefen, wie gegen die Schweiz. Hinten Lücken, vorne ineffizient. Somit sagte dieses Freundschaftsspiel doch mehr über die Deutschen aus, als man damals dachte. Schön wäre es, wenn die Deutschen endlich auch mal en wenig Dehmut und Respekt vor den anderen Mannschaften gelernt hätten und wir zukünftig keine grossen Sprüche à la “Wir werden Europameister” hören müssen. Aber leider wird das wohl ein frommer Wunsch bleiben 🙂 Dabei sagt doch die Tatsache, dass Deutschland seit 16 Jahre nichts mehr gewonnen hat, einiges über die Qualität der Mannschaft aus. Nichtsdestotrotz muss auch gesagt werden, dass die deutsche Mannschaft durchaus sehr gut Fussball spielt und die Halbfinalqualifikation ohne Zweifel verdient hat.

    • Steffi sagt:

      Zitat: “Jedoch habe ich die ganze WM hindurch immer wieder betont, …”
      Es ist die EM…

      An einer solchen Meisterschaft tritt jeder an, um zu gewinnen. Das darf man doch äussern. Wer nicht daran glaubt, hat schon im Vorfeld verloren.
      Trainer und Spieler der deutschen Mannschaft haben sich vorbildlich verhalten.
      An Respekt den anderen gegenüber mangelte es nicht.
      Demut dagegen ist eher fehl am Platz.

  28. Markus Benz sagt:

    Aber Aber Herr Kühn. Ich schätze Ihre Blogs, sie sind meist witzig, mit viel Sachverstand und auch der notwendigen Eigenironie. Hier kann ich leider nicht mit Ihnen mitlachen. Selbstverständlich sind Rassistische Schmährufe schrecklich und viel schlimmer aber diese verbale Entgleisung von gestern Abend ist primitiv und peinlich für die deutschen Medienschaffende. Ich kann nicht erkennen was daran lustig sein soll zumal sich dies im Originalton auch noch einmal etwas schlimmer anhört und man den Frust und den Neid von den beiden sog. Fussballexperten hört. Ich hätte es den Deutschen gegönnt weiter zu kommen aber gestern Abend hat einfach die bessere Mannschaft gewonnen und das gilt es zu respektieren. Die Arroganz dieser Medienschaffende sind wiederum das Resultat, dass ich als Schweizer mir nun ein Lächeln nicht verkneifen kann. Die deutsche Mannschaft und übrigens auch die stimmungsvollen Fans vor Ort haben solche Experten nicht nötig. Das man nun in diesem Blog das alles runterspielt und es ins Lächerliche zieht finde ich nicht der richtige Weg mit einem Fauxpas umzugehen. Aber ich gehe mit Ihnen gleich, es gibt viel schlimmeres und meine Sympathie gegenüber der Deutschen Mannschaft tut dies keinen Abbruch. Möge der Beste die EM gewinnen. Ich freue mich auf neue Blogs von Ihnen.

  29. Werner Staub sagt:

    Unerhört die Bemerkungen der beiden TV-Kommentatoren. Da gibt es nichts zu beschönigen und herabzuspielen. Das ist eine Frechheit sondergleichen. Auch in der eigenen Entäuschung Herr Kuhn sollten sie da Farbe zeigen und sowas aufs Schärfste verurteilen und nicht noch in sanfte Worte fassen.

  30. Didi Wagga sagt:

    Wie viele Stereoiden hat der genommen ? Viele!
    Vamos Espania ist Zeit für eine Niederlage Italien.
    Brasilien wirds allen zeigen 2014!!!
    Hopp CH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      Sorry, aber welche Tabletten nehmen Sie? Oder haben Sie vergessen, die Tabletten zu nehmen? Bei Ihnen helfen wahrscheinlich nicht einmal Hirn-Stereoiden. Tut mir für Sie wirklich leid. Gute Besserung.

  31. Miker sagt:

    Oh Mann, da sieht man mal wieder dass man Nachbarn sein kann aber trotzdem so unterschiedlich.
    Wollt ihr es nicht verstehen oder könnt ihr es nicht verstehen? Das ist humorvoll und in keinster Weise beleidigend gemeint gewesen. In dem Fall ist der Strassenköter ein Strassenfussballer (Hinterhöfe etc.), der halt anarchisch ist und sein Ding durchzieht und sich nur schwer einordnen lässt. Mehr nicht!!!
    Aber ihr wollt es einfach durch die Anti-Deutschlandbrille sehen.

    Ungeschickt war es eigentlich nur den vielen toten Strassenhunden in der Ukraine gegenüber.

    Und in nahezu allen Ländern, die sich irgendwie Chancen ausrechnen etwas zu reissen bei so einem Turnier wird schon vorher vom möglichen Titel gesprochen und wenn man bei 28 Turnieren 20 mal mind. ins Halbfinale einzieht hat man auch das Recht dazu. Es fehlt ja nicht mehr viel.
    Das hat nichts mit Arroganz zu tun, das ist auch z.B. in Italien, Spanien, Holland, England usw. so

    Noch etwas zum Spiel: Italien hat verdient gewonnen, sie waren die reifere Mannschaft!

    • Deutscher sagt:

      Miker, danke, mit Abstand der vernünftigste Kommentar hier! Wie soll man jemals was erreichen im Leben, wenn man sich nicht einmal getrauen darf, das Ziel zu formulieren … Aber das ist halt sehr schweizerisch, falsch verstandene Bescheidenheit.

  32. Hans Studer sagt:

    Interessant wieviele Leute hier schreiben und doch keine Ahnung haben. Inklusive mir 🙂

    Aber: Die Art wie die Italiener Fussball spielen, ist erfrischend und interessant anzusehen.

    Abgesehen vom Herzblut das wir alle für “unsere” Mannschaft abgeben, Fussball lebt von attraktiven Spielen!

  33. Yendis sagt:

    Leider gibt es nicht nur auf dem Fussballplatz Chihuahuas. Auf Foren tummeln sich ebenfalls massenhaft Bleichgesichter rum. Da sie nicht über das notwendige Talent verfügen, aus einer Aneinanderreihung von Worten die richtigen Schlüsse zu ziehen, quasi das Spiel zu lesen, begnügen sie sich damit, die Sprache als Oberfläche zu begreifen.

    Wer Mehmet Scholl zugehört hat, der sollte eingentlich verstanden haben was er mit diesem Ausdruck sagen wollte. Wer sich beim Zuhören nicht darauf beschränkt “sich zu empören” wenn vermeintlich “Schauriges” geäussert wird, dürfte bemerkt haben, dass Mehmet Scholl sich ausgesprochen leidenschaftlich, positiv über den Spieler geäussert hat. Er wollte damit lediglich zum Ausdruck bringen, dass Balotelli kein hochgezüchteter Retortenspieler ist, sondern Chris von Rohr wohl sagen würde, ein dreckiger Kicker.

    Zum Glück ist Scholl ein Mann, der nicht nur fundiert, ehrlich und unprätentiös kommendiert, sondern sich auch nicht von der Masse der Pharisäer von seinem geraden Weg abbringen lässt (Allerdings hat ja auch nicht Scholl den Begriff benutzt, sondern ihn als Strassenkicker bezeichnet).

