Logo

Der Schweizer Cup braucht eine Reform

Mämä Sykora am Samstag den 26. November 2011

Für einmal auf Augenhöhe: Der FC Schötz in Orange empfängt den FC Basel. (Bilder: Keystone)

Dieses Wochenende wird wieder mal eine Runde im Schweizer Cup gespielt. Die Meisterschaft ist noch nicht einmal in der Halbzeit angekommen, am Sonntagabend wird sich die Anzahl verbleibender Teams im Cup dennoch bereits auf acht reduziert haben. Danach ruht der Wettbewerb für hganze vier Monate. Schlechte Voraussetzungen, um ein Thema zu bleiben.

Der Schweizer Cup schrieb einige schöne Geschichten, viele davon mit dem FC Sion als Hauptdarsteller. Zudem ist für viele Dorfvereine nach wie vor ein Aufeinandertreffen mit einem der ganz Grossen des Landes das einsame Highlight in der Vereinsgeschichte. Doch in den letzten Jahren hat der Pokalwettbewerb schleichend an Bedeutung verloren. Dies hat auch die Wirtschaft erkannt, seit drei Jahren gibt es nicht einmal mehr einen Titelsponsor.

Die Gründe dafür sind zahlreich. Einerseits ist der Niveauunterschied zwischen den Ligen beträchtlich, und die Schere geht noch immer weiter auf. Überraschungen werden immer seltener, und wenn, dann ist es höchstens ein Challenge-League-Verein, der einen Favoriten stürzen kann.

Vor imposanter Berg-Kulisse: Schattdorf gegen Lausanne.

Vor imposanter Berg-Kulisse: Schattdorf gegen Lausanne.

Der zweite Grund ist die in meinen Augen höchst fragwürdige Terminplanung. Bereits im September wird jeweils die erste Hauptrunde gespielt und in lediglich drei Monaten folgt darauf die Reduktion auf acht Mannschaften. Damit fallen diese Spiele just in jene Zeit, in der es Fussball auf allen Kanälen gibt. Neben der Meisterschaft laufen die europäischen Vereinswettbewerbe, in denen auch Schweizer Teams engagiert sind, auf vollen Touren und noch in Vollbesetzung, darüber hinaus stehen für die Nationalmannschaft in dieser Zeit wichtige Pflichtspiele an. Kein Wunder, sind die ohnehin wenig aufregenden Affichen des Schweizer Cups lediglich eine Randnotiz wert.

Am tragischsten ist es jedoch, dass mittlerweile die kleinen Dorfvereine, für die der Cup ein Freudenfest und eine Einnahmequelle sein sollte, Begegnungen mit Schwergewichten des Landes eher zu vermeiden wünschen. Als Beispiel soll hier die Erstrundenpartie zwischen dem FC Naters und dem FC St. Gallen angeführt werden. Der gestiegenen Auflagen des Verbandes betreffend Sicherheit und Zuschauersektoren wegen wurde für die Walliser nichts aus dem angekündigten «grossen Spiel». 2000 Zuschauer hätte der Erstligist nur schon gebraucht, um die hohen Kosten zu decken, auch wegen dem Wetter blieb der erhoffte Aufmarsch aus. Lediglich die Hälfte der benötigten Leute wollte die 1:5-Niederlage sehen. Einem kleinen Verein wie Naters reisst so eine Partie ein gefährliches Loch in die Kasse. Beispiele wie dieses gibt es gerade in der ersten Hauptrunde viele.

Der Schweizer Cup braucht dringend eine Reform. In der jetzigen Form ist er ein Auslaufmodell. Gegen die bestehenden Klassenunterschiede kann der Verband freilich nichts unternehmen. Doch nur schon eine Verlegung der wenigen Hauptrunden vom fussballüberladenen und wetterunsicheren Herbst in den Frühling würde einer Aufwertung gleichkommen. Gleichzeitig darf es nicht sein, dass für die mit einem Mini-Budget operierenden unterklassigen Vereine das erhoffte Cup-Fest zu einem gefährlichen Verlustgeschäft wird, nur weil die Auflagen so strikt sind. Hier gilt es zu prüfen, ob diese Anforderungen wirklich Sinn machen, und wenn die Ausgaben dafür nicht zu stemmen sind, allenfalls eine Defizitgarantie bereitzustellen.

