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Im WM-Viertelfinal in Rio gegen Deutschland

Fabian Ruch am Samstag den 7. Dezember 2013
Das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. (Keystone)

Verläuft die WM wie vorgestellt, spielt die Schweiz hier gegen Deutschland im Viertelfinal: Das Maracana-Stadion in Rio de Janeiro. (Keystone)

Ottmar Hitzfeld ist ein Glückskind. So muss man das sehen. Die WM-Auslosung am Freitagabend in Brasilien jedenfalls lief mal wieder ganz nach dem Geschmack des Nationaltrainers. Die Schweiz ist in der ziemlich langweiligen Gruppe mit Ecuador, Honduras und Frankreich in einer Favoritenrolle. Die Aufgabe im nächsten Sommer aber wird in der Vorrunde schwieriger, als viele denken. Ecuador und Honduras sind als Vertreter von Süd- und Mittelamerika im klimatisch extrem schwierigen brasilianischen Winter nicht zu unterschätzen – und ziemlich unangenehme Kontrahenten. Frankreich wiederum besitzt mit Weltstar Franck Ribéry und dem Mittelfeld-Dynamiker Paul Pogba die zwei besten Individualisten der Gruppe E. Nach harzigen Jahren lechzen die Franzosen zudem nach Wiedergutmachung.

Zu erwarten sind in der Schweizer Gruppe auf jeden Fall enge, spannende Partien. Wir wagen die Prognose, dass sich die talentierte, ambitionierte Schweizer Auswahl knapp als Gruppensieger durchsetzen wird. Möglicherweise reichen dazu ja 5 Punkte – mit einem nicht zu knappen Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Honduras nach zwei Unentschieden gegen Ecuador und Frankreich. Dieser Rang 1 würde der Schweiz auch den gar nicht so schwierigen Weg in den Viertelfinal vorbereiten. Denn nicht nur die Vorrundenauslosung verlief für die Nationalmannschaft ideal. Hitzfelds Team wird im Achtelfinal auch den Vertretern der Gruppen mit zwei Topteams (Spanien/Holland, Deutschland/Portugal, Italien/England) aus dem Weg gehen können. Und weil die Argentinier die Gruppe F dominieren dürften, würde die Schweiz als Gewinner der Vorrunde auf eine Nation aus dem Trio Bosnien-Herzegowina/Nigeria/Iran treffen. Es wäre die nächste lösbare Aufgabe.

Wir haben die WM simuliert und alle Resultate getippt – dabei kommt es zu einigen Überraschungen. So weicht Brasilien einem Knüller-Achtelfinal gegen Spanien oder Holland aus. Und neben den Holländern, die an Chile scheitern, scheiden auch die europäischen Vertreter Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Russland bereits in der Vorrunde aus. Unsere Achtelfinals der WM 2014 sehen so aus:

Brasilien – Chile

Kolumbien – England

Schweiz – Nigeria

Deutschland – Südkorea

Spanien – Mexiko

Italien – Japan

Argentinien – Frankreich

Belgien – Portugal

Und so steht die Schweiz tatsächlich im WM-Viertelfinal. Am Freitagabend, 4. Juli. In Rio de Janeiro. Und gegen Deutschland. Was für eine tolle Affiche! Hitzfelds vielleicht letzter Auftritt als hoch dekorierter Fussballtrainer ausgerechnet gegen sein Heimatland? Die spektakulären Viertelfinals im Überblick:

Brasilien – Kolumbien

Schweiz – Deutschland

Spanien – Italien

Argentinien – Portugal

Das von vielen prognostizierte Endspiel zwischen Brasilien und Deutschland also kann es in unserer virtuellen Weltmeisterschaft nicht geben, weil die zwei vielleicht grössten WM-Favoriten bereits im Halbfinal aufeinandertreffen. Weltmeister Spanien könnte im Viertelfinal gegen die Turniermannschaft Italien ausscheiden, weil der Titelverteidiger nicht mehr ganz so stark wie in den letzten Jahren ist – und möglicherweise ein wenig satt. Und im Gigantenduell zwischen den Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo sind die Argentinier leicht zu favorisieren. Unsere Halbfinals sehen deshalb so aus:

Brasilien – Deutschland

Italien – Argentinien

Es kommt also so oder so zu einem Traumfinal:

Brasilien – Italien

In unserem Tippspiel setzt sich Brasilien im Endspiel in Rio de Janeiro gegen Italien durch – und holt zu Hause seinen 6. Weltmeistertitel…

Und was tippen Sie? Wer wird Weltmeister? Wie weit kommt die Schweiz? Welche Favoriten könnten nach dieser Auslosung früh scheitern? Und welche Teams werden in Brasilien überraschen?