  34. Jeanclaude sagt:

    Strassenköter für Balotelli und Cassano oder Hitlerjunge für Neuer sind deplazierte, beschämende und niederrträchtige Beleidigungen, ob vom deutschen oder anderen Fan-/Journi-Lager

  35. roberto sagt:

    Flucht nach vorne, Herr Kühn?
    Leider ist auch diese nicht gelungen.

    Strassenköter und Pflegefall als Kompliment zu verkaufen, ist nun eine Pirouette, die Ihnen die wenigsten abkaufen, sonst stellen Sie sich kurzmal vor, jemand nennt Sie so, und fügt hinzu “Ich meine es als Kompliment!”.
    Genauso wie Sie selber den spanischen Nationaltrainer als “arme Sau” bezeichnen, wohl auch als Kompliment oder Empathie?

    In Wirklichkeit sieht es doch so aus:
    Viele Deutsche Journalisten und Kommentatoren haben den Mund zu voll genommen, und nun sieht es entsprechend kompliziert aus als grosser Verlierer dazustehen.

    Nehmen Sie sich ein Beispiel an den Nationalspielern selbst, sowohl die Deutschen, wie die Italiener, ja sogar Ihre verhassten Spanier.
    Wer den Gegner mit Respekt behandelt steht sowohl nach einer Niederlage wie nach einem Sieg besser da.

    Viel Glück den Italienern wie den Spaniern, hoffen wir auf ein würdiges, respektvolles Finale!
    Und Kopf hoch, Deutschlandfans, ihr habt immer noch eine super Mannschaft, ob mit oder ohne Titel, wir sehen Euch alle gerne spielen! Vielleicht klappts in 2 Jahren!

  36. Peter Schmid sagt:

    Das tönt für mich aber doch sehr nach Rechtfertigung. Diese ARD-Moderatoren haben sich schlicht und einfach im Ton vergriffen. Das Wort “Köter” ist immer abschätzend gemeint. Wenn die Moderatoren ausdrücken wollten dass Balotelli eine starke Persönlichkeit hat hätten sie dies auch so sagen können. Dass man das nun auf Biegen und Brechen diesen Lapsus (sogar hier bei uns in der CH?) zu beschönigen versucht ist für mich deshalb unverständlich. Ich kann die Entäuschung der Deutschen kurz nach dem verlorenen Spiel nachempfinden. Wo ich Mühe habe ist die Tatsache dass man anscheinend nicht zu seinen Fehlern stehen kann. Eine kurze Entschuldigung der Moderatoren an Balotelli und das Ganze wäre aus der Welt geräumt.

  37. Hans-Ueli Jucker sagt:

    Die Kunst der Kommunikation liegt darin, Dinge schönzureden. Scholl hat einmal mehr daneben gegriffen. Auch im Italienischen ist der Begriff negativ konnotiert und wird synonym für Giftzwerg gebraucht. Das ist Balotelli beileibe nicht. Würde vielleicht eher für Gattuso zutreffen. Cani sciolti (streunende Köter) ist auch eine Bezeichnung für Ultras. Gleichzeitig will sich Scholl nach den unsäglichen Ergüssen über die italienischen Spieler nicht den kritischen Fragen zur Wechseltaktik von Jogi Löw stellen. Auch eine Form der Kommunikation.

  38. Roberto Haag sagt:

    Den ueberlegenen Gegner verbal klein zu hacken ist irgendwie typisch fuer die erneute deutsche Enttaeuschung. Vielleicht wuerde man besser mal den nasenbohrenden und inzwischen seit 6 Jahren titellosen Uebungsleiter in Frage stellen. Da war ja der vielgescholtene Berti noch erfolgreicher…

  39. Dario Piemontese sagt:

    Der Begriff Strassenköter ist deshalb beleidigend, weil er gleich doppelt falsch ist. Im Gegensatz zu z.B. Figo, Zidane oder Ibrahimovic, hat Balotelli das Fussballspielen nicht auf der Strasse oder Hinterhöfen gelernt. Bereits mit 5 (!!) Jahren spielte er bei Mompiano (Brescia). Ein Hund ist er zudem schon gar nicht. Die Metapher Strassenköter ist somit schlicht keine und deshalb klar eine Beleidigung. Wenn mann schon “Flapsige” Bemerkungen macht, müsste man sich bitteschön vorher informieren.

  40. Mario Monaro sagt:

    Diese Häme und Zuspitzungen sind völlig daneben. Gestern haben eine gute und eine sehr gute Mannschaft gegeneinander gespielt. Pech für die sehr gute war, dass die andere einen guten Tag hatte, während man selber nicht so gut drauf war. Das it halt Fussball. Wenn in einem Meisterschaftsmodus alle gegen alle gespielt hätten, wäre Deutschland bestimmt siegreich gewesen. Aber die Regeln sind von Anfang an klar: man muss die Leistung zum richtigen Zeitpunkt abrufen können, das ist den Deutschen nicht gelungen. Als Deutsch-Italo-Schweizer und Spanien-Fan kanns mir recht sein, ich gewinne an dieser Euro sowieso.

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      Dann bist Du in guter Begleitung. Die Schweizer sind ja immer für mindestens 4-6 Teams, je nach dem wer gewinnt, sind sie so auch immer Gewinner. Ich war, bin und werde immer Italien-Fan sein, ob Italien gewinnt oder verliert. Ich bin halt nicht ein Fashion-Fan oder Spanien-Fan, je nach dem wie man es nennen will. Für mich sind nur Spanier echte Spanien-Fans. Die anderen sind Fashion-Fans!

      • marcel meier sagt:

        das find ich eigentlich auch michel.

        aber dann bist du sicher für den fc biel wenn nicht grad em ist. oder?