Auch vonseiten des Verbandes wird der Cup stiefmütterlich behandelt. Auf der Website des Verbandes muss man Informationen zu den anstehenden Spielen suchen, und vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an die Austragung von 2009: Damals wurde der Cupfinal kurzerhand auf den Mittwochabend verlegt, gleichzeitig mit dem UEFA-Cup-Finale, weil die FIFA die Verbandsspitze um Ralph Zloczower am Pfingstmontag, dem eigentlichen Austragungstermin, an einen Kongress auf die Bahamas eingeladen hatte.

« Zur Übersicht

42 Kommentare zu “Der Schweizer Cup braucht eine Reform”

  1. Anja sagt:

    Ich fände es (für die Zuschauer und die kleinen Vereine) interessanter, wenn die erste Haupt Runde viel früher ausgetragen würde, so wie in Deutschland. Die Überraschungen sind da zahlreicher aber womöglich ist dafür das Hauptfeld des Cups zu klein.

  2. Nino sagt:

    Warum waren früher die Cup Spiele für die ‘kleinen’ lukrativ? Was hat sich gegenüber früher verändert? Wie ist das im Ausland, hat sich dort auch alles negativ verändert? Wo muss der Hebel angesetzt werden für Besserung? Im Sinne der ‘kleinen’ Vereine sollen die Cup Spiele gegen die ‘Grossen’ wieder ‘das’ Highligt einer Saison werden.

    • Karl sagt:

      Früher haben die Verantwortlichen der Amateurklubs halt Fronarbeit geleistet. Heute muss man wenn ein “Grosser” kommt das ganze Sicherheitswesen wie bei einem Profispiel aufbieten. Da kann am Schluss nichts herausschauen.

  3. Rudolph Hochstrasser sagt:

    Leider stimmt der obigen Bericht ganz genau. Die Spielpläne sind mancmal fragwürdig. Aber jeder Club hat seine Wünsche.
    Der Kritiker soll mal ein besserern Vorschlag machen. Aber konkrete Vorschläge. Nicht immer nur <Motzen<

    • Kraft sagt:

      Ich würde mal den Artikel lesen…

    • Dominik Bücheler sagt:

      Dieses Thema ist an sich gut und diskussionswürdig, aber Rudolph Hochstrasser schreibt richtigerweise einmal mehr wie schwach und phantasielos nicht nur der Verband sondern vor allem auch unsere Journalisten sind. Nur motzen und keine guten Ideen, das ist schwach. Zudem sind es genau diese Journalisten die ein Riesenthaeter ablassen, wenn die “Grossen” ausscheiden (inkl. Trainerentlassung fordern) und nun enttäuscht sind, wenn die “Grossen” Vereine sich Mühe geben im Cup weiter zu kommen. Zudem ist der Cupfinal infolge diletantischer Verbandsarbeit ein Schweizer Bünzli “Wurst mit Brot Anlass” wobei die Zuschauer mit überrissenen Preisen (analog Nati-Spiele) abgezockt werden.

  4. Dani Keller sagt:

    Bei Amateurvereinen könnte ja der Verband die Kosten für Sicherheit/Zuschauersektoren übernehmen. Das wäre fair, denn einem Erstligaverein ist es nicht zuzumuten, wegen irgendwelchen Hooligans, welche die grossen Vereine mitbringen, in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.

    Was die Daten betrifft, hätte man sicher die 1/8-Finals von diesem Wochenende in den Frühling legen können, man wäre dann auch mit der Meisterschaft 1 Woche früher in der Winterpause. Sonst gehört aber der Cup zum Herbst.

    Zudem sollten die Partien wieder ganz nach Zufall ausgelost werden, also die Vermeidung von direkten Begegnungen der ASL-Vereine aufheben. Dafür lässt man sie erst in die 1/16-Finals einsteigen (heute 1/32-Finals). Dadurch hätten auch kleine Vereine die Chance, mit etwas Los- und Wettkampfglück bis in die Endphase des Cups vorzustossen. Das ist es, was ich am meisten vermisse.

    • georg hauser sagt:

      Ach ja die Hooligans wieder, die suchen sich bestimmt die Grossmutter von der Tribüne um mit ihr zu boxen…
      Daran sind wohl eher die Sicherheitsauflagen schuld, den an Cup-Partien mit Erstliga-Vereine ist absolut keine Brisanz im Spiel.
      Sind es doch auch genau die Kurven die mit 200 Menschen anreisen und den Amateurvereinen Geld in die Kasse bringen.