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23 Kommentare zu “Im WM-Viertelfinal in Rio gegen Deutschland”

  1. Pascal Lischer sagt:

    Eigentlich ist der Blog ok bis zum Viertelfinal. Selbstverständlich werden unsere Jungs die Deutschen nach Hause schicken mit einem satten 4:1. Im Halbfinal gegen Brasilien müssen sie dann wegen einem Wölfli-Patzer (Benaglio verletzt, Sommer rotgesperrt) ins Elfer-Schiessen, das sie dann aber 2:1 gewinnen wegen einem senationellen Wölfli. Der Final gegen Argentinien ist dann nur noch Formsache, denn wir haben ja den wahren Messi (3:0).

    • Moritz sagt:

      Nun, es wird keine Mannschaft ins Halbfinal einziehen, welche im nördlichen Teil von Brasilien die Gruppenspiele auzutragen hat. Es sei denn, es stünden im Viertelfinal zwei Teams einander gegenüber, welche beide die Gruppenspiele im Norden oder Nordosten bestreiten mussten. Grund: Gruppenspiele bei einer Temperatur von 45 Grad oder Gruppenspiele bei 18 Grad bestimmen die Kräftereserven für das Viertelfinal. Wir werden sehen!

  2. […] Wie müsste der Weg der Schweizer Nationalmannschaft an der WM verlaufen, damit sie ihren Viertelfinal in Rio spielt? Eine Gedankenspielerei …read more […]

  3. DK sagt:

    Die Schweiz im Viertelfinal? Kaum. Spätestens im Achtelfinal ist Schluss, entweder von den Bosniern rausgeballert oder dann gegen Argentinien eh ohne den Hauch einer Chance.
    Aber zuerst die Gruppenspiele … im ersten Spiel gegen Ecuador, das wird knüppelhart, mit einem Punkt wird die Schweiz zufrieden sein müssen. Dann die Franzosen, sind mitnichten so schwach wie sie überall geschrieben werden. Und am Schluss im Tropendschungel von Manaus, ist Honduras eigentlich als stärker einzustufen … also, es ist gut möglich, dass Hitzfeld mit seiner Truppen nach 3 Spielen wieder nach Hause darf.

    • Küsel sagt:

      Genau das denke ich auch. Mehr als 1-2 Punkte gebe ich unserer Nati leider unter den Umständen auch nicht. Ecuador – vielleicht, da Brasilia für beide Teams gleichermassen klimatisch ungünstig ist. Frankreich, vielleicht mit Glück ein Unentschieden, gegen Honduras in den Tropen – keine Chance, sorry…

  4. Thomas Allmendinger sagt:

    Nach dem neulich peniblen Auftritt in Korea sollte man die Erwartungen an die Schweizer Nati wohl besser nach unten schrauben. Jedenfalls ist der Eindruck entstanden, die Schweiz werde derzeit überbewertet, nicht zuletzt wegen der doch recht schwachen Ausscheidungsgruppe, in welcher sie oben ausschwang, doch meist mit recht knappen Resultaten. Mir will es einfach nicht einleuchten, dass die Schweiz im gleichen Atemzug wie Deutschland, Spanien, Italien, England, Holland, Brasilien und Argentinien genannt werden soll. Im Fussball ist ja vieles möglich, aber nicht alles. Manchmal geht es um Zentimeter, welche ein Spiel entscheiden können. Immer spielt auch der Schiedsrichter mit, obwohl er ja nicht spielt, sondern nur pfeift. Prognosen zu machen mag zwar amüsant sein. Ich enthalte mich lieber und wäre froh, wenn die Schweiz in Brasilien nicht abfiele und wenn nicht die Vorfreude die grösste Freude bliebe.