  41. Realo60 sagt:

    Die vernichtende Würdigung der Spanier ist aus meiner Sicht völlig deplatziert. Zuerst aber zu Deutschland. Deutschland wurde vor und vor allem während der EM überschätzt und vielerorts zu Unrecht als logischer und wahrscheinlicher Europameister portiert. Viel eher der Realität entspricht die Einschätzung, dass die Deutschen als einer von einigen gefährlichen Aussenseitern gehandelt wurden und zwar zusammen mit Frankreich, Portugal, Kroatien und Russland. Holland wurde noch viel mehr überschätzt als Deutschland, vor allem deren angebliches spielerisches Potenzial. Mit ansehnlichen aber nicht überragenden Spielen hat sich Deutschland von diesen gefährlichen Aussenseiter als DER Aussenseiter profiliert, mehr aber nicht und vor allem auch weil die Kroaten und Russen erstaunlich früh gescheitert sind. Deutschland ist auf deren Niveau aber (noch) nicht auf dem Niveau der Spanier. Und das Niveau der Deutschen ist nicht so gut, als dass sie nicht auch Respekt haben müssen vor Teams wie z.B. Italien, wie Figura zeigt. Das nun von vielen „Experten“ eingesetzte Jogi-Bashing ist ziemlich widerlich, vor allem weil es von „Experten“ kommt die Deutschland über allen Klee gelobt und die Deutschen als klaren Europameister getippt haben. Seine Massnahmen wurden im Guten wie im Schlechten überschätzt. Auf diesem Niveau hat man genügend fast gleichwertige Spieleralternativen, vor allem Deutschland hat das. Das Mass aller Dinge waren und sind aber noch immer die Spanier. Den Spaniern wird unattraktives, ja sogar berechenbares und phantasieloses Ballgeschiebe vorgeworfen und dabei wird verkannt, dass dies gaaaaanz grosse Fussballkunst ist. Nur die spanischen Spieler weisen individuell die balltechnische Klasse auf, um so spielen zu können. Die Ballbesitzstatistiken sind unglaublich eindrücklich. Zu den Kritikern: Wenn alles so einfach durchschaubar und berechenbar ist und nur Ballgeschiebe: Nichts einfacher als die Spanier zu besiegen, man weiss ja eh was kommt…. oder vielleicht doch nicht??? Spanien hat am zweitmeisten Toren erzielt, nur ein Gegentor kassiert, in jedem Spiel mehr Torchancen erarbeitet als die Gegner und besticht mit dem Ball mit artistischen Fähigkeiten und mit eindrücklichem Spiel ohne Ball! Es ist richtig, dass die Spanier eine Spur vorsichtiger spielen als noch vor zwei oder vier Jahren. Dies hängt aber höchst wahrscheinlich mit dem Ausfall des verletzten Villa ab. Selbstverständlich analysierten die Spanier, dass sie dadurch im Abschluss etwas weniger gefährlich sein werden und folgerten richtig daraus, dass sie dadurch versuchen müssen, dem Gegner noch weniger zuzulassen. Spanien zuzuschauen ist für mich eine Augenweide – diese Sichtweise darf ich allerdings nicht von allen Betrachtern erwarten – den Respekt für ihre Dominanz (Europameister, Weltmeister, Finalist) hingegen schon! An dieser Stelle sei gesagt, dass ich weder Spanier bin, noch spanische Verwandte oder Freundinnen und auch sonst keinen direkten Bezug zu Spanien habe. Ich meine aber, dass wir anerkennen müssen, dass die drei besten Fussballmannschaften der Welt aus Spanien kommen: 1. Barcelona, 2. Die spanische Nationalmannschaft und 3. Real Madrid.

    • Lorenzo sagt:

      Ich finde die Spanier waren mit dem Unentschieden gegen Italien sehr gut bedient. Von wegen mehr Chancen. Ich denke die beiden stärksten Teams stehen im Final und das ist doch wunderbar.

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      Die UNICEF hast du aber vergessen! Die steht an 1. Stelle und managt das ganze zusammen mit Seppli und Micheli und helfen mit Penaltys nach (siehe u.a. Barca vs Milan).

    • Fussballfan sagt:

      @Realo60: Wie viel Geld haben Barca und Real in den letzten Jahren ausgeben und wie viel Schulden habe die beiden Club’s??

      Die Chance im Endspiel sind 50-50.
      Spanien wirkt auf mich etwas müde. Real und Barca Spieler haben in diese Saison fast 60 Spiele in den Beinen.

      • Realo60 sagt:

        Zu Fussballfan: Ich habe nicht von Geld gesprochen, das ist im europäischen Profisport völlig egal. Leider ist es so, dass hier Geld regiert und die reichsten Clubs die besten Spieler kaufen können, ob mit oder ohne Schulden ist auch egal; ob ich das gut finde oder nicht steht hier nicht zur Diskussion. Dies im Gegensatz zum amerikanischen Profisport der wesentliche interessanter konstituiert ist (Drafts, Trades, Salary-Caps). Trotzdem müssen oder dürfen wir konstatieren, dass Barca, die spanische Nati (die übrigens nichts mit Geld zu tun hat) und Real Madrid die wohl besten Fussballteams der Welt sind.

    • Claudio sagt:

      eindrückliche Analyse Realo, kompliment. bin italiener und behaupte nun mal etwas von fussball zu verstehen. ergänzend zu deiner analyse sei gesagt, dass zweifellos die spanische nationalmannschaft in den letzten jahren, dass mass aller dinge war. eigentlich punkto alles, spektakel, freude, technik, kunst, taktik…einfach alles. was ich allerdings etwas vermisse ist, dass viele experten und medien, sich etwas zuwenig mit der italienischen nationalmannschaft auseinandergestzt haben (vgl. nur die artikel nach dem duell gegen deutschland, welche nur darüber werweisen, welche fehler deutschland gemacht hat) und wollen grosse analysen über die stärken und schwächen der italienischen nationalmannschaft und deren spielkultur machen. bei näherer analyse stellt man fest, dass seit prandelli (unmittelbar nach der WM 2010) der generationenwechsel stattgefunden hat. Buffon, Pirlo, De Rossi sind die einzigen, die von WM Titel 2006 noch dabei sind. somit neue, frische und hungrige spieler. was allerdings niemand “der vermeindlichen Experten” verstanden oder gemerkt zu haben scheint, ist die tatsache, dass prandelli einen attraktiven fussball spielt, – flachpass, kurzpass, offensiv: kombieniert mit den bekannten italienischen tugenden, organisiert, taktisch hervorragend und halt eben abgeklärt, sieht man heute das resultat aller elemente. es wundert mich wenn “vermeintliche Experten” und “Medien” noch das wort “catenaccio” (seit ca. 20Jahren nicht mehr), skandale (auch in deutschland und schweiz) und minimalisten im gleichen atemzug mit dem itaiienische fussball erwähnen. ich schätze die heutige italienische mannschaft etwas spielerischer als diejenige von 2006 jedoch etwas anfälliger in der abwehr, aber dennoch sehr nache an die spanische nationalmannschaft. das freundschaftsspiel im letzten august in neapel 2:1 gegen spanien waren die ersten zeichen und das unentschieden im vorrunden spiel schon fast die realität. am sonntag sollte eigentliche die wahrheit zum vorschein kommen.
      zur DFB Elf kann ich sagen, dass sie noch leicht hinter der ist, welche mit Beckenbauer, Netzer, G.Müller, Overath, Breitner, Maier….in den 70iger Jahren die welt erobert hat und auch noch eine kleine spanne hinter der in den 80iger jahren begeisternden sturmtruppe um Schumacher, Matthäus, Rummenigge, Brehme, Hansi Müller und co. ist. die heutige ist sehr jung und hat viel talent. zum schluss eine kleine empfehlung an die deutschen medien: wie wäre es, wenn sie sich besinnen könnten und die wahren gründe des nichterfolges der DFB elf mal analisieren und danach korrigieren würden ? durch die arrogante einseitige beschreibung der sachlage, stärke der DFB elf und extrapolierung der schwächen der gegner. durch das selbstverständliche runtermachen der gegner deren nationen, beleidigungen am laufmeter usw…bringen sie die eigenen spieler und sonstige abgesandet unter einen derartigen erfolgsdruck, dass es dann halt im letzten moment nicht klappt. also liebe DEUTSCHE KOLLEGEN, es liegt nicht an der qualität, dass ihr seit bald 2 dekaden nichts gewinnt, aber an euren überarroganten medien.