      • Martin Locher sagt:

        ich erinnere mich an ein FC Herisau gg FC Zuerich Cupspiel bei dem eine brennende Fackel auf die Tartanbahn unseres schoenen Fussballplatzes geworfen wurde. Es kann nicht Aufgabe des Amateurvereins sein, die Kosten fuer die Paevention und die eventuelle Behebung der Schaeden aufzukommen.

        Mit der Bestrafung des fehlbaren Auswaerts-Klubs im Fall GC-FCZ wurde das richtige erste Zeichen gesetzt. Weitere werden hoffentlich folgen.

        • Nick Schmid sagt:

          Brennende Fackel auf Tartanbahn? Rechnung an den FCZ, Thema erledigt.

          • don perez sagt:

            Dem FC Herisau gingen wegen der ach so brutal bösen, millionen von Grad heissen, Fackel auf der Tartanbahn aber wohl kaum grössere Summen verloren. Ein paar hundert Franken, dann ist die Tartanbahn wieder repariert. Wenn jedoch ein Sicherheitsdispositiv gewünscht wird, welches schnell mehrere Tausende Franken kostet, nur um die eine Fackel zu verhindern, dann ist das doch Verhältnisblödsinn. Die zwei Mal, als der FCZ auf Herisau traf (2003 und 2004) waren die Sicherheitskosten niemals so hoch, wie sie heute wären und der FCH hat wohl ein sehr gutes Geschäft gemacht (auch mit der angesengten Tartanbahn). Durch die zunehmende Verteufelung der Fussballfans und dem krankhaften Geschrei nach sinnloser Sicherheit, welche schlussendlich eher Gewalt provoziert denn verhindert, wird der Cup für kleinere Mannschaften zum Verlustgeschäft.

  5. Andi Meier sagt:

    Eine Beteiligung an den Sicherheitskosten der Amateurvereine sollte für den Verband ja kein Problem sein. Ein grösseres Problem als die Spieldaten, ist für mich die mangelhafte Berichterstattung im Fernsehen, sei es im Cup oder in der Liga. Im Sportpanorama werden die Spiele in 10-15 Minuten abgearbeitet, die Spiele vom Samstag finden dabei gar keine Beachtung. Ich bin überzeugt, dass eine ausführliche Berichterstattung die Zuschauer und auch Sponsoren anlockt. Für die beliebtesten Sportarten (Fussball und Eishockey) braucht es eine eigene Sendung am Sonntagabend.

    • georg hauser sagt:

      Das können sie vergessen, SF ist dazu doch nicht imstande, und es interessiet den mässig sportinteressierten Durchschnittszuschauer auch nicht, die wollen wohl bloss das Resultat wissen. Ist ja lächerlich wie ein Spitzenspiel der Liga auf 5 Minuten reduziert wird, inklusive den unlustigen Geschichten von Beni.

      • Martin Locher sagt:

        Wenn ihr Fussball schauen wollt, geht ins Stadion, schaut Pay-TV oder sorgt dafuer, dass der Fussballverband einen Sendeplatz kauft und auch eine Sendung produziert.

        Das Gebuehrengeld soll fuer Wichtiges verwendet werden. Die ersten Cuprunden gehoert da genau so wenig dazu wie die erst 95% der Eishockeysaison.

        • Andi Meier sagt:

          Im Pay-TV wird der Cup aber nicht übertragen. Ich denke auch nicht, dass eine etwas ausführlichere Berichterstattung sehr viel teurer wäre, die Bilder sind ja vorhanden.

          Wie man an diesem Wochenende gesehen hat, kann auch ein 8tel-Final interessant sein, wenn gleich drei Super League Vereine gegen unterklassige ausscheiden.

        • Simon sagt:

          Herr Locher, was verstehen Sie unter “wichtigeres”? Sackhüpfen, Synchronschwimmen oder Seilziehen? Etwa die 60% Wiederholungen auf SF1 und SF2, irgendeine kopierte Castingshow aus Deutschland oder die Altersheimsendung Benissimo? Nein, Moment, ich weiss es! Es soll für eine weitere Reise von Mona Vetsch verwendet werden damit Sie aus Indien oder Pakistan berichten kann, wie Sie dort einen Apfel verspeisst …

          Schauen Sie sich mal die erste Runde im DFB Pokal an. Dann wissen Sie, warum der Cup seinen Reiz mit sich bringt. Fussball und Eishockey sind nun mal die Hauptsportarten in der Schweiz.

    • Rudolph Hochstrasser sagt:

      Ja da hat Andy recht, Was das Sf sportpnorama über die Cup Spiele bringen ist katastrophe. nicht einmal ausfürlich wird berichtet. Das ist schade fürs Geld. Auch keine Stimmung in den Studios.

  6. Bernd Stauffenberg sagt:

    Eine Defizitgarantie wäre sicher gerecht. Solche Minusgeschäfte sind für gemeinnützige Vereine nur schwer zu verkraften. Und dass Spiele deshalb abgetauscht werden (Heimrecht), ist nichts als logisch, aber sehr schade für den Cupgeist. ps mämä, hast du den blog gepachtet:)?

  7. Sir Alex sagt:

    Das Problem ist tatsächlich gross, den Cup interessiert so gut wie niemanden mehr. Zwei Sachen müssen geändert werden:
    1. Keine gesetzte Mannschaften und kein Heimrecht mehr! So kann es in der 1. Runde zu GC – Basel kommen, aber auch zu Naters – Wetzikon oder zu Basel – Wetzikon (in Basel). Das hat Dani Keller (oben an mir) schon gesagt, und das unterstütze ich absolut: “Dadurch hätten auch kleine Vereine die Chance, mit etwas Los- und Wettkampfglück bis in die Endphase des Cups vorzustossen.”
    2. Die Runde wie in Deutschland unter der Woche austragen: Dienstag und MIttwoch, davon das Topspiel live im TV, da ist die Konkurrenz aus dem Ausland geringer als an den Wochenenden.

  8. Raffaele sagt:

    Man sollte doch endlich die überrissenen Sicherheitsvorkehrungen bei 1. Runden Cupspielen wieder abschaffen. Die sind ja nicht annähernd im Verhältnis zu möglichen Szenarien!
    Mein Gott, wieso sollten Ultras vom FCB, FCZ, FCSG, FCL, YB, etc. gegen einen FC Hintertupfigen Krawall veranstalten? Sorry, aber das ist sowas von paranoid.
    So könnten endlich auch die kleinen Vereine wieder mal profitieren.

  9. Franz sagt:

    Mämas Diagnose stimmt. Der Abstieg beschleunigte sich, als der Verband die Vermarktung in die Hände von Firmen wie IMG gab. Diese Firma hatte v.a. mit Radrennen zu tun. Man rieb sich die Augen, als plötzlich ein notorischer Rad-Dopingsünder als Manager des Cups im Mittelpunkt stand, umgeben von Ex- und Fast-Missen, die ebenfalls von dieser Firma “vermarktet” werden. Die Todsünde war dann die Umbenennung in S*********-Cup. So löscht man Traditionen aus. Fehler wurden schon vorher gemacht, nämlich mit der Verlegung von Cupspielen auf Wochentage. Das zunehmende Desinteresse hat mit der Kommerzialisierung des Schweizer Fussballs zu tun, die von Verbandsfunktionären gepuscht wird (Reduktion der Challenge League, höhere Anforderungen an Infrastruktur etc.). Es gibt ein Überangebot an Fussball heute, 36 Runden in den obersten Ligen sind für unser kleines Land viel zu viel. Gleichzeitig sind die Zuschauerzahlen in der ChL und besonders auch in der 1. Liga drastisch zurückgegangen. Die Kleinstädte und Dörfer identifizieren sich aus verschiedenen Gründen immer weniger mit ihrem Klub. Die Schweiz ist zwar kein Fussball-Land, aber es gibt auch keine Bemühungen, dies zu ändern. Besonders SF DRS bringt lieber zum 587. Mal ein Interview mit Roger, Simon oder Didier.

  10. Ronald Thoma sagt:

    Klar war der Cup früher viel die grössere Attraktion, damals gab es auch nicht dreitausend Spiele auf fünfhundert Kanälen.
    Und vielleicht wohnen in den ländlichen Gebieten auch immer mehr Zugezogene, welche sich gar nicht mit dem Dorfklub identifizieren. Persönlich fände ich es allerdings absoulut erstrebenswert den Cup zu erhalten, wie er ist. Allerhöchstens über die Terminierung sollte man nachdenken. (Siehe DFB-Pokal)

  11. Werner Jandl sagt:

    Ach die “armen” Amateurvereine….. mit ihren Spielern aus Afrika, Südamerika und sonstwo welche ja in der Schweiz spielen weil es bei uns soo schön ist.
    Die ganze Diskussion ist eigentlich sinnlos.

    • Nick Schmid sagt:

      Wenn man keine Ahnung vom Thema hat darf man getrost auch mal auf ein Posting verzichten, Herr Jandl. Oder nennen sie mir mal einen Amateurverein, der sich teure Ausländer leistet.

  12. sepp z. sagt:

    Vielleicht würde es schon mal reichen, eins oder zwei der Spiele im Fernsehen zu zeigen.
    Und mit Fernsehen meine ich nicht irgendein Bezahlfernsehabzockerkanal, sondern SF.
    Wenns das nicht wert ist, dann hört bitte auf zu jammern.

  13. Markus sagt:

    Cupspiele interessieren nicht nur kaum jemanden, sondern sie schaden sogar dem Meisterschaftsbetrieb, indem sie (wie heute) rare Wochenendtermine unnötig blockieren und mit fussballerischer Langeweile überziehen – währenddem dann später ganze Meisterschaftsrunden unter der Woche reingequetscht werden müssen, was vielen Leuten wie mir den Matchbesuch jeweils verunmöglicht.

    Und spätestens seit der Cupfinal nicht mehr in Bern am Pfingstmontag stattfindet, hat man auch keinen Grund mehr, aus Traditionsgründen an dieser strukturellen Altlast festzuhalten: Der Schweizer Cup braucht keine Reform, er sollte vielmehr ersatzlos gestrichen werden.

  14. DAM sagt:

    Man könnte sich sehr gut am DFB-Pokal orientieren. Die erste Runde mit 64 Teams findet an einem Wochenende statt und die ASL-Teams sind gesetzt (evtl. auch die Teams der neuen, verkleinerten Challenge League). Dann ab der zweiten Runde unter der Woche spielen (aufgeteilt auf Dienstag und Mittwoch). Und ganz wichtig: ab Rubde 2 keine gesetzten Teams mehr!! Aktuell wird ja sogar noch in den Achtelfinals (sofern möglich) darauf geachtet, dass keine ASL-Teams aufeinandertreffen können. Mit dem Resultat, dass im Normalfall im Viertelfinale fast nur noch ASL-Mannschaften dabei sind, was dem Cup-Gedanke an sich widerspricht.

  15. Simon sagt:

    Ich stimme dem Bericht voll und ganz zu! Der Schweizer Cup braucht dringend eine Überarbeitung doch solange beim SFV alte kauzige Herren sitzen, wird sich kaum etwas ändern. Lieber badet man sich in Selbstzufriedenheit. In anderen Ländern, wie z.B. Deutschland, wird der Cup als Volksfest zelebriert und jetzt soll niemand sagen, Deutschland sei grösser, lukrativer etc. Die Grösse spielt keine Rolle, sondern was man daraus macht. Absolut verständlich wenn niemand bei diesem verbrauchten Modus als Sponsor einsteigen will. Es gibt nicht einmal eine akzeptable Website mit Infos. Mein Vorschlag; mehr Teams in die 1. Runde integrieren so dass auch regionale kleine Vereine eine Chance haben, die 1. Hauptrunde zu erreichen. In der Zentralschweiz z.B. qualifiziert sich nur der Sieger der regionalen Ausscheiden 2.-5. Liga! Die Oberklassigen steigen in der 2. Hauptrunde ein (Chl und SL), Somit wären 128 Teams in der 1. Hauptrunde dabei. Die Auflagen für die kleinen Clubs müssen dringend reduziert werden.

  16. jose bütler sagt:

    ich liebe den cup ;o) und sage nur: hopp züri, hopp yb und hopp sfc!

  17. JimBobIII sagt:

    Der heutige Cuprunde war aber doch recht interessant, muss man sagen.

  18. Matthias Steiner sagt:

    Ist eigentlich jemals eine 1. Liga Mannschaft Cupsieger geworden? Wohl nicht mal zu Guisans Zeiten. Ihr trauert einem Idyll nach, das es gar nie gab. Aber NLB Clubs haben durchaus Chancen, wie man heute gesehen hat. Für NLA Clubs wiederum besteht der Reiz darin, eine bereits “verkorkste” Saison noch zu retten, über einen wenige Runden dauernden Weg. Im Frühjahr würde ich den Cup nicht übermässig austragen. Dann ist Meisterschaftsendspurt. Da verfälscht der Cup nur die Situation. (Karten, Verletzte). Die Sicherheitsauflagen sind für Amateurvereine zu lockern. Kein “böhzer Huuligän” vergreift sich an Fans, zu denen gar keine traditonelle Rivalität besteht. (Das Wort Super League nehme ich übrigens im Zusammenhang mit dem SFV bewusst nicht in den Mund)

  19. kurt abächerli sagt:

    die letzte runde hat doch gezeigt, dass es den cup braucht, auch um die stärkenverhältnisse wieder zurecht zu rücken. würde man nur diesen tag nehmen (was natürlich nicht seiös ist) wäre die challenge league stärker einzustufen als die süperlig. ich finde den cup ganz o.k. muss ja nicht alles über den tv flimmer (das ist eh nicht fussball). die unsinnige reform der challenge league im nächsten jahr scheint mir um einiges fragwürdiger….

  20. Michael T sagt:

    Die Schweizer Terminplanung find ich ja sowieso komisch mit der ewig langen Winterpause und dafür x englischen Wochen im Herbst, nur damit die Hälfte der Meisterschaft im Herbst und die andere im Frühling ist. Da die meisten Schweizer Vereine zudem im Frühling nicht mehr europäisch spielen ist dann der Herbst vollgestopft mit Spielen und der Frühling leer. Da ja mittlerweile die allermeisten Stadien wintertauglich sind (nur Sion hat noch ein altes Stadion der NLA-Clubs), kann man ja die Winterpause drastisch verkürzen.

    Ein oder sogar zwei Cuprunden können gleichermassen in den Frühling geschoben werden: Mehr Clubs noch dabei = Mehr interessierte Zuschauer = Mehr Spannung. Den restlichen Reformvorschlägen kann man nur zustimmen. Was die Bedeutung angeht, ist doch der UEFA-Cup Qualifikationsplatz Anreiz genug, siehe Lausanne letztes Jahr oder Bellinzona ein paar Jahre davor. Die Möglichkeit nach Europa zu kommen, die einzige für NLB-Klubs und die Chance auf Rettung einer verkorksten Saison für Erstklassige (naja, mit Ausnahme von Zürich und YB dieses Jahr ;))

    • E. Schönbächler sagt:

      So lange ist die Winterpause nicht. Sie dauert ja nur von Mitte Dezember bis anfangs Februar. Und mitte Mai muss die Saison abgeschlossen sein. Es ist vollkommen richtig dass der Cup mindestens die Spiele bis zum Achtelfinal noch im Herbst austrägt. Auch gefallen mir die Reformvorschläge von M. Sykora nicht besonders. Mit dem jetzigen Losverfahren werden viele Duelle unterklassiger Teams gegen Super League-Mannschaften ermöglicht. Wenn ein Challenge-League-Vertreter in den Halbfinal oder Final will soll er auch “grosse Brocken” aus dem Weg räumen müssen. Und wenn sich die ASL-Vertreter schon ab der ersten Cuprunde gegenseitig eliminieren haben die “kleinen” Clubs auch nichts davon. (Auch keine Einnahmen.) Gerade das letzte Wochenende hat wieder gezeigt wie spannend und unberechenbar der Cup ist. Es gibt im Schweizer Fussball bestimmt viele Probleme und Ärgernisse. Aber der Cup-Wettbewerb gehört mit Sicherheit nicht dazu.

  21. Ricco Krebs sagt:

    Naja, natürlich jetzt ein sinnloser Text nach diesem Wochenende.

    • Matthias Steiner sagt:

      Nein. Denn im Text ging es um Amateurvereine. Nicht NLB. Dass die einen NLA Vetreter in Schwulitäten bringen können, oder ihm die Hosen runterlassen, kommt wohl jedes Jahr vor, Ich kann mich sogar an Cupleiten des FCB gegen Mendrisiostar (1. Liga) in den 70’ern erinnern, Schaffhausen (NLB), und Pratteln (damals 1. Liga oder 2.). Peinlich!!. Also kein neues Phänomen ! Trotzdem spielt in 8 von 10 Fällen NLA gegen NLA im Final . Warum soll man künstlich die Spannung bis Frühjahr hochhalten?

  22. Kevin B. sagt:

    Lieber Mämä, du hast Recht. Es gibt fast keine Überraschungen mehr. Ausser die letzten drei Saisons.