  5. Franz Mueller sagt:

    Nur kühnste Optimisten erwarten die Nati im Viertelfinal. Wir haben nur ein kleines Kader guter Spieler, die Weltklasse-Gegner mit vereinten Kräften in die Knie zwingen können. Wehe, wenn etwa Shaq-Attack verletzt ist, dann spielen die Burschen nur halb so gut, wenn überhaupt. Siehe Südkorea.Wir brauchen viel Fortuna, damit wir in den 1/4 Final einziehen kommen. Der grösste Feind der CH in der Vorrunde sind nicht mal die Gegner. Es ist die schwüle Tropenhitze! Erst recht, wenn Spieler 90 Minuten auf dem Platz rauf und runter rennen müssen! War vor Jahren einmal in Manaus, da klebte mir das T-Shirt schon nach einer halben Stunde Fussmarsch durch die Stadt am Körper! Wenn sogar am Nachmittag gespielt werden sollte, ist diese Tropensauna kaum auszuhalten. Die Luftfeuchtigkeit ist extrem hoch, kaum ein Lüftli. Die Staff der Nati ist jetzt echt gefordert, damit die Nati halbwegs erträglich im Norden BR die WM-Kickerei durchstehen kann. So oder so, es kommt knüppeldick für alle Mannschaften, die mit dieser Affenhitze in BR nicht klar kommen können.

  6. David Bühlmann sagt:

    Solche Spekulationen sind unsinnig. Es kommt immer anders als man denkt.

    • S.g.Hr.Bühlmann, solche Spekulationen, genannt Tippspiel, sind nicht unsinnig sondern machen einfach Spass. Tiefgreifende Analysen zuhanden der Gegner, Wahrscheinlichkeiten eruieren, Überraschungen einplanen, Kräfteverhältnisse real einschätzen, eine gute Portion Patriotismus…und schon gewinnt die Schweiz gegen Equador und Frankreich, gegen Honduras das obligatorische Remis und wird somit Gruppensieger, weicht damit Argentinien aus und steht nach dem Bosnien-Sieg im Viertel-Final. Danach Deutschland wegputzen und dem Final Schweiz-Brasilien steht nichts Unüberwindbares mehr im Wege. Und ja, es kommt immer anders, als man denkt, sonst wär’ich schon längstens Wett-Millionär, aber Spass hatte ich trotzdem. 🙂

  7. Mike Glarner sagt:

    Die Schweizer werden ihr Startspiel gewinnen, danach zwar gegen Frankreich verlieren. Dann kommt es zur Hitzeschlacht von Manaus. Man darf nicht vergessen, dass ein paar junge Schweizer in diesem Klima (selbst noch im Oktober) bei über 30 Grad und über 85% Luftfeuchtigkeit schon einmal erfolgreich waren – an der U17 WM in Nigeria 2009.

  8. Rolf sagt:

    Die schweiz ist durchaus Favorit für den gruppensieg, ein sieg gegen die franzosen wäre keine überraschung. Schweiz und Frankreich spielen heute auf augenhöhe, wobei die Schweiz stärker und taktisch besser einzustufen ist und wieso sollte die schweiz nicht bis ins Halbfinale schaffen? oder sogar Finale? unsere jungen spieler rodriguez, Xhaka, shaq usw. gehören in ihrem alter schon heute zu den besten der welt. keine andere mannschaft in diesem turnier hat nicht anähernd so gute junge spieler wie die schweiz, da sieht man das die jugendarbeit in der schweiz führend in europa ist! ecuador und Honduras sollte keine probleme bereiten, weil ihre qualität der mannschaft den schweizer mannschaft nicht das wasser reichen kann!