      • Realo60 sagt:

        Ich gebe Dir Recht, Claudio, das ist vermutlich so wie Du schreibst. Ehrlich gesagt habe ich Italien vor der EM nicht so stark eingeschätzt. Ich war – und bin es eigentlich noch immer – der Meinung, dass diese italienische Mannschaft im Vergleich zu italienischen Mannschaften in früheren Jahren schwächer besetzt ist und individuell nicht die Klasse hat, um Europameister zu werden. Die Resultate strafen mich bis jetzt Lügen. Was eindrücklich ist bei vielen italienischen Fussballern ist deren einzeltaktische Abgeklärtheit. Ich wage zu behaupten, dass sich im Finale die beiden cleversten, taktisch reifsten Teams gegenüberstehen. Die Italiener haben es damit geschafft, im Match gegen Deutschland über ihren Verhältnissen zu spielen. Respekt, ich verneige mich. Trotzdem ist für mich Spanien Favorit. Die Verteidigung und das Mittelfeld sind individuell besser besetzt. Aber das ist ja das Schöne am Sport: Nicht immer gewinnt der Favorit!

        • Claudio sagt:

          …und das schönere daran ist, dass man nicht immer gleicher Meinung sein muss und sich gleichzeitig respektieren kann. du wirst dich vermutlich genau sowenig mit der italienischen Fussballnationalmannschaft 2 jahre lang auseinandergestzt haben, wie die sonstigen medien und “experten”, wie ich aus deinen aussagen herausgelesen habe. nicht desto trotz finde ich die behauptung der stärkeren abwehr und mittelfeld zum heutigen zeitpunkt etwas gewagt. sofern du das vorrundenspiel auch auf “la cuatro” gesehen hast, war die aussage für mich ziemlich symptomatisch “desde hace 6 años no hemos tenido un rival donde nos cuesta tanto tomar el control y que no nos deja jugar y es encima superior como en este encuentro contra italia” “chapeau prandelli”. (frei übersetzt) seit 6 jahren haben wir nun keinen gegener gehabt, der unser spiel nicht aufziehen lässt, uns beherrscht und bei dem wir es so schwer haben, unser spiel zu finden wie heute gegen italien, chapeau prandelli.

  42. bulivo sagt:

    Super Text! Bin absolut gleicher Meinung! Jeder, der den Fussball liebt, welcher Emotionen schürt, welcher mitreissend ist, welcher lebt, MUSS für Italien sein! Es kann nicht sein, dass Spanien mit diesem langweiligen, emotionslosen Spiel Europameister wird!

    Als Griechenland 2004 Europameister wurde, regten sich fast alle auf. Nur: Griechenland kann gar nicht anderst (erfolgreich) Fussball spielen. Deshalb haben sie einfach das Maximum aus ihren Möglichkeiten gemacht.

    Spanien allerdings, mit Super-Fussballern wie Iniesta, Torres oder Silva, könnte mindestens so schnellen Fussball Spielen wie Italien oder Deutschland. Und genau das ist der Grund, wieso sich immer mehr Fans von den Spaniern abwenden…

    PS: Wäre irgendwie noch lustig gewesen, wenn Cassano den Text vor dem Spiel vorgelesen hätte…von wegen “Toleranz” usw… 🙂

    • Franz sagt:

      Ach, noch ein Spanien-Basher. Ja, ist derzeit Mainstream. Dazu MUSS man für Italien sein. Selten so was Simples gelesen. Italien hatte genau zwei Torchancen gegen Deutschland. So viele erarbeitet sich Spanien in zehn Minuten. Jeder ernst zu nehmende Trainer verlangt von seinen Spielern: Ballverluste vermeiden! Aber dazu braucht es Technik, Tempo und Intelligenz. Apropos Beleidigungen: Italiener, wischt vor der eigenen Tür. Wie habt ihr euren Balotelli behandelt? Klar ist er teilweise selber schuld, aber vieles hat mit seiner Hautfarbe zu tun. Ich gönne es ihm, dass er es den Rassisten gezeigt hat. Aber er muss die Leistung bestätigen.

      • bulivo sagt:

        Nur mal kurz zur Erklärung:

        – Ich bin gegen Spanien (und Barcelona) bzw. gegen deren Stil, seit sie so spielen…also rund 4 Jahre. Also nix mit Mainstream.

        – Ich bin überhaupt nicht für Italien, ich war für Deutschland. Da das Finale aber nun mal Italien-Spanien lautet, hoffe ich eher auf die Italiener als Europameister.

        – Wie viele Torchancen der Spanier kannst du denn Aufzählen gegen Portugal?

        – Nö, bei Balotelli hat das gaaanz viel mit seinem Verhalten zu tun…

        Ich behaupte jetzt einfach mal, dass “Franz” einer derjenigen ist, welcher seit 3 Jahren Fussball schaut und gemerkt hat, dass Spanien Titel gewinnt und in allen Medien (bis zu dieser EM) nur positives über die Spanier geschrieben wurde….

      • Boris sagt:

        Italien hätte nach der Pause ein weiteres Tor erzielen können (müssen). Heisst, dass sie noch Möglichkeiten hatten. Etwas Simpleres als alle Menschen eins Landes im gleichenTopf zu werfen gibt es übrigens nicht (Italiener wischt vor der eigenen Tür) und genau das machst du. Vermutlich merkst du es nicht einmal – und deshalb gute Besserung.
        Recht allerdings hast du immerhin bei einem Punkt (Zufallstreffer?). Man MUSS nicht für Italien sein – aber man darf. Balotelli muss die Leistung bestätigen? Auch wenn Italien gegen Spanien verliert – haben sie mit dem Erreichen des Finales die Erwartungen übertroffen…
        Bei dir habe ich im Gegensatz wenig Hoffnung, dass du jemals fähig sein wirst ein Spiel korrekt zu beurteilen.

  43. Angelo Rizzi sagt:

    Eigentlich sollte ein Journalist der Objektivität verpflichtet sein. Dass Kühn seine Landsleute für diesen herabwürdigenden Spruch in Schutz nimmt, zeigt, dass er selbst Mühe mit der Niederlage hat. Die Deutschen können nicht verlieren, das liegt in der Natur der Sache. Deshalb plustern sie sich regelmässig auf, bevor die “Schlacht” gewonnen ist. Die Deutschen machten schon beim Abspielen der Hymnen einen gequälten Eindruck. Von Harmonie und Mannschaftsgeist kann in diesem Team keine Rede sein.

    • Lorenzo sagt:

      Ich fand man sah während der Hymnen, dass die Deutschen schiss hatten. Und wer ehrlich ist muss eingestehen, dass es schon nach ein paar Minuten klar wurde, wie das Spiel laufen würde. Die Deutschen spielen eigentlich gut, aber einen Pirlo oder Iniesta haben sie nicht.

  44. Fritz Meier sagt:

    Ich hatte das Spiel (und die “ominösen” Gespräche) gestern auf ARD verfolgt und verstehe die ganze Aufregung nicht so wirklich. Klar sind die Ausdrücke höchst grenzwärtig, jedoch war für mich sofort klar wie Beckmann und Scholl ebendiese meinten. Zudem haben sie ihre Aussagen nach der Werbeunterbrechung nochmals aufgegriffen und klar(er) gestellt. Beckmann und Scholl wollten umschreiben was auch Sie sagen: Strassenköter ja, aber auf eine geniale, erfrischende und vor allem unberechenbare Art. Also, was soll das ganze Theater?

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      Wenn ich von einer Frau spreche und diese Schlampe nenne, dann kann ich nachhinein noch lange sagen, dass ich es gut gemeint habe, weil sie gut war. Aber ich habe sie trotzdem als Schlampe betitelt. Ist schon komisch, die Deutsche Sprache sollte ja eigentlich klar und verständlich sein.

  45. “Strassenköter” ist und bleibt eine Beleidigung. Wer da etwas Schönfärben will, braucht wirklich etwas Nachhilfe in sozialer Kompetenz. Ich möchte mal den Journalisten sehen, der sich so diffamieren lässt. Deutschland ist raus und Italien verdient im Final. Taktische Finesse, technische Klasse und Spiellust zeichnen die Italiener aus, das Uralt-Klischee der Strassenkicker ist schon längst überholt. Die deutschen Qualitäten ebenfalls: eine Defensive, die zweimal von den Griechen ausgehebelt wird, ist auch für die Italiener leicht auszuspielen. Diese Hummels, Badstubers, Lahms und Özils haben nicht mangels Cleverness verloren, sondern mangels Klasse wie sie Pirlo, Montolivo, Cassano und Balotelli mitbringen. Was waren das für grossspurige Töne deutscher “Experten” wie Beckenbauer, Hartmann, Beckmann und Scholl. Zwei saubere italienische Pässe und diese deutsche Traumelf liegt flach und fliegt raus. Fussball-Lehrer Löw und seine geschniegelten Buben haben eine wunderbare Lektion in modernem Fussball erhalten. Billige Beleidigungen kann jeder bringen, effektive Taten nur der Könner.

  46. Stephan sagt:

    Vielen Dank für soviel Einsicht! Von dt Grossmäulern habe ich, Schweizer, wenig gesehen und gehört. Mir der Truppe muss der Anspruch sein ganz vorne mitzuspielen. Das darf man auch durchaus so zum Ausdruck bringen. Da ist nichts verwerfliches dran. Jedes Team/jeder Sportler definiert seine Ziele, egal ob Holländer, Spanier oder Engländer usw. Wenn Spanien sagt sie würden gerne als erste Mannschaft EM-WM und wieder den EM Titel holen, dann regt sich da niemand rüber auf… Dass unsere Mannschaft da nicht mithalten kann ist zwar unschön, aber Fakt. Da braucht man dann aber auch nicht ständig auf die Nachbarn hauen. Etwas mehr Gelassenheit würde uns Schweizern gut zu Gesichte stehen…..

  47. de Philippe sagt:

    Ich finde diese Aufregung um etwas, was Mehmet Scholl gesagt hat, mal ganz grundsätzlich übertrieben. Daneben ist die Aussage aber sicher trotzdem, Herr Kühn und dass Sie sie dann noch ins positive umkehren wollen ziemlich dreist.

    Dass den Deutschen die Typen fehlen stimmt aber ganz sicher. Bild titelte etwas von ‘Jogis braven Jungs’. Damit ist gegen siegeshungrige und eingeschworene Italiener nichts zu holen. Auch Hakan und die, die ihm gestern beigepflichtet haben, lagen daneben. Der Schweini von gestern hatte nicht mit dem an der WM10 gemeinsam. Klar war das italiensiche Mittelfeld sehr stark, aber nach der Posse um seine Aussage so ein Spiel abzuliefern, könnte seiner ganzen Karriere einen Knicks geben. Würde mich nicht wundern, wenn nun Kroos zum Handkuss käme und somit rechts Platz frei würde für Reus oder Götze. Habe fertig, freu mich auf Sonntag!

  48. Zimmermann sagt:

    Es ist durchaus möglich, dass es Fusballer gibt – die auf der Strasse als Kinder und Jugendliche Fussball gespielt haben….aber jetzt spielen sie als Erwachsene auf dem Fussballplatz. Die “Köder” sind in diesem Fall die sog. Experten!
    Reform 91

  49. Facchinetti sagt:

    es ist erstaunlich das ein STRASSSENKÖDER SO ALES ERREICHT!
    Gruss an Oberdoge -Frau Europa

  50. Stolperi sagt:

    Hochmut kommt vor dem Fall. Oder beim deutschen Fussball: Grossmaul kommt vor dem Fall. Wer sich selbst so gerne verbal hochstilisiert und sich anschliessend wieder an nichts erinnern kann resp. sich für nichts zu schämen scheint, sollte dann auch von den zu Selbstzweifel neigenden Schweizern nicht ernst genommen werden. Frei nach Humphrey Bogart: Lasst die Deutschen reden, bis sie sich selbst widersprechen. Und für die Schweizer: Nicht alles so auf die Waagschale werfen, was die sagen, sondern Distanz wahren. Wer immer soviel verbalen Wind macht wie die Deutschen, scheint auch ein bisschen unsicher zu sein. Wer sich seiner Sache wirklich sicher ist, muss sich das nicht andauernd selbst sagen und bestätigen… oder dann Demut zeigen… Das zeigt wahre Klasse.

  51. René W. Bitterlin sagt:

    Wie auch immer, es wäre Zeit, den Herrn Beckmann aus der Reporterkabine zu verbannen, er ist schon seit jeher unerträglich.

  52. Martin sagt:

    Schaue oft solche Spiele auf ARD genau wegen solchen Aussagen damit ich mich so richtig schön aufregen kann. Und ich habe mich gestern wieder aufgeregt, kann mir da einfach nicht helfen. Denn die Aussage kam nicht von einem belämmerten Ex-Fussballer wie Matthäus, und auch nicht von Scholl, von dem ich sehr viel halte. Dieser hat eher die unsägliche Aussage von Beckman, einem hochbezahlten Fernseh- und Medienprofi, zu relativieren versucht, um sie positiv aussehen zu lassen. Aber da gibt es nichts positives, eine solche Aussage ist dumm, menschenverachtend, und hochgradig unprofessionell, um es vorsichtig auszudrücken. Demut, Klasse und Stil ist das Gegenteil, und es zeigt sich nirgends so sehr wie in der Niederlage. Keinem Fernsehmoderator in irgendeinem anderen Land würde so etwas über die Lippen “rutschen” obwohl ich nicht an ein Versehen glaube. Und obwohl ich viele Sympathien für die deutsche Mannschaft habe und Ihnen auch mal den Volltriumph gönnen würde, habe ich mich spätestens zu dem Zeitpunkt unsäglich gefreut.

  53. Gerhard Tubandt sagt:

    Als Deutscher kann ich nur sagen: peinlich! Ausdrücke wie “Strassenköter” sind völlig deplatziert. Es zeigt sich halt einmal mehr, wie sehr der Fussball (und der Sport allgemein) von nationalistischem Denken geprägt ist.

  54. laaaaahhhhhmm sagt:

    Die zwei Herren sind einfach nur peinlich und gehören nicht ins Fernsehen.

  55. Paulo sagt:

    Es wäre nicht dass erste mal dass ein Deutscher Kommentator wegen Beleidigung eines Spielers entlassen wird. Da wünscht man sich sehnlichst einen Günter Netzer zurück der das ganze nüchtern, sachlich und ohne jeder Art von Patriotismus zu analysieren wusste. Die grossen Sprüche aus Deutschland muss man sich aber mittlerweile gewohnt sein. Da wurde schon vor dem Spiel wieder von Pizza Arriverderci oder nudelt sie weg geschwafelt so als ob ihnen einen zweitklassige Mannschaft gegenüber stehen würde.

  56. logiurato sagt:

    ich lebe seit 11 jahren in italien vorher in schweiz aufgewachsen bitte wenn jemand ueber italien herzieht ueber rassismus und so weiter sollte mann auch im eigenen land sich umsehen weiss jemand was cinq heisst immer gegen italien aber alle lieben pizza pasta etc
    italien ist besser als ihr ruf vorrausgeht im sportlichen sinne und auch im realen leben
    es ist nicht alles gold was glaenzt in der schweiz ciao forza azzuri

  57. Harry Wonka sagt:

    Jetzt mal langsam: dass Beckmann als gelernter Elektriker und Pseudo-Moderator nicht gerade ein Leuchte ist, wissen wir spätestens, seit Max Giermann Beckmann herrlich parodiert hat.
    Und dies noch zu Schluss: das Spiel ist ganz einfach, denn wer die meistens Tore zum Schluss gemacht hat, gewinnt in der Regel beim Fussball. Die Italiener haben zu Recht gewonnen, ganz egal, mit welchen Worten das kommentiert wird, da muss man auch Beckmann locker ertragen können.

  58. Dustin Peters sagt:

    An all die Entrüsteten Kommentatoren hier: Seit Wochen werden Balotelli und Cassano von den Medien mit den unterschiedlichsten Attributen eingedeckt, nur die wenigsten davon sind positiv. Und wenn er es wirklich negativ gemeint haben sollte, hat Scholli im Prinzip mit dem “Strassenköter” das selbe gesagt, nur auf die (heuchlerische) Diplomatie verzichtet. Man kann sich über alles künstlich aufregen. Und abgesehen davon: Bin mir ziemlich sicher, dass er (Scholli) seinen Begriff in einem viel positiveren Kontext verstanden haben will, als all die Super-Duber Journis. Von dem her bin ich mal wieder mit Hr. Kühn eher der selben Meinung

  59. Frank Marazzi sagt:

    Na ja, ich bin selber eingewanderter Italiener und ich störe mich eher ab der SVP die mich und zehntausende andere als Schweizer 2ter Klasse sehen und dies am liebsten so auch ausgewiesen haben wollen. Ich habe nicht einmal ein Italienshirt sondern ein Schweizer Trikot weil ich mich immer mehr als Schweizer fühlte denn als Italiener. Der Pass ist auch schon seit über 10 Jahren abgelaufen. Nun denke ich, das es eventuell Zeit ist dieser Seite von mir etwas zu huldigen und doch auch ein Italienisches Trikot zu kaufen. Diese positive Stimmung gestern hat mich einfach mitgezogen.

    Was die Diffamierungen angeht kann ich nicht viel sagen. Ich habe es nicht gehört oder gesehen aber mal im Ernst: Was solls? Am Ende hat die Italienische Nationalmannschaft überzeugt UND gewonnen und das ist für mich die Hauptsache. Deutschland hat wie immer stark gespielt und man brauchte wieder Nerven bis zum Schluss. Es war ein toller Fight.

    • Markus Benz sagt:

      Ihr Gefühl in Ehren aber die Politik hier reinzubringen nervt und dann nichst dazu sagen zu können noch mehr. Weder die SVP, noch die SP oder die Grünen oder Deutsche Politiker haben mit dem gestrigen was zu tun.

  60. Jo sagt:

    Wurde Balotelli von Adidas bezahlt, um die drei Streifen auf seinem Rücken anzubringen und zu zeigen. Ich fand es irgendwie nicht zufällig, dass die Kamera sofort auf seinen Rücken zeigte, als er das Trikot auszog. Schien mir irgendwie geplant…

  61. Hans Klemm sagt:

    Balotelli zerstörte unsere EM-Träume

    Jeder warnte vor diesem (im positiven Sinne) „Straßenköter“, der „Skandalnudel“ oder dem „Pflegefall“ Balotelli, doch trotzdem schlug er gleich zweimal zu und ließ alle fast schon sicher geglaubten EM-Träume brutal zerplatzen.

    In der Liste des kruselerregenden, erst 21- Jährigen, der als erster italienischer National-Spieler am ganzen Körper gebräunt ist, überwiegen allerdings trotzdem noch die Ausraster gegenüber seinen bisherigen Erfolgen, obwohl darin bereits vier Landesmeisterschaften und ein Champions-League Gewinn registriert sind.

    Symbolisch für jedermann ist sein für diese Tage ausgewählter glatt geschorener Haarschopf, der von einem farblich gut abgehobenen , genau in der Mitte sitzenden Hahnenkamm besteht.
    Dieser trennt seine zwei so gravierenden Gegensätzlichkeiten zwischen einem „Skandalabonnenten“ und einem „Genies“. Der neue Trainer Brandelli wird von den Experten als Architekt eines völlig veränderten Team genannt, weil sich besonders dieser Muskelprotz neu unterordnete. Allein seine beiden brillanten Einzelleistungen nach jeweils guter Vorarbeit der eigenen Mannschaftskameraden und eingelegten Schlafeinlagen einzelner deutschen Abwehrspieler sorgten für das enttäuschende , vorzeitige Aus des vermeintlichen Favoriten und schon (fast feststehenden) Europameisters Deutschland. Dieses völlig überzogene, unangebrachte Selbstvertrauen entpuppte sich allerdings gestern als Selbstbetrug!

    Ab sofort interessiert sich wohl kein Deutscher Zuschauer oder Journalist mehr dafür, ob in den Nächten die Beine von Gomez oder Trainer Löw zucken, Reus eine schönere Haarfrisur als sein Mittelstürmerkollege trägt oder ob Danzig angesichts der Weltgeschichte der von Manager Bierhoff richtig ausgewählte Quartierort der Deutschen war.

    Eigentlich ist es auch schade, dass der vom Altinternationalen, L. Matthäus, als „Wundertrainer“ geadelte Löw nach seiner Fehlentscheidung bei der fragwürdigen Besetzung, wo er sich erstmals so richtig verzockte, kein Einsehen hatte.
    Nun muss er und seine große Truppe – es ist kaum zu glauben – wie die meisten millionen Zuschauer, das Endspiel in Warschau nur vor dem heimatlichen Bildschirm anschauen und dabei beobachten, welche glücklichen Spieler mit ihrem Anhang den wichtigsten Pokal unseres Kontinentes in Empfang nehmen dürfen.

    Mit dem Verschwinden der traurigen deutschen Spieler, die lediglich mit 100 000 € Schmerzensgeld pro Person „abgefunden“ wurden, in die Kabinengänge des Stadions, wo eigentlich Feierlichkeiten vorbereitet waren, sind gleichzeitig auch die Pläne der Freudenfeste nach der Rückkehr erloschen. Mit dieser Niederlage brachen auch sämtliche Hoffnungen auf einen Riesenabsatz am Wochenende von Getränken, Feuerwerkskörpern, Fanartikeln sowie lustiger Gesprächsrunden von Organisatoren verschiedener Events in allen Regionen mit prominenten Gästen, die mit dieser EM in Verbindung stehen. Autos mit den geschmückten Landesfarben Farben scheinen in allen verfügbaren Garagen verschwunden zu sein.

    In einer bekannten Zeitung las man bereits vor diesem Halbfinaltreffen, dass die deutschen „Lahmchen“, „Özilchen“ und „Reuslein“ zu klein , zu schwach und zu brav sein könnten, um die Duelle mit „Monster“ Balotelli, Taktiker, Spielmacher und Schlitzohr Pirlo sowie Kämpfer Cassano gewinnen zu können. Genau aber diese Italiener, mit ihrer bereits im Vorfeld eingeschätzten Kritik „für Nichts geeignet, doch zu Allem fähig“, waren tatsächlich erneut Endstation für unsere „Möchtegern-Europameister“, die an ihrer eigenen Arroganz scheiterten, wie bereits die Damen bei ihrer WM 2010 im eigenen Land

    Eigentlich ist kaum aufgefallen, dass Frau Mekel diesmal nicht in der Ehrentribüne saß, dafür der neue DFB-Präsident Niersbach….ausgerechnet neben dem umstrittenen FIFA- Chef Blatter. War das vielleicht die Ursache der Niederlage aus der Sicht Deutschlands?

    Ausgerechnet ein berühmter Italiener (Tapattoni) hat einmal gesagt:“ schrei nicht Katze, wenn du sie noch nicht im Sack hast“, wie wahr! Vielleicht dachte er dabei an seine frühere Bayern in München, die gleich dreimal in dieser Saison am Braten nur riechen konnten………

    • Michel Del Tetto, Biel sagt:

      Ja, das hat Trapattoni gesagt. Er hat aber auch gesagt: Schtrunz, Flasche leer und Schtrunz heisst sinngemäss auf italienisch was ich von diesem diesem Kühn nach dieser traurigen und lausigen Intrepretation der Äussserung der ARD-Kommentaroren denke.

  62. Sander Wermelinger sagt:

    Die Bezeichnung “Pflegefall” wird hier aus dem Kontext gerissen dargestellt.
    Der Moderator wollte damit im Kontext eindeutig ausdrücken, dass Balotelli für die deutschen Verteidiger nicht leicht unter Kontrolle zu halten ist – also jemand, der die Verteidigung ständig auf Trab hält. Vielleicht nicht ganz treffend ausgedrückt, aber seitens der Moderation meines Erachtens nicht negativ oder beleidigend gemeint.

    Über den “Strassenköter” hingegen kann man sich wirklich streiten.

  63. xyxyxy sagt:

    was ich absolut am Besten fand gestern war Gilbert Gress. Wie er dem Berti Vogts ganz nüchtern Salz in die Wunden gerieben hat:
    “16 Jahre ist es jetzt her, das D einen Titel gewonnen hat und ständig reden sie, sie hätten ein gutes Team …. 16 Jahre”
    Und dann: “Sie reden jetzt davon, wenn ein 2:2 gefallen wäre, aber es hätte auch 4:1 heissen können.”

    Danke Herr Gress!

    • Nino sagt:

      Ja, stimmt den Gress fand ich humorvolle Superklasse. Berti Vogts, Mister Humorlos, redet immer von Fehlern die nicht gemacht werden dürfen, ich meine ohne Fehler keine Tore und im Nachhinein ist man immer klüger. Der Berti hat die dickste Deutsche Brille auf, der ist ein Betriebsblinder, es fehlt ihm an Respekt, dass andere Länder auch Fussballspielen können und dass diese wie alle anderen Teams auch gewinnen wollen. Italien hätte 4:1 führen müssen und die Deutschen reden, wenn das Spiel länger gedauert hätte hätten wir gewonnen….., hallo.., das Spiel dauert nicht länger…!! Italien war einfach besser und das erkannte sogar Lothar Mathäus!

  64. andrea pirlo sagt:

    Die Azzurris haben laut und mit Emotionen ihre Nationalhymne gesungen im Gegensatz zu unseren nördlichen Nachbarn , so fing bereits ein Spiel mit Emotionen an…Der Begriff “Strassenköter” ist nicht negativ behaftet, sondern steht als Symbol für Ueberlebenswille, Intuition und Stärke. Italien mit Balo & Pirlo haben mir die Freude und Zuversicht am Fussballspiel wieder zurückgegeben. Auf die D niederzuknüppeln ist unfair: In ihren Reihen hat es auch Strassenköter…aber eben an der kurzen Leine und im taktischen Korsett…Kreativität wurde somit abgewürgt……Poldi, Reuss und Mesut hätten die Prise Genialität, die es braucht…die kann man eben nicht immer abrufen, sondern entsteht situativ..Sympathisch sind mir beide Mannschaften dennoch (D und I)…zu guter Letzt…das Bayern-Gen war ein Loser-Gen..hätten sie doch Schweini doch die Gelegenheit gegeben, sich zu erholen..

  65. Patrick sagt:

    Du lieber Himmel, hat er das wirklich gesagt? Strassenköter? Als einer, der eine Zeit lang in Italien gelebt hat, hoffe ich jetzt einfach mal, dass die italienischen Medien keinen Wind davon kriegen. Das gibt einen Aufschrei!

    Zu den Kommentaren hier:
    Ich lese hier immer Vorwürfe an die Schweizer von Häme, Schadenfreude, gar Fremdenfeindlichkeit. Mir scheint’s jedoch hier tummeln sich vor allem frustrierte Deutsche, die’s jetzt an den Schweizern auslassen. Dann: unsportliche Spielweise der Italiener und der Spanier: absolut hanebüchen!

    Zum Thema Ueberheblichkeit:
    Ja, wird den deutschen oft zu Unrecht vorgeworfen. Nicht dieses Mal! Das wurde auch in andern Ländern thematisiert, ist also nicht nur den Schweizern aufgefallen. Diesmal war’s wirklich over the top!

    Zum Spiel:
    Die Deutschen sind den Italienern voll ins Messer gelaufen. Sie haben sich selbst überschätzt, wollten Italien dominieren von Anfang an, haben viel zu ungestüm und übermotiviert angegriffen und sich dabei überrumpeln lassen. Nun, es ist eine junge Mannschaft, die aus diesem Fehler lernen wird. Etwas mehr Demut und Bescheidenheit wäre angebracht gewesen, dann hätte man mit kühlerem Kopf gespielt. Ansonsten ist die Mannschaft sehr sympathisch, ihr Trainer sowieso (klar, ist ja fast ein Schweizer).

    Ansonsten:
    Italien spielte an diesem Turnier den besten Fussball und steht völlig zu Recht im Finale. Pirlo ist der beste Spieler dieses Turniers. Spanien ist nach wie vor die beste Mannschaft. Spielt nicht mehr so berauschend wie früher, aber immer noch Spitzenklasse. Langweilig wird’s vor allem, wenn der Gegner sehr defensiv auftritt, oder, wie Portugal, das Mittelfeld zur Kampfzone erklärt. Es wird immer schwieriger für Spanien, weil die Gegner immer besser auf sie eingestellt sind. Trotzdem haben sie’s wieder geschafft, und dies verdient. Spanien gegen Italien war das beste Spiel dieses Turniers, das sind die 2 besten Teams dieser EM und es ist das Traumfinale. Möge der Bessere gewinnen, und möge es wieder so ein tolles Spiel sein wie das Erste.

  66. Demian sagt:

    Rassismus ist wenn man sich selbst nicht respektiert und einem anderen die Schuld dafür gibt.

    Erkenne dich selbst. Liebe dich so wie du bist. So wirst du den Weltfrieden erschaffen.

  67. Karl Eigenmann sagt:

    Beide Tore von Balotelli gestern waren Weltklasse! Aber auch die jeweiligen Passgeber Cassano/Montolivo hatten einen ihrer ganz hellen Momente, wie auch sonst die Leistung der Italiener einfach klar besser war, als jene der Deutschen. Es nervt, dass z.B. Vogts oder auch die deutschen Kollegen bei der Arbeit, nicht einfach sagen konnten; ja, die Italiener waren besser… nein “Wir Deutschen haben schlecht gespielt”, bekommt man stattdessen zu hören… denn war es gestern nicht so, dass erst als den Italienern gegen Ende der Spielzeit (mit zwei Tagen weniger Erholung) die Puste ausging, sie die Deutschen auch noch etwas spielen liessen? Ich nenne jemanden einen Strassenköter, wenn ich mich mit ihm prügeln will, was aber bestimmt nicht respektvoll gemeint ist. Falls es den Spaniern bis am Sonntag gelingen sollte, von der FIFA eine Superausnahmebewilligung zu erwirken, damit Messi (er hat ja auch einen spanischen Pass) für sie spielen darf (und will), sehe ich noch eine Chance für sie…ansonsten wohl eher schwarz resp. blau – Forza Italia ein weiteres Mal! Cheers… auf einen spannenden Final!

  68. Nino sagt:

    Die Art und Weise und die Aussage von Beckmann und Scholl zeigt fehlender Respekt, für mich Aroganz. Ganz klar eine beleidigende Aussage, was die beiden nach einer kurzen Werbepause sofort zu korrigieren versuchten. Es stimmt, Italien war einfach besser. Den Deutschen fehlen diese ‘Strassenfussballer’, bei denen wirkt das ganze Team einfach steril, vor allem wenn sie gegen die besten der Welt mitspielen wollen. Das ist der Grund warum sie seit 1996 keinen Blumentopf mehr gewonnen haben.

  69. Terenzio Braini sagt:

    Ja endlich mal ein Artikel der gefällt!! Es ist ja schon verwunderlich wie die Presse aber auch die “Fans” sich im Rassismus laben. Die Gazetta dello Sport hat Balodelli als King Kong auf der Titelseite gebracht, man muss dieser schreiberling, der ja vom Fussball lebt, dumm sein. Ich würde den Arsch auf die Strasse stellen!! Super Mario!! Forza Balotelli Forza Italia!!

  70. Renate sagt:

    Auch wenn man die Worte von Herrn Scholl hinterher als Kompliment meint, so ist die Auffassung im Ausland eine ganz andere.-
    Gesendet wurde auf allen italienischen Nachrichtensender nur der 1. Teil, was uns Deutsche wieder einma mehr als unbeliebt macht. Vielleicht kann man die Unbeliebtheit von uns im Ausland auch gar nicht mehr steigern. Ich weiss von was ich rede, denn ich lebe seit 9 Jahren in Italien.
    Wir gelten nicht nur als arrogant und ueberheblich………..
    Und das scheint mir ja nun wirklich der Wahrheit zu entsprechen. Schade, schade…..
    Europa kommt sich einfach nicht naeher, ausser der gemeinsamen Waehrung

  71. sepp z. sagt:

    sorry, alexander kühn, schauen sie sich die aufzeichnung von beckmann und scholl nochmal an, da ist gar nichts respektvolles dabei, am strassenköter und pflegefall. sehe nicht, was es da schönzureden gilt.

  72. Holger Fröhlich sagt:

    Er ist eben kein Strassenköter, sondern ist behütet aufgewachsen. Dass er stolz ist auf sich selbst und sich mehr anstrengt als jeder andere auf dem Platz, ist die eigentliche Leistung. Er dürfte nun ein Held sein für tausende von “entwurzelten” Adoptivkindern, und eine Integrationsfigur für alle Fussballfans, die nun die klassische Entwicklung des Rassisten durchmachen von “alle Schwarzen sind schlecht” hin zu “mit einigen Ausnahmen”, hin zu “der ist ja italienischer als wir selber”.

  73. Chris sagt:

    Tja, da sitze ich und möchte mich eigentlich mit einem Bier und einem Buch auf den Balkon setzen, vorher einfach noch schnell Tagi Online durchsehen, und stosse auf das hier. Was da zusammengeschrieben wird, wie da beileidigt wird, nicht zuletzt auch der mangelnden Orthografie wegen. Da werden Menschen, die vielleicht deswegen schon in der Schulzeit gehörig auf’s Dach bekamen, gerade noch einmal durch die Mangel gedreht. Oder Ausländern, die sich um den Ausdruck in unserer Sprache bemühen, wird gleich klar gemacht, dass sie das gefälligst unterlassen sollen. Dabei sollten gerade diese Menschen doch dazu ermuntert werden, sich auszudrücken. Und dann der Kleinkrieg der Nationalitäten, der versteckte oder auch ganz offene Rassismus… Einfach alles ein kleines bisschen grauenhaft. Und übrigens: als ausgesprochener Liebhaber der deutschen Sprache kann ich dem Ausdruck “Strassenköter” auch nicht viel abgewinnen, in keiner Weise, nicht für einen Hund und schon gar nicht für einen Menschen. Ich wünsche ein frohes Wochenende!

  74. extradry sagt:

    Liebe Schweizer, mir ist das Wort Straßenköter nicht aufgefallen, wohl aber Straßenfussballer, Pflegefall ist wohl so gemeint gewesen, das die deutsche N11 mit den beiden überfordert gewesen ist. Übrigens hat Scholl noch von Sahnehäubchen gesprochen in Bezug auf die beiden Stürmer.
    Aber es macht ja auch viel mehr Spaß, die Deutschen wieder als dreckige und unfaire Verlierer darzustellen und liebe Schreiberlinge, sowas erwarte ich eigentlich eher von ihren Kollegen der Blick.

    • Peter Schmid sagt:

      @extrady. Sie wissen aber schon dass der Author dieses Blogs ein Landsmann von Ihnen ist und in eben diesem Blog den ausdruck “Strassenköter” rechtfertigt?

  75. Hons sagt:

    Die hätten beide besser bei der Respect-Rede beider Kapitäne vor dem Match zuhören sollen. Hoffentlich haben sie wenigstens den Anstand sich zu entschuldigen. Ich denke nicht, dass es die Meinung der GEZ-Zahler wiederspiegelt.

  76. Fabio Bonina sagt:

    Was sich die Deutschen Medien Erlauben ist unterste Schublade und sollte bestraft werden!

  77. Fabio Bonina sagt:

    Die Aussage “Strassenköter” geht gar nicht her Kühn! Auch nicht wenn Sie für Deutschland sind. Die Deutschen Medien ist es zu verdanken dass die Deutschen keine Sympatiene geniesen!