    • Mike sagt:

      Ach bitte, Rolf, das kann nicht dein ernst sein. Frankreich musste die WM Quali in einer höchst unangenehmen Gruppe mit Spanien bestreiten. Gegen die Übermacht Spanien spielten sie einmal unentscheiden und einmal verloren sie ganz knapp und unglücklich. Nur darum mussten sie überhaupt in die Barrage. Und sieh Dir ruhig einmal das Kader der Franzosen an, dann sprechen wir nochmals über “Augenhöhe”. Ausser eines Reservespielers bei Bayern München (Shaquiri) haben wir niemanden mit internationaler Strahlkraft. Und Frankreich: Stammspieler und Leistungsträger bei Real Madrid (Varane und Benzema), Bayern München (Ribéry), ManU (Evra), Tottenham (Lloris), Newcastle (Cabaye, Sissoko), Arsenal (Giroud, Sagna, Koscielny), etc. Alles klar? Und jetzt bitte nochmals kurz überlegen, wer da wohl “stärker” und “taktisch besser” ist.

      • Mike sagt:

        Auch ja, und Pogba von Juve und Sakho von Liverpool habe ich glatt vergessen… Sind halt so viele (teils auch junge) Talente, dass man sie im Gegensatz zur Schweiz nicht alle aufsagen kann.

  9. Fabrice Pellaton sagt:

    Schon vergessen? Gegen Spanien 1:0 gewonnen, die Weltpresse voll des Lobes. Dann gegen Chile verloren. Und im letzten Spiel gegen Honduras (!), in der Rangliste auf Platz einhundert-Blumenkohl, nicht über ein 0:0 rausgekommen. Gegen grosse Nationen sehen wir immer gut aus. England, Frankreich, Italien, auch die Deutschen, gegen die können wir immer glänzen. Aber gegen Equador? Die Schweiz wird diese Gruppe nicht überstehen.

  10. Fredi Moser sagt:

    Die Frage ist nicht, wie die Schweiz ins Viertelfinale kommt und wer dort der Gegner sein wird. Die Frage ist vielmehr: Was müssen die anderen Teams machen, um nicht schon im Achtel- oder Viertelfinal gegen die Schweiz antreten zu müssen.
    Erst wer im Halbinal an den Eidgenossen scheitert oder den grossen Final verliert, wird auch später einmal sagen können: “Wir waren in Brasilien unter den letzten Vier.” Wer aber von den grossen Nationen Brasilien, Argentinien, Deutschland, Spanien, England, Frankreich, Italien früher als im Halbfinale ausscheidet, hat die Blamage auf sicher. Da nützt es nichts, wenn man im Nachhinein feststellen kann, dass man am späteren Weltmeister gescheitert ist.

  11. sebastian Traurig sagt:

    Das letzte Gruppenspiel in der Hitze von Manaus mag hoffentlich noch gut ausgehen, aber viel Kraft kosten, die dann im Achtelfinal fehlt.

  12. rolf bryner sagt:

    solange wir keinen knipser haben können wir de wm vergessen und werden in der Vorrunde ausscheiden

    • Remo Nydegger sagt:

      Wir hätten ihn schon, er spielt z.Z. auch sensationell. Dummerweise wurde er von den “Fans” und versch. Medien aus der Nati gemoppt.

  13. magerius sagt:

    Hitzfeld wird wohl so aufhören wie er als Nati -Trainer angefangen hat – mit dem ausscheiden nach den Gruppenspielen – wie in Südafrika.

  14. Geoffrey sagt:

    Zu optimistisch?
    Ist dei Schweiz wirklich so starkl wie sie jetzt von (einheimischen)Medien eingestuft wird? Die Qualifikationsgruppe war nun wirklich keine Hürde. Und Freundschaftsspiele der Landerteams schaue ich mir schon lange nicht mehr an. Die Spieler haben doch den Auftrag ihres Arebietsgebers, nicht verletzt zurück zu kommen. Also kein Massstab!! Zudem fehlen uns eindeutig Stürmer die deisen Namen auf diesem Niveau auch verdienen!! J, ja allen können Tore schiessen!! Ich wäre nicht überrascht, wenn nach der Vorrunde schon Schluss wäre. Aber noch ein Satz für das Phrasenschwein; Die Hoffnung stirbt am Schluss!!!

  15. Tshabalala sagt:

    Hopp Schwiiz! Die Schweiz wird sehr weitkommen, da könnt ihr mir glauben!